Der Nachwuchs-Galeristin Nova wurde nicht nur der Job gekündigt, sondern auch die Wohnung. Noch während sie verzweifelt nach einem neuen, bezahlbaren Zuhause sucht, erhält sie ein einmaliges Sie darf ein Jahr lang kostenlos im hochmodernen Pramtower wohnen. Ein luxuriöses Wohngebäude mitten in Berlin, das seinen Bewohnern alle Wünsche erfüllt. Es ist das Paradies. Bis sie herausfindet, dass ihre Vormieterin auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Heimlich beginnt Nova mit Nachforschungen und merkt dabei zu spät, dass sie sich selbst in große Gefahr begibt. Warum und wofür wurde sie ausgewählt?
Ivar Leon Menger, 1973 in Darmstadt geboren, studierte nach dem Abitur Grafikdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK Fakultät Gestaltung) und entdeckte dabei seine Liebe zum Film. Nach dem Diplom verdiente sich Menger erst einmal fünf Jahre lang in der internationalen US-Agentur Ted Bates als Werbetexter sein Geld, um nach Feierabend und an den Wochenenden seinen ersten Kurzfilm „Geteiltes Leid“ schreiben und drehen zu können. Der fertige, zwölfminütige Thriller mit Florian Lukas in der Hauptrolle erschien dann nicht nur als Bonusfilm auf DVD („The Cell“, Regie: Tarsem Singh), sondern wurde im Jahr 2002 auch auf der Berlinale zum „Besten Kurzfilm Deutschlands“ ausgezeichnet. Daraufhin kündigte Menger seinen sicheren Job in der Werbeagentur, jobbte in einer Videothek und drehte seinen zweiten Kurzfilm-Thriller „Tramper“ mit Justus von Dohnányi und Fabian Busch, mit dem er u.a. 2004 den ProSieben Newcomer-Regie-Award gewann. Nach einem Semester Lehrtätigkeit als Dozent an der TU Darmstadt, zog Menger nach Berlin und lernte die Synchronschauspieler Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczeck kennen, die ihn als Autor für „Die drei ???“ bei Sony Entertainment empfahlen. Menger bekam den Auftrag und wechselte daraufhin das Erzählmedium von Film zu Hörspiel. Seit nun mehr als 14 Jahren schreibt und entwickelte Ivar Leon Menger über 85 Hörspiele/Hörbücher und führt Regie. Mehr auf der offiziellen Webseite: www.ivarleonmenger.de
Stell dir vor: Du verlierst Job, Freund und Wohnung. Und dann gewinnst du den Jackpot – ein Jahr mietfrei im luxuriösen Pramtower in Berlin. So geht es Galeristin Nova. Aber der Traum wird schnell zum Albtraum. Irgendetwas stimmt mit diesem Hightech-Gebäude nicht. Warum sind die Nachbarn so seltsam? Und was ist mit ihrer Vormieterin passiert? Nova muss der Wahrheit auf den Grund gehen, bevor es zu spät ist.
Die Idee hinter der Geschichte fand ich genial. Ivar Leon Menger zeigt, welche Gefahren eine KI birgt und wie sehr neue Technologien unser Leben beeinflussen können. Der Schreibstil ist flüssig, man fliegt nur so durch die Seiten.
Aber für mich gab es leider zwei große Kritikpunkte. Erstens.: Die Handlung war stellenweise so wild und unrealistisch, dass es mich rausgerissen hat, obwohl es spannend war. Zweitens und das größte Manko war für mich die Protagonistin. Wieso muss eine Frau so extrem naiv dargestellt werden? Ihre Gedankengänge und Motive waren für mich als Frau absolut nicht nachvollziehbar. Das hat mich wirklich gestört und hätte nicht sein müssen. Es ist enttäuschend, dass ein männlicher Autor eine weibliche Figur in der heutigen Zeit so klischeehaft zeichnet.
Die Grundidee ist super und die Geschichte hat ihre spannenden Momente. Aber die Umsetzung und vor allem die Charaktere waren für mich nicht überzeugend. Ich fand den Vorgänger deutlich besser. Trotzdem, macht euch am besten selbst ein Bild.
Nova, eine junge Galeristin, steht plötzlich vor dem Nichts. Sie hat ihren Job verloren, ihre Wohnung wurde wegen Eigenbedarf gekündigt und ihr „Freund“ist auch über alle Berge. Da kommt der unverhoffte Anruf, dass sie ein Jahr kostenloses Wohnen im modernen Pramtower in Berlin gewonnen hat, wie gerufen. Der Pramtower steht für absoluten Luxus und nur die reichsten Leute wohnen dort. Doch schon bald merkt Nova, dass der Tower mehr ist als nur ein exklusives Zuhause. Hinter der glänzenden Fassade lauern dunkle Geheimnisse. Als sie entdeckt, dass ihre Vormieterin auf mysteriöse Weise ums Leben kam, beginnt sie, die Wahrheit hinter dem Tower zu ergründen. Doch je tiefer sie gräbt, desto mehr gerät sie selbst in Gefahr.
„Der Tower“ ist nicht das erste Buch, das ich von Ivar Leon Menger lese. Bekannt geworden ist mir der Autor zuerst durch seine Monster 1983 Hörspiele und auch die Ghost Box Reihe, die ich beide schon mehrfach durchgehört habe. Ich bin ein großer Fan seiner Hörspiele bei Audible und umso gespannter war ich dann, ob mich der Autor auch mit seinem geschriebenen Wort so mitreißen kann. Bereits mit „Finster“ hat er mich überzeugen können und nun mit „Der Tower“ hat er sogar nochmal eins drauf gesetzt.
„Der Tower“ ist ein packender Thriller, der von Anfang an ordentlich Tempo macht. Man wird direkt in einen wilden Ritt hineingezogen, man könnte es fast einen Fiebertraum nennen. Wer sich auf die teils etwas überdrehten Szenarien einlässt und sich einfach von der Geschichte treiben lässt, erlebt eine Story, die richtig fesselt. Die kurzen, knackigen Kapitel mit Cliffhangern am Ende sorgen dafür, dass man kaum aufhören kann zu lesen. Mir fällt kaum ein Buch in letzter Zeit ein, dass sich so flott lesen ließ. Besonders interessant sind die Charaktere, die irgendwie gleichzeitig flach und überzeichnet waren, aber dadurch umso markanter sind. Die Grundidee ist relativ „neu“ bzw. einfach noch nicht all zu verbraucht. Die Umsetzung war durch die kurzen Kapitel spannend und mitreißend, also genau die Mischung, die man sich für einen Thriller wünscht.
