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Eden: Das Sterben beginnt

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Wenn das Sterben beginnt – der neue rasante Thriller von SPIEGEL-Bestsellerautor Marc Elsberg

Frühjarhr: In der Karibik attackiert ein Riesenkalmar vor den Augen entsetzter Touristen einen Walhai. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Im Amazonas verdorrt der Boden. Lokale Einzelphänomene der Natur – so scheint es. Doch weltweit beginnt etwas zu kippen …Als das neue KI-Programm des IT-Experten Piero Manzano Alarm schlägt, ist die Prognose Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Gemeinsam mit dem reichweitenstarken Influencer Linus Strand und der jungen Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich – und sie alle damit zur Zielscheibe. Mächtige Gegenspieler tun alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während sich am Horizont ein Sturm zusammenbraut …Lesen Sie auch die anderen brisanten Thriller von Marc Elsberg wie BLACKOUT und CELSIUS.

769 pages, Kindle Edition

First published February 25, 2026

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Marc Elsberg

16 books704 followers
Marc Elsberg is the pseudonym of Marcus Rafelsberger.

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1 star
2 (1%)
Displaying 1 - 30 of 34 reviews
29 reviews
February 21, 2026
Ich habe „Eden“ gelesen, bevor es offiziell erschienen ist – eher zufällig, weil es bereits im Lieferstapel meiner Buchhandlung lag. Und wie bei Marc Elsberg üblich, wurde aus „kurz reinlesen“ ein kompletter Lesemarathon: über 700 Seiten in weniger als 24 Stunden.

Mit Piero Manzano kehrt die Hauptfigur aus Blackout zurück. Diesmal geht es nicht um Stromnetze, sondern um etwas noch Grundsätzlicheres: die unüberschaubare Komplexität unserer modernen Welt.

Was „Eden“ so eindrucksvoll macht, ist die Erkenntnis, wie eng technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Systeme miteinander verwoben sind – und wie schnell dieses Gleichgewicht kippen kann, wenn ein scheinbar kleiner Teil gestört wird.

Elsberg zeigt keine unrealistische Zukunft, sondern macht sichtbar, wie fragil die Systeme sind, auf die wir uns jeden Tag verlassen. Gerade diese Plausibilität erzeugt eine konstante, unterschwellige Spannung.

Im Vergleich zu Blackout fühlt sich die Bedrohung nicht weniger real an, sondern weiter entfernt. Vielleicht gerade deshalb wirkt sie so beunruhigend. Denn es entsteht das Gefühl, dass wir uns in stabilen Systemen bewegen – bis man erkennt, wie empfindlich ihre Gleichgewichte tatsächlich sind.

Elsbergs größte Stärke ist nicht, Katastrophen zu erfinden, sondern sichtbar zu machen, wie nah wir ihnen bereits sind.

Fazit:
„Eden“ ist ein typischer Elsberg: hochspannend, intelligent und beunruhigend plausibel. Vor allem aber ist es ein Buch, das bewusst macht, wie sehr unsere scheinbar stabile Welt von empfindlichen Gleichgewichten abhängt.
Profile Image for Buchbesprechung.
223 reviews23 followers
February 25, 2026
REZENSION – Vor fast 15 Jahren schilderte der österreichische Schriftsteller Marc Elsberg (59) in seinem internationalen Bestseller „Blackout. Morgen ist es zu spät“ die verheerenden Folgen eines europaweiten Stromausfalls. Ausgangspunkt des Thrillers war die Warnung des italienischen Informatikers Piero Manzano vor einem gefährlichen Hacker-Angriff. Auch in seinem neuen, im Februar beim Verlag Blanvalet veröffentlichten Wissenschaftsthriller „Eden. Wenn das Sterben beginnt“ ist es wieder Piero Manzano als Entwickler einer hoch entwickelten Künstlichen Intelligenz (KI), der aufgrund der Auswertung weltweit verfügbarer Daten und daraus sich ergebender Prognosen vor schwersten Umweltschäden warnt, die sich zu einer globalen Katastrophe mit unabsehbaren Folgen entwickeln können.
Schon das für einen Roman ungewöhnliche Titelbild, auf dem der nur schwach erkennbare Titel „Eden“ mit einem dicken giftgelben X unkenntlich gemacht ist, macht deutlich, dass es den paradiesischen Garten Eden nicht mehr gibt und das Sterben unserer Umwelt mit der Überbevölkerung unseres Planeten, spätestens aber mit Beginn des Industrie-Zeitalters und der auf Niedrigpreis ausgerichteten Massenproduktion begann.
Der Roman beginnt zunächst harmlos mit den auf seinem Social-Media-Kanal vom 23-jährigen Influencer Linus Strand aus der Karibik geteilten schönen Urlaubsbildern von Sommer, Sonne, Strand und Meer. Doch beim Ausflug eines Touristenboots zum Tauchen, geleitet von der gleichaltrigen Meeresbiologin Sarah Keller, attackiert plötzlich ein Riesenkalmar vor den Augen der Taucher einen Walhai. Keller folgert, dass dem in der Tiefsee lebenden Kalmar nach dem Sterben des Planktons die Nahrungsquelle versiegt ist, weshalb er zur Nahrungssuche an die Meeresoberfläche kommen musste. Nur wenig später treiben tote Fischschwärme in der Bucht von Triest, das Meer ist abgestorben und stinkt, die Fischerei und der Tourismus kommen zum Erliegen. Am Amazonas verdorrt der Boden, es kommt zu einer Soja-Missernte, was sich wiederum auch auf die deutsche Landwirtschaft auswirkt, da Soja als Kraftfutter gebraucht wird. Was Verantwortliche noch als Einzelphänomene abtun, deutet die KI des IT-Experten Manzano anders: Binnen weniger Monate droht eine weltweite Krise, da die scheinbaren „Einzelphänomene“ in einem globalen Domino-Effekt summiert zu einer weltumspannenden Gefahr für die Menschheit werden. Doch die Warnung wird aus verschiedensten Gründen – je nach Interessenlage (Politiker, Wirtschaftsvertreter, Kapitalgeber, Börsenspekukanten) – nicht berücksichtigt. Im Gegenteil: Piero Manzano, Sarah Keller und der beide inzwischen unterstützende Influencer Linus Strand werden selbst zur Zielscheibe mächtiger, weltweit operierender Profiteure, die sich in ihren Geschäften gestört fühlen.
Elsberg verbindet in seinem Thriller eine für Laien kaum überschaubare Zahl wissenschaftlicher Fakten mit realistischen Handlungselementen zu einem in seiner Deutlichkeit beeindruckenden und beängstigenden Umweltdrama. Die Kompaktheit aller mehr oder weniger gleichzeitig auftretenden Katastrophen, deren Zahl im Laufe der Handlung in schneller Folge noch zunimmt, mögen manche Leser vielleicht als unrealistisch kritisieren, doch gerade dieses Zeitraffer-Tempo macht „Eden“ zu einem packenden Thriller, der die Gefahren menschlicher Umweltschädigung in ihren globalen Wechselwirkungen erst richtig erkennbar werden lässt.
Doch der Autor vereinigt in seinem spannenden, dialogreichen und drehbuchreifen Handlungsrahmen aus Umweltproblemen und daraus folgenden Wirtschaftskrisen nicht nur die Gefahren und verdeutlicht deren Ursachen. Er zeigt uns auch die Schwierigkeit der Problemlösung. Denn nur weltweites Umdenken und globale Gegenmaßnahmen können uns letztlich schützen. Doch der politische Wille dazu ist nicht gegeben, sind sich Experten im Roman einig: „Die globale Koordination ist der Knackpunkt. Wer übernimmt die Führung?“ … „Die UN ist zu langsam. Die G20 zu zerstritten. Die EU zu bürokratisch. Die USA erst mal sowieso raus – und viele andere nehmen das zum Anlass, ebenfalls ihre Lebensgrundlagen zu zerstören.“ Während die Politik zögert, wächst die Gefahr des globalen Umwelt- und Klimawandels, wie uns Marc Elsberg in dramatischen Bildern vor Augen führt.
Dank der extrem kurzen, tempo- und aktionsreichen Kapitel sowie schnellen Szenenwechsel rund über den Erdball mag man mit dem Lesen des Romans „Eden“ gar nicht aufhören, woran auch die Länge von 770 Seiten nicht hindert. Aber eines ist sicher: Wer diesen Thriller gelesen hat, mag keine Lachsbrötchen mehr.
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,268 reviews
March 10, 2026
Darum geht’s:

Der Influencer Linus Strand erlebt bei einem Tauchgang in der Karibik ungewöhnliches Verhalten von Tiefseetieren. Piero Manzanos Prognoseprogramm Vysyon errechnet aus unzähligen öffentlich zugänglichen Daten, dass die Welt bald vor einem globalen Versagen vieler Systeme stehen könnte. Großinvestor Viktor Brennar lockt ihn mit viel Geld, seine Prognosen mit ihm zu teilen. Und der Countdown beginnt mit “noch 159 Tage”.

Meine Meinung dazu gibt’s hier
Profile Image for Nadine Schrott.
704 reviews71 followers
March 22, 2026
Ein zutiefst beunruhigender Wissenschafts Thriller....Elsberg erstellt ein erschreckendes Szenario, in dem die Erde und ihre Bevölkerung durch den Klimawandel an den Rande ihrer Existenz gebracht wird...

Eigentlich wirkt der Roman wie eine Fortsetzung des Bestsellers "Blackout"...selbst Charaktere wie Pietro tauchen wieder auf....was für mich aber eher eine Bereicherung war...!


Linus ist Influencer....und eigentlich ein recht entspannter Zeitgenosse....doch als er auf einem Tauchgang auf Anomalien trifft, beginnt für ihn und seine Freundin Sarah ein Kampf um die Wahrheit....und das Überleben...

Absolut lesenswert!
Profile Image for Rebecca.
240 reviews2 followers
April 10, 2026
Also, erstmal ist mir während des Lesens es immer wieder eiskalt den Rücken hinuntergelaufen. Die Geschichte ist so geschrieben, dass ich dachte, der Autor hätte sie am Vortag geschrieben, in Echtzeit.

Dazu spielt vieles in Berlin oder im Umland, die Analogie zwischen dem „Phönix“ Standort und der Tesla Fabrik in Grünheide ist schon frappierend. Und alles was in dem Buch passiert hat mir einfach extrem Angst gemacht, weil alles so real ist und alles auch sehr realistisch und nachvollziehbar ist.

Die Aktionen von Linus finde ich gut, besonders die Idee mit dem Hippo, bezweifle aber, dass jemand innerhalb von Stunden von einem Influencer zu einem Sinnfluencer wird.

Das Ende ist absolut nachvollziehbar und wird, wohl oder über, auch genauso eintreten.

Hut ab, zu all den Infos, Insider-Wissen und Szenarien, ich habe definitiv viel dazu gelernt.

Ich finde dass das Buch eine Pflichtlektüre sein müsste, weil ich bezweifle das sie Mehrheiten der Menschen die Komplexität des Ökosytems und die Komplexität der Lobbyisten und Geldmachern, nur annähernd klar ist.

