Es beginnt mit einer Verweigerung: »Die Würstchen der Wahrheit, die für uns gebraten werden, wollen wir nicht mehr essen«, so heißt es in der programmatischen »Rede zum Unmöglichen Theater« von Wolfram Lotz aus dem Jahr 2010. Seither hat der 1981 im Schwarzwald geborene Dramatiker ein üppiges Alternativbuffet aufgetischt. In seinen Monologen verteidigt sich etwa ein somalischer Diplom-Pirat vor dem Hamburger Landgericht, ein gewisser Thilo Sarrazin will den Anus als eigentliches Genital definieren und Mutter Lotz sorgt sich um ihren stotternden Wolfi. »Monologe« ist das erste Buch von Wolfram Lotz und gleichzeitig das erste einer neuen Reihe: Volte.