Hauptfigur Nova ist auf den zweiten Blick ein Charakter, der der wilden, teilweise überdrehten Story von „Der Tower“ eigentlich perfekt Stand hält. Sie ist alles andere als langweilig: aufgeregt, naiv und oft ein wenig planlos, stolpert sie durch die Ereignisse und hinterfragt vieles erst, wenn es längst zu spät ist. Gerade diese Eigenschaften machen sie als Figur spannend und nachvollziehbar. Als Leser denkt man ständig: „Mein Gott, Mädchen, jetzt wach doch mal auf!“ Genau diese Reaktion zeigt, dass Nova ihre Rolle im Buch hervorragend erfüllt. Sie trägt die Geschichte, lässt den Leser mitfiebern und bringt einen an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Kurzum, sie hält die Handlung zusammen und macht den wilden Ritt durch den Tower erst möglich.
Menger hat mit „Der Tower“ bewiesen, dass er aufs Neue mit originellen Ideen und seiner Fähigkeit, Spannung zu erzeugen, punkten kann. Seine Geschichten sind unkonventionell, voller Überraschungen und zeichnen sich durch einen klaren, dynamischen Schreibstil aus. Mit „Der Tower“ hat er mich erneut in ein außergewöhnliches Szenario entführt. Wer Lust auf intensive, aufregende Thriller-Lektüre hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!
Schade, das wars nicht. Der Aufhänger klang perfekt für mich, leider mochte ich aber so gar nicht in was für eine Richtung es thematisch ging und wie diese auch aufgelöst wurde, es war dann leider vorhersehbar und dadurch wenig Spannung für mich. Dialoge wirkten teilweise total gestelzt.
Ivar Leon Menger kombiniert die Themen Wohnungsnot und KI und macht daraus einen packenden Tech-Thriller mit Horror-Elementen. Ich habe "Der Tower" atemlos von der ersten bis zur letzten Seite gelesen.
Also tut mir wirklich leid, aber obwohl ich noch nicht durch bin, hat das Buch an dieser Stelle (Seite ~210) genug getan, um sich einen Stern von mir zu verdienen.
Ich weiß nicht warum Ivar alle zwei Bücher so einen komischen Mist herausbringt? Dass er wirklich begabt ist, hat er in der Vergangenheit schon zu genüge unter Beweis gestellt.
Aber sowohl Angst, als auch der Tower geben mir einfach ein so komisches Gefühl, dass ich nicht beschreiben kann. So als hätte es kein Lektorat gegeben, oder als wäre das Buch von einer KI geschrieben (was ich ihm nicht unterstellen möchte - aber es liest sich so).
So viele Dialoge sind einfach forciert oder komplett unorganisch, Figuren rasten aus dem nichts aus, benehmen sich merkwürdig (ohne dass die Story es will) und die Handlung geht nur voran, weil irgendeine Figur plötzlich im Dialog neue Informationen für die Protagonistin droppt.
Das Buch ist einfach voller Klischees. Der türkische Ermittler, den wir schon aus Angst kennen, heißt Tarik, seine Frau Yildiz und sein Sohn Ufuk, und *natürlich* wird in der ersten Szene bei ihnen Zuhause schon Baklava gegessen. Die französische Künstlerin beginnt *jeden* Satzanfang mit einem französischen Wort, Bonjour, Fantastique, Mais oui, etc. Die zwei schwulen Charaktere sprechen sich in einer Tour mit Kosenamen an, damit natürlich jeder versteht, dass sie auch wirklich schwul sind.
Repräsentation ist wichtig. Aber das hier ist Tokenism. Sorry, aber das macht mich wirklich sauer.
Nein, also tut mir leid. Beim besten Willen nicht.
Fazit: Habe das Buch soeben beendet, und es bleibt bei einem Stern. Tut mir leid, lieber Ivar.
Hat mich spannungs- und handlungstechnisch nicht wirklich überzeugt
Voriges Jahr habe ich bereits den Thriller „Finster“ des Autors Ivar Leon Menger gelesen. Wirklich umgehauen hat dieser mich damals nicht, ich fand ihn aber auch nicht gänzlich schlecht. Als kürzlich bei NetGalley sein neustes Buch „Der Tower“ als Rezensionsexemplar angeboten wurde, reizte mich der Klappentext. Ich beschloss, dem Autor noch eine Chance zu geben, fragte es an und konnte es noch vor dem Erscheinungstermin auf meinem Kindle lesen.
Nova ist eine junge Frau, der die Wohnung wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde. Auch ihre Beziehung ist vor Kurzem auseinandergegangen und weil sie wegen Belästigung einer Kollegin durch ihren ehemaligen Chef den Mund aufmachte, hat sie auch ihren Job als Galeristin verloren. Nun steht sie bei allen Galerien der Stadt auf der schwarzen Liste, hält sich mit Babysitter-Jobs über Wasser, versucht sich als Influencerin und ist händeringend auf der Suche nach einer neuen bezahlbaren Wohnung. Eine Solche zu finden, ist in Berlin wahrlich nicht leicht.
Da erhält sie das Angebot ein Jahr mietfrei in der 32. Etage des hochmodernen Pramtowers zu wohnen und nimmt dieses freudig an. Doch die anfängliche Begeisterung über ihre luxuriöse und durch KI komplett smarte neue Bleibe weicht schnell, als die KI für sie Entscheidungen trifft, mit denen sie selbst nicht einverstanden ist. Außerdem erfährt sie, dass die Influencerin, die vor ihr in Appartement 66e wohnte, unter eigenartigen Umständen ums Leben kam. Kann Nova der KI entkommen, bevor es zu spät ist?
Diese, hauptsächlich in der ersten Person aus der Perspektive der Hauptfigur Nova geschriebene Geschichte konnte ich durchaus leicht und flüssig lesen. Wirklich begeistert hat sie mich jedoch nicht. Das lag vor allem daran, dass mir die Hauptfigur nicht wirklich sympathisch wurde, ich einige ihrer Aktionen oder Reaktionen absolut nicht nachvollziehen konnte und einige Aspekte der Handlung als ziemlich vorhersehbar empfand. Anfangs spürte ich zwar eine etwas düstere Grundspannung, aber dann nervte mich Novas Verhalten zunehmend.
