Ist Protein der Schlüssel zur Langlebigkeit und dauerhaftem Abnehmerfolg? Dr. Matthias Riedl, Deutschlands führender Ernährungsmediziner, lüftet das Geheimnis! In Gamechanger Protein erfahren Sie alles, was Sie jemals über Eiweiß wissen wollten – und noch viel mehr. Welche Proteinquellen verlängern Ihr Leben? Welche Kombinationen sind echte Kraftpakete? Dr. Riedl liefert wissenschaftlich fundierte Antworten auf die drängendsten Fragen und räumt mit Mythen auf. Aber das ist nicht alles: Mit einem umfassenden Rezeptteil zeigt er, wie Sie all diese Erkenntnisse mühelos in Ihren Alltag integrieren können. Machen Sie Protein zu Ihrer Geheimwaffe für Gesundheit und Wohlbefinden – Ihr Körper wird es Ihnen danken!
Eiweiß ist wichtig und mehr als ein Trend. Im Optimalfall solle jede Mahlzeit mindestens 20 Gramm Eiweiß enthalten, und zwar nicht hauptsächlich durch Fleisch, Proteinshakes und -Snacks, denn es reicht nicht, nur die Proteine zu zählen, man braucht schon mehr Abwechslung in den Proteinquellen, um verschiedene Aminosäuren aufzunehmen und dazu auch Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und gesunde Fettsäuren. Es wird ausführlich darüber informiert, wie viel Eiweiß man am Tag braucht und wie man seine Mahlzeiten gestalten sollte, um sich artgerecht zu ernähren und das Beste aus den Nährstoffen herauszuholen. Es wird über Mythen aufgeklärt und auch erklärt, wie insbesondere Proteine wichtig für die Gesundheit sind.
Ein bisschen Kritik: die Empfehlungen hier gehen weit über Proteine hinaus und es kommt viel zusammen, auch wenn der Autor selbst auch empfiehlt, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, mit seinem 20:80-Prinzip, wozu er auch ein Buch hat, "Abnehmen nach dem 20:80-Prinzip". Ich finde es auch schwierig, auf die nötigen Proteine zu kommen - nicht für mich persönlich, da ich mit geringem Körpergewicht auch insgesamt nicht so viel brauche, aber ich kann mir vorstellen, dass es für schwerere Menschen auch schwieriger ist. Ich hatte da das Gefühl, dass die Angaben im Buch nicht ganz zusammenpassen und dass es kleine Lücken in den Rechnungen gibt.
Nach den Tipps zur Ernährung geht es weiter mit den Rezepten. Sie passen auch zu dem, was der Autor im ersten Teil empfiehlt: Wenig Fleisch, viele verschiedene Proteinquellen und auch abwechslungsreiche Zutaten. Ich habe nur die Proteinquellen in jedem Rezept verglichen und hatte nicht das Gefühl, dass bestimmte Zutaten bevorzugt werden. Verschiedene Hülsenfrüchte und Nüsse, unterschiedliche Milchprodukte, etwas Tofu, Fleisch, Fisch und Ei. Außerdem viel Gemüse, allerdings eben nicht hauptsächlich wegen der enthaltenen Proteine, sondern auch für Vitamine und Co.
Dabei ist fast die Hälfte der Rezepte vegetarisch, knapp ein Drittel vegan - wenn ich nichts übersehen habe, enthalten nur zwölf Rezepte Fleisch oder Fisch. Außerdem sind auch die meisten Rezepte als glutenfrei gekennzeichnet und viele sind laktosefrei. Ich fand es ganz gut, dass die Rezepte in der Regel für zwei Personen vorgesehen sind, denn so musste ich auch nicht viel umrechnen. Neben der Angabe, wie viel Gramm Protein es pro Portion sind, sind auch Kalorien, Fett und Kohlenhydrate angegeben.
