Die Ewigkeit kann lang sein, wenn man nicht mehr angebetet wird. Als vergessener, ägyptischer Totengott hat Mafed kein Problem mit dem Sterben, denn der Tod findet den ehemaligen Rechtsmediziner überall.
Als Mafed nach New York zurückkehrt, hat sich alles verändert – er, die Stadt und vor allem Detective Ian Barnell. Ein grausamer Serienmörder vergreift sich an jungen Frauen und raubt ihnen die Augen. Um ihn zu stoppen, muss das ungleiche Duo wieder zusammenarbeiten, doch Ian scheint dem Gott nicht mehr zu vertrauen. Mafed kämpft nicht nur mit seinen Gefühlen, einem ambitionierten Staatsanwalt und der Zeit, sondern auch mit Ängsten, von denen er nie zu träumen gewagt hat.
Jenny Wood lebt – seit sie 1985 geboren wurde – im schönen Ruhrgebiet. Ihr Heim teilt sie mit einem verrückten Schlagzeuger, zwei Katzen und jeder Menge Büchern. Seit dem sie ein Teenager war, schlägt ihr Herz für Fantasy-Literatur. Da nie ein Brief aus Hogwarts kam und Drachentöter auch nicht mehr gebraucht werden, entschied sie sich nach einer längeren Findungsphase für den öffentlichen Dienst. Die Arbeit mit Menschen bereitet ihr große Freude und die Literatur ist der perfekte Ausgleich zur harten Realität.
Was für eine Fortsetzung! Ich liebe alles an der Geschichte, die Idee, die vielen Gefühle und die Gespräche zwischen allen Protagonisten.
Eigentlich finde ich das Ende so wie es hier war perfekt. Alles soll bitte einfach so bleiben. Andererseits möchte ich auch mehr Geschichten von Mafed!
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich erst mit falscher Erwartungshaltung an "Totennacht" herangegangen bin. Aufgrund der Beschreibung bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen Krimi mit Fantasy- und eventuell Queer-Romance-Anteilen handelt. Tatsächlich handelt es sich aber eher um einen Queer-Romance-Fantasy-Roman mit vereinzelten Krimi-Versatzstücken.
Durch dieses Missverständnis habe ich mich anfangs ziemlich aufgeregt, denn es wird praktisch nicht ermittelt, sondern hauptsächlich das Gefühlsleben des Protagonisten Mafed sowie seine romantischen Gefühle für Ian - und all die Probleme, die sie bereiten - ausgebreitet. Der Kriminalfall ist also Nebensache und wenn man das weiß, kann man damit leben, dass die Ermittlungsarbeit nur am Rande stattfindet, diese dann mal eben für einen Entzug komplett eingestellt wird, ohne dass sich in der Zwischenzeit jemand darum kümmert, der Fall mehr oder weniger durch Zufall gelöst wird und so weiter und so fort.
Wichtig ist die Liebesgeschichte und die ist durchaus gelungen, auch wenn reichlich Klischees bedient werden. Aber ganz ehrlich: Wer angesichts der Tatsache, dass Mafed ein Gott ist, harten Realismus erwartet, sollte gar nicht erst zum Buch greifen. Es gibt die üblichen Missverständnisse, die vor allem daraus resultieren, dass niemand ordentlich kommuniziert. Es gibt ein paar Rückblenden, um ein paar tragische Momente einzuflechten (die aber nebenbei aufzeigen, wie hart es vor gar nicht mal allzu langer Zeit war, queer zu sein), es gibt ein paar nette Sexszenen und so weiter und so fort.
Das Ganze wird aber flüssig und unterhaltsam erzählt und auch wenn mir persönlich die Irrungen und Wirrungen teilweise zu viel waren und ich Mafed und Ian ab und zu gerne angeschrien hätte ob ihrer Unfähigkeit, einfach mal Klartext zu sprechen, wurde ich alles in allem doch gut unterhalten. Ich gehe mal davon aus, dass Fans von Queer-Romance-Fantasy-Romanen voll auf ihre Kosten kommen werden. Jenny Wood liefert letztlich, was ihrer Leser*innen - und nicht Verirrte wie ich 😅 - erwarten.
