Kriminálny román z berlínskeho justičného prostredia — inšpirovaný skutočnými udalosťami
Bežné nedeľné ráno sa v okamihu zmení na nočnú moru. Nikolas Nölting, nenápadný štátny zamestnanec a milujúci otec, odchádza z domu, zamáva dcérke a vyberie sa do pekárne. Tam však z ničoho nič vytiahne zbraň a bez varovania začne strieľať. Jeden človek zomrie, dvaja sú zranení. Nikolas mlčí — o motíve, pocitoch, o všetkom.
Obhajca Rocco Eberhardt stojí pred záhadou. Prečo obyčajný muž spáchal takýto zločin? Pátranie sa dostáva do slepej uličky, až kým súdny znalec Dr. Justus Jarmer neurobí šokujúci objav. Dvojica vyšetrovateľov sa ocitá uprostred siete korupcie, prania špinavých peňazí a nebezpečnej klanovej kriminality, ktorá siaha hlbšie, než si dokázali predstaviť. Ale v berlínskom podsvetí má zvedavosť svoju cenu — a tá môže byť fatálna.
Siedma svedkyňa je prvou časťou pútavej kriminálnej série z berlínskeho právnickeho prostredia. Autori Florian Schwiecker, bývalý trestný právnik, a uznávaný súdny lekár Michael Tsokos prinášajú napínavý a autentický pohľad do zákulisia práva a forenzných vied — a odhaľujú temné zákutia ľudskej psychiky.
Pre fanúšikov temných, vysoko reálnych justičných trilerov.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es war einfach nur furchtbar!! Es ist nicht so, dass ich jetzt die allergrößten Erwartungen hatte, ich wollte einfach nur von einem relativ seichten Gerichtskrimi unterhalten werden. Aber nicht mal das hat dieses Buch geschafft.
Sprachlich hat mich besonders diese unnötige Beschreibungsflut gestört. In jedem der über hundert Minikapitel wird beschrieben was wer anhat, obwohl das überhaupt nichts zur Sache tut. Die Autoren können scheinbar kein einziges Nomen ohne mindestens ein Adjektiv verwenden.
Diese zahlreichen kurzen Kapitel waren ursprünglich ein Grund, warum ich den Roman begonnen habe, aber die meisten davon waren absolut inhaltsleer. Dinge, die man sich als LeserIn problemlos selbst denken kann, werden dort plump in Worte gegossen, die nichts für die Geschichte tun. Wahrscheinlich ist meine Rezension jetzt schon länger als die tatsächliche Handlung des Romans. Es passiert nämlich tatsächlich ziemlich wenig und es gibt auch keine unerwarteten Wendungen oder besonders spannende Cliff-hanger.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal ein Buch so wenig gemocht habe wie dieses. Wirklich schade!
Das Buch hat mich gut unterhalten. Aber wenn ich im zweiten Teil der Reihe auch nur einmal lesen muss, dass sich jemand des besseren besann, dann drehe ich durch. Mehr als 10!!! mal hat sich in dem Buch jemand des Besseren besonnen. Ansonsten kann ich das Buch aber sehr empfehlen. Ein guter Jutiz-Krimi. Ich bin schon auf den nächsten Teil der Reihe gespannt.
Um es kurz zu machen: Ich war entsetzt. Dieses Buch hat leider nichts von alledem gehalten, was Cover, Klappentext und Autorenduo versprochen haben. Es ist plump geschrieben, hat eine nur im allerersten Ansatz originelle Story, wartet mit einem grauenvoll klischeehaften Figurentableau auf und ist obendrein (besonders fatal für einen selbsternannten Thriller) brechlangweilig.
Dies alles hat mich besonders überrascht, weil ich schon einige Bücher von Michael Tsokos gelesen habe, die deutlich besser geschrieben waren. Ich kann daraus nur folgern, dass Co-Autor Florian Schwiecker den Löwenanteil der Autorenarbeit übernommen hat - was dem Buch nicht gutgetan hat. Ich wusste zwischendurch nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, wenn der wackere Westberliner Strafverteidiger Rocco (ein klischeehafter italienischer Familienmensch mit unangenehmen machismohaften Allüren seiner kleinen Schwester gegenüber) wieder einmal ratlos und rehäugig die Hände ringt. Dabei kommen dann Zeilen wie diese zustande: "Es gab eine Person, die mehr als jede andere für Wahrheit und Aufrichtigkeit stand. Mit dieser Person musste er sprechen! Kurz entschlossen wählte er die Nummer von Doktor Justus Jarmer." Dieser grauenvolle Duktus zieht sich leider durch das ganze Buch. Rocco Eberhardt ist entweder zutiefst ratlos, zutiefst betroffen oder zutiefst empört! (Mit Ausrufezeichen, versteht sich!) Es liest sich wie eine schlechte Provinzposse - die nur eben in Berlin spielt (aber keine Sorge, auch hier eigentlich fast ausschließlich im Westteil - und der ist ja eigentlich immer noch ein Dorf).
Am meisten geärgert habe ich mich allerdings über die angebliche zweite Hauptfigur, den Rechtsmediziner Justus Jarmer. Denn dieser hat eigentlich keinen ernsthaften Part im Buch. Am Anfang macht er eine nicht unwichtige Entdeckung bei der Obduktion - aber das war es auch schon. Danach wird er allerdings immer wieder - komplett unnötig für die Handlung - als eine Art moralische Instanz in die Story konstruiert, um am Ende angeblich beim Durchbruch zu verhelfen. Komplett überflüssig, größtenteils nicht nachvollziehbar und auch aus dramaturgischer Sicht eine echte Fehlentscheidung.
Bevor ich mich jetzt noch in weiteren Details ergehe, drücke ich beide Augen zu und gebe einen Stern - für die im Ansatz kreative Story und dafür, dass ich bisher durchaus etwas von Michael Tsokos als Autor gehalten habe. In seinem eigenen Interesse hoffe ich, dass es keine weiteren Fälle dieses "Ermittler-Duos" geben wird. Denn das braucht die Welt nun wirklich nicht.