Ich habe natürlich auch ein paar Rezepte ausprobiert, weil ich finde, dass es bei Kochbüchern dazugehört: Die Fitness-Pancakes mit Beeren-Mix fand ich eigentlich lecker, besonders das Aroma der Zitronenzesten fand ich angenehm, allerdings hatte ich das Problem, dass der Teig in der Mitte immer ein wenig roh blieb. Bei den Reispapier-Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung und Dip habe ich zum ersten Mal Nusstofu benutzt und war ganz zufrieden mit dem Geschmack, die Zubereitung war insgesamt auch sehr schnell und einfach, sogar schneller als die angegebenen 40 Minuten. Beim Dip hätte ich vielleicht nicht den gesamten Saft der Limette benutzen sollen, denn der war mir ein bisschen zu sauer. Und zuletzt den Hackfleischauflauf mit Kohlrabi und Paprika: Ebenfalls leicht zuzubereiten und geschmacklich top. Das werde ich auf jeden Fall wieder kochen.
Fazit Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es ist sachlich und informativ, bietet viele hilfreiche Tipps, auch wenn ich ebenso wie der Autor einsehe, dass ich nicht alles sofort umsetzen kann. Die Rezepte finde ich vielversprechend, auch wenn ich als Picky-Eater doch einiges aussortiert habe, und die ausprobierten Gerichte waren auch einfach und mit wenig Aufwand zuzubereiten. Ich würde das Buch weiterempfehlen!
Man hat ja regelmäßig jemanden im Bekanntenkreis, der berichtet, kürzlich seine Ernährung komplett umgestellt zu haben. Und wenn man dann fragt, inwiefern die Umstellung erfolgt ist, kommen allzu oft die Proteine ins Gespräch. Meistens kann der oder die Befragte dann aber nicht wirklich mehr darüber berichten, als dass ausreichend Eiweiß super wichtig für den Körper wäre. Schönen Dank, danach ist man auch nicht schlauer. Also musste für mich dieses Buch her, um mehr über die Proteine her, um wirklich mal zu verstehen, was es damit auf sich hat. Und ja, ich kann sagen, dass ich es jetzt verstanden habe. Denn GU und Autor Matthias Riedl beleuchten wirklich jeden Blickwinkel auf dieses Thema. Im Hintergrundwissen erfährt man, was Proteine nochmal genau sind, wofür sie wichtig sind und wie das im Körper zusammenhängt. Anschließend gibt es Infos dazu, wie viel Eiweiß man am Tag braucht und wovon die richtige Menge abhängt. Es gibt Hinweise, wo man Proteine herbekommt, in welchen Nahrungsmitteln sie enthalten sind und dass sie sowohl tierisch als auch pflanzlich sein können. Und wenn man dann denkt, man wüsste jetzt alles, dann kommt ein riesiger Part zu Rezepten. Denn hier wird wirklich jeder fündig, der mehr Proteine essen möchte. Zu nahezu jeder Mahlzeit gibt es Rezeptideen, die von herzhaft bis süß reichen. Sie sind kreativ, aber auch einfach zu machen und es wirkt schon auf den ersten Blick so, als wäre es gar nicht so schwer, mehr Proteine in die Ernährung zu integrieren. Noch dazu sprechen die Rezepte mit ihren appetitlichen Bildern sehr an. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese gelungene Mischung aus Wissen und Rezepten!
Ein weiteres Buch von Matthias Riedl, das ich gelesen habe! Dieses Mal geht’s um Proteine – im Theorieteil erklärt er, wofür Eiweiß gebraucht wird, wie viel man davon braucht und welche Lebensmittel dafür infrage kommen. Alles recht kompakt und verständlich. Die Interviews zwischendurch hätte ich persönlich nicht gebraucht, die haben mich eher rausgebracht.
Im Rezeptteil gibt’s dann 60 Gerichte, die alle mindestens 20 g Eiweiß liefern. Einige Rezepte fand ich ziemlich ausgefallen, andere waren schön alltagstauglich. Ein paar Ideen waren echt neu für mich – zum Beispiel Erbsen-Vollkorn-Waffeln mit Kräuterquark, Quark-Grieß-Taler mit Melonen-Mango-Salat oder Reispapier-Pfannkuchen mit Rotkohlfüllung und Dip. Auch die türkischen Teigtaschen mit Joghurtsauce klangen interessant. Insgesamt also definitiv Inspiration dabei, wenn man sich proteinreicher ernähren will.
Aber: An die Medical Cuisine-Reihe mit Johann Lafer kommt das Ganze für mich nicht ran – weder vom Anspruch her noch vom Look oder Geschmack der Rezepte. Deshalb gibt’s von mir 4 von 5 Sternen.