Abseits dessen hätte ich mir allerdings etwas mehr Detailfreude gewünscht: New York als Ort bleibt sehr blass, Beschreibungen kommen praktisch nicht vor, so dass ich mir wenig vorstellen konnte: das gilt für Mafeds Appartement genauso wie für alle anderen Orte und Menschen. So bleibt alles irgendwie nichtssagend. (Dass Jenny Wood durchaus ins Detail gehen kann, wenn sie will, zeigt sie bei den Sexszenen.)
Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich den Roman natürlich nicht zu lesen angefangen, denn ich stehe nicht auf Liebesromane. ABER: Ich sehe das positiv, denn ich habe nun meinen ersten Queer-Romance-Roman gelesen und ehrlich gesagt sehe ich die Zeit, die ich mit dem Roman verbracht habe, als Horizonterweiterung und nicht als Zeitverschwendung.
Fazit: Für Fans des Genres ist der Roman meiner Meinung nach absolut empfehlenswert. Jenny Wood schreibt gut, lediglich bei der Detailfreudigkeit hapert es meiner Meinung nach.
Toll fand ich die Content Notes am Anfang des Romans und speziell vor einem ziemlich heftigen Kapitel. Ich mag in der Hinsicht die Rücksichtnahme von Jenny Wood.
Und noch ein Hinweis: Ich konnte, obwohl ich die Vorgänger-Romane nicht kannte, den Geschehnissen gut folgen. Die Vorgänger zu kennen, ist aber sicherlich hilfreich.
Der Angesprochene drehte sich zu ihm um. Er versuchte sich immer noch an einem Lächeln. Es erreichte jedoch nicht seine Augen. »Schon gut, Jahi. Es ist okay. Das hier ist nicht meine erste Abfuhr. Lass uns einfach weitermachen wie früher … ja? …«
Aus „Totennacht: Mafed kehrt zurück – Kemet Band III“ von Jenny Wood
FAKTEN Das Buch „Totennacht: Mafed kehrt zurück – Kemet Band III“ von Jenny Wood ist ursprünglich im Art Skript Phantastik Verlag erschienen. Nach dessen Schließung kam es im September 2025 beim Second Chances Verlag erneut raus. Es handelt sich um den dritten Band der mehrteiligen Kemet-Reihe. Es ist als Taschenbuch, E-Book und Hörbuch erhältlich.
KURZMEINUNG Dieses Buch bricht einem das Herz, setzt es wieder zusammen und bricht es erneut. Mehrmals. Mystery Crime at ist best!
KLAPPENTEXT Die Ewigkeit kann lang sein, wenn man nicht mehr angebetet wird. Als vergessener, ägyptischer Totengott hat Mafed kein Problem mit dem Sterben, denn der Tod findet den ehemaligen Rechtsmediziner überall. Als Mafed nach New York zurückkehrt, hat sich alles verändert – er, die Stadt und vor allem Detective Ian Barnell. Ein grausamer Serienmörder vergreift sich an jungen Frauen und raubt ihnen die Augen. Um ihn zu stoppen, muss das ungleiche Duo wieder zusammenarbeiten, doch Ian scheint dem Gott nicht mehr zu vertrauen. Mafed kämpft nicht nur mit seinen Gefühlen, einem ambitionierten Staatsanwalt und der Zeit, sondern auch mit Ängsten, von denen er nie zu träumen gewagt hat.