Die Handlung ist vorhersehbar. Die Figuren sind stereotypisch und eindimensional (schnell erkennt man die beschönigten Alter-Egos der beiden Autoren wieder). Der Schreibstil enthält viel zu viele Phrasen und wirkt unausgereift.
Der Titel hat wenig mit der Handlung zu tun. Man wartet vergeblich auf den Knall, der mit dem Auftritt der 7. Zeugin zu kommen scheint.
Das Buch ist zwar einfach aber trotzdem spannend geschrieben. Ich finde es genial, dass die Kapitel jeweils nur so kurz waren. Ein sehr spannender Einblick in die Welt eines Strafverteidigers. Ich kann das Buch nur empfehlen. Der Cliff-Hanger am Schluss ist genial und man will unbedingt weiter lesen.
Das war mein erster Justiz-Krimi und ich war positiv überrascht. Es war sehr spannend und ich habe mit Nölting mitgefiebert. Der Cliffhanger am Ende macht neugierig auf den nächsten Teil, der Hoffentlich bald erscheint!
Ich bin sehr unentschlossen, was ich von dem Buch halten soll. Der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört, die kurzen Kapitel waren nett und angenehm und auch der Schreibstil hat es mir leicht gemacht, das Buch relativ schnell durchzuziehen, aber irgendwie hab ich mir vom Inhalt und auch von den Charakteren mehr erhofft und erwartet… Alles war irgendwie sehr oberflächlich, gerade bei den Charakteren hat mir die Tiefe gefehlt. Für mich waren sie Null greifbar und ihre Gefühle kamen überhaupt nicht bei mir an. Vom Inhalt her hab ich mir einen spannenden Pageturner erhofft, mit Plotttwists, die einen überraschen, aber irgendwie kam da nie was. Das komplette Buch hat sich für mich wie ein sachlicher Bericht gelesen und das find ich im Endeffekt total Schade, weil es echt Potenzial hatte. I guess final sind es solide 2,5-3⭐️, weil es mir leicht fiel in dem Buch zu lesen, aber vom Hocker gehauen hat es mich nicht. War lediglich ein leichter Stupser in die Seite, der jetzt nicht sonderlich weltbewegend war😅
Der Familienvater Nikolas Nölting geht zum Bäcker wie viele Male zuvor. Doch anstatt mit Brötchen zurück zu seiner kleinen Familie zu kehren, schießt er in der Bäckerei wild um sich. Die Ermittler tappen im Dunkeln, weil es kein erkennbares Motiv gibt und der Täter beharrlich schweigt. Doch der Rechtsanwalt Rocco lässt nicht locker und fängt an in Nikolas' Vergangenheit zu suchen, bis er fündig wird...
Der Klappentext klingt so unglaublich gut und bereits im Voraus habe ich wilde Spekulationen ob des ungewöhnlichen Tatgeschehens angestellt. Ohne erkennbares Motiv und aus heiterem Himmel eine Schießerei zu beginnen, dahinter muss etwas stecken. So ähnlich denkt wohl auch Rocco, der gleich die Ermittlungen aufnimmt. Auch das fand ich etwas ungewöhnlich, da meistens Polizeibeamte diese Funktion übernehmen und sich für einen Rechtsanwalt auch einige Probleme ergeben, sodass er andere hat, die ihn dabei unterstützen.
Was ich ganz angenehm fand, waren die Hintergrundinfos zu Rocco, sodass ich ihn besser kennenlernen konnte und er nicht so blass geblieben ist wie der zweite Protagonist Gerichtsmediziner Jarmer. Der tauchte zwar ab und zu auf und vor allem über seine Ansichten zur Arbeit eines Rechtsanwaltes und seine Moralvorstellungen wurden etwas zu seinem Charakter bekannt. Ansonsten spielt er aber eher eine geringe Rolle und ist nicht maßgeblich entscheidend für den Fall. Da hatte ich bezüglich der rechtmedizinischen Arbeit größere Erwartungen, auch wenn schnell klar war wer der Täter ist und welche Verletzungen die Opfer erlitten haben.
Der Fall plätschert so vor sich hin und auch wenn es ab und zu relevante Infos gibt, habe ich nicht mit fiebern können. Es war durchaus interessant und warf auch Licht ins Dunkel, aber packen und fesseln konnte es mich nicht. Die Spannung fehlte fast komplett und konnte meinen Erwartungen dahingehend nicht gerecht werden. Gerade die Ermittlungen finde ich üblicherweise in einem Krimi besonders wertvoll und aufregend. Durch überraschende Wendungen und unvorhersehbare Ereignisse entsteht eine ganz eigene Dynamik. In diesem Buch kamen diese Aspekte leider kaum vor und wenn, dann hat es mich dennoch nicht mitgerissen und mit fiebern lassen.
Ich weiß nicht, ob ich die weiteren Bände lesen, denn es wurden nicht alle Geheimnisse rund um den Fall Nikolas Nölting aufgedeckt und das Buch deutet subtil an, dass es noch weitergehen wird.
Fazit: Leider für mich nicht überzeugend. Es fehlten Spannung und abwechslungsreiche unvorhersehbare Wendungen im Buch.
Klappentext An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt. Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben? Das Ganze erscheint völlig sinnlos – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung macht, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr …
Cover und Schreibstil Ein Schreibstil der mich gefangen genommen hat, er beschreibt gut die Situationen und er ist auch teils wirklich spannend. Das Cover ist sehr gut gelungen, es passt für mich auch gut zur Geschichte. Die farbliche Gestaltung ist auch super.
Inhalt Ein spannendes Buch welches im Mittelteil etwas an Spannung verloren hat. Der Anfang war echt gut, es geht auf den ersten Seiten schon richtig zur Sache. Wo andere Krimis aufhören fängt der hier erst an. Nach der eigentlichen Tat und es wird alles rekonstruiert, was wieso gesehen ist. Es war wurde dann leider im Mittelteil etwas weniger spannend, was vielleicht auch ein an den kurzen Kapiteln gelegen hat. Ich mag das eigentlich sehr aber hier kam gerade Spannung auf und dann war es schon wieder vorbei. Allerdings hat das Ende wieder einiges gut gemacht, es kamen noch einige Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. In dem Fall haben auch nicht wie üblicherweise die Polizei ermittelt sondern der Anwalt und sein Privatermittler. Der Rechtsmediziner Jarmer hat mich mit seiner Art sehr überrascht, er war mir sehr sympathisch und seine Expertise war sehr gut. Das Buch war auch sehr gut recherchiert ( der Autor hat ja auch Erfahrung in dem Bereich 😉) und es war super erklärt.