Sie zog das in meinen Augen Naheliegende nicht einmal in Betracht und ich empfand ab ca. der Hälfte des Buches deshalb auch so einige Längen. Wer für das, was mit Nova passierte verantwortlich war, überraschte mich zwar, der Showdown fühlte sich für mich trotzdem unrealistisch an und die A/B Ausgänge passten für mich überhaupt nicht. Am Ende blieben auch noch einige Fragen offen. Mir reichten die vagen Erklärungen zur eventuellen Beteiligung anderer im Laufe der Geschichte kennengelernten Protagonisten nicht wirklich aus und ich erfuhr auch überhaupt nichts zu deren Motivation.
Irgendwie ist es bei mir jetzt wieder, wie nach der Lektüre von Finster. Auch dieses Buch hat mich nicht umgehauen, ich empfand es aber auch nicht so schlecht, dass ich es zwischenrein hätte abbrechen wollen. Ich glaube, die Denkweise des Autors liegt mir einfach nicht und ich werde daher erst einmal auch kein weiteres seiner Bücher mehr lesen.
Nova ist ziemlich fertig. Ihr Freund hat sie verlassen, die Wohnung wurde ihr gekündigt und auch braucht sie einen neuen Job. Und da – sie kann es noch gar nicht fassen:
„Ich bin der glücklichste Mensch der Welt, summt sie, als sich vor ihr das gigantische Hochhaus wie ein Leuchtturm im violettfarbenen Himmel erhebt. Ihr neues Zuhause.“
Es ist die Chance ihres Lebens, als sie ganz unerwartet einen Anruf erhält, in dem ihr eine gewisse Kim eröffnet, dass sie ab sofort im Pramtower wohnen wird. Und das für ein ganzes Jahr, völlig kostenlos. Ihre Bewerbung dafür liegt sechs Monate zurück und jetzt, zur genau richtigen Zeit, hat sie mehr als nur eine neue Wohnung, der luxuriöse Pramtower ist ein absoluter Traum, der jedoch ganz schnell ausgeträumt ist…
…denn bald bekommt der schöne Schein Risse. Der Tower ist komplett KI-gesteuert, ihre Stimme ist ihr Schlüssel für ihr Domizil, jeder Wunsch wird ihr erfüllt, jeden Freitag ist ein Etagentreffen anberaumt - mit Anwesenheitspflicht. Bald erfährt sie vom Suizid ihrer Vormieterin, Nachbarn benehmen sich seltsam, sie hat bald das Bedürfnis, hier wegzuziehen.
Mit KI werden wir immer mehr konfrontiert, das Thema ist sehr aktuell. Dass ein Hochhaus mitten in Berlin KI-gesteuert ist, ist durchaus als realistisch anzusehen. Ivar Leon Menger treibt es auf die Spitze, Novas anfängliche Faszination kippt, ihr Nachbar behauptet gar, dass Kim, die Stimme der Künstlichen Intelligenz, ihn festhält. Glaubt sie ihm? Eins steht fest: Kim ist stets gegenwärtig, KI sieht alles, KI hört alles, KI hat die Macht. Aber warum sollte sie an einem Mieter festhalten?
Das Szenario eines komplett KI-gesteuerten Gebäudes, in dem man nichts braucht als seine eigene Stimme, hat was - solange der Mensch die Oberhand behält, andernfalls wird man zur ferngesteuerten Marionette.
Die Story ist arg überzogen, klar. Die Figur Nova agiert in ihrer Naivität eher als eine Getriebene. Zu leichtgläubig, ja unbedarft vertraut sie den falschen Leuten. Ob eine selbständige junge Frau wirklich dermaßen einfältig ist, wage ich zu bezweifeln. Und doch habe ich um sie gebangt und mit ihr gelitten, was auch der durchgehend beklemmenden Atmosphäre geschuldet ist, die der Autor bestens versteht, herzustellen. Von Anfang an hatte ich viele Fragezeichen im Kopf, während des Lesens war ich hin- und hergerissen, lange, sehr lange konnte ich nicht absehen, wohin das Ganze führt, ob sich doch noch alles einigermaßen zum Guten wenden wird. Bis zuletzt ist nicht klar, wer hier ein doppeltes Spiel spielt. Denn wenn man denkt, alles sei überstanden, dann ist es das noch lange nicht. Ein Thriller – so spannend wie beklemmend, der ganz old school, ohne KI, gut unterhält.
Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist wie immer toll. Durch die recht kurzen Kapitel fliegt man nur so durch das Buch und es wird keine Sekunde langweilig. Dies war aber das erste seiner Bücher, in dem es mir manchmal etwas *zu* schnell ging.
Die Protagonistin Nova bekommt das Angebot, ein Jahr im neuen, hochmodernen Pramtower mitten in Berlin zu leben - und das völlig kostenlos! Perfekt, da sie gerade sowohl ihren Job als auch ihre Wohnung und ihren Freund verloren hat. Der Tower ist komplett KI-gesteuert, von der Öffnung der Wohnungstür rein über Stimmerkennung bis zur Temperatur des Duschwassers.
Direkt am Anfang hätte ich mir schon etwas mehr Infos über Novas Hintergrund gewünscht. Sie blieb über das gesamte Buch für mich nicht richtig greifbar bzw. irgendwie etwas blass und "charakterlos", weil wir nicht so richtig etwas über ihr Leben erfahren. Wir erfahren zwar, dass sie einen semi-erfolgreichen Instagramkanal, hauptsächlich über Kunst, Feminismus und Nachhaltigkeit, führt - okay, aber was beschäftigt sie wirklich? Hier wirkt es ein bisschen so, als wären ein paar aktuelle "Buzzwords" und Themen, für die junge Frauen sich halt so interessieren, ohne wirkliche Substanz eingestreut worden.
Die Handlung selbst streckt sich auch nur über wenige (ich glaube drei, vier) Wochen, was auch dazu führt, dass es mir oft einfach zu schnell ging und Nova häufig entweder nicht nachvollziehbar handelt oder ihre Meinung super schnell ändert. Nach und nach bemerkt sie, dass im Tower nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Ihre Nachbarn (mit denen sie sich jeden Freitag zum Essen treffen MUSS) verhalten sich teilweise sehr merkwürdig, Konrad behauptet sogar, die KI lasse ihn nicht mehr aus dem Tower hinaus. Bei manchen Aktionen der KI wird zwar auch Nova stutzig, erstmal nimmt sie aber alles so hin, weil der "Tower" ihr ungeahnte Chancen eröffnet. So haben zwei ihrer neuen Nachbarn zufällig eine Galerie im Tower eröffnet und stellen Nova gleich nach ihrem ersten Kennenlernen als Galeristin ein.
