Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das ÜBerleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verband. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Geselschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetzte regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern, als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst...
Knappe 4 Sterne Gute und durchgehend spannende Story. Viele unvorsehbare Wendungen. Leider etliche unglückliche Fomulierungen, streckenweise (vor allem am Anfang) viele Sprünge, zu wenig Zeit zum Erzählen gelassen. Das Buch könnte meiner Meinung nach ein gutes Lektorat gebrauchen.
Nebenbei: anfangs zu viele Kommas, die später wieder eingespart wurden
Insgesamt aber gut lesbar und fesselnde Geschichte
"Es war beinahe so, als wäre heute ein kleiner Teil in mir zum Leben erwacht; einer, der rebellisch war und nicht länger durchsichtig und unscheinbar durch den Alltag schleichen wollte." Pos 1822
Zum Inhalt
Ein misslungenes Experiment hat den Planeten für die Menschen unbewohnbar gemacht. Die Sonne brennt mit unbarmherziger Macht auf die karg gewordene Erde und mittags herrschen Temperaturen bis an die 80 Grad.
Die 18jährige Kay Moreno lebt mit ihrer jüngeren Schwester Marcie im Centro, einer riesigen, unterirdischen Kaverne in einer streng geregelten Gesellschaftsordnung. Das Centro ist in verschiedene Sektoren eingeteilt und auch die Menschen sind anhand ihrer Fähigkeiten den Berufsgruppen zugeordnet - die Knappheit an Wasser und Nahrung lässt sich nicht anders überleben. Jedes Mitglied muss seinen Beitrag leisten, sonst droht der Ausschluß und damit der sichere Tod. Kay und Marcie leben mehr schlecht als recht in diesem System. Für die Pflanzungen gibt es spezielle Gewächshäuser an der Oberfläche; hier arbeitet Kay als Erntehelferin und sichert damit ihre Existenz. Sie hat sich an die Unterordnung der Führung des Centro gewohnt - da jeder Verstoß geahndet wird, hat sie schon früh gelernt, sich den Regeln nicht zu widersetzen.
Als in ihrem Sektor einige Bewohner unter dem Deckmantel einer möglichen Krankheit selektiert werden, bahnt sich ein Aufstand an. Als Kay mit ihrer Schwester Marcie versucht dem zu entgehen, ahnt sie nicht, wohin sie diese Flucht führen wird.
Meine Meinung
Der Einstieg ist mir hier relativ leicht gefallen. Das System und die Gesellschaft, in der Kay aufwachsen muss, wirkt düster und wenig lebenswert. Am Anfang wurde viel erklärt und dem Schreibstil fehlte eine gewisse Leichtigkeit, was sich aber im Laufe der Seiten gebessert hat. Es liest sich flüssig und ich hab einen guten Rhythmus gefunden. Die Autorin erzählt in der Ich-Perspektive von Kay und somit hatte ich einen guten Einblick auf das Geschehen.
Kay wirkt einerseits unterdrückt durch die Macht des Systems, andererseits hat sie doch ihren eigenen Willen, dem sie jedoch so gut wie nie nachgeben kann. Seit dem Tod der Eltern trägt sie die Verantwortung für ihre 14jährige Schwester Marcie und die anstrengende Lebensweise fordert ihren Tribut. Hunger und Angst sind ihr ständiger Begleiter. Ein einschneidendes Ereignis fordert von Kay jedoch mehr, als sie geben kann. Eine brutale und gewalttäige Welt eröffnet sich ihr und obwohl sie innerlich resigniert, erwacht ihre kämpferische Natur. Um ihre Schwester zu beschützen, muss sie ein Kräftemessen überstehen, das ihr alles abverlangt. Sie macht eine große Wandlung durch und die wachsenden Beziehungen zwischen den Figuren sind erfrischend anders als gewohnt.
Ein paar kleine Unstimmigkeiten sind mir aufgefallen, die mich aber nicht großartig gestört haben. Die Phase einiger Kämpfe standen einige Zeit zu sehr im Vordergrund, was mich aber trotzdem gut unterhalten hat.