Fazit Ein Krimi der etwas anderen Art, der am Ende noch mal richtig spannenden wurde.
Der Schreibstil war super und ich fand es wirklich spannend einen Anwalt bei seiner Arbeit zu begleiten. Nebenher lief eine Mafia-Ähnliche Handlung, die aber nichts zur Handlung beigetragen hat. Man hat sich immer gefragt, wie die beiden Handlungsstränge mal zusammenkommen sollen und am Ende sind sie es überhaupt nicht 😂 Es gab keine Überraschungen oder krasse Wendungen, was mich leider sehr enttäuscht hat.
Ich war gespannt was mich erwartet, da ich bisher kaum einen Krimi gelesen hab, bei dem es mehr um die Gerichtsverhandlung, statt um die Aufklärung von Gewaltverbrechen, geht. Dementsprechend habe ich einfach mal angefangen zu lesen.
Es beginnt mit der Tat, woraufhin der Täter schnell verhaftet wird. Der Strafverteidiger Rocco Eberhardt kommt ins Spiel und dann vergeht ein halbes Jahr bis zu der Verhandlung. Von da an erfährt man immer mehr zum Fall und auch über die Arbeit des Anwalts. Zwischendurch erhält man auch Einblicke in Eberhardts privates Leben, was ich gut finde, da er mir immer sympathischer wurde. Allerdings erscheint der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eher selten und man erfährt nur wenig über ihn. Er ist zwar eine wichtige Figur, die die rechtsmedizinischen Fragen klärt aber wirklich entscheidend für den Fall fand ich ihn nicht. Ich habe mir mehr von ihm erhofft, als seine Rolle als Berater für Rocco Eberhardt.
Ich habe auch etwas mehr von der im Titel stehenden “7. Zeugin” erwartet. Sie war zwar für das Urteil wichtig aber ich hatte irgendwie noch mit einem Überraschungsmoment gerechnet.
Auch wenn mir persönlich die Spannung fehlte, durch die kurzen Kapitel und die Orts- und Figurenwechsel konnte ich das Buch schwer aus der Hand legen, weil ich mir immer dachte “Los, ein Kapitel geht noch!”. Gegen Ende wollte ich dann doch unbedingt wissen, welches Urteil schlussendlich gefällt wird.
Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und werde der Fortsetzung wohl eine Chance geben und hoffe auf mehr Einblicke in die Arbeit von Dr. Jarmer.
Mit dem Justiz-Kriminalroman „Die siebte Zeugin“ begeben wir uns in eine neue Krimireihe nach Berlin mit dem Anwalt Rocco Eberhardt und dem Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer.
In diesem Buch geht es um einen überraschenden Fall. Es ist ein Sonntagmorgen. Der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting verlässt sein Haus in Berlin, um zum Bäcker zu fahren. Noch eben hat er seiner Tochter Lily „Auf Wiedersehen“ gesagt, hat sich aufs Fahrrad gesetzt und ist losgefahren. Doch jetzt plötzlich steht der Familienvater in der Bäckerei und erschießt einen Mann und verletzt zwei weitere Menschen. Wie kann es zu so einer grausamen Tat kommen? Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem ganz großen Rätsel und einer großen Aufgabe. Als Strafverteidiger möchte er Nölting helfen, doch dieser schweigt. Eberhardt kommt nicht weiter – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung tätigt. Wie aus dem Nichts stürzt sich Rocco in ein Gefecht, bestehend aus Korruption, Gewalt, Clan-Kriminalität und Gewalt.
Schon lange sehnte ich mich nach diesem Buch, da der Klappentext vielversprechend ist. Und so stürzte ich mich in dieses Abenteuer, dass im kalten und düsteren Berlin spielt. Als Leser verfolgen wir das Geschehen direkt ab der Tat bis zum Ende des Prozesses. Durch die kurzen Kapitel und einem grandiosen Schreibstil konnte ich das Buch innerhalb 3,5 Stunden durchlesen und am Ende war ich nur positiv geflasht.
Zu Beginn startete das Buch sehr rasant. Als Leser wollte ich unbedingt herausfinden, welches düstere Geheimnis sich hinter dieser grausameren Tat versteckt. Mit der Figur des Anwalts Rocco Eberhardt wird eine sehr sympathische Figur konstruiert mit der es richtig Spaß gemacht hat, in die Unterwelt von Berlin abzutauchen. Rocco ist sehr tiefgründig ausgearbeitet worden, da man viel über ihn als Person erfährt. Besonders das Zusammenspiel zwischen der Arbeit als Anwalt und den familiären Problemen (wie z.B. mit seinem Vater) hat mir gut gefallen, da Rocco von vielen Seiten beleuchtet wird, worauf man sich als Leser ein umfangreiches Bild über die Figur bilden kann. Auch wenn der Rechtsmediziner Jarmer teilweise im Schatten von Eberhard geblieben ist, war Jarmer mir auch sympathisch und für das Buch passend gewählt. Eine weitere Figur namens Baumann ist ebenso positiv hervorzuheben. Außerdem finde ich es sehr gelungen, dass das Buch nicht ausschließlich im Gericht spielt. Die Handlungsorte werden gekonnt und übersichtlich gewechselt. Dabei erhält man einen detaillierten Blick in die Arbeit und das Prozedere der Justizjobs. Sehr authentisch und gelungen!
Als Leser erfährt man sehr früh, wenn hinter der Tat steckt. So muss ich sagen, dass dies in keiner Weise einen negativen Einfluss auf die Handlung hatte. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass man in die Welt der Kriminalität – die in diesem Buch offenbart wird – noch ausführlicher hineingeführt wird. Diese war meiner Ansicht nach, zu kurz thematisiert worden. Was mich wirklich ärgert, und zwar enorm ärgert: Der Cliffhanger! Wenn ich könnte, würde ich direkt den zweiten Band weiterlesen wollen, da ein zweiter Fall angedeutet worden ist!