Irgendwann beginnt sie aber, merkwürdige Träume zu haben und die KI wird immer übergriffiger und scheint sich zu verselbstständigen.
Mehr möchte ich gar nicht zur Handlung selbst schreiben, das aktuelle Thema "Gefahren der KI" wurde sehr interessant umgesetzt und am Ende gab es einen Twist, den ich so nicht habe kommen sehen. Alles in allem also ein gutes Buch, das angenehm zu lesen war. Es hätte aber gerne noch mehr "Thrill" haben können, auch der Schluss war mir persönlich zu schnell erzählt, sodass sich nicht so viel Spannung aufgebaut hat.
Von Ivar Leon Menger kannte ich bereits „Als das Böse kam“ und „Finster“. Beides sehr gelungene Werke, doch besonders „Finster“ empfand ich eher als Kriminalroman denn als Thriller. Doch nun macht der Autor einen Riesenschritt aus dem im Odenwald gelegenen kleinen Dorf Katzenbrunn in die Metropole Berlin. Und auch was das Genre Thriller angeht, so ist dem Autor ein Riesensprung in Sachen Spannung gelungen. „Der Tower“ vereint hochgradige Spannung mit dem Thema KI-Technologie.
Es geht um die junge Galeristin Nova, die sich gerade arbeits- und wohnungssuchend als Babysitter durch Berlin schlägt. Als sie dann erfährt durch ein Losverfahren ein Jahr kostenlos im angesagtesten Wohnkomplex Pram-Tower am Alexanderplatz wohnen zu dürfen, kann sie ihr Glück kaum fassen. Das KI gesteuerte Wohnhaus bietet jede Menge Komfort und erfüllt seinen Bewohnern fast jeden Wunsch. Nova zieht auf der 32. Etage ein. Zwar nerven die wöchentlichen Pflichttreffen mit den anderen Bewohnern der Etage, doch für kostenloses Wohnen kann man das schon mal in Kauf nehmen. Doch schon bald erfährt Nova, dass ihre Vormieterin gestorben ist und die anfängliche Begeisterung schlägt schnell in Beklemmung um. Denn irgendetwas scheint in dem Haus nicht zu stimmen…
Das Buch ist wirklich wie ein Sog. Kaum hat man mit dem Lesen begonnen ist man schon mittendrin in der Geschichte. Ich konnte mich gut in Nova hineinversetzen und ihr Handeln nachvollziehen, nur ihre Naivität hat mich ein klein wenig gestört. Auch die anderen Bewohner von Etage 32, die teilweise sehr schräge Charaktere sind, wurden gut ausgearbeitet. Die Atmosphäre ist sehr beklemmend und man spürt direkt, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Man weiß auch nicht, wem man überhaupt trauen darf, denn die KI ist allgegenwärtig und entwickelt mit der Zeit eine gewisse Eigendynamik. Auf alle Fälle ist das Buch wirklich sehr spannend geschrieben und das Tempo enorm. Es geht Schlag auf Schlag, dazu sind die Kapitel noch angenehm kurz. Überraschungen und Wendungen gibt es nicht wenige. Auch wenn man irgendwann ahnt, auf was das Ganze hinausläuft, bleibt es bis zum Ende total spannend. Insgesamt ein absolut gelungener Thriller. Nicht nur enorm spannend, auch das Thema mit dem KI gesteuerten Wohnkomplex hat mich schon ein wenig nachdenklich gemacht. Sollte man unbedingt lesen.
Inhalt: Die Galeristin Nova kann ihr Glück kaum fassen: Nach mehreren Absagen auf dem hart umkämpften Berliner Wohnungsmarkt erhält sie das Angebot, im hochmodernen Pramtower zu wohnen - ein Jahr völlig umsonst. Dort angekommen trifft sie nicht nur auf Kim, die KI, die den Tower leitet, sondern auch auf ihre neuen Nachbarn, wobei es ihr insbesondere Konrad, der direkt neben ihr wohnt, angetan hat. Doch: Nach dem Abklingen der ersten Glücksgefühle beginnt Nova mit ihrem neuen Leben zu hadern. Kim stellt seltsame Fragen, die Nachbarn scheinen etwas zu verbergen - und unvermittelt erfährt Nova, dass ihre Vormieterin die Wohnung nicht lebend verlassen hat…
Persönliche Meinung: “Der Tower” ist ein Thriller von Ivar Leon Menger. Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive von Nova, einer jungen Galeristin, die es momentan nicht leicht hat: Ihr Freund hat sie verlassen, ihre alte Wohnung wurde ihr ebenso wie ihr Job gekündigt, sodass sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten muss. Mit ihren Sorgen und Ängsten ist Nova authentisch und lebendig dargestellt. Zu Beginn wirkt sie - in Bezug auf den Pramtower - vielleicht etwas zu sorglos, aber das kann mit ihrer Notlage begründet werden: Der Tower ist ihr rettender Strohhalm, sodass sie anfänglich Zweifel eher beiseitezuschieben sucht. Die Handlung des Thrillers ist ungemein fesselnd und spannend. Permanent fragt man sich, was es mit dem Tower auf sich hat und warum ausgerechnet Nova eine kostenfreie Wohnung erhalten hat. Fesselnd ist auch die beklemmende Atmosphäre des Thrillers: Die KI und die Nachbarn verhalten sich mehr und mehr merkwürdig, mehrere der Nachbarn scheinen von ganz eigenen, auf den ersten Blick nicht ersichtlichen Motiven geleitet, sodass man nie so ganz weiß, wem man vertrauen kann - und wem nicht. Und dies ist bis zuletzt der Fall: Der Thriller endet mit mehreren unvorhersehbaren Wendungen. Für Brisanz innerhalb der Handlung sorgt das Thema “KI”, deren Möglichkeiten und Grenzen hier von Ivar Leon Menger geschickt ausgelotet werden. Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist sehr angenehm und lässt sich flüssig lesen, sodass man den Roman kaum beiseite legen kann. Kurz: “Der Tower” ist ein spannender Pageturner mit hochaktuellem Thema, dichter Atmosphäre und überraschenden Wendungen.