5 von 5 Sterne
55 reviews2 followers
April 2, 2026
4-4.5/5 - Für mich ein wirklich gutes Buch, spannend, aufgrund der Thematik und der wirklich guten und realistisch Darstellung auch sehr bedrückend. Die Beschreibungen wirken wirklich so, wie es in Wirklichkeit passieren könnte und leider denkt man sich als Leser auch, dass genau die realistischen Reaktionen der Menschen beschrieben werden. Allgemein wirken die Charaktere alle realistisch, einige sehr liebenswert, andere nicht. In der Mitte des Buchs fällt die Spannung etwas, ist für mich aufgrund des Themas aber realistisch. Mich hat tatsächlich eher das schwache Ende mit einigen offenen Fragen etwas enttäuscht zurückgelassen, sodass ich daher nur 4/5 geben möchte, Tendenz durchaus in Richtung 4.5 🙂
Profile Image for Nico.
508 reviews46 followers
March 19, 2026
Marc Elsberg hat sich längst als literarischer Katastrophenarchitekt etabliert, als jemand, der mit Zahlen, Szenarien und systemischen Kettenreaktionen mehr Spannung erzeugt als andere mit Leichenbergen. Auch in "Eden: Das Sterben beginnt" verfolgt er diese bewährte Methode, diesmal allerdings mit einem deutlich düstereren Unterton. Was hier zerbricht, ist nicht nur Infrastruktur, sondern die Illusion, man könne ökologische Krisen weiterhin als isolierte Störungen behandeln.

Der Roman entfaltet seine Wirkung vor allem dort, wo er die globalen Verflechtungen sichtbar macht. Elsberg denkt nicht in Ereignissen, sondern in Abhängigkeiten: das sterbende Plankton, die hungernden Tiefseebewohner, kollabierende Fischbestände, verdorrende Böden am Amazonas und schließlich wirtschaftliche Schockwellen bis nach Europa. Diese Ketten sind klug konstruiert und erschreckend plausibel. Besonders die Einbindung realer Stoffströme - etwa die fatale Abhängigkeit europäischer Landwirtschaft von südamerikanischem Soja - verleiht dem Szenario jene unangenehme Nähe zur Wirklichkeit, die gute Thriller von bloßer Spekulation trennt. Man spürt: Hier schreibt keiner aus dem Bauch, sondern aus dem Recherchearchiv.

Doch Elsberg ist ein Autor, der selten Maß hält. "Eden" will alles zugleich sein: Umweltstudie, Politthriller, Mediensatire und Actionroman. Das Ergebnis ist ein permanenter Szenenwechsel, der weniger Dynamik als vielmehr Unruhe erzeugt. Kaum hat man sich in eine Situation eingedacht, wird man schon weitergereicht zum nächsten Krisenherd. Dieses narrative Stakkato verhindert, dass sich Spannung wirklich aufbauen kann – es ist, als würde man einen Film sehen, der im Sekundentakt den Kanal wechselt. Gerade die extrem kurzen Kapitel verstärken diesen Effekt bis zur Erschöpfung.

Hinzu kommt ein Figurenensemble, das funktional bleibt, wo es eigentlich berühren müsste. Der Influencer, der vom eitlen Selbstdarsteller zum geläuterten Aktivisten mutiert, wirkt weniger wie eine Entwicklung als wie ein dramaturgischer Schalter. Auch andere Figuren sind eher Träger von Positionen als von Persönlichkeit. Sie diskutieren, erklären, warne, aber selten leben sie. Selbst die Konflikte zwischen Politik und Wirtschaft geraten stellenweise zur Karikatur, als hätte man die Gegenspieler vorsorglich mit dem Etikett "überzeichnet" versehen.

Am problematischsten ist jedoch die Verdichtung der Katastrophen. Elsberg beschleunigt seine Apokalypse so stark, dass sie ihre eigene Glaubwürdigkeit untergräbt. Was als analytisch durchdachtes Szenario beginnt, kippt zunehmend ins Spektakelhafte. Explosionen ersetzen Einsichten, Eskalation ersetzt Entwicklung. Man ahnt, dass hier nicht nur ein Roman, sondern bereits ein Drehbuch im Hinterkopf mitläuft.

Besonders unerquicklich wird das Ganze in der Hörbuchfassung. Dass der Stoff ohnehin zur Überfrachtung neigt, macht jede Kürzung riskant – und genau das bestätigt sich hier. Rund eine Stunde Material fehlt, und man merkt es. Übergänge wirken noch abrupter, Entwicklungen noch sprunghafter, als sie es ohnehin schon sind. Es bleibt unverständlich, warum deutsche Verlage weiterhin gekürzte Hörbücher veröffentlichen, gerade bei einem Autor, dessen Wirkung so stark von der Detaildichte abhängt. Immerhin: Dietmar Wunder verleiht dem Text mit seiner präzisen, kontrollierten Stimme eine Gravitas, die das narrative Chaos zumindest akustisch zusammenhält.

So bleibt „Eden“ ein zwiespältiges Lese- beziehungsweise Hörerlebnis. Ein Thriller, der mit beeindruckendem Wissen und relevanten Fragen operiert, sich aber in seiner eigenen Ambition verheddert. Elsberg zeigt eindrucksvoll, wie fragil unsere globalen Systeme sind, verliert dabei jedoch das erzählerische Gleichgewicht. Man liest - oder hört - gebannt, aber selten wirklich ergriffen.

Am Ende steht ein Buch, das mehr alarmiert als überzeugt: klug im Ansatz, überladen in der Ausführung, spannend, aber zu sprunghaft, um nachhaltig zu wirken. Drei von fünf Sternen.
Profile Image for Nik.
29 reviews
March 4, 2026
In seinem neuen Katastrophenroman schildert Elsberg die Probleme unserer Zeit. Primär geht es um den aufgrund multipler Krisen zutiefst vernachlässigten Klimawandel auf den im Buch verheerende Umweltkatastrophen folgen und man sich anfangs denkt „Der Schwarm“ lässt grüßen. Darüber hinaus werden auch Themen und Risiken wie KI und über soziale Medien gestreute Fake News und Verschwörungstheorien behandelt. Vor allem die Naivität der Bevölkerung ist dabei kaum zu ertragen, wenngleich sie leider der Realität nahekommt und ein düsteres Bild einer möglichen Zukunft zeichnet. Soweit so gut!

