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Die Kröte

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Der Frosch ist zur Kröte geworden.
Die Kröte ist aufdringlich.
Und mit der Kröte ist nicht zu spaßen.

Milena ist klug, selbstsicher, aufgeklärt, verantwortungsbewusst, mutig und voller Ideale. Dennoch lässt sie die Kröte in einem Moment der Schwäche in ihr Leben. Und ahnt Das war ein fataler Fehler. Denn die Kröte hat niemals Pause. Sie ist vorlaut, untergriffig und mitunter übergriffig. Sie bringt alles durcheinander und rüttelt an allem, was einmal stabil und sicher schien. Die Kröte frisst am liebsten Maßstäbe. Sie dealt mit Psychopharmaka und Fake News. Sie ist nicht gekommen, um zu helfen. Sondern um zu stören, zu spalten, zu dekonstruieren und zu polarisieren. Und das Schlimmste Die Kröte verschwindet nicht mehr.

Der Kröte ist nicht zu entkommen.
Oder doch?

208 pages, Kindle Edition

Published August 13, 2025

3 people are currently reading
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About the author

Simone Hirth

8 books

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for ada ☽.
200 reviews3 followers
August 19, 2025
Ich muss zugeben, dass ich die Aussage nur so halb verstanden habe. Große Teile waren irgendwie einfach nur seltsam… Und nachdem ich wegen der Rezensionssperre bis zum Erscheinungsdatum gewartet habe, ist mir ein großer Teil des Inhalts und meiner Meinung dazu auch schon wieder entfallen - kein gutes Zeichen. Definitiv ein kreativer und ungewöhnlicher Roman, aber nichts für mich.
Profile Image for Wolf Macbeth.
172 reviews
December 24, 2025
LESEN UND SCHAUEN, WAS PASSIERT

Die Kröte ist für mich weniger ein Roman als eine Erzählung. Es gibt keinen klassischen Handlungsbogen, keinen klaren Anfang und kein eindeutiges Ziel. Was dieses Buch stattdessen verlangt, ist etwas anderes: Einfühlung. Erst durch dieses Einfühlen beginnt eine Art Gespräch zwischen Text und Leser*in.

Milena erzählt und versucht dabei, mit Sprache so genau wie möglich zu sein. Gerade dieser Anspruch führt dazu, dass sie immer wieder ins Stocken gerät, sich verheddert, nachjustiert. Das Erzählen ist kein fertiger Bericht, sondern ein tastender Prozess. Das Denken kommt nicht vor dem Handeln, sondern danach – in der Reflexion. Das gilt für Milena ebenso wie für das Lesen selbst.

In dieses Erzählen platzt die Kröte hinein. Sie vereinfacht, unterbricht, verkürzt. Sie spricht schnell, manchmal grob, manchmal wütend. Ob das, was sie sagt, wahr oder falsch ist, scheint dabei zweitrangig. Entscheidend ist ihre Funktion: Sie will alles einfacher machen, überschaubar, erträglich. Während Milena mit Sprache Genauigkeit sucht, versucht die Kröte, Komplexität zu reduzieren.

Dabei ist Milena keine überlegene oder klügere Figur. Auch sie handelt oft, ohne über Konsequenzen nachzudenken. Das Nachdenken kommt erst später – wie beim Lesen dieses Buches. Der Unterschied zwischen ihr und der Kröte liegt nicht im richtigen Handeln, sondern im Umgang mit Sprache. Sprache ist ihr einziges wirkliches Mittel.

Immer wieder tauchen im Text Gedichtteile oder verdichtete Satzfragmente auf. Für mich blieben diese Passagen eher irritierend. Ich konnte sie nicht richtig einordnen oder erschließen, und hatte das Gefühl, dass mir ohne vertiefte Kenntnis von Lyrik hier etwas verschlossen bleibt. Für mein Lesen hätte nichts gefehlt, wären sie nicht da gewesen – andere Leser*innen werden darin vermutlich mehr finden.

Die Kröte ist keine Geschichte im herkömmlichen Sinn. Wer eine lineare Handlung sucht, wird wenig finden. Wer sich jedoch einlässt, kann erleben, dass der Text etwas auslöst – Gedanken, Widerstand, Irritation. Wie viel davon entsteht, hängt stark von der jeweiligen Leser*in ab.

Ich fand diese Erzählung gut, auch wenn sie mich lange unsicher gelassen hat. Diese Unsicherheit wirkt nicht zufällig, sondern gewollt. Die Kröte will nicht erklärt oder aufgelöst werden, sondern gelesen, ausgehalten und weitergedacht.

📚 Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

7 reviews
September 3, 2025
Eine sehr außergewöhnliche Neuschreibung vom Froschkönig. Für mich geht es um Wahrheit - in Geschichten und im echten Leben. Darum, dass die Aussagen von Frauen so oft nicht geglaubt werden.

Ich habe mich oft über die Kröte mit ihren herablassend Ratschlägen und Skandalnachrichten geärgert. Und ist sie überhaupt echt - oder nur eine Halluzination? Hätte Milena doch die von der Kröte vorgeschlagenen Antipsychotika gebraucht? Obwohl es geht doch nur um Märchen... Trotzdem war es unmöglich mich nicht über diese entsetzliche Kröte zu ärgern.

Es geht um Wörter an die man sich festhalten kann, um Geschichten, um unsere Gesellschaft, wo die Schuld so oft beim Opfer gesucht wird.

Ein toller, außergewöhnlicher, flüchtiger Roman, der sich nicht eindeutig festlegen lässt.
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