SCHREIBSTIL & MEHR Jenny Wood hatte mich ja schon mit ihrer allerersten Kurzgeschichte aus diesem Universum. Ich bin nicht sicher, ob sie damals überhaupt schon wusste, was einmal daraus werden würde. Aber ich bin unsagbar froh, dass sie mit Melanie Vogltanz diesen Weg eingeschlagen hat! Obwohl inzwischen sehr viel geschehen ist, knüpft dieser Band an die Story vom ersten an. Natürlich nicht nahtlos, aber Ihr werdet sehen. Das ergibt ein Wechselbad der Gefühle sowohl für die Charaktere als auch für mich als Leserin. Harter Tobak, der aber so schmerzhaft schön ist, dass man das Buch nicht weglegen kann. Was Jenny Wood auch wirklich gut drauf hat, ist es, das Prickeln zu tragen, zu etwas Natürlichem zu machen und es als das zu präsentieren, was es immer sein sollte: etwas Schönem. Ich lese das eigentlich gar nicht gern, aber die Autorin schafft es, dass es sich einfach einfügt. Mit einem ausgeprägten Empathie-Empfinden ist es einfach sehr angenehm – und das ist gar nicht einfach bei mir! Insgesamt hält diese Reihe bisher sehr gekonnt den Spagat zwischen den einzelnen Protagonisten, den Nebencharakteren und den Handlungssträngen. Ich liebe die Dynamik dieser Reihe sehr und fühle mich darin irgendwie auch immer wohl und zu Hause. Und dabei ist da keineswegs immer alles eitel Sonnenschein. Aber irgendwie bekommen es die Autorinnen hin, dass man sich wohlfühlt.
FAZIT Überaus geniale Fortsetzung, die mich die Reihe noch ein kleines bisschen mehr lieben lässt!
So hätte sich Mafed die Rückkehr nach New York nicht vorgestellt. Klar, er hat bei seiner überstürzten Flucht viel verbrannte Erde hinterlassen, aber dass er so sehr auf Ablehnung stößt, hätte er im Traum nicht gedacht. Aber egal. Auf ihn wartet Arbeit, denn ein Serienmörder, der seinen Oüfern die Augen raubt, treibt in seiner Stadt sein Unwesen und Detective Ian Barnell und sein Team haben keinerlei Hinweise auf den Täter. Zu allem Überfluß lässt Ian nicht mit sich reden und die aufgestauten negativen Gefühle machen Mafed zu schaffen. Und dann ist da noch Seth, der durch Kanada reist und sich merkwürdig verhält. Egal wohin Mafed sich wendet, er ist kurz davor, in ein Wespennest zu stochern, doch Aufgeben liegt nicht in seiner Natur.
Ich hab mir den Roman extra für meinen Ägypten-Urlaub aufgehoben. Denn was könnte besser als Urlaubslektüre passen, als ein Urban-Fantasy-Krimi mit einem ägyptischen (Toten-)Gott in der Hauptrolle. Auch wenn die 567 Seiten zuerst ein bisschen abschreckend gewirkt haben, am Ende hätten es dann doch tatsächlich noch ein paar Seiten mehr sein können. Denn der Roman war mega spannend. Der Fall rätselhaft, wenn auch fast ein ganz klein wenig vorhersehbar und die Lovestory zwischen Mafed und Ian sehr emotional und herzzerreißend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte den Reader kaum aus der Hand legen. Auch wenn Seth für meinen Geschmack ein wenig zu kurz kam, in diesem Band. Aber ich freue mich darauf, bald seine Suche in “Trail to Heka” im Detail nachlesen zu können.
Als nächstes dürfen wir erstmal ein Weihnachtsfest durch die Augen der beiden Götter erleben und darauf freue ich mich schon sehr. Besonders auf den Chaosgott Seth, der bewußt und unbewußt alles in seinem Umfeld in ein Riesendurcheinander stürzt.
Einen guten Einstieg für diese Rezension zu finden, fällt mir gerade genauso schwer, wie zu entscheiden, wie mir das Buch tatsächlich gefällt. Es gibt Dinge, die gefallen mir und Dinge, die mich genervt haben.