Dennoch gab es auch vieles, das mich störte: Zu Beginn des Buches wirkt Influencer Lines mit seinem Macho-Gehabe völlig übertrieben, ehe er eine 180-Grad-Wende vollzieht und zum Umweltaktivisten wird. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, folgt eine völlig Vorhersehbare und dennoch absurde Romanze mit der Meeresbiologin, die Lines zu Beginn verabscheut.
Unwirklich wirkt auch der ständig öffentlich ausgetragene Schlagabtausch zwischen Umwelt- und Wirtschaftsminister*in. In der Realität würde das wohl keine Regierungskoalition verkraften. Und auch die Börsenhaie wirken einfach irgendwie übertrieben böse. Insgesamt reicht das Buch bei weitem nicht an Vorgänger und Steckenpferd des Autors „Blackout“ heran!
Profile Image for Mathii.
4 reviews
March 6, 2026
gut und schnell zu lesen, trotz 700 Seiten.
Mir hat am Ende ein großes "Finale" gefehlt, durch die vielen verschiedenen Geschichten und POVs ist es manchmal schwierig hinterherzukommen.
Alles in allem aber ein sehr spannendes Buch mit aktuell sehr wichtigen Themen.
Profile Image for Azyria Sun.
652 reviews4 followers
March 15, 2026
Don’t feed the HIPPO+

Worum geht’s?
Piero Manzano hat ein KI-Programm entwickelt, das Katastrophen vorhersagt – mit einer erstaunlichen Genauigkeit. Und die Meldungen werden immer extremer, kommen immer schneller. Doch keiner will ihm zuhören. Bis der Influencer Linus Strand ein kleines Hippo entwickelt, das den Leuten die Augen öffnet.

Meine Meinung:
Die Bücher von Marc Elsberg konnten mich schon immer begeistern. Aber „EDEN – Wenn das Sterben beginnt“ toppt tatsächlich noch einmal alles! Dieser Thriller ist rasant, brisant, schreibt sich tief unter die Haut und bleibt im Gedächtnis hängen. Ein Buch, das sich anfühlt wie eine Warnsirene. Laut, unüberhörbar, erschreckend real. Auch hier lesen wir wieder aus verschiedenen Perspektiven, erleben kurze Kapitel, die das Tempo immer weiter anziehen, und einen Countdown, bei dem wir lange nicht wissen, wohin er führt.

Protagonisten sind es ziemlich viele, daher nur kurz die wichtigsten. Wir haben Piero und seine KI Vysyon, ihn kennen wir bereits aus Blackout, sowie seine Lebensgefährtin Sonja. Deren Neffe ist Linus Strand, der Influencer, der mich wirklich beeindruckt hat. Er und die Meeresbiologin Sarah waren meine Lieblinge in dem Buch – genauso wie Sarahs Oma Irmgard, die eine herrlich spitze Zunge hat. Daneben erleben wir die Perspektive der Politik, etwa durch Umweltministerin Karla. Wir sehen die Auswirkungen auf Betroffene, zum Beispiel Bauer Hans und seine Familie. Und wir begleiten den – nennen wir ihn ruhig so – Risikoinvestor Viktor und seine Crew. Und irgendwo mittendrin: ein kleines Hippo mit Melonenhelm.

Ja, es sind viele Figuren. Aber erstaunlicherweise hatte ich sie sehr schnell alle auf dem Schirm. Und sie sind notwendig, denn nur so lassen sich die vielen Ebenen einer globalen Katastrophe wirklich begreifen. Wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Entscheidungen, wirtschaftliche Interessen und die brutale Realität für ganz normale Menschen greifen ineinander wie Zahnräder in einer Maschine, die langsam außer Kontrolle gerät. Und Marc Elsberg gelingt dabei etwas, das nur wenige Autoren schaffen: Die wissenschaftlichen Hintergründe sind komplex, bleiben aber jederzeit verständlich. Gleichzeitig werden die Folgen direkt in der Umwelt sichtbar, wodurch alles noch greifbarer und bedrückender wirkt.

Und dann sind da die Szenen, die einen wirklich schlucken lassen. Momente, die so düster sind, dass sie sich einbrennen. Umweltaktivisten, politische Machtspiele, wirtschaftliche Interessen – all das wird miteinander verwoben und erzeugt ein erschreckend realistisches Gesamtbild. Das Ganze wirkt extrem intensiv recherchiert. Fakt und Fiktion verschwimmen zu einer Zukunftsvision, die leider nicht wie ferne Science Fiction wirkt, sondern wie ein mögliches Morgen.

Eine Szene hat sich mir besonders eingebrannt: Ein kleiner Junge wünscht sich Milch für sein Müsli. Doch seine Mutter kann sie nicht kaufen. Lebensmittel sind unbezahlbar geworden. Eine simple, alltägliche Situation – und gerade deshalb so erschütternd.

Dieses Buch hat mich komplett gepackt. Es hat mich mitgerissen, aufgewühlt und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht. Was machen wir falsch? Was können wir ändern? Was müssen wir ändern, damit unsere Kinder eine Zukunft haben, in der sie nicht mit Angst leben müssen? Für mich ist dieses Buch aktuell mein persönliches Jahreshighlight. Ich muss es immer noch sacken lassen. Und ich weiß jetzt schon, dass ich es noch einmal lesen werde, um wirklich alle Details zu erfassen. Es ist krass. Es ist beängstigend. Absolut dystopisch – und gleichzeitig erschreckend real. Eine Zukunft, die vielleicht gar nicht so weit entfernt ist, wie wir gern glauben. Deshalb nur noch eins: Lest. Dieses. Buch.

Fazit:
Mit „EDEN – Wenn das Sterben beginnt“ hat Marc Elsberg einen Thriller geschrieben, der weit über reine Spannung hinausgeht. Der Roman verbindet wissenschaftliche Präzision, politische Brisanz und menschliche Schicksale zu einem Szenario, das erschreckend real wirkt. Die vielen Perspektiven, das hohe Tempo und die perfekt recherchierten Hintergründe machen das Buch zu einem intensiven Leseerlebnis. Gleichzeitig stellt Elsberg unbequeme Fragen über unsere Zukunft und unseren Umgang mit der Umwelt. Ein Thriller, der fesselt, erschüttert und noch lange im Kopf bleibt.