Katharina Groth hat hier eine gnadenlose, grausame Welt erschaffen, voller Berechnung, Isolation und Konfrontation. Doch die Menschen, die hier ums Überleben kämpfen, müssen lernen, mit dieser Situation zurechtzukommen und irgendwie zu überleben. Auch wenn das heißt, ihren Überzeugungen zuwider zu handeln. Die Handlung wird schnell spannend und hält einige Überraschungen bereit. Ich wusste lange nicht, wohin das ganze führt, was mich umso neugieriger gemacht hat. Immer wieder tauchen neue Aspekte und Blickwinkel auf, die vor allem in der zweiten Hälfte das Tempo antreiben und mich bis zur letzten Seite gefesselt haben.
Einiges wird aufgeklärt, aber genügend Fragen bleiben natürlich noch offen, umso mehr freue ich mich auf die Fortsetzung!
Fazit
Ein spannender Einblick in die Zukunft einer unbarmherzige Welt, in der das Leben nur mit Kontrolle und Selbstlosigkeit möglich ist. Die Protagonistin Kay kämpft sich durch ein brutales System und erkennt zu spät den Plan, der ein grausames Ziel verfolgt. Spannend und macht Lust auf mehr!
Kay lebt mit ihrer Schwester Marcie in der Gesellschaft des CENTRO. Durch ein misslungenes Experiment ist das Leben auf der Erde nicht mehr möglich. Die Regeln im CENTRO sind streng: Leistet man keinen Beitrag für die Gesellschaft, ist man nichts wert. So auch Marcie, die aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten kann. Da die Eltern nicht mehr leben, ist es an Kay, die als Erntehelferin arbeitet, für sich und ihre Schwester zu sorgen. Als es zu einem Aufstand kommt, flüchten die beiden Mädchen. Als Grenzwächter und Wissenschaftler Jagd auf sie machen, werden sie in letzter Sekunde von einer vermummten Gestalt gerettet, die die beiden Mädchen in die tiefen des Gebirges – die Felsenstadt – führt. Doch auf das, was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst…
Ich bin hin und hergerissen: Der Roman ist gespickt mit vielen tollen Ideen, aus denen man viel mehr hätte herausholen können. Teilweise wirkt es so, als hätte sich die Autorin so viel verschiedener Einflüsse wie möglich bedienen wollen, es letztendlich aber nicht geschafft, diese miteinander in Einklang zu bringen. Alles in Allem zu schnell und zu viel gewollt. Ein bisschen mehr Text an der ein oder anderen Stelle hätte nicht geschadet!
Das fällt mir jetzt ziemlich schwer. Die Geschichte hat viele gute Ansätze, die, wären sie gut umgesetzt worden, auch mich begeistert hätten. Bis zu 2/3 des Buches konnte ich mit der Protagonistin und den Nebencharakteren nichts anfangen. Sie waren einfach leere Hüllen. Als die Geschichte endlich die neue Etappe erreicht hatte, wurde die dermaßen in die Länge gezogen und war so unrealistisch, dass ich kurz davor war, einfach abzubrechen. Ich war mir sicher, ich würde auf keinen Fall den zweiten Band lesen wollen. Doch zum Ende wurde ein so interessanter Aspekt mit in die Story gebracht, dass ich schon gerne wissen würde, wie es weitergeht. Aber allein für den wirklich anstrengenden ersten Teil hätte das Buch das nicht verdient. Ich bin hin und her gerissen und es wird vermutlich eine lange Zeit ins Land gehen, bis ich mich mit den weiteren Teilen beschäftigen kann und will. Frustrierend. Vor allem, wenn man die vielen guten Bewertungen auf Amazon sieht. Man fragt sich dann häufig, was man vermeintlich nicht erkannt hat.
Erste Sätze Die verkohlten Überreste des einstigen Stadtwaldes rasten an mir vorbei. Übelkeit überkam mich, als der unverkennbare Geruch von verbranntem Holz in meine Nase stieg.
Klappentext Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 18-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das, was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst…
Meine Meinung Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet aus der Sicht von Kay. Kay ist eine junge Frau, die dem System in Centro unterworfen ist und entsprechend ist ihr Leben den Gesetzen dort unterworfen. Sie ist stark, mutig und klug, aber passt sich auch lieber den Gegebenheiten an, als dagegen zu rebellieren. Kay möchte nur ein ruhiges Leben für sich und ihre Schwester. Doch sie ist auch anders als diese, denn sie kann aufgrund ihrem dunkleren Teint länger in der Sonne aushalten als die meisten anderen Menschen, weshalb sie als Erntehelferin draußen ab und an arbeitet. Ich konnte mich ganz gut in sie hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter, gerät aber auch an ihre Grenzen.