Für mich war es das vierte Buch des Autors und egal, ob mir seine Bücher am Ende gefallen oder nicht, ist jedes Mal die Sogwirkung da und alle seine Bücher waren bisher absolute Pageturner. Mein absolutes Highlight war letztes Jahr „Finster“. „Der Tower“ kam nicht ganz ran, hat mir aber auch total gut gefallen. Mit der Thematik hat der Autor eine komplette Wendung hingelegt, nachdem es hier um KI geht und wir uns in „Finster“ in den 80er Jahren befinden. Das Thema ist normalerweise gar nicht so meins, da ich den Realitätsbezug viel zu gruselig finde und auch in diesem Buch war das wirklich krass umgesetzt. Auch wenn es stellenweise super konstruiert war, konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass das wirklich so passieren könnte. Wie schon gesagt, war ich total gefesselt von der Handlung und habe das Buch fast in einer Sitzung durchgelesen. Die kurzen Kapitel tragen sehr dazu bei, da ich mir immer wieder dachte: eins geht schon noch. 😄 Das Setting ist speziell und das Leben im Pramtower, das von Kim der KI mehr oder weniger gesteuert und gestaltet wird, einerseits faszinierend und gruselig zugleich. Unsere Protagonistin Nova ist extrem naiv, was mich aber nicht weiter gestört hat. Sie nimmt vieles einfach hin, sieht die Anzeichen nicht, die man als Leser*in sofort durchschaut und allein durch ihre Naivität entsteht überhaupt Handlung. 😂 Hätte sie bisschen ihr Hirn eingeschaltet, wäre das Buch schnell auserzählt gewesen. Die Lage spitzt sich also immer weiter zu, ein Entkommen wird immer aussichtsloser und ich habe durchgängig mit Nova mitgefiebert. Die Auflösung war mal was anderes und fand ich sehr interessant. Insgesamt hat mich das Buch wunderbar unterhalten, nur war mir das Motiv hinter alldem was passiert zu schwammig und zu unplausibel. Ich hatte einige Fragen, die nicht geklärt wurden, allen voran: „Und wieso genau ist das jetzt alles passiert?“. 😄 4⭐️
Rezension zu Der Tower - Ivar Leon Menger |Einzelband| dtv| Erschienen am 14.08.2025 | 4 Sterne
Als Nova das Angebot erhält im prestigeträchtigen Pramtower für ein Jahr mietfrei zu wohnen, kann sie ihr Glück kaum fassen. Ihr hochmodernes Appartement übersteigt ihre kühnsten Träume und schnell findet sie auch bei ihren Nachbaren Anschluss. Doch kann sie dieser Idylle trauen?
Der bildliche und packende Schreibstil von Ivar Leon Menger konnte mich auch bei seinem neusten Werk direkt in den Bann ziehen. Die Idee rund um ein topmodernes Appartement inklusive KI-Steuerung ist keine neue Ausgangslage für einen Thriller. Dennoch hat es der Autor von Anfang an geschafft, meine Neugierde zu wecken, mich am Ball zu halten und schlussendlich auch einige Male kalt zu erwischen. Gerade auch gegen Ende hin wusste ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht und wem Nova noch trauen kann.
Nova als Protagonistin war mir schnell sympathisch, allerdings hätte ich mir von ihr insgesamt mehr Skepsis gewünscht. Ich hatte teilweise den Eindruck, dass sie zu wenig hinterfragt hat und ab und an auch zu passiv war, was ihre Situation anging. Natürlich war es für den Verlauf der Geschichte wichtig, dass sie sich so verhält, manchmal habe ich aber dennoch nur den Kopf geschüttelt. Diese Momente haben sich aber in Grenzen gehalten und ich konnte oft mit Nova mitfühlen.
Insgesamt hat es Ivar Leon Menger wieder geschafft, mich zu begeistern! Nachdem ich von "Finster" etwas enttäuscht war, freue ich mich sehr, so viel Positives über sein neustes Werk zu berichten. "Der Tower" ist wendungsreich und überraschend, bedient sich vieler Spannungselemente und konnte mich durchweg fesseln. Definitiv eine Leseempfehlung von meiner Seite her!
**** Mein Eindruck **** Das Buch punktet mit einem außergewöhnlichen Schauplatz: einem KI-gesteuerten Wohnturm mitten in Berlin, dessen Ziel es ist, seine Bewohner glücklich zu machen. Als Nova eine kostenlose Wohnung für ein Jahr gewinnt, kann sie ihr Glück kaum fassen – doch der Einzug entpuppt sich schnell als die schlimmste Entscheidung ihres Lebens. Die Vormieterin ist dort verstorben, und die Gründe dafür scheinen Nova nun selbst zu verfolgen. Doch warum? Die Szenerie ist vielschichtig und atmosphärisch; obwohl die Handlung räumlich stark begrenzt ist, entsteht keinerlei Enge. Das liegt vor allem an den Figuren und an Kim, der KI des Turms, die mit ihrer Präsenz für Dichte, Spannung und ein fast schon unheimliches Schauspiel sorgt. Besonders gelungen fand ich die Dialoge und die Darstellung der Beziehung zwischen Mensch und Maschine – präzise, eindringlich und originell. Der übergeordnete Hintergrund der Geschichte ist gut durchdacht, wirkte jedoch stellenweise etwas weit hergeholt. Manche Szenen ließen mich den Kopf schütteln, wirkten inkonsequent und ließen Nova an einigen Stellen naiv erscheinen, obwohl sie zwischendurch deutlich reifer wirkt. Das sind kleine Nuancen, die für mich nicht ganz stimmig waren. Trotzdem hat mich die Geschichte bestens unterhalten. Sie regt zum Nachdenken an, bietet einen soliden Spannungsbogen und überzeugt mit einem flüssigen Schreibstil sowie vielen lebendigen Dialogen. Insgesamt ein packender Thriller mit einer faszinierenden Grundidee.
**** Empfehlung? **** Ein atmosphärischer KI-Thriller für alle, die Geschichten über Technologie, Kontrolle und psychologische Spannung lieben – originell, unterhaltsam und mit einem Setting, das man so schnell nicht vergisst.
Das Buch „ Der Tower“ ist von von Ivar Leon Menger geschrieben.