5 Sterne – absolutes Highlight!!!
Profile Image for Lena.
107 reviews1 follower
March 15, 2026
Ich bin zwiegespalten, wie ich das Buch bewerten soll. Thematisch sind es 5/5 Sternen, allerdings bin ich bis zum Schluss mit dem Schreibstil nicht warm geworden. Durch die zum Großteil sehr kurzen Kapitel (meist nur 1-2 Seiten) kommt man beim Lesen schnell weiter und die über 700 Seiten fühlen sich weniger an (umwelttechnisch sicher auch eine interessante Frage, wie viel Papier man hätte sparen können, wenn nicht so viele Seiten mit nur 3-4 Zeilen „gefüllt“ wären).

Die Erde steuert auf eine Katastrophe zu – viele verschiedene ökologische Krisen summieren sich und sich kaum noch zu stoppen. Wir erfahren die Geschichte aus zahlreichen Perspektiven: Polotiker:innen, Investor:innen, Bäuer:innen, Biolog:innen, Journalist:innen, und mittendrin ein schwedischer Influencer, der sich vom sorglosen Surferboy zum „Ökoterroristen“ mausert.
Die KI „Vysyon“ trifft zwar sehr genaue Vorhersagen und warnt vor den herannahenden Krisen, viele Protagonist:innen wollen das aber nicht so recht wahrhaben.

Es fiel mir etwas schwer, alles zu behalten, weil es SO viele Schauplätze und Protagonist:innen gibt. Ich weiß nicht, ob ich ein Buch in der Art, mit so vielen verschiedenen Perspektiven schon mal gelesen habe, zum einen entsteht auf diese Weise ein richtiger Sog, weil man immer wissen möchte, wie es weitergeht, zum anderen bleiben die Menschen selbst recht blass, weil sehr "beschreibend" erzählt wird. Mir fehlte etwas die Innensicht der Menschen; welche Gefühle und Sorgen haben sie? Was geht ihnen durch den Kopf? Mir fiel es schwer, eine Bindung zu den Protagonist:innen aufzubauen.

Die Story selbst ist sehr interessant (und auch erschreckend), denn so ein Szenario könnte durchaus jederzeit passieren. Eine Umweltkatastrophe bahnt sich an, manche haben den Ernst der Lage verstanden und wollen davor warnen, andere nehmen es (noch) nicht ernst und wieder andere wollen davon profitieren ...

Es ist richtig frustrierend, zu lesen, wie die Leute, die die Gefahren richtig erkannt haben, kaum gehört werden. Die meisten versuchen, die sich anbahnende Katastrophe herunterzuspielen oder sogar die Warnenden zu diskreditieren.

Insgesamt ist das Buch schon sehr spannend, wenn auch kein Thrill in dem Sinne entsteht, dass man mit konkreten Protagonist:innen mitfühlt, sondern eher aufgrund des durchgehend beklemmenden Gefühls beim Lesen – vor allem, weil alles so realistisch ist. Ich habe mir nie bewusst gemacht, wie diese ganzen Dinge zusammenhängen und wie "leicht" es ist, dass solche Krisen sich gegenseitig verstärken. Hier zu wenig Plankton wegen Überfischung, da zu viel Nitrat im Wasser, verunreinigte Böden ... zack brechen die ganze Wirtschaft und Energieversorgung zusammen.

Und wem soll man als "normale Bürger:innen" glauben? Es wird auf jeden Fall deutlich, wie wichtig es ist, wen man wählt und wo man sich informiert.

Ich kann mir (leider) immer besser vorstellen, dass wir tatsächlich auf so eine Katastrophe zusteuern ... zu viele Menschen versuchen, sich mit "wird schon nicht so schlimm werden" selbst zu beruhigen (oder keine Wählerstimmen zu verlieren), während für die breite Bevölkerung ja kaum ersichtlich ist, welche Erkenntnisse wirklich glaubwürdig sind.

Generell fand ich alle Szenen, in denen Tiere sterben, schlimm. Diese ganze Massentierhaltung, egal ob Land- oder Wassertiere, ekelt mich einfach an. Was das angeht, hoffe ich andererseits fast, dass es mal soweit kommt und die Menschen kapieren, wie scheiße es ist, Tiere für den eigenen Konsum derart auszubeuten!

445 reviews4 followers
March 28, 2026
Der Roman startet spektakulär mit einer Szene, die sofort klarmacht, wohin die Reise geht: In der Karibik taucht plötzlich ein Tiefseebewohner dort auf, wo er eigentlich nichts verloren hat. Gleichzeitig häufen sich weltweit seltsame Naturphänomene – tote Fische hier, verdorrte Böden dort. Was zunächst wie lokale Umweltprobleme wirkt, entpuppt sich nach und nach als Teil eines globalen Musters.

Genau dieses Muster entdeckt der Informatiker Piero Manzano mithilfe seiner Prognose-KI. Die Analyse ist ernüchternd: Wenn sich die Entwicklung fortsetzt, droht innerhalb weniger Monate ein Dominoeffekt in den Ökosystemen der Erde. Nahrungsketten geraten ins Wanken, Landwirtschaft und Wirtschaft gleich mit. Kurz gesagt: Es droht ein ökologischer Systemabsturz.

Elsberg baut daraus einen klassischen Wissenschaftsthriller – mit viel Tempo, kurzen Kapiteln und ständig wechselnden Schauplätzen rund um den Globus. Neben Manzano rücken eine junge Meeresbiologin und ein Social-Media-Influencer ins Zentrum der Geschichte. Letzterer wirkt zunächst wie ein Klischee aus der Instagram-Welt, entwickelt sich aber zum Sprachrohr für komplexe Zusammenhänge, die sonst nur in Fachstudien stehen würden. Dass ausgerechnet ein Influencer die Welt über den drohenden Kollaps aufklären soll, ist zugleich eine der ironischeren Ideen des Romans.