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Zukunftswelt, in der die Menschheit durch ein Experiment es geschafft hat, die Erde unbewohnbar zu machen. Die Sonne brennt so heftig auf die Erde, dass ein Leben draußen nur wenig möglich ist. Deshalb leben die Menschen unter der Erde oder in den Bergen, um sich vor den Sonnenstrahlen und der Hitze zu schützen. Das Centro ist ein solches System, in denen die Menschen nach Nützlichkeit, Fähigkeiten und Klassen sortiert werden. Doch es ist nicht das einzige System, das sich die Menschheit ausgedacht hat, um ihre Gesellschaft zu gliedern. Man lernt mit der Protagonistin Kay genau das kennen und erfährt ein wenig über die Welt in der Zukunft. Das war durchaus interessant, aber leider bleiben viele Fragen noch unbeantwortet. Das Problem, welches ich auch mit den Ideen der Gesellschaft hatte, dass sie für mich irgendwie nicht unbedingt offensichtlich und nachvollziehbar war. Ich wäre gerne noch tiefer abgetaucht, aber mit Kay war das bisher nicht unbedingt möglich, was sehr schade war. Ebenso war ich mir während der ganzen Geschichte nicht so sicher, wohin das Ganze führt. Dennoch konnte mich das Buch irgendwie fesseln und mitreißen. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Ein gelungener Auftakt, der interessant war, aber zu wenige Informationen bietet, um rund zu wirken. Ansonsten konnte er mich aber gut unterhalten, daher gibt es von mir
why not 5 stars? - sim's behaviour was inconsistent and confusing, it made no sense to me most of the time - it feels like there are 4+ stories in one - the end felt like the author wasn't quite sure how to end it? - the breaks were invisible sometimes and that was confusing
Katharina Groth beschreibt in ihrer Dystopie-Welt ein sehr trostloses Leben. Die Menschen müssen unter der Erde leben, da ein Leben auf der Oberfläche unmöglich geworden ist. Es herrschen strenge Gesetze. Die Arbeit scheint der einzige Lebensinhalt der Menschen zu sein.
Kay und Marcie sind Waisen. Kay kümmert sich fürsorglich um ihre kleine Schwester. Sie ist Erntehelferin. Marcie kann nach einem Unfall nicht mehr arbeiten und wartet nur die ganze Nacht, bis ihre Schwester von den Feldern heimkehrt. Die Felder können nur mehr nachts bewirtschaftet werden, da untertags die Temperatur zu hoch ist. Da Marcie nicht arbeiten kann, bekommt sie auch keine Essensrationen zugeteilt, aber Kay darf ihre mickrige Portion mit ihr teilen. Kay ist mutig und schlau. Sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
Äußere Schmerzen vergingen, Wunden in der Seele eines Menschen blieben ein Leben lang. Position 366
Katharina Groth schreibt jugendlich und bildhaft. Ich konnte mir die Handlungsorte gut vorstellen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kay in der ersten Person erzählt.
Die Grundidee hat mir gut gefallen. Leider erfährt man von der Vorgeschichte und über die genauen Abläufe des Lebens unter der Erde nicht sehr viel. Da hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.
Der Anfang hat mir gut gefallen. Dann plätschert die Handlung dahin. Nach dem ersten Drittel wusste ich nicht so recht, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Die Handlung war dann für mich etwas langatmig. Es war nicht langweilig, aber so richtig packen konnte es mich nicht. Für mich war die Handlung zu brutal. Erst das letzte Viertel wird spannend. Da gibt es dann eine überraschende Wendung und die Handlung geht in eine ganz andere Richtung, als ich vermutet hatte.
So sympathisch Kay zu Anfang war, beginnt sie mit der Zeit sehr zu nerven. "Die Kriegern in mir" und "die Kälte der Kriegerin" .... um es salopp auszudrücken, irgendwann ging mir die Kriegerin ordentlich auf die Socken und hat Erinnerungen an die "innere Göttin" von Ana aus Shades of Grey hervorgerufen.
