Hannover 1979. Koffer packen, die Schule benachrichtigen – Thomas, 16 Jahre, macht sich buchstäblich bei Nacht und Nebel mit seiner Familie auf den Weg in die DDR. Der Grund für den hastigen Aufbruch ist nicht der todkranke Opa auf Usedom, wie Thomas' Vater behauptet. Der Vater ist ein "Kundschafter des Friedens", ein Spion der DDR, wurde enttarnt und muss sich nun in den Osten absetzen. So findet sich Thomas unvermittelt in einem falschen Leben in Ost-Berlin, an einer Schule mit Fahnenappell und Wehrkunde, von der Stasi bespitzelt. Alle Versuche der Familie, in den Westen zurückzukehren, misslingen. Thomas und seine Eltern landen im berüchtigten Stasi-Gefängnis Bautzen II …
Eine wahre Geschichte aus der Zeit des geteilten Deutschland, von Maja Nielsen packend erzählt.
Super interessante und schockierende, wahre Geschichte über eine Familie, die von ihrem Vater in die DDR entführt wird.
"Das falsche Leben" ist ein Jugendbuch, und wird sich deshalb für erwachsene Leser recht kurz anfühlen - Die Story ist auf 170 Seiten erzählt. Das kann ich dem Buch aber nicht anlasten, da ich halt nicht die Haupt-Zielgruppe bin.
Die Geschichte ist so spannend und dicht geschrieben, dass auch ich als Erwachsene mitgefiebert und Neues gelernt habe. Ich kann mir das Buch sehr gut als eine der seltenen Schullektüren vorstellen, bei denen LeserInnen jeden Alters etwas mitnehmen.
Ein echt gutes Buch mit erschreckender und wahrer Geschichte.
Ich habe viel über die DDR gelernt, was mir davor überhaupt nicht klar war und ich mir gar nicht vorstellen konnte. Wie zum Beispiel, dass die Familie einfach mit einem Audi rumfahren durfte, das es anscheinend keine Miete gab und weiteres.
Das Buch ist kurz und lässt sich recht schnell lesen. Die Kapitel sind gut gestaltet und ich empfehle es auf jeden Fall.
Das falsche Leben ist eine kurze Nacherzählung, welchen das zeitliche che Leben in der DDR und die Bedrohung durch die Stasi deutlich darstellt. Gleichzeitig bewirkt der leichte Schreibstil, dass alles verständlich ist ohne langweilig zu werden. Klare Empfehlung! Auch für den schulischen Kontext sicherlich zu gebrauchen.