Inhaltlich lebt „Eden“ von Elsbergs typischer Mischung aus Fakten, Hypothesen und zugespitzten Szenarien. Der Autor verknüpft wissenschaftliche Daten zu Klima, Biodiversität und globaler Landwirtschaft zu einer Art ökologischer Kettenreaktion. Das wirkt oft erschreckend plausibel, manchmal aber auch etwas überladen. Die Katastrophen häufen sich im Eiltempo, was dramaturgisch für Spannung sorgt, gelegentlich jedoch leicht nach „Weltuntergang im Zeitraffer“ wirkt.

Interessant ist weniger die Frage, ob die Krise kommt, sondern wie Gesellschaft und Politik darauf reagieren. Und hier zeichnet Elsberg ein ziemlich authentisches Bild: Warnungen versanden in politischen Debatten, wirtschaftliche Interessen blockieren Maßnahmen, und manche Akteure sehen in der drohenden Katastrophe vor allem neue Geschäftsmöglichkeiten.

Trotz seiner über 700 Seiten liest sich der Roman erstaunlich schnell – auch weil Elsberg stark dialogorientiert schreibt und Szenen oft wie Drehbuchsequenzen funktionieren. Gleichzeitig merkt man dem Buch an, dass es nicht nur unterhalten, sondern auch wachrütteln will. Manchmal gelingt das subtil, manchmal mit dem Holzhammer.

Fazit: Unterm Strich ist „Eden“ ein typischer Elsberg: spannend, gründlich recherchiert und voller beunruhigender Gedankenspiele darüber, wie fragil unsere hochkomplexe Welt eigentlich ist. Wer Thriller mag, die einem nebenbei das Gefühl geben, gerade eine sehr düstere Zukunftsstudie gelesen zu haben, wird hier bestens bedient. Auch wenn man danach vielleicht kurz darüber nachdenkt, was eigentlich alles an einem einzigen Löffel Plankton hängt.
2 reviews
April 13, 2026
Vysyon ist eine KI, die beinahe alle Ereignisse auf der Welt mit einer erstaunlich hohen Wahrscheinlichkeit und einer sehr guten Trefferquote vorhersagen kann. Egal ob Naturkatastrophen, Ernteerträge, Fischvorkommen, Bewegungen auf dem globalen Welt- und Börsenmarkt oder soziale Unruhen, durch den Zugriff auf Millionen an Datensätzen Weltweit sind ihre Prognosen beinahe einmalig. Für das kommende Jahr sagt die KI einen erheblichen Ernterückgang von Soja weltweit voraus, sowie ein als Massensterben bezeichneter massiver Rückgang der Fischpopulationen durch das ausbleiben der Frühjahrsblüte des Plankton.

Linus ist Lifestyle- und Foodinfluenzer und will eigentlich seinen aktuellen Resortaufenthalt in der Karibik, inklusive Tauchgängen und Wellenreiten, mit seinen Follower teilen. Sarah, Meeresbiologin, arbeitet in eben diesem Resort als Tauchguide und nebenbei an ihrer Doktorarbeit. Doch der nächste Tauchgang wird von einem Angriff eines Tiefseelebewesens auf die Touristen unterbrochen. Der Grund: den Meerestieren geht das Futter aus.

Und während Vysyon mehr und mehr Katastrophen in allen Sektoren voraussagt, dreht sich die Politik auf der stelle, wissen einzelne Mächtige und Reiche wie sie durch die Krise noch mächtiger und reicher werden können, und wird ein Foodfluezer zum Klimaaktivist…

Marc Eslberg hat sich mal wieder selbst übertroffen. Eine packende Geschichte mit enormen Tempo, einem Peak nach dem anderen, grandiosen Characterentwicklungen und einem erschreckend realistischen Blick auf unsere mögliche Zukunft mit allen Rattenschwänzen, die an einer unscheinbaren Krise hängen, hat mich durch und durch überzeugt. Die Materie ist heikel und komplex und doch wird sie sehr gut herruntergebrochen und niederschwellig erklärt. So kompliziert Märkte und Versicherungen auch sein mögen, in „Eden“ wird weder was ausgelassen, noch unverständlich vorgetragen. Hinzu kommt ein unfassbar naher Draht zur Realität. Die Vorkommnisse aus diesem Buch sind zwar größtenteils fiktiv, jedoch hat mich die Geschichte so sehr eingeholt, das ich einige Meldungen in den Nachrichten der vergangenen Tage mit Ereignissen aus „Eden“ vermischt habe. Umso beruhigter war ich, als ich meine Verwechslungen realisiert habe. Aber leider sieht unsere Zukunft höchst wahrscheinlich ähnlich aus. Die Frage ist nur, wie lange es noch dauert.

Und wärend Linus und Sarah schon in einem 2026 voller Krisen, Katastrophen und Skandalen um das Überleben und den Erhalt der Natur und damit der Menschheit kämpfen, kann ich für unser 2026 nur aus vollem Herzen und mit vollster Überzeugung empfehlen Marc Elsbergs „Eden“ zu lesen.
Profile Image for yesterday.
492 reviews3 followers
April 8, 2026
Als ich in “Eden” zum ersten Mal den Namen Piero Manzano las, kam er mir vage bekannt vor. “Eden” schließt gewissermaßen an “Blackout” an, wir treffen unseren italienischen IT-Helden von damals nun wieder. Natürlich ist “Eden” aber keine Fortsetzung im engeren Sinn, alle Bücher von Marc Elsberg sind unabhängig voneinander lesbar. 

Was seine Bücher allerdings gemeinsam haben - und was auch für “Eden” gilt - sind die unglaublich akribische Recherche, der große thematische Umfang und die Art der Erzählung, die jedes Mal einen Nerv trifft. 

