Ein Mann auf der Flucht, eine Frau zwischen Zweifeln und Mut und ein Spätsommer, der alles verändert
Emmi führt einen Bioladen in München und kämpft ums finanzielle Überleben. Als sie einem obdachlosen Fremden Schutz bietet, weiß sie nur Paul hat nichts – außer einer silbernen Uhr und einem Blick, der mehr verbirgt als preisgibt. Doch als Emmi und Paul sich näherkommen, stößt sie gegen eine Wand aus Schweigen. Was ist in Pauls Vergangenheit geschehen, das ihn auf die Straße getrieben hat? Wovor fürchtet er sich so sehr, dass er vor ihrer Liebe zurückschreckt? Stück für Stück fügt Emmi die Puzzleteile zusammen und stößt auf einen Skandal schockierenden Ausmaßes.
„Spätsommerglühen“ ist ein bewegender Roman über Vertrauen, Zivilcourage und die Kraft, trotz aller Brüche neu anzufangen.
Nominiert für den Stuttgarter Buchpreis 2026 (Shortlist).
Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier eine Geschichte erzählt wird, die nicht nur von Liebe handelt, sondern auch von Mut, Vertrauen und davon, wirklich hinzusehen, besonders bei Menschen, die in unserer Gesellschaft oft übersehen werden. Der Roman verbindet eine Liebesgeschichte mit Themen wie sozialer Ungleichheit und Obdachlosigkeit und schafft dabei eine sehr warmherzige, menschliche Atmosphäre.
Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig das Thema Obdachlosigkeit verarbeitet ist. Die Geschichte zeigt nicht nur Pauls Situation, sondern auch Emmis Perspektive auf ein Leben am Limit. Sie führt einen kleinen Bioladen in München und kämpft selbst täglich ums finanzielle Überleben. Sie arbeitet viel, trägt Verantwortung und hält trotzdem an ihrem Glauben an das Gute fest.
Obwohl ihre Lebensumstände so unterschiedlich sind, begegnen sich Emmi und Paul emotional auf Augenhöhe. Ein großes Highlight waren für mich die zwei Perspektiven bzw. Handlungsstränge. Sie sind wirklich hervorragend ausgearbeitet und greifen nach und nach ineinander.
Ich hatte relativ früh eine Ahnung, wie alles zusammenhängen könnte. Aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Man merkt, wie bewusst die Autorin Spannung und Emotion miteinander verbindet. Selbst wenn man eine Entwicklung erahnt, bleibt die Geschichte fesselnd.
Das Buch erzählt von Menschen am Rand der Gesellschaft, von Mut zur Zivilcourage und davon, dass manchmal ein einziger Sommer genügt, um direkt mehrere Leben zu verändern.
Emmi und die Menschen um sie herum sind mir unglaublich nah gekommen. Ich habe mitgenommen, wieviel Menschlichkeit in einer kurzen Begegnung stecken kann und das entwickelte sich einfach so zu eine Herzenshighlight.
Krimi und Liebesroman in einem. Paul muss vor seinem Arbeitgeber fliehen und versteckt sich als Obdachloser in München. Dort lernt er Emmi kennen, die ihm hilft. Auch eine Reporterin gerät in die Problematik, da ein Unbekannter ihr Beweisunterlagen zukommen gelassen hat. Was diese Personen verbindet und wie sich ihre Leben verändert erzählt uns diese Geschichte. Spannend und fesselnd geschrieben hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Mehr Infos im Klappentext.