Insgesamt kann ich sagen, dass der Auftaktband zu Eberhardt und Jarmer mich gut unterhalten hat. Die Einblicke in die Gerichtswelt werden authentisch und gut dargestellt. Es liegt eine konstante Spannung vor und die Charaktere haben mir gut gefallen. Ich freue mich auf mehr!
Eine literarische Vollkatastrophe. Das vielleicht Schlechteste, was ich je gelesen habe.
Bei einem Krimi, und auch jedem anderen Genre, bedarf es idealerweise zwei Aspekte, um als gutes Buch zu gelten. Zum einen eine interessante Story, zum anderen eine ansprechende sprachliche Gestalt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, bei denen nur eines dieser Kriterien erfüllt ist - wobei dass dann eher in anderen Genres funktioniert. „Die 7. Zeugin“ hat aber leider weder das eine, noch das andere. Die Story ist einfach nur sterbenslangweilig, es passiert nichts Unvorhergesehenes. Null. Wer sich bis zum Schluss durchkämpft wird nicht mal mit einem interessanten Ende belohnt. Fast schlimmer als der Plot ist eigentlich nur der Schreibstil. Man hat kaum eine Chance in einen guten Lesefluss zu kommen, weil die Kapitel unfassbar kurz sind. Selten kommt es vor, dass eines mal länger als zwei, drei Seiten geht, öfters ist es auch nur eine. Unfassbar gestört haben auch die absolut uninteressanten und unnötigen Beschreibungen. In so gut wie jedem Kapitel wird erstmal in dem ersten zwei Absätzen die Kleidung der Personen beschrieben, ohne, dass es auch nur im Entferntesten irgendetwas dienlich wäre, der Charakterisierung, oder späterer Identifikation z.B., nope. Außerdem werden auch immer wieder irgendwelche random facts eingestreut, die ebenfalls nichts zur Sache tun (z.B. die Geschichte des Gerichtsgebäudes) und irgendwas ist ständig „behördentypisch“ in dieser oder jener Farbe gestrichen. Nicht nachvollziehbar und vollkommen zufällig wird auch mit Namen umgegangen. Nachdem eine Figur eingeführt wurde, muss man nicht STÄNDIG den Nachnamen im Fließtext erwähnen. In ca. 70% der Namenserwähnungen wird der volle Name verwendet. In Kapitel 80 weiß wohl auch der letzte unaufmerksame Leser, dass der Protagonist Rocco Eberhardt heißt. Es wird manchmal auch völlig überraschend auf den Nachnamen verzichtet, nur um ihn im nächsten Absatz wieder zu erwähnen. Wenn zwei Personen etwas länger besprechen, wird das in der Regel etwa so beschrieben: „Rocco Eberhardt und xy besprachen in den nächsten Stunden den Fall Nölting. Als er nach Hause ging, war er ein ganzes Stück weiter.“ (Kein direktes Zitat, aber kommt wohl in etwa hin.) Insgesamt hat die Story und ihre Charaktere null Tiefe. Es gelingt den Autoren kein Spannungsaufbau. So in etwa stelle ich mir auch echte Gerichtsakten oder Ermittlungsberichte vor, wobei die vielleicht noch etwas spannender sind. Auch die Tatsache, dass es eigentlich zwei Protagonisten sein sollen, die gemeinsam arbeiten, entspricht nicht dem, was tatsächlich geschrieben wurde. Der Rechtsmediziner hätte problemlos auch weggelassen werden können, die „Story“ hätte trotzdem funktioniert, wenn man denn so weit gehen möchte zu sagen, dass die funktioniert… Im letzten Absatz wird dann noch schnell plump versucht einen Cliffhanger für den nächsten Titel einzubauen. Der dann allerdings ohne mich. Ein gutes Marketing macht noch kein gutes Buch.
Das einzig Gute, was ich aus diesem Leseerlebnis mitnehme ist, dass ich dafür kein Geld ausgegeben, sondern aus der Bibliothek geliehen habe.
Ein Justiz-Krimi mit weniger Überraschungspotential als ein durchschnittlicher Tatort. Die eindimensionalen und stereotypischen Charaktere bleiben so oberflächlich, dass ihre Entscheidungen in den meisten Fällen nur schwer nachvollziehbar sind. Der subplot, der das Privatleben des Anwalts behandelt, bleibt ohne jede Folge für die Haupthandlung und bringt schon gar nicht die dringend benötigte Tiefe. Gegen Ende scheint selbst der Protagonist das Interesse an der Story verloren zu haben, an einer endgültigen Aufklärung des Falls inklusive Finden der wahren Schuldigen hat er offensichtlich kein Interesse mehr.
Dieses Buch hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Sowas habe ich noch nicht erlebt... Ständig wird getrunken (Alkohol in verschiedensten Formen, Kaffee, Tee, Wasser). Aber kein einziges Mal war jemand auf Toilette *lach*. Auch die Ausdrucksweise hat mir nicht gefallen, ich kam in keinen guten Lesefluss hinein. Das lag wahrscheinlich auch an den ausufernden Beschreibungen. In zu vielen Details wurde für meinen Geschmack die Kleidung beschrieben, die immer stilvoll, geschmackvoll oder zu seinem Teint passend war. Für mich einfach zu viel.
Dieses Buch wurde mir als Überraschung vom Knaurverlag zugeschickt, sonst wäre ich wohl nicht darauf aufmerksam geworden. Von Tsokos habe ich bisher ein Buch in Zusammenarbeit mit Sebastian Fitzek gelesen, das mir äusserst gut gefallen hat (und vermutlich durch Tsokos Arbeit als Rechtsmediziner den Tick Realismus hinzugefügt hat, der mir oft bei Fitzek fehlt. :D)
"Die siebte Zeugin" ist laut Angaben von Amazon ein Reihenauftakt einer neuen Krimi-Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos. Im Fokus stehen die beiden Charaktere Eberhardt und Jarmer, die beide bereits auf der ersten Seite anhand eines kurzen Steckbriefs, vorgestellt werden. Das fand ich ungewohnt, aber gleichzeitig auch hilfreich, um eine grobe Vorstellung von den beiden Personen zu bekommen. Eberhardt ist Strafverteidiger und Jarmer Rechtsmediziner.