Basierend auf wissenschaftlichen Fakten und Analysen spinnt Elsberg ein sehr glaubhaftes Szenario: Läuft alles ungebremst weiter wie bisher, erodiert unser globales System möglicherweise an mehreren Stellen - und das zeitlich eng beisammen. Wird auf diese Zusammenhänge keine Rücksicht genommen, müssen wir vielleicht gar nicht auf das Ende der nicht erneuerbaren Energiequellen warten, bis es so richtig ungemütlich wird. 

Mit dem Kniff, den zuerst eher oberflächlichen Sunnyboy-Influencer Linus Strand zu einer der Hauptfiguren zu machen, könnte hier auch wirklich die jüngere Generation eingebunden werden. Auch wenn es viele Seiten (760) zu lesen gibt, hoffe ich, dass sich auch die Digital Natives hier durchbeißen und ihre Gedanken dazu machen. 

Social Media spielt in “Eden” eine nicht zu unterschätzende Rolle und auch wenn gezeigt wird, wie diese Industrie aus falschen Motiven missbraucht werden kann (und sicher wird), so dient sie hier gleichzeitig auch als Werkzeug der “Guten”. Aus belanglosen Marketing-Videos werden fundierte, tiefergehende Clips, die tatsächlich viel bewegen können. 

Abgesehen von der Botschaft und dem Appell, wie wir mit unseren Ressourcen und der Umwelt umgehen sollten (und wie besser nicht), zeigt das Buch auch, wie man eine Onlinepräsenz und die Erstellung digitaler Inhalte dafür nutzen könnte, wichtige Inhalte auch an jene zu bekommen, die sich kaum oder nicht mehr über konventionelle Medien informieren. Dabei ist nicht nur der Verbreitungskanal wichtig, sondern vor allem der Inhalt. Überlassen wir radikalen Sichtweisen und egoistischen Motiven nicht das Internet. Fördern wir unsere “Linus Strands”.
Profile Image for Goldensammy.
452 reviews5 followers
March 4, 2026
Ich habe schon einige Bücher von Marc Elsberg gelesen und war somit sehr neugierig auf sein neues Buch. Der Schreibstil ist wie gehabt angenehm zu lesen und die kurzen Kapitel haben die Spannung hoch gehalten.
Frühjahr: Was als ein entspannter Tauchgang beginnt endet schnell in einer Katastrophe als ein Riesenkalmar einen Walhai vor den Augen entsetzter Touristen attackiert. In der Buch von Triest treiben Schwärme toter Fische und im Amazonas verdorrt der Boden. Was als lokale Einzelphänomene der Natur erscheint, verbirgt vielmehr denn weltweit beginnt etwas zu kippen. Das neue KI-Programm von Piero Manzano schlägt Alarm: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Zusammen mit dem Influencer Linus und der Meeresbiologin Sarah macht er die Warnung öffentlich und damit werden die drei zur Zielscheibe, da mächtige Gegenspieler alles tun um sie zum Schweigen zu bringen.
Die Story ist rasant erzählt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat ebenso wie die ständigen Ortswechsel. Es treten sehr viele Personen auf, die alle mit der Geschichte verbunden sind und mal oder weniger sympathisch sind. Linus und Sarah mochte ich als Charaktere unfassbar gern und auch die Entwicklung von Linus war toll. Das ganze Buch wirkt unheimlich realistisch und regt zum Nachdenken an. Es hat mich traurig, aber auch unfassbar wütend gemacht, da es so viele Parallelen zur unserem heutigen Leben hat. Ich will und kann nicht viel über den Inhalt sagen, da ich der Meinung bin, dass man unwahrscheinlich schnell spoilert. Der Autor zeigt uns allerdings auch die Schwierigkeit der Problemlösung, da nur ein weltweites Umdenken diese lösen können, da diese augenscheinlich politisch nicht gewollt sind. Es verdienen eben einflussreiche Leute sehr viel Geld damit.
Es ist ein unglaublich spannendes Buch mit einer Thematik, die uns alle angeht und ich hoffe, dass es niemals so passieren wird. Ich für meinen Teil mag seit diesem Thriller erst einmal keinen Lachs mehr essen. Wer das Buch schon gelesen hat, der weiß warum. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen.

Profile Image for Reinhold.
562 reviews34 followers
March 25, 2026
Marc Elsberg kann Systeme. Das hat er mit Blackout und Zero bewiesen, und auch Eden zeigt dieses Talent in seinen besten Momenten: Die ökologischen Kettenreaktionen — sterbendes Plankton, kollabierender Fischbestand, verdorrende Böden am Amazonas, Schockwellen bis in die europäische Landwirtschaft — sind klug konstruiert und erschreckend plausibel. Man spürt die Recherche. Man spürt, dass hier jemand die Abhängigkeiten wirklich durchdacht hat.

Aber Elsberg hält selten Maß, und in Eden hält er gar keines.

Das Figurenensemble ist zu groß, um irgendjemanden wirklich näherzukommen. Hedgefonds gegen Umweltschützer, Wirtschaftsministerin gegen Umweltministerin, geläuterter Influencer, Wissenschaftlerin mit Gewissen — alle funktionieren als Träger von Positionen, keiner als Mensch. Der emotionale Nullpunkt zieht sich durch den gesamten Roman: Man liest gebannt, aber nie ergriffen. Was mit den Figuren passiert, ist letztlich egal.

Dazu kommt eine Sprache, die wie aus der Konserve wirkt. Die Metaphern sitzen nicht, die Schlagsätze klingen eingebaut, die Sinneseindrücke tauchen auf, ohne im Text verankert zu sein — ein schriller Ton hier, ein zerbrechendes Glas dort, ohne dass es etwas bedeutet oder trägt. Man ahnt die Technik, man spürt nicht die Wirkung.

Das narrative Stakkato — extrem kurze Kapitel, permanenter Szenenwechsel, gleichzeitig zu viele Schauplätze — verhindert, dass Spannung sich wirklich aufbauen kann. Und das Finale, auf das alles hinarbeitet, enttäuscht doppelt: Man hatte keine Ahnung, was kommen würde — aber als es kommt, ist es angesichts der vorherigen Eskalationen kein Höhepunkt, sondern ein Achselzucken.