Nova steckt mitten im Chaos: Wohnung verloren, Beziehung gescheitert, Job weg, weil sie den Mut hatte, sich gegen ihren übergriffigen Chef zu wehren. Nun lebt sie von Babysitterjobs, versucht sich als Influencerin und sucht verzweifelt nach einer neuen Bleibe – in Berlin fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Da klingt das Angebot zu schön, um wahr zu sein: ein Jahr mietfrei im luxuriösen Pramtower, ganz oben in der 32. Etage. Zunächst genießt Nova die neue Freiheit inmitten modernster Technik. Doch die anfängliche Begeisterung schlägt schnell in Beklemmung um, denn die KI in ihrer Wohnung trifft Entscheidungen, die Nova nicht mehr kontrollieren kann. Aus einem Traum wird ein Alptraum – und die Frage ist, ob sie dem Tower noch entkommen kann. Der Roman ist spannend geschrieben, sehr bildhaft, sodass ich mir alles lebhaft vorstellen konnte. Besonders die unerwarteten Wendungen haben mich immer wieder überrascht, und das Ende hat mich regelrecht umgehauen. Das Thema Künstliche Intelligenz ist hier einmal ganz anders umgesetzt – bedrückend und faszinierend zugleich. Mit Nova selbst wurde ich nicht richtig warm, manche ihrer Handlungen wirkten für mich schwer nachvollziehbar. Trotzdem lässt sich der Thriller gut in einem Rutsch lesen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Nervenkitzel gewünscht hätte. Eine fesselnde Idee, ein erschreckend realistisches Szenario und ein Setting, das lange im Kopf bleibt. Lesenswert für alle, die Lust auf einen KI-Thriller mit Gänsehaut-Faktor haben.
Nachdem "Als das Böse kam" so ziemlich der schlechteste Thriller war, den ich je gelesen habe, dachte ich, ich gebe dem Autor noch eine Chance. Das Cover ist echt super schön und die Beschreibung klang echt gut, weshalb ich eigentlich positiv gestimmt war. Leider war auch dieses Buch hier gar nicht mein Fall.
Der Schreibstil des Autors ist leider gar nicht meins, obwohl ich ihn hier nicht so schlimm fand wie in dem anderen Buch. Die Dialoge waren aber doch schon sehr hölzern und auch einfach oft super unrealistisch. Nova war wirklich eine super nervige Protagonistin, sie hat nur dumme Entscheidungen getroffen und bis zum Ende echt gar nichts gecheckt. Es war so anstrengend, weil man als Leser eigentlich von Seite 10 an genau wusste, was passieren würde, aber sie es einfach nicht gecheckt hat.
Die Handlung war leider echt vorhersehbar, die ganze erste Hälfte war unnötig, die meisten Charaktere haben nichts zur Handlung beigetragen und es ging echt so schleppend voran. Größtenteils war ich echt nur gelangweilt. Alles was passiert ist war super unrealistisch, alles hat dann funktioniert wenn es für die Story benötigt wurde und irgendwie hat am Ende die Hälfte auch keinen Sinn gemacht. Viele der Subplots waren auch unnötig und haben nie irgendwo hingeführt.
Das Ende war richtig langweilig, es war einfach plötzlich zu Ende ohne eine Erklärung und es hat sich null gelohnt die 400 Seiten bis dahin zu lesen. Insgesamt einfach super enttäuschend.
Auf jeden Fall ein glaubwürdigeres Setting als der letzte Schinken, den ich gelesen habe. Jedoch verliert es sich dann auf den letzten 100 Seiten wieder und auch der Kniff am Ende wirkt zu gestellt. Da gibt es dann auch die ein oder andere Sache, die von der Idee her zwar gut ist, leider aber nicht sehr stimmig umgesetzt wurde. Dazu gesellt sich auch der Hinweis zum Anfang des Buches, der am Ende vollends ignoriert wird.
Dennoch sticht er, gemessen an dem, was ich bisher an Thrillern gelesen habe, hervor. Gerade auch, weil manche Figuren in mir das Blut haben kochen lassen, weil sie mich wirklich rasend gemacht haben. Mit ihrer Art, ihrem Auftreten und ihren Aussagen. Ein Zeichen für mich, dass hier gut geschrieben worden ist und nicht nur mit Platituden um sich geworfen wird.
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It's definitely a more credible setting than the last one I read. However, it gets lost again in the last 100 pages and the twist at the end seems too contrived. There are one or two things that are good in terms of the idea, but unfortunately weren't realised very coherently. There is also the reference to the beginning of the book, which is completely ignored at the end.
Nevertheless, it stands out compared to the thrillers I've read so far. Especially because some of the characters made my blood boil, because they really made me furious. With their manner, their behaviour and their statements. A sign for me that the writing is good and not just throwing platitudes around.
In einem Moment war Nova noch verzweifelt ohne Job und kurz davor ihre Wohnung zu verlieren, im nächsten darf sie in den begehrten Pramtower am Berliner Alexanderplatz ziehen und dort sogar für ein Jahr mietfrei wohnen. Das Gebäude steht für absoluten Luxus, denn nicht nur ist mit Fitnessbereich und eigenem Café ausgestattet, sondern eine KI sorgt auch dafür, dass man alles bekommt, was man sich wünscht. Doch schon bald dämmert es Nova, dass der Tower ein Geheimnis hütet. Irgendwas scheint an dem Selbstmord ihrer Vormieterin nicht zu stimmen. Und auch ihre Nachbarn wirken entweder seltsam oder scheinen ihr nicht die ganze Wahrheit zu erzählen.
Bei "Der Tower" handelt es sich um einen unheimlich spannenden und packenden Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Die Atmosphäre ist trotz des ganzen Luxus' düster und unheimlich und man rätselt unentwegt mit was hinter all dem stecken könnte. Denn wer bekommt schon die Möglichkeit für ein Jahr mietfrei zu wohnen und dann auch noch in solch einem Gebäude?! Klar fragt man sich da schon wie die Protagonistin so naiv an manchen Stellen sein kann, aber würde nicht ein jeder von uns in Versuchung geraten, wenn uns so eine Chance geboten würde? Somit ist die Geschichte auch nicht immer zu 100 % glaubwürdig, aber das hat die Spannung für mich nicht geschmälert. Ivar Leon Menger spielt hier geschickt mit der Angst der Protagonistin und somit auch mit den Lesern.