Positiv finde ich Jenny Woods Schreibstil. Er fesselt mich und macht es mir leicht, „dranzubleiben“. Ich mag die Protagonisten sehr gerne. Von Anfang (der Reihe) an haben besonders Mafed, aber auch Ian und Seth einen Platz in meinem Leserherz eingenommen und ich möchte wissen, wie es ihnen in der Zukunft ergehen wird.
Nicht so gut gefallen hat mir, dass die Ermittlungen in dieser Geschichte nur eine Randnotiz waren und scheinbar problemlos für jede private Eventualität auf Eis gelegt werden konnten. Außerdem haben die Protagonisten einen nicht unerheblichen Teil ihrer Gespräche damit verbracht, aneinander vorbeizureden/ nicht das zu sagen, was sie gedacht haben. Mit den Götterkräften habe ich bereits im Vorgängerband etwas gehadert. Daran hat sich auch bei dieser Geschichte nichts geändert.
Klingt der letzte Absatz jetzt irgendwie ziemlich negativ? Ja, das kann ich nicht abstreiten. Will ich den nächsten Band trotzdem lesen? Ja, absolut. Weil ich die Jungs eben doch sehr liebgewonnen habe und neugierig bin, was die Zukunft für sie bereithält.
Diese Reihe hat einfach alles was mir gefällt, Mythologie, queere Romance, Humor, ein Serienmörder-Fall, den es zu lösen gibt. Es ist einfach die perfekt Mischung und richtig spannend. Der Fall bzw der Täter war zwar vorhersehbar, aber nicht das Motiv und das hat der Spannung nicht geschadet. Mafed kehrt nach Monaten zurück nach New York und vieles hat sich geändert, vor allem Ian Barnell, der nicht nur eine Abneigung gegen ihn entwickelt hat sondern auch ein Alkoholproblem. Mafed versucht die Beziehung zu Ian zu kitten und gleichzeitig bei der Lösung des Falls zu helfen. Es hat richtig Spaß gemacht und ich konnte das Buch kaum weglegen und ich war selten so hin und her gerissen, was die Lovestory des Protagonisten betrifft, ich liebe ihn mit Ian und shippe die zwei sehr, gleichzeitig ist da auch was mit Seth, bei dem ich nicht weiß, ob ich die beiden als Paar sehen mag oder als BFFs, als Familie. Seth spielt in diesem Band nur eine kleine Rolle, aber ich bin schon sehr gespannt, was der nächste Band bereit hält und was Seth erlebt und noch mehr freue ich mich auf die nächste gemeinsame Geschichte.
Mafed, Mediziner und Gott, ist zurück in New York, um dabei zu helfen, einen Serienmörder zur Strecke zu bringen. Die Zusammenarbeit mit Detective Ian Barnell gestaltet sich aber schwierig, denn ihre private Situation miteinander steht zwischen ihnen und Ian scheint es gar nicht gut verkraftet zu haben, dass Mafed einfach ohne Erklärung abgehauen war.
Dieses Buch zu bewerten ist für mich schwierig. Ich hatte spontan dir ganze Reihe gekauft, weil ich die Arbeit einer der beiden Autorinnen kannte und liebte. Ich wusste nicht, dass die andere Hälfte des Duos sehr spicy schreibt. Deswegen wird hier nur der reine Kriminalfall bewertet, der Rest war mir zu schlüpfrig.
Er widmete sich wieder dem Soldaten. »Wer von euch lässt sich ficken?« »Ich«, platzte es aus Mafed heraus. Mit durchgedrückten Schultern schob er sich zwischen die beiden Soldaten. »Ich lasse mich … ficken.«
danke für dieses buch hab lange nicht mehr so gelacht tbh also #freedrjillturner 😔
Autorin, die laut eigener Aussage Urban Fantasy mit Crime schreibt ohne Crime zu lesen versucht Yaoi Gooner Slop Copaganda™ als queeren Aktivismus zu verkaufen. Weiß man da genaueres?