Eden alarmiert. Es überzeugt nicht. Klug im Ansatz, überladen in der Ausführung.
63 reviews
April 13, 2026
Mir persönlich fiel der Einstieg in das Buch wahnsinnig schwer. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und es gibt zahlreiche Personen und Schauplätze. Marc Elsberg hat seinen ganz eigenen Schreibstil, an den man sich vielleicht erst etwas gewöhnen muss. Prinzipiell spielt Eden in der gleichen Welt wie sein Vorgänger Blackout, aber beide Bücher sind vollkommen unabhängig voneinander lesbar.

Nach einer Weile fiel es mir deutlich leichter, in die Handlung einzusteigen. Die Spannung steigt und Ereignisse, Personen und Handlungsorte vernetzen sich, sodass ein globales Bild entsteht. Allgemein wirkt die Geschichte recht plausibel, teilweise beängstigend nah an unserer politischen und gesellschaftlichen Realität.

Die Figuren bleiben mir jedoch zu oberflächlich: Sie wirken flach, haben wenig emotionale Tiefe und sind schwer greifbar, sodass sich keine echte Beziehung zu ihnen entwickelt. Die Figurenentwicklung empfinde ich teilweise als unrealistisch, was vermutlich daran liegt, dass die Charaktere zu wenig vertieft dargestellt werden. Auch die Idee einer kleinen Heldentruppe auf Weltrettungskurs wirkt auf mich idealistisch, aber kaum realistisch.

Den Schreibstil und im besonderen die Dialoge fand ich persönlich zu knapp gehalten und habe sie auch im Vergleich zu realen Gesprächen als sehr anders und ungewohnt empfunden.

Insgesamt ist das Buch inhaltlich spannend und emotional beunruhigend. Die Gesellschaft und Politik sind realistisch dargestellt. Elsberg Stil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man kann sich nach einer Weile gut hineinfinden.

Bleibt nur zu hoffen, dass das Szenario reine Fiktion bleibt, denn so unrealistisch wirkt das alles leider nicht.
Profile Image for Perax.
154 reviews12 followers
March 9, 2026
Das hier war mein erster Elsberg und obwohl eine Figur vorkommt, die andere Leser*innen schon aus Blackout kannten, kann man das Buch auch prima ohne Vorkenntnisse lesen. Das Buch startet mit einem Countdown, der nichts Gutes verhoffen lässt. Die Ökosysteme brechen zusammen und mit ihnen vielleicht auch die menschliche Bevölkerung; das erfährt man dann natürlich erst zum Schluss. Dass der Schluss fast 800 Seiten entfernt ist, bemerkt man beim Lesen überhaupt nicht. Es war unsäglich spannend, was vor allem durch die kurzen Sätze und ebenfalls kurzen Kapitel zustande kam.

Umweltthriller sind mir mittlerweile die liebsten Thriller geworden, weil sie für mich einfach extrem beängstigend sind. Meistens sind sie von der Realität nicht besonders weit entfernt, so auch hier. Es gibt einige Kapitel, in denen etwaige Politiker*innen diskutieren oder in denen irgendwelche geldgierigen Idioten aus der Wirtschaft versuchen, maximalen Profit aus der Katastrophe zu ziehen. Auch das gezielte Verbreiten von Verschwörungstheorien, um die Wissenschaft zu diskreditieren, fand ich äußerst realistisch. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und ein paar ausgewählte Figuren versuchen ihr Bestes, um das alles zu verhindern. Die Liste an Figuren ist übrigens recht lang, das Buch hat sogar ein Personenverzeichnis zum Nachschlagen. Aber man hat schnell raus, wer besonders wichtig ist.

Das Ende fand ich passend gewählt, kann aber an der Stelle nicht mehr dazu sagen. Insgesamt war das Buch einfach total spannend, beängstigend und leider sehr realistisch. Wer gerne Fisch isst, wird das nach diesem Buch definitiv nicht mehr tun.
Profile Image for Selly Summer.
74 reviews
March 23, 2026
Alles was ich an "Blackout" mochte, fehlt hier. Abgebrochen bei Seite 475..

Doch vor der Kritik muss man festhalten, dass Elsberg umfassend recherchiert und aktuelle Problematiken auf sehr fesselnde und eindringliche Weise hypothetisch weiterdenkt. Außerdem lässt sich der Roman trotz seines Umfangs sehr schnell lesen und hält ein konstantes Spannungsmaß.

Warum ich mit fortschreitender Geschichte immer weniger Gefallen an dem Roman hatte
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Die Dialoge sind anorganisch und gestelltes Info-Dumping, mit denen versucht wird, mir als Leserin nochmal aus zu buchstabieren, was ich mir auch selbst denken kann. Kein normaler Mensch führt solche Gespräche, außer vielleicht Darstellende in ARD/ZDF Abendproduktionen (die dieses Buch entsprechend gleich 1:1 als Drehbuch adaptieren können).

Bis auf wenige Ausnahmen bleiben die Figuren hohl, ihre Motive und Entwicklungen nicht nachvollziehbar oder natürlich. Linus Strand ist wohl das beste Beispiel dafür.

Der Social Media Aspekt war mehr Miss als Hit - auch wenn Elsberg sehr detailreich schreibt, konnte ich mir nie vorstellen, wie solche Postings in unserer Gesellschaft viral gehen würden.

Die Liebesgeschichte zwischen Linus und Sarah verbleibt auf dem Niveau gegenseitigen Ärgern/Necken. Ich konnte nicht erkennen, wo die Kompatibilität herkommt.
19 reviews
March 29, 2026
„Wenn die Kleinsten verschwinden, fallen auch die Größten“
Leider, leider basiert vieles in diesem Roman auf der Realität. Im Moment können wir alle sehen, wie Investoren mit Krisen gewinnen, wie unverfroren in sozialen Medien Realität umgeschrieben wird, wie massiv sich Desinformation gegen die richtet, die eigