In Acacia Pines wird der Schüler Lucas entführt. Sheriff Cohen übernimmt den Fall und findet heraus, dass Lucas in die Fänge eines Serienmörders geraten ist. Eine erbittere Jagd auf den Täter beginnt in der Hoffnung, Lucas noch lebend zu finden. Doch nicht nur das treibt den Sheriff an, denn sein Leben ist in letzter Zeit völlig aus den Fugen Er ist pleite, geschieden und droht sein Haus zu verlieren. Die ausgeschriebene Belohnung dafür, den Serienkiller zu fassen, könnte all seine Probleme lösen. Doch ist er, der Sheriff, so verzweifelt, sich dafür außerhalb des Gesetzes zu bewegen?
Paul Cleave is an internationally bestselling author who is currently dividing his time between his home city of Christchurch, New Zealand, where all of his novels are set, and Europe, where none of his novels are set. His work has been translated into fifteen languages. He has won the Ngaio Marsh award for best crime novel in New Zealand, he won the Saint-Maur book festival's crime novel of the year in France, has been shortlisted for the Edgar Award and the Barry Award in the US, and shortlisted for the Ned Kelly award in Australia. When he's not writing, he spends his time swearing on a golf course, swearing on a tennis court, or trying to add to his list of 25 countries where he's thrown his Frisbee.
Worum geht’s? In Acacia Pines wird ein Schüler entführt. Sheriff Cohen kommt gerade rechtzeitig, um ihn zu retten, doch der Täter kann entkommen. Für sein Ergreifen wird eine hohe Belohnung ausgesetzt, eine Belohnung, die auch Sheriff Cohen gut gebrauchen könnte. Nur, dass er als Sheriff keine Belohnung annehmen darf.
Meine Meinung: Die Thriller von Paul Cleave versprechen immer Spannung pur. Spannung und kuriose Charaktere. Auch „Todeskälte“ hat jede Menge davon. Ich habe es als Hörbuch gehört und Carsten Wilhelm hat es geschafft, den Worten von Paul Cleave noch eine zusätzliche, atmosphärische Spannung zu verleihen, sodass ich komplett in die Welt von Acacia Pines abtauchen konnte.
Die Charaktere sind durch die Bank weg wieder gut gewählt und dargestellt. Wie wir es von Herrn Cleave kennen, ist nichts so, wie es anfangs scheint, aber doch ähnlich, wie in seinen anderen Büchern. Wir lesen meist aus der Ich-Perspektive von James Cohen, aber auch ab und an aus der Sicht von dritten Personen. Wirklich sympathisch ist mir niemand, aber ich glaube auch nicht, dass hier Sympathien erwünscht sind. Eher steht man allen Protagonisten vorsichtig und skeptisch gegenüber. Was den Spannungsfaktor noch erhöht.
Üblicherweise befinden wir uns in Christchurch, aber hier dürfen wir ein zweites Mal nach Acacia Pines. Ein kleiner Ort, bei dem man irgendwann das Gefühl hat, dass hier nur Psychos rumrennen. Wir erleben Mobbing, auch über das Internet, Korruption, Erpressung. Es geht um die typischen Gruppen an Schulen. Wir haben atmosphärische Schauplätze. Erfahren über die Angst vor Würmern. Und zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dem Täter so wirklich auf der Spur zu sein. Ok, wir wissen, wer der Täter ist, aber gibt es nur einen Täter? Die Verwicklungen, die hier aufgebaut werden, wie jeder jedes und alles beeinflusst, ist wirklich krass. Vor allem Sheriff Cohen hat mich total überrascht. Und Lukas. Und Nathan. Irgendwie wurde ich von allen überrascht – und nicht unbedingt positiv. Wir befinden und wirklich in einer Kleinstadt des Grauens, eine Stadt, die zum Glück, wenn ich es richtig gesehen habe, nur fiktiv ist. Um die ich ansonsten einen großen Bogen machen würde. Es ist von Anfang an spannend, verwirrend, psycho. Wir haben viele Wendungen und besonders am Ende einen Twist, den ich nicht hätte kommen sehen. Und eine tiefsitzende, psychotische Angst, ja Panik, die sich zuletzt bewahrheitet. Absolut gruselig, aber genial gruselig. Von mir eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung!
Fazit: In „Todeskälte“ nimmt uns Paul Cleave zum zweiten Mal mit nach Acacia Pines. Und Carsten Wilhelm, der das Hörbuch spricht, erhöht durch seinen Sprachstil die dunkle Atmosphäre der Szenen noch. Wir haben jede Menge seltsame Menschen, gruselige Szenen, horrormäßige Szenen. Es ist durchweg spannend und hat Wendungen ohne Ende. Protagonisten mit Eigenheiten, wie sie typisch für Cleave sind und die man mögen muss. Aber wenn man seinen Stil mag, dann ist man auch hier hin und weg.
5 Sterne von mir für das Buch und den Sprecher, der es perfekt in Szene gesetzt hat!