Ein aufwühlender Roman über Liebe, Lebensentscheidungen und moderne Machenschaften auf See
»Ein Buch mit Suchtpotential« France Inter
Thailand, an einem Dezemberabend. Arun findet Zuflucht in einer Bar in einem kleinen Fischerhafen, nachdem er sich mit seinem Freund Olivier gestritten hat. Ein Mann bietet ihm einen Drink an. Ein paar Stunden später wacht er auf einer Matratze in einem verschlossenen Raum auf, ohne Papiere und Handy. Im Laderaum eines Fischerbootes auf offener See. Olivier, der seit dem Streit keine Nachricht mehr von Arun erhalten hat, glaubt, dass dieser sich entschieden hat, zu verschwinden. Zurück in Paris jedoch stößt er auf ein Notizbuch, das sein Freund hinterlassen hatte. Was er dort liest, lässt ihn an seiner Überzeugung zweifeln und er begibt sich auf die Suche nach ihm.
Erschütternd und aufwühlend. Und wie schön ist bitte dieses Cover?! Aber im Ernst, so ein wichtiges Thema und ich wünsche mir, dass mehr Menschen dieses Buch lesen und sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Ich selber war mir über Sklaverei in der Fischereiindustrie nicht wirklich bewusst und halte es für wichtig, diesem Thema und generell den Bedingungen der mordernen Fischerei und dem Schutz der Meere mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und ja ich habe geweint beim Lesen, gezittert, mich geschüttelt und gebangt. Pause machen müssen. Dieser Roman ist sicherlich kein einfacher und auch kein perfekter, die Figuren sind teilweise etwas klischeehaft überzeichnet und es gibt bestimmt auch andere Kritikpunkte. Aber die Beschreibung der Orte und Ereignisse, die Leidenschaft fürs Meer haben mich sehr tief berührt und erreicht. Und wie gesagt, ich kann dieses Buch allen nur ans Herz legen.
Erschütternd!! Ein sehr schockierendes Buch über Menschenhandel auf See und die Folgen des Fischfangs auf das Meer und Artenvielfalt. Ich musste das Buch öfters zur Seite legen und hab es teilweise kaum ausgehalten die Schilderung von Arun zu lesen. Es basiert auf wahren Ereignissen und hat mich zutiefst erschüttert und berührt. Ich hoffe der Roman bekommt noch viel mehr Aufmerksamkeit und eine so wichtige Lektüre!!
Äußert lesenswertes Buch über eine relevante und zugleich betroffenmachende Thematik. Durch das Zusammenspiel der fiktiven Charaktere werden die vielen, oft entsetzlichen, Fakten sehr nahbar!
Chère Toi, Tu ne peux imaginer à quel point ce roman a su me toucher et me secouer. Véritable plaidoyer pour l’océan, pour l’humain. Un plaidoyer cependant pas moralisateur et amené avec une histoire hallucinante et très bien menée. Ici, tu feras la rencontre de plusieurs personnages, chacun sa personnalité, chacun son histoire, chacun ses blessures, chacun ses combats. Et tout ce petit monde est lié pour t’offrir un récit bouleversant et inimaginable. Tu sais, ce texte, c’est aussi l’histoire d’une famille. Une famille un peu cabossée, un peu déchirée. Et l’horrible disparition d’Arun va venir tout chambouler. Pour le meilleur ? Pour le pire ? À toi de le lire ! Tout ce que je peux te dire, c’est que ce roman se dévore comme un thriller, un véritable page turner. Tu y découvriras l’amour de l’océan, des personnages en recherche d’eux-mêmes, des personnages en quête d’un sens à leur vie. Pages après pages, le déséquilibre écologique éclos, la sur-pêche produit ses guerres, la traite d’humains te brise. Le tout dans une approche pointilleuse et maîtrisée. L’Humanité dans toute sa noirceur. Un texte sensible et très dur. De magnifiques descriptions allègent le cœur, d’autres te le soulève. Tout est parfaitement décris. Vraiment tout. La plume de l’auteur est fluide, rythmée. Un doux-amer en totale adéquation avec le récit. En bref, coup de cœur. Tu sais, je l’ai fini tard ce roman. Car impossible de lâcher la fin. C’était terrifiant et magnifique. Un roman qui parle de sujets très forts. Très durs. L’océan. Le trafic d’êtres humains. Le passé. Le présent. L’histoire de chacun. Un roman qui m’a bouleversé. Un roman qui m’a brassé. Un roman inoubliable. Des personnages déchirants et beaux. Une plume poétique. Belle. Ce cri dans l’océan, je l’ai entendu. Et toi, l’entendras-tu ?
„Ein aufwühlender Roman über Liebe, Lebensentscheidungen und moderne Sklaverei auf See“ Dieser Schrei des Ozeans sollte unbedingt gelesen werden. Olivier hat Arun in einem Restaurant kennengelernt, in dem dieser als Kellner gearbeitet hat. Von dem jungen Kambodschaner war er sofort fasziniert und fühlte sich auf Anhieb zu ihm hingezogen. Schließlich überzeugte er ihn, zu kündigen und zu ihm zu ziehen. Seit sieben Jahren waren sie nun zusammen – doch die Zufriedenheit beruhte nicht auf Gegenseitigkeit. Während ihres Urlaubs in Thailand geraten sie in Streit; die Situation eskaliert, und Arun beschließt, sich zu trennen. Er fährt ans Meer, schickt Olivier eine WhatsApp-Nachricht, teilt ihm mit, dass er die Beziehung beendet – und blockiert jeden weiteren Kontakt. Der anschließende Besuch in einer Kneipe endet tragisch. Das Buch entwickelt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Unbedingt will man wissen, wie es weitergeht, und kann es kaum aus der Hand legen. Man ist gleichermaßen gefesselt von den persönlichen Schicksalen der Protagonisten wie von den erschütternden Fakten über den Zustand der Weltmeere. Einfach nur unglaublich gut! Benoît d’Halluin hat einen ungemein wichtigen, spannenden und berührenden Roman geschrieben. Erzählt wird aus den wechselnden Perspektiven von Sophie (Oliviers Schwester), Olivier und Arun – in der Vergangenheit und in der Gegenwart, was dem Roman Tiefe und Emotionalität verleiht. Es geht um Erlebtes und die daraus entstehenden Lebensentwürfe. Die Figuren sind eindrücklich und glaubwürdig gezeichnet. Im Mittelpunkt steht jedoch der Zustand der Ozeane, die fünfzig Prozent unseres Sauerstoffs produzieren – und damit unverzichtbar für alles Leben auf der Erde sind. Erschütternd ist zu erfahren, dass beim Fischen mit Fangnetzen bis zu fünfzig Prozent der – meist bereits toten – Fische ins Meer zurückgeworfen werden; dass essbares Haifischfleisch entsorgt wird, weil nur die Flossen lukrativ sind; und dass Langleinen bis zu 130 Kilometer lang sein und bis zu 20.000 Haken (Wikipedia) tragen können – mit denen auch Delfine, Meeresschildkröten und viele andere Meeresbewohner gefangen werden, die niemand fangen wollte. Noch skandalöser ist jedoch, dass es auch heute noch Sklaverei gibt. „Für Thailand etwa, das die viertgrößte Fischereiflotte der Welt besitzt, schätzt die Environmental Justice Foundation, dass 200.000 der 650.000 Fischer Zwangsarbeiter sind.“ Ein Schrei des Ozeans ist kein bequemes Buch – aber ein ungemein wichtiges. Es verbindet menschliche Dramen mit brennend aktuellen Umwelt- und Menschenrechtsthemen. D’Halluin gelingt es, literarische Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz zu vereinen. Ein Roman, der aufrüttelt, berührt und lange nachhallt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
EIN SCHREI IM OZEAN Benoit d’Halluin ET: 6.6.2025 Der Franzose Oliver und sein kambodschanischer Freund Arun leben seit sieben Jahren in Paris. Kennengelernt haben sie sich in einem Restaurant, in dem Arun als Kellner arbeitete. Nachdem Arun zu Oliver gezogen war, wollte dieser nicht mehr, dass sein Freund arbeitet – also hütete Arun das Appartement und langweilte sich zunehmend.
Zum ersten Mal reisen sie gemeinsam nach Pattaya, Thailand, damit Arun seine Familie im benachbarten Kambodscha besuchen kann. Als er aus seinem Heimatdorf zurückkehrt, erfährt er, dass Oliver ihn in dieser Zeit mit einem Prostituierten betrogen hat. Ein heftiger Streit eskaliert. Arun verlässt wütend das Restaurant, schreibt Oliver eine letzte Nachricht, blockiert ihn und fährt mit dem Taxi in den kleinen Fischerhafen Bang Saray. Dort spricht ihn ein Fremder an, spendiert ihm Drinks – und wenig später erwacht Arun im Laderaum eines Fischerbootes, mitten auf dem Ozean.
Arun ist einer von über 200.000 Zwangsarbeitern, die in Thailands Fischfangflotte – der viertgrößten der Welt – festgehalten werden. Ob er und Oliver sich jemals wiedersehen, müsst ihr selbst herausfinden.
Benoît d’Halluin erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen – und entlarvt dabei schockierende Praktiken der Fischerei, die nicht nur Menschenleben zerstören, sondern auch zur Überfischung der Meere beitragen.
Obwohl ich seit mehr als 25 Jahren in Thailand lebe, hatte ich keine Ahnung, was sich nur 1,5 Stunden von meinem Zuhause abspielt. Ich wusste nicht, dass es dort Leinenlängen von bis zu 70 Kilometern(!!!) gibt – in der EU sind nur 10 Kilometer erlaubt! Unfassbar! Wusstet ihr, dass Fischer täglich das Fünfhundertfache des Erddurchmessers mit Netzen auslegen?
Dies ist mein zweites Buch von Benoît d’Halluin. Den Vorgänger habe ich geliebt – aber dieses Buch geht tiefer, schmerzt, macht wütend, zeigt mir meine Machtlosigkeit auf und muss deshalb unbedingt gelesen werden. Ein echter Pageturner und für mich ein #Highlight.
LEST DIESES BUCH! Und sorgt dafür, dass dieser Schrei im Ozean gehört wird! 5+/5
Übrigens: Die Bücher des @verlag_karlrauch sind mit ihrer strukturierten Oberfläche („Peywave“) ohnehin wunderschön – doch dieses Cover mit seinen Wellen ist kaum zu übertreffen. Vielen Dank an #KarlRauch und @benoit.d.h 🌊💙
Schrei der Auflehnung Nach einem heftigen Streit im Urlaub verlässt Arun in Thailand seinen langjährigen Freund Olivier. Dieser kehr ohne ihn nach Frankreich zurück, sicher dass dieser ihn verlassen und ein neues Leben angefangen hat. Doch Arun hat ihn nicht verlassen. Er wurde entführt und kämpft nun auf hoher See als Sklave eines Fischerbootes ums überleben. Wird er diesem Martyrium entkommen?
Dieser Roman ist kein Buch das unterhält, sondern das beängstigend und bedrückend die Realität unserer Ozeane, ihr Sterben, aufzeigt. Und nicht nur das. Sondern auch die menschliche Grausamkeit in der Fischereiindustrie um unsere Nimmersatten Mäuler zu stopfen, obwohl das Meer schon leer und ausgelaugt vor uns liegt. Es verbindet eindrücklich und fesselnd die menschliche Tragödie der modernen Sklaverei verbunden mit der globalen Krise, in der wir alle stecken und die uns zur Ausbeutung unserer gesamten Umwelt, besonders die des Ozeans treibt.
Einmal in dem Buch, entwickelt es einen Sog dem man sich schwer entziehen kann. Trotz der bedrückenden und schweren Themen, bleiben die Charaktere lebendig und nahbar und erzählen von ihren eigenen Schuldgefühlen, Hoffnungen und der Liebe- auch der unendlichen Liebe zum Meer.
Ein beeindruckendes Buch, das aufrüttelt, nachdenklich stimmt und Fragen nach der eigenen Verantwortung und Menschlichkeit aufwirft.
Puh, was für ein Buch!!! Sehr erschütternd, aufwühlend und zum Nachdenken anregend. Was mit dem Fischfang in Sachen Tier- und Umweltschutz alles schiefläuft ist mir schon lange bewusst. Deshalb verzichte ich schon seit Jahrzehten auf jeglichen Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten, lange bevor ich zum Vegetarier wurde. Außerdem finde ich die Unterwasserwelt als begeisterter Taucher viel zu faszinierend als dass ich mich daran bedienen könnte. Dass es allerdings echte Sklaverei in der Branche gibt war mir völlig neu und hat mich ziemlich schockiert. Wen dieses Buch kalt lässt und wer danach noch Fisch isst, dem ist nicht zu helfen. An alle die es immer noch nicht begriffen haben: Ohne Meer kein Leben!