Mich konnte die Autorin leider nicht begeistern. Ich habe sehr lange für das Buch gebraucht, weil ich auch nicht wirklich Lust hatte weiterzulesen. Trotz der Wendung am Ende und des Cliffhangers konnte mich die Autorin nicht neugierig genug auf die Fortsetzung machen.
Fazit:
Gute Grundidee! Die Geschichte konnte aber nicht überzeugen!
Die Story war für mein Empfinden teilweise sehr hektisch und wirr erzählt; dann streckenweise wieder sehr langatmig. Die Geschichte nimmt mehrere Wendungen. Dadurch erscheint es jedoch, als hätte die Autorin sich während des Schreibens umentschieden, was genau geschehen soll und worauf der Fokus liegen soll. Die Wandlung, die die Protagonistin in diesem ersten Band der Trilogie durchläuft, ist teils sehr absurd und teils einfach nur merkwürdig beschrieben, so dass es auf mich nervig und auch unlogisch wirkte. Erst zum Ende des Buches wurden diese Logikbrüche und Merkwürdigkeiten ein wenig näher erläutert, so dass es ein runderes Bild ergab. Der männliche Hauptcharakter soll wahrscheinlich mysteriös und verführerisch geheimnisvoll und somit interessanter erscheinen. Auf mich wirkte er bzw. sein Verhalten jedoch wirr und auch leider etwas dümmlich. Zum Ende wurde ein neuer Aspekt in die Geschichte eingebracht, der mich doch neugierig genug macht, um den nächsten Teil lesen zu wollen. Wäre dieser Aspekt nicht aufgetaucht, hätte ich die Reihe abgebrochen.
Titel: Centro In der Tiefe Genre: Dystopie Reihe: 1. Teil einer Trilogie Autor: Katharina Groth Erscheinungsjahr: 2014 Sprache: deutsch Verlag: ohne Verlag Buchart: Taschenbuch ISBN:9781495471032 Preis: Kein Preis angegeben Seiten:292
Über die Autorin:
Katharina Groth ist im Jahr 1987 im südlichen Teil von Niedersachsen geboren und aufgewachsen. Nach dem Schulabschluss machte sie eine Ausbildung als Zahnarzthelferin. Geprägt durch ihre Mutter, die das geschriebene Wort genauso liebt wie sie, begleitete das Schreiben sie ihr Leben lang. Neben ihrer Arbeit verwirklicht sie sich den Traum vom eigenen Buch und tritt mit ihrem Debütroman "Centro - In der Tiefe" an die Öffentlichkeit, welches bereits jetzt großen Anklang bei Sci-Fi- und Fantasylesern findet.
Vielen Dank an Katharina Groth für das Rezensionsexemplar, welches sie mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat.
2075: Kay lebt mit ihrer Schwester Marci leben im Centro tief unter der Erde. Nur nachts ist es ihnen möglich an die Erdoberfläche zu gehen, aber spätestens zu Sonnenaufgang müssen sie wieder in ihren Sectoren sein. Kay ist 17 Jahre alt und Erntehelferin. In den eigens angelegten Treibhäusern hilft sie die Pflanzen zu wässern und zu pflegen. Als eines Tages eine Versammlung statt finden soll kommt es zu einem Auflauf, bei dem junge Mädchen aus den Massen gezogen und weg gebracht werden. Aus Angst in die Unruhen hineingezogen zu werden flüchten die beiden Mädchen. Hierbei bekommen sie Hilfe von einer Unbekannten, die sie in die Höhlen tief unter dem Centro führt. Hier treffen die Mädchen auf Sim und seine Schwester von der sie nicht gerade freundlich empfangen werden. Als Gefangene in der Felsenstadt erfährt Kay eine wahrliche Odyssee und kann sich nur schwer in ihr neues Schicksal einfügen. Immerzu muss sie an ihre Schwester denken, die sie seit dem Eintreffen in die Felsenstadt nicht mehr gesehen hat.
Schreibstil und Charaktere
Katharina Groth hat einen wundervollen Schreibstil, der es mir schwer gemacht hat das Buch aus der Hand zu legen, wenn es sich irgendwie vermeiden lies. Was wohl ein Grund dafür war, dass es mal wieder ein Buch geschafft hat, dass ich fast darüber eingeschlafen bin. :) Kay und Marci wurden in ihrer Art als Kinder bzw. Jugendliche wunderbar ausgearbeitet. Das Hauptaugenmerk in der Geschichte liegt allerdings auf Kay, die schon eine sehr tiefschichtige Person war, als sie noch im Centro lebte. Hier übernahm sie die Erziehung und Beaufsichtigung über ihre kleine Schwester nach dem Tot ihrer Eltern. In der Felsenstadt machte sie allerdings eine nicht zu erwartende Wendung mit, die sie das gesamte Buch über begleitet hatte. Von einer jungen Frau, die zwar nicht alles richtig findet an den Regeln und Gesetzten des Centro hin zu einer Frau, die plötzlich ihren Willen durchsetzen will, wenn es sein muss auch mit Gewalt.
Fazit und Empfehlung
Seit kurzem habe ich ja den Zugang zu den Fantasybüchern ganz offiziell für mich entdeckt. Hingegen konnte ich mit Sci-Fi bisher wenig anfangen. Daher kann ich zumindest allen die gerne Fantasy lesen diese Buch empfehlen, und hoffe Euch auch bald den 2. Teil dieser Trilogie vorstellen zu dürfen.
Bewertung
Für die gelungene Idee hinter der Geschichte gibt es auch diesmal ganzee 5 Sterne von mir.
Kay und Marcie sind zwei Schwestern, die als Waisen in Sektor 4 des Centro aufwachsen. Das Centro liegt unterhalb der Erdoberfläche, weil die Sonne bis zu 80° C heiß werden kann und somit kein Überleben an der Oberfläche möglich macht. In dieser neuen Gesellschaft herrscht eine harte und unnachgiebige Führung mit strengen Regeln, da die Ressourcen knapp sind und normales Leben sich dadurch recht schwierig gestaltet. Die härteste Strafe ist der Ausschluss aus der Gesellschaft was einer Todesstrafe gleichkommt.
Die Angst und Unterwerfung der Menschen ist während des Lesens deutlich spürbar. Die Autorin wählt ihre Beschreibungen sorgfältig zurückhaltend, denn man hat gleich ein Bild von unzähligen Brauntönen vor sich. Ohne großen Schnick-Schnack. Nur das Nötigste. Für die Geschichte ist diese Erzählweise nur von Vorteil. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, weil es flüssig und spannend zu lesen ist.
Aus einem Grund den der Leser erst weitaus später erfahren soll, wird Kay plötzlich von einer Führungsperson gejagt und muss mit ihrer Schwestern fliehen. Mit Hilfe einer fremden Gestalt gelangen die Mädchen in die Felsenstadt. Doch hier beginnt das Unheil erst richtig Gestalt anzunehmen. Sie werden getrennt und Kay wird dazu verurteilt an öffentlichen Kämpfen teilzunehmen. Eine Flucht ist zunächst sinnlos, da in den Tunneln über der Felsenstadt spinnenartige Wesen verirrte Menschen jagen und fressen. Also bleibt Kay nichts anderes übrig als sich den vorbereitenden Trainingsmaßnahmen anzuschließen.
Ab hier wird es ziemlich rasant. Die Trainingsmethoden sind mehr als hart und menschenverachtend. Die Gewaltbereitschaft unter den Teilnehmerinnen ist erschreckend. Viele junge Frauen, die nicht wie Kay verurteilt worden sind, nehmen freiwillig an den Kämpfen teil. Wie gefühlskalt und brutal sie sich dabei geben, kann einem wirklich Angst einflößen. Kays Entwicklung unter den Kämpferinnen fand ich sehr erstaunlich. Während sie zu Beginn sehr zögerlich und zurückhaltend ist und auf Grund der körperlichen und seelischen Belastung unter Alpträumen leidet und augenscheinlich an der Situation zu zerbrechen droht, wird auch sie immer abgestumpfter. Ihr ist bewusst wenn sie keine Möglichkeit findet zu entkommen, wird es mit ihr ein böses Ende nehmen. Einige glückliche Umstände machen eine Flucht greifbar jedoch nicht ohne einen hohen Preis zu fordern. Und für Kay offenbart sich eine schreckliche Wahrheit.