Die Handlung beginnt aber zuerst mit einer ganz anderen Person: Nikolas Nötling. Im Klappentext wird bereits verraten, was er verbricht, was in diesem Fall völlig in Ordnung ist, da die eigentliche Tat rasch abgehandelt wird und der Fokus des Buches vielmehr auf den Ermittlungen des Tathergangs und der Gerichtsverhandlung liegt. Die Story wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal zum Zeitpunkt der Tat und den darauffolgenden Tagen, und einmal zum Zeitpunkt der Verhandlung. Die beiden Zeitstränge nähern sich im weiteren Verlauf einander an, und als Leser:in erhält man häppchenweise mehr Informationen, was Nölting zu seiner Tat getrieben hat und wie Eberhardt diese Enthüllungen juristisch dazu nutzen will, seinem Klienten zu helfen. Dieses Vorgehen ist nicht neu, kann aber durchaus Spannung in eine Handlung hineinbringen, weil man unbedingt mehr wissen möchte. Hier ist das leider nicht ganz gelungen, denn obwohl Nöltings überraschende und anfangs für mich nicht nachvollziehbare schreckliche Tat bei mir eine gewisse Neugierde über die Hintergründe geweckt hat, verläuft die weitere Story leider nicht so fesselnd, wie ich es mir der erhofft hätte.
Der Schreibstil ist eher einfach und nüchtern gehalten und die Kapitel umfassen immer nur wenige Seiten, was das Lesen kurzweilig gemacht hat. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was zwar für etwas Abwechslung gesorgt hat, aber leider auch nicht unbedingt für mehr Spannung gesorgt hat. Man merkt es dem Buch deutlich an, dass Schwiecker und Tsokos - wie ihre beiden ausgewählten Protagonisten - selbst als Strafverteidiger resp. Rechtsmediziner tätig sind (oder waren?) und die Schriftstellerei nur ihr Nebenberuf ist. Die Ermittlungen und das Gerichtsverfahren im Buch wirken sehr realistisch, was wohl dem Fachwissen des Autorenduos zu verdanken ist. Aber leider war es dann auch, denn es gelingt ihnen nicht, diese Kriminalgeschichte richtig packend zu erzählen, sodass es beim Schreib- und Erzählstil definitiv noch viel Luft für Verbesserungen gibt. Die Enthüllungen zu den Hintergründen des Falles wirken zwar durchdacht und nachvollziehbar, aber waren in meinen Augen dann doch für eine fiktive Geschichte irgendwie unspektakulär und spannungsarm. Alles verläuft sehr unaufgeregt und geradlinig und wäre das Buch nicht nur 320 Seiten dünn und die Kapitel so kurz, dann hätte ich das Buch vielleicht gar nicht zu Ende gelesen.
Die Ausarbeitung der beiden Protagonisten ist den Autoren meiner Meinung nach leider auch nicht ganz gelungen, denn obwohl die Reihe sich auch zukünftig um Eberhardt und Jarmer als Duo drehen soll, haben die beiden überraschend wenig miteinander interagiert und sich nicht einmal wirklich miteinander angefreundet, sodass sie für mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht eine ganze Reihe tragen können. Eberhardt wird dabei noch etwas mehr durch sein Privatleben beleuchtet, indem wir seine Schwester und ihren neuen Partner kennenlernen, aber eigentlich war selbst das für mich eher uninteressant und hat dem Charakter nicht wirklich Tiefe verliehen. Über Jarmer erfährt man dagegen praktisch nichts, was ich etwas seltsam fand, da er doch eigentlich eine grössere Rolle in der Reihe einnehmen sollte.
Das Buch endet ohne grosse Überraschungen mit der Aufklärung des Falls und dem Abschluss der Gerichtsverhandlung. Die Handlung ist dadurch in sich abgeschlossen und wirkt abgerundet, es gibt allerdings keine schockierenden Momente oder sonstige Ereignisse, die mir länger in Erinnerung bleiben werden. Für mich hat dieses Buch leider kaum das Interesse geweckt, die Reihe um Eberhardt und Jarmer fortsetzen zu wollen. Dazu hat mich weder der Fall, noch der Erzählstil gepackt.
Fazit: "Die siebte Zeugin" ist ein Reihenauftakt zu einer neuen Reihe, die sich um einen Strafverteidiger und einen Rechtsmediziner drehen soll - also die beiden Berufe, denen das Autorenduo auch nachgeht. Man merkt, dass viel Fachwissen und Realismus in die Handlung einfliesst, leider hat mir dafür aber ein bisschen schriftstellerisches Talent gefehlt, da mir die Handlung zu nüchtern und spannungsarm erzählt wurde. Obwohl der behandelte Fall im Buch solide aufgearbeitet wird, konnten mich die Autoren leider mit ihrem Erzählstil nicht packen und dadurch werde ich die Reihe wohl auch nicht weiterverfolgen. Wer ein realistischer Kriminalfall mit Fokus auf eine Gerichtsverhandlung lesen will, der kann dieses 320 Seiten dünne und kurzweilige Buch lesen. Es ist aber leider nicht wirklich etwas passiert, das mich aus den Socken gehauen und mir länger in Erinnerung bleibt. Deshalb kann ich gerade mal durchschnittliche 3 Sterne vergeben.
Ich habe das Buch gekauft, da ich von vielen positiven Meinungen beeinflusst wurde und unbedingt ein Buch mal wieder mit Regina lesen wollte. 🥰 es hat mir super viel Spaß gemacht, der Austausch war super. Vielen Dank.