Da ich das Locked-Room-Setting liebe, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit Novas Ankunft im Pramtower entsteht schnell eine dichte, atmosphärische Spannung, die mich sofort gefesselt hat. Obwohl die Handlung lange Zeit eher ruhig verläuft, wollte ich unbedingt weiterlesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Idee eines goldenen Käfigs in Form eines Hightech-Wohnturms fand ich faszinierend. Die subtil aufgebaute Spannung durch das Setting und die Ungewissheit entwickelt sich zunehmend zu einem nervenaufreibenden Thriller. Besonders die Bedrohung, in die Nova unwissentlich gerät, hat mich regelrecht mitfiebern lassen.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, sodass ich mir alles sehr lebhaft vorstellen konnte. Eine Verfilmung würde ich mir sofort ansehen! Einziger kleiner Kritikpunkt: Nova wirkt manchmal etwas naiv und ich hätte mir bei den übrigen Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht. Das hat meinen Lesespaß aber kaum geschmälert, da die Geschichte insgesamt einfach sehr packend ist.
Fazit: Ein atmosphärischer Pageturner, der trotz ruhigem Tempo eine enorme Sogwirkung entfaltet. Wer unterschwellige Spannung, Locked-Room-Settings und KI Thriller mag, wird hier bestens unterhalten.
Worum es geht: Nova hat ihren Job als Galeristin verloren und hält sich momentan als Influencerin über Wasser, zudem wird ihr ihre Wohnung gekündigt. Rettung scheint der Pramtower, ein futuristischer Wohnturm in Berlin, in dem sie durch ein Online-Bewerbungsverfahren ein Jahr lang kostenlos leben darf. Doch schnell wird klar: Der Tower ist kein Paradies, sondern ein Gefängnis aus Technik, Überwachung und tödlichen Geheimnissen. Eine KI bestimmt über Alltag und Sicherheit, die Nachbarn verhalten sich unheimlich, und die Vormieterin ist auf mysteriöse Weise gestorben.
Ivar Leon Menger setzt auf dichte Atmosphäre statt auf Blut. Hochhäuser, eigentlich Symbole für Fortschritt, werden hier zum Symbol für Kontrolle und Isolation. Das Setting ist klaustrophobisch, modern und unheimlich realistisch. Mit jedem Kapitel steigt das Gefühl der Bedrohung, nicht durch Gewalt, sondern durch allgegenwärtige Überwachung und Manipulation. Man fragt sich unweigerlich: Wie viel Freiheit geben wir der Technik und wann kippt sie in Gefangenschaft?
„Der Tower“ ist ein moderner Psychothriller, der weniger auf Schocks setzt, sondern auf paranoide Spannung und gesellschaftliche Fragen. Fesselnd, beklemmend und clever konstruiert mit gutem Plottwist, auch wenn ich mir mehr Hintergrund über die Motivation der einzelnen Pramtower-Bewohner gewünscht hätte.
Nova Niehaus kann ihr Glück kaum fassen: eben noch war sie vollkommen verzweifelt, ohne Job und kurz davor, aus der Wohnung zu fliegen, da erhält sie die Nachricht, dass sie 1 Jahr mietfrei im begehrten Pramtower in Berlin wohnen soll. Der Pramtower steht für Luxus, Kim, eine KI, erfüllt alle Wünsche und die neuen Nachbarn bieten Nova eine Anstellung in ihrer neuen Kunstgalerie an. Was wie ein Traum klingt, entwickelt sich schnell zum Alptraum, denn die KI und die Nachbarn beginnen, sich in Novas Leben einzumischen. Und dann ist da noch der dubiose Selbstmord von Novas Vormieterin…
Wieder hat Ivar Leon Menger einen spannenden und packender Thriller geschrieben. Diesmal einen High-Tech-Thriller, der gekonnt mit der Angst vor den neuen Technologien, allen voran der künstlichen Intelligenz, spielt. Die Atmosphäre ist immer wieder unheimlich und düster, die Personen und Story nicht immer ganz glaubwürdig, aber Spannung ist von der ersten Seite an garantiert. Und die Anspielungen auf einen absolut meisterhaften Horror-Klassiker von 1968 von Roman Polanski fand ich persönlich sehr amüsant.
Mein Fazit: Richtig gute, spannende Unterhaltung mit viel Grusel. Klare Leseempfehlung.
Nachdem mir "Finster" so gut gefallen hat, habe ich mich auf einen weiteren Thriller von Menger gefreut und auch wird es super spannend und auch sehr aktuell. Für Nova läuft gefühlt gerade alles schief, aber dann erhält sie die Möglichkeit für ein Jahr in den Pramtower zu ziehen, ganz ohne Kosten und im Tower ist alles sehr modern und es basiert auf einer KI, die so programmiert wurde, den Bewohnern alle Wünsche zu erfüllen. Klingt gut? Hm, also für mich nicht, ich bin da einfach zu skeptisch und natürlich wird es hier gruselig - denn es ist ja auch ein spannender Thriller, der so nebenbei auch viele aktuelle gesellschaftliche Fragen behandelt und ins Nachdenken bringt. Aber anfangs läuft es super, Nova lernt die Mitbewohner kennen bei von der KI initiierten Treffen und findet auch bald einen neuen Job als Galeristin. Doch das ist natürlich zu schön, um wahr zu sein. Hochaktuell, spannend, viele Wendungen und mit einer überraschenden Auflösung. Top Thriller.
Das Cover und der Klappentext haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist mega. Ich war sofort in der Story drin und das Buch ist wie ein Film vor meinen Augen abgelaufen.
Nova ist ein toller, sehr bidlhaft beschriebener und authentischer Charakter. Was habe ich mit ihr mitgerätselt und mitgelitten.
Die Story ist absolut genial und sowas hätte ich jetzt nicht wirklich erwartet. Ich möchte nicht zu viel spoilern, nur soviel ein Locked-Room-Thriller, in der KI eine grosse Rolle spielt und es Szenen gibt, die mich an einen Horrorfilm erinnert haben. Absolut fantastisch.
Das Ende ist dann auch etwas ganz besonderes. Warum, lest es selbst. Ich bin total begeistert.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.
Spannender Hochhaus-Thriller mit kleinen Schwächen Tower von Ivar Leon Menger hat mich vor allem durch die beklemmende Atmosphäre und das clever konstruierte Setting überzeugt. Die Idee, die Charaktere in einem Hochhaus einzuschließen und die Spannung durch Misstrauen und Angst zu steigern, ist richtig gut umgesetzt. Die Figuren sind vielschichtig und zeigen unterschiedliche Reaktionen auf die Ausnahmesituation, was das Geschehen realistisch macht. Dennoch hatte ich manchmal Schwierigkeiten, mich emotional voll mit allen Charakteren zu verbinden, und einige Wendungen kamen etwas vorhersehbar. Der Erzählstil ist flüssig, aber an einigen Stellen hätte ich mir mehr Tempo gewünscht, um die Spannung noch höher zu halten. Insgesamt ein gelungener Thriller, der vor allem Fans von psychologischen und isolationsbasierten Spannungsgeschichten gefallen wird!
Nachdem "Angst" trotz Booktok Hype leider eine Riesige Enttäuschung war, wollte ich ILM gerne noch eine Chance geben.
Die Prämisse klang spannend aber leider war die Umsetzung fürchterlich.
ILM schreibt weibliche Charaktere für Männer. Das merkt man deutlich. Die Protagonistin ist so unfassbar Naiv und schlichtweg dumm. All ihre Entscheidungen widersprechen sich, nichts ergibt Sinn und ihre Handlungen sind nicht nachvollziehbar. Sie ist eine Witzfigur, die "typische dumme Frau".
Mein Partner und ich waren durchweg so unglaublich frustriert beim hören, da Nova wirklich immer die schlimmste Entscheidung trifft. Es mangelt ihr an gesundem Menschenverstand obwohl sie als clevere junge Frau präsentiert wird.
Das Ende war mehr als vorhersehbar und war nach Acht viel zu langen Stunden eine Erlösung.
Die Galeristin Nova verliert Job, Freund und Wohnung, doch ein kostenloses Wohnangebot im luxuriösen Pramtower scheint ihre Rettung zu sein. Schon bald schlägt die anfängliche Euphorie in Unbehagen um, denn ihre Nachbarn wirken merkwürdig und die Vormieterin ist tot. Nova erkennt, dass hinter der glänzenden Fassade des Towers ein gefährliches Geheimnis lauert, das auch ihr Schicksal bedroht.
Ivar Leon Menger hat mit ‚Der Tower‘ einen rasanten, modernen und spannenden Thriller geschrieben. Es ist fast unmöglich das Buch wegzulegen. Da das Thema KI darin behandelt wird fand ich das Buch super Interessant aber auch beklemmend. Als die KI angefangen hat übergriffig zu werden wurde erstmal unsere ‚Alexa’ ausgemacht. Das Ende habe ich so absolut nicht kommen sehen. Ein großartiges Buch mit absoluter Lese-Empfehlung.
Der Tower liest sich sehr locker und leicht, sodass ich schnell durch war, ohne mich dabei zu langweilen. Der Schreibstil ist wie gewohnt stark und macht es einem leicht, in die Geschichte einzutauchen. Es gibt auch einige spannende Passagen, die für gute Unterhaltung sorgen.
Allerdings war die Handlung für meinen Geschmack recht vorhersehbar, sodass mich die Story insgesamt nicht wirklich überraschen konnte. Gerade weil ich schon andere Werke von Ivar Leon Menger kenne, die mich mehr gefesselt haben, bleibt Der Tower für mich eher im Mittelfeld.
Trotzdem ein solides und kurzweiliges Buch, das sich gut weglesen lässt – aber definitiv nicht das Beste, was ich bisher von ihm gelesen habe.
Das Buch hat seine logischen Schwächen, aber hat mich dennoch von Anfang bis Ende gefesselt und unterhalten. Als Leserin konnte ich die Entscheidungen der Erzählerin meistens absolut nicht nachvollziehen (wie kann an so naiv sein?!), aber dafür erwartet man quasi die ganze Zeit voller Spannung wann das Ganze nach hinten losgeht oder wann bestimmte Sachen, die mab schob längst vermutet hat, tatsächlich ans Licht kommen. Irgendwie ist das ja auch eine gelungene Erzähltechnik.
PS Dies war auch das erste Hörbuch, das ich tatsächlich einfach nur hören konnte ohne dass meine Gedanken abschweifen - normalerweise muss ich beim hören schon spazieren, malen oder puzzeln. Tolle Erfahrung!
Novas Leben scheint gerade komplett zu zerbrechen, erst ist Schluss mit ihrem Freund, dann verliert sie auch noch Job und Wohnung. Die Suche gestaltet sich schwierig und Nova verzweifelt so langsam. Da kommt ein Anruf wie gerufen: Nova bekommt die Chance, ein Jahr lang kostenfrei in einem Luxustower zu wohnen. Anfangs noch überwältigt und glücklich, beginnt ihr gutes Gefühl zu schwinden. Die Nachbarn sind komisch, es gibt seltsame Regeln und niemand will ihr verraten, wieso ihre Wohnung frei geworden ist. Nova ahnt nicht, in welcher Gefahr sie schwebt...
Das pinke Cover zieht die Aufmerksamkeit auf sich und die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Blutspuren machen Hoffnung auf einen düsteren Inhalt.
Ivar Leon Mengers Schreibstil ist auch bei dieser Geschichte wieder schön bildhaft und flüssig, dass Buch war innerhalb weniger Stunden durchgesuchtet. Die beklommene Atmosphäre ist gut rübergebracht und um keinen Preis der Welt würde ich in so einem Haus wohnen wollen, coole und echt hilfreiche Annehmlichkeiten hin oder her. Mehr möchte ich zur Wohnsituation gar nicht dazu sagen - ich finde es gut, dass nichts davon im Klappentext zu lesen ist, so bleibt es eine kleine Überraschung. Nova ist mir manchmal ein bisschen zu naiv und lässt sich zu schnell ablenken beziehungsweise vom Luxus regelrecht blenden. Manche Situationen sind ein wenig überzogen, aber das gehört irgendwie zu Mengers Büchern dazu. Es gibt etliche falsche Fährten und es macht Spaß, mitzurätseln. Das Ende finde ich gelungen und lässt mich zufrieden zurück.
Ich kann diesen neuen Thriller nur empfehlen und hoffe, dass die Zeit bis zum nächsten schnell vergeht. 4,5 Sterne
Wild, aber irgendwie trotzdem erstaunlich unterhaltsam. Die Protagonistin handelte nicht besonders intelligent, die Charaktere waren alle eher flach und unrealistisch. Aber… am Ende habe ich es trotzdem innerhalb von 2 Tagen beendet (Hörbuch). Das Ende war nicht meins. 🌚🤣 Es wurde irgendwann einfach richtig weird.