Fazit & Bewertung
„Centro: In der Tiefe“ ist ein spannender Auftakt einer Dystopie-Trilogie. Dieser erste Band führt den Leser in eine Welt tief unter der Erdoberfläche und enthüllt grauenhafte Gestalten und Gefahren. Das Ende stellt den Leser vor einen riesen Cliffhanger, der mehr als neugierig auf den Folgeband macht. Und ich bin mir sicher dieser wird noch rasanter, noch spannender und noch unheimlicher.
Inhalt: Das Jahr 2075: Durch ein misslungenes Experiment ist das Überleben auf der Erdoberfläche nicht mehr möglich. Die Strahlung der Sonne hat die Menschheit in die Tiefen verbannt. Die 17-jährige Kay und ihre kleine Schwester leben in der Gesellschaft des Centro. Sie bietet Schutz und Nahrung. Doch der Preis dafür ist hoch. Strenge Gesetze regieren den Alltag in dem modernen Bunker, der von Wissenschaftlern geführt wird. Am Rande der Gesellschaft, versucht Kay das Überleben von sich und ihrer kleinen Schwester zu sichern. Als es zu einem Aufstand kommt, gelingt den Mädchen die Flucht in die Tiefen des Gebirges, doch auf das was sie dort erwartet, waren sie nicht gefasst ...
Zum Buch: Von Anfang an wird der Leser mitten in die Geschehnisse geworfen und mit vielen Details gefüttert, die man gar nicht so schnell verarbeiten kann, wie man sie bekommt. Es gibt so einige spannende und interessante Szenen, in denen man überrascht wird von den Wendungen der Geschichte.
Protagonisten: Kay ist fürsorglich, hilfsbereit, psychisch stark und legt ein Grundes Misstrauen an den Tag allem gegenüber. Das mag daran liegen das sie die Verantwortung für ihre Schwester noch hat die nichts zu ihrer Versorgung beisteuern kann.
Wir treffen auch auf Lydia ein Mädchen das auch kein leichtes Leben hat. Dann gibt es noch Sim, der Kay auf eine merkwürdige Art fasziniert, obwohl sie auch starken Hass für ihn empfindet.
Meine Meinung: Es gab so einige mitreißende Stellen, die einen beim lesen richtig gefesselt haben. Kay und ihre Schwestern leben in einer Art Überwachungsstaat und werden rund um die Uhr beobachtet und kontrolliert. Leider hatte ich während des Lesens nicht wirklich das Gefühl die Protagonisten so wirklich kennenzulernen, was für mich ein wichtiger Aspekt einer Geschichte ist, das man ein Gefühl für die verschiedenen Charaktere bekommt. Das Gefühl hatte ich hier leider nicht. Ich denke das Teil 2 bei mir irgendwann den Weg auf mein Tablet findet da ich der Geschichte gerne eine weitere Chance geben will.
Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu kommen. Erst als Kay und Marcie in die Felsenstadt fliehen und Kay zu den Arenakämpfen gezwungen wird hat auch mich die Spannung gepackt und auch bis zum Schluss nicht losgelassen. Allerdings hat das ende den Roman in eine komplett andere Richtung gelenkt die mich ziemlich überrascht und absolut nicht erwartet hatte. Auf jeden Fall für alle Dystopie Fans zu empfehlen denen ein wenig Gewalt in der Story nichts ausmacht teilweise wurde es ein wenig heftig, ähnlich wie in Panem allerdings mehr im antiken Ursprung verankert als die Arenakämpfe dort. Doch auch hier zählt das überleben. Auf jeden Fall spannend wenn man sich einmal in die Geschichte hinein gefunden hat!
Nicht mehr als 3 Sterne, vielleicht auch eher 2.5 bis 3 Sterne. Die Story ist interessant, aber zu überladen mit Logikfehlern und Klischees. Teils dümpeln die Charaktere in der Geschichte vor sich hin. Das Setting ist spannend, sowie auch zwei bis drei Szene, aber vieles ist extrem vorhersehbar und vor allem ausgelutscht.