Zu Beginn musste ich mit dem sachlichen Schreibstil erstmal warm werden, aber von Kapitel zu Kapitel habe ich diesen Schreibstil einfach echt lieben gelernt. Die Spannung war von Beginn an da. Man konnte bereits auf den ersten Seiten einige Theorien entwickeln. Wir hatten tatsächlich bereits zu Beginn den richtigen Riecher was das Buch angeht. Trotz der kürze von etwas mehr als 300 Seiten, hat es sich zwischenzeitlich wenig weiterentwickelt. Was aber bestimmt auch mit den Verhandlungstagen vor Gericht zusammenhing. Der Verlauf und das Ende der Verhandlung hat mir trotzdem sehr gefallen. Auch der Zusammenhalt der Freunde Rocco Eberhardt und Tobias Baumann war super. Das Ende hat mich so überrascht. Ich bin super gespannt, wie die Reihe weitergeht 😱.
Trotz des etwas ruhigeren Kriminalromans war es für mich ein sehr guter Reihenauftakt.
"Die siebte Zeugin" von Florian Schwiecker (ehemaliger Strafverteidiger) und Michael Tsokos (Rechtsmediziner, der das Institut für Rechtsmedizin der Berliner Charité leitet und Bestseller-Autor) ist der erste Teil einer neuen Justiz-Krimi-Reihe aus Berlin (Eberhardt und Jarmer ermitteln).
Hier geht es um einen Verwaltungsbeamten namens Nikolas Nölting, der an einem Sonntagmorgen sein Haus in Berlin-Charlottenburg verlässt, sich aufs Fahrrad schwingt, seiner kleinen Tochter zum Abschied zuwinkt und zu einer Bäckerei fährt. Was sich ganz harmlos anhört, endet in einem Fiasko. Denn Nölting schießt in der Bäckerei aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei verletzt und Nikolas Nölting schweigt. Nöltings Ehefrau sucht den Anwalt Rocco Eberhardt auf und bittet ihn, ihrem Mann zu helfen. Doch der Strafverteidiger steht vor einem Rätsel, denn er muss das Motiv eines unauffälligen Familienvaters herausfinden. Plötzlich macht der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr …
Dieser Krimi hat mich auf jeden Fall unterhalten. Aber mir hat hier ganz klar die Spannung gefehlt. Sie konnte sich einfach nicht aufbauen, die Geschichte hat mich nicht sonderlich gepackt. Von der angepriesen Hochspannung konnte ich nichts feste stellen. Trotzdem fand ich vieles sehr interessant, denn Florian Schwiecker gewährt viele interessante Einblicke aus dem Alltag eines Strafverteidigers. Deshalb ist der Krimi sehr authentisch, was mir gut gefallen hat. Szenen aus dem Schwurgerichtssaal wirken sehr lebendig, die Verhandlungen und die Gesetzeslagen haben mir gute und detaillierte Einblicke verschafft. Auf jeden Fall steckt in dieser Geschichte eine Menge Realität drin.
Nun komme ich zu den beiden angepriesenen Hauptprotagonisten Eberhardt und Kramer. Rocco Eberhardt ist der ledige Strafverteidiger mit eigener Kanzlei, dessen Mutter aus Neapel kommt. Er liebt gutes Essen und trinkt gerne und regelmäßig Wein und Longdrinks. Warum das letztere hier oft erwähnt wurde, verstehe ich nicht. Das sind so Kleinigkeiten, die mich dann nur noch gestört haben. Er hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, aber sein Misstrauen in Mandanten ist nach einem Fall aus der Vergangenheit angestiegen. Er versucht, seine Mandanten und ihre Geschichten nicht mehr zu nah an sich heranzulassen. Im Gerichtssaal will er um jeden Preis gewinnen, alleine schon, weil er Oberstaatsanwalt Bäumler nicht leiden kann. Seine privaten Familienprobleme kamen zwischendurch auch immer wieder zur Sprache. Dr. Justus Jarmer ist Facharzt für Rechtsmedizin, ihm eilt der Ruf einer rechtsmedizinischen Koryphäe voraus. Schon mehr als einmal hat eine seiner präzisen wissenschaftlichen Analysen einem Fall eine neue Wendung gegeben. Er ist ein Meister darin, Kugelschreiber um die Finger kreisen zu lassen.
Ich bin sehr enttäuscht über Jarmers Rolle, denn über ihn habe ich kaum etwas gelesen. Er kam ein paar wenige Mal ganz kurz vor, das war's aber auch schon. Einen wichtigen Part hat er meiner Meinung gar nicht gehabt. Er bleibt komplett im Hintergrund, seine Entdeckung bei der Obduktion war das einzige, was von ihm rüberkam. Hier hätte das Duo „Eberhardt und Baumann“ besser gepasst. Denn ich habe mehr von Eberhardts Freund und Privatdetektiv Tobias Baumann gelesen als von Jarmer. Baumann hatte hier eine viel größere Rolle, zusammen mit Eberhardt. Diesen Punkt finde ich leider etwas irreführend. Schade, denn ich hätte gerne mehr von Jarmer gelesen. Dieser Protagonist hatte eher einen Gastauftritt als eine der beiden Hauptrollen. Die paar kurzen Momente wo er als Eberhardts Telefonratgeber erschien, hätte sich der Krimi auch sparen können. Im Großen und Ganzen ein schwacher und sinnloser Auftritt. Generell war hier nicht wirklich ein Protagonist, dessen Charakter mir positiv aufgefallen ist. Eberhardt wird zwar detailliert beschrieben, aber anfreunden konnte ich mich mit seinem Charakter nicht.
In Handlung an sich war wie gesagt interessant und authentisch, aber vorhersehbar. Der Krimi ist flüssig und locker geschrieben, auch die extrem kurzen Kapitel haben mir gut gefallen. Hier haben mich 104 Kapitel auf 318 Seiten erwartet, jedes Kapitel ist mit Ort, Datum und Uhrzeit versehen. Es wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, dies hat für Abwechslung gesorgt. Der Cliffhanger am Ende macht auf den nächsten Teil definitiv neugierig. Aber ob ich ihn auch lesen werde? Ich weiß es eher gesagt noch nicht. Dieser Teil hat meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt, deswegen nur 2.5 Sterne von mir. Wirklich schade, denn ich bin ein großer Fan von Michael Tsokos und dies ist das erste Mal, das ich sein Buch nicht mit einem zufriedenen Lächeln beendet habe.
"An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt. Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben?"
Aufgrund einer Empfehlung habe ich mir das Buch geholt, obwohl ich noch nie ein Tsokosbuch gelesen habe. Somit habe ich keinen Vergleich zu anderen Büchern, was jetzt nicht unbedingt schlecht ist. Also mir hat der Auftakt dieser Reihe eigentlich ganz gut gefallen. Es ist interessant und spannend, die Kapitel sind kurz gehalten, sodass man da einfach durchfliegt und es gibt keine seitenlangen Befragungen der Zeugen. Jedoch hätte ich mir persönlich da ein bisschen mehr Details gewünscht, das hätte dem Ganzen etwas mehr Tiefe gegeben. Rocco war nur sehr sympathisch und gibt sein Bestes um das Motiv von Nölting herauszufinden. Ich finde, dass er sehr menschlich dargestellt wurde, was wahrscheinlich auch daran liegen mag, dass man auch ein Teil sein Privatlebens kennenlernt. Was mich jedoch gestört hat, ist, dass ich es nicht wirklich verstanden habe, warum er immer Jarmer kontaktieren musste, aber ich hoffe, dass er im nächsten Band wieder auftauchen wird. Außerdem habe ich irgendwie den Kniff vermisst, das lief alles zu einfach, zu glatt ab. Da hätte ich mir mehr Ecken und Kanten gewünscht. Insgesamt ein ganz solider Justizkrimi, der aber noch Luft nach oben hat, der mich aber dennoch unterhalten konnte.
Nach dem Lesen der Leseprobe konnte ich es kaum erwarten, voll und ganz in die Geschichte einzutauchen. Ich hatte recht hohe Erwartungen, welche glücklicherweise auch erfüllt wurden.
Aber erst einmal zum Inhalt: In diesem Justiz-Krimi geht es um unseren Hauptcharakter Nikolas, welcher eines Morgens in eine Bäckerei stürmt und um sich schießt. Ein Mensch stirbt, zwei weitere werden verletzt.
Wieso, Weshalb und Warum? Dies erfahren wir im Laufe der Geschichte…
Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen, es wurde detailliert beschrieben, weswegen man sich so fühlt, als wäre man Teil der Geschichte. Wir haben einen sehr schönen Einblick in die einzelnen Kulissen erhalten und auch einen ganz neuen Blick auf unsere Hauptstadt, dies erfolgte besonders aufgrund der genauen Ortsangaben, welche zu Beginn jedes Kapitels zu finden sind. Zu Beginn sorgten die geschilderten Situationen noch für Verwirrung, die beiden Autoren sind Meister der Illusion, sie haben mich oft an meine Vermutungen zweifeln lassen. Letztlich ist alles anders gekommen als gedacht. Trotz dieser falschen Fährte hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, zu wenig Informationen zu erhalten, um den Verlauf der Story folgen und verstehen zu können. Es wurde alles logisch aufgeschlüsselt. Toll fand ich auch, dass das Buch nur knappe 320 Seiten umfasst. Es war eine interessante, dennoch kurzweilige Geschichte, welche meiner Meinung nach für Anfänger dieses Genre sehr geeignet ist. Ein schöner Zusatz waren die Steckbriefe vorne im Buch. Die Reihe wird auf jeden Fall von mir weitergelesen und auch den Autoren Schwiecker werde ich mir merken.
DIESE REZENSION ENTHÄLT SPOILER! Inhalt Ein ganz normaler Sonntagmorgen in Berlin - Charlottenburg: Nikolas Nölting fährt mit seinem Fahrrad Brötchen holen. Für das Frühstück mit seiner kleinen Familie. Doch er wird nicht mehr nach Hause kommen, denn er wird in seiner Stammbäckerei amok laufen. Aber warum? Was trieb den Familienvater dazu? Er schweigt. Sein Verteidiger setzt alles daran, Licht ins Dunkel zu bringen.
Thema und Genre Ein Justiz - Krimi mit Blick in die Abgründe einer Großstadt wie Berlin.
Charaktere Die Charaktere sind zum größten Teil gut ausgearbeitet. Der Rechtsmediziner bleibt leider blass und im Hintergrund.
Handlung und Schreibstil Der Schreibstil ist leicht, die Kapitel sehr kurz. Oft auch nur eine oder eine halbe Seite lang. Nichtsdestotrotz zieht sich die Handlung schleppend voran. Was Klappentext und Marketing versprechen, wird kaum eingehalten. Die beiden Hauptfiguren sollen gemeinsam ermitteln. Davon merkt man im Buch leider nichts. Jarmer tritt lediglich in ein paar wenigen kurzen Sequenzen auf, was ihn sehr in den Hintergrund bringt. Von "gemeinsam" keine Spur. Ständige Abschweifungen ins verkorkste Privatleben der zweiten Hauptfigur - Strafverteidiger Eberhardt - machen das ganze zäh. Hier steht Tsokos drauf, aber drin fehlt er sehr.
Fazit Leider nicht das, was mir Klappentext und Marketing versprochen haben. Meine Erwartung war eine gänzlich andere. Daher gebe ich 3 🌟
Dieses Buch hab ich als Überraschungspost erhalten und mich tatsächlich riesig gefreut. Zumal ich bisher noch nichts von den Autoren gelesen habe und der Klappentext auch Hochspannung verspricht. Klappentext: »Die siebte Zeugin« ist der 1. Teil einer neuen Justiz-Krimi-Reihe aus Berlin mit Insider-Einblicken des ehemaligen Strafverteidigers Florian Schwiecker und des Rechtsmediziners und Bestseller-Autors Michael Tsokos. An einem Sonntagmorgen wie jeder andere auch verlässt der Verwaltungsbeamte Nikolas Nölting sein Haus in Berlin-Charlottenburg. Er winkt seiner kleinen Tochter zu, schwingt sich aufs Fahrrad und fährt zu einer Bäckerei. Dort schießt er plötzlich aus heiterem Himmel und ohne Vorwarnung um sich. Ein Mensch ist tot, zwei weitere verletzt – und Nikolas Nölting schweigt. Nöltings Anwalt Rocco Eberhardt steht vor einem Rätsel: Welches Motiv könnte der unauffällige Familienvater für eine solche Tat gehabt haben? Das Ganze erscheint völlig sinnlos – bis der Rechtsmediziner Dr. Justus Jarmer eine überraschende Entdeckung macht, die Rocco Eberhardt mitten in einen Sumpf aus Korruption, Geldwäsche und Clan-Kriminalität führt. Doch wer sich mit der Unterwelt von Berlin anlegt, bringt nicht nur sich selbst in größte Gefahr … Eigene Meinung: Von der ersten Seite an war es wirklich spannend, sodass man direkt weiterlesen wollte. Dabei habe ich mir die Frage gestellt, welche Beweggründe kann es haben, das ein Familienvater diese Tat begeht. Für mich gab es nur einen und dann landet der Leser mitten in einer Gerichtsverhandlung. Dabei bekam man, trotz der Schwere des Verbrechens, dass ja zu 100 % bewiesen ist, etwas Mitleid mit dem Täter, aber ich hatte ja auch, wie gesagt, meine Vorahnung. Dann landete ich allerdings in einen Wirrwarr aus Korruption, Mafia und persönlichen Problemen der Ermittler. Die Geschichte hatte einen Hänger und ich dachte schon, die Story verliert mich. Plötzlich ein kleiner Twist und ich war wieder drin. Kurze Kapitel und Perspektivwechsel machten es wieder spannend und es fiel mir zunehmend leichter, es wieder zu mögen. Dann kam der nächste Einbruch. Es war einfach ein auf und ab, was die Lust des Lesens anging. Der letzte Satz allerdings, dieses Falles, trieb die Neugierde auf den nächsten Fall, extremst in die Höhe. Was die Vorahnung anging. Ja, ich hatte Recht. Es war auch am naheliegendsten, - also nicht außergewöhnlich!
Fazit: Dieses Buch hatte Spannung, aber leider auch langweilige Momente. Hat zum einen neugierig gemacht und im nächsten Kapitel kaum noch interessiert. Also ein up & down, was das Lesevergnügen betrifft. Eins kann ich aber sagen... Der letzte Satz, teasert mich total auf den nächsten Fall. Das macht mich schon ein wenig verrückt.
Ein recht durchschnittliches Buch für zwischendrin. Die Story fand ich eher meh, die Charaktere waren sehr flach, aber vor allem durch die kurzen Kapitel lies sich dieses Buch schnell lesen und war dennoch unterhaltsam.
Dass es "Eberhardt & Jarmer ermitteln" genannt wird, finde ich aber super übertrieben, da mit Jarmer doch sehr aufgezwungen reingequetscht erschien, was wegen Tsokos schon Sinn macht, aber man hätte diesen Charakter in diesem Buch durchaus weglassen können. Mal sehen wie sich das in den weiteren Teilen verhält. Der nächste wurde gegen Ende ja super angeteasert.
Die siebte Zeugin ist ein ungewöhnlicher Thriller, der sich deutlich von anderen Krimis abhebt, die ich bislang gelesen habe. Besonders auffällig ist der Aufbau: Das Buch besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven und an verschiedenen Schauplätzen erzählt werden. Dieser Stil sorgt für ein rasantes Erzähltempo und macht die Geschichte extrem kurzweilig – man will das Buch kaum aus der Hand legen.
Inhaltlich überzeugt der Roman mit einem spannenden und zugleich verstörenden Fall. Man fiebert unweigerlich mit und fragt sich bis zum Schluss, warum der scheinbar unauffällige Familienvater Nölting eine so brutale Tat begangen haben soll – zumal alles dagegen spricht. Diese Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch.
Man merkt deutlich, dass Tsokos’ eigene Erfahrungen als Rechtsmediziner in die Geschichte eingeflossen sind. Die forensischen Details wirken authentisch und gut recherchiert, was dem Roman zusätzliche Tiefe verleiht. Auch das Zusammenspiel mit dem Co-Autor Florian Schwiecker, einem Juristen, scheint hervorragend zu funktionieren: Die rechtlichen Hintergründe sind fundiert, aber nie überladen.
Zwei kleine Kritikpunkte: Der ständige Perspektivwechsel, so dynamisch er auch ist, kann gelegentlich etwas verwirrend sein. Manche Figuren bleiben dadurch etwas blass, und es braucht ein wenig Konzentration, um den Überblick zu behalten.
Außerdem ist das sprachliche Niveau eher niedrig. Viele Formulierungen und Beschreibungen sind überladen und verwirren eher, als dass sie dienlich sind.
Trotzdem: Die siebte Zeugin ist eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die spannende Thriller mit einem realitätsnahen Hintergrund und einem unkonventionellen Erzählstil mögen.
Die Story an sich war in Ordnung, realistisch und faktisch korrekt gehalten. Leider hat das Buch aufgrund der Schreibweise nichts in mir ausgelöst. Das Einzige, was mich daran gehalten hat, war letztendlich die Neugier am Ende der Geschichte, aber manchmal musste ich mich echt zwingen, weiterzulesen. Wirklich interessant war die Perspektive eines Strafverteidigers, wie er seinen Beruf rechtfertigt und moralische Dilemmas angeht.
Tolle Story und gut ausgearbeitete Charaktere. Die Handlung könnte genau so passieren und das Schlusswort unseres Strafverteidigers war Hollywood verdächtig.
Man merkt halt wenn beide Autoren Ahnung von dem haben, was sie schreiben.
Ich freue mich schon auf Band 2.
Der Cliffhanger zu Band zwei war nämlich schon böse 😁
Ich habe das Buch in kürzester Zeit fertig gelesen und es hat mich in jedem Fall gefesselt. Jedoch hat bis zum Schluss die Faszination für den Fall gelöst und man hat nicht für den Angeklagten mitgefiebert. Ich habe mehr erwartet. Die juristischen Einblicke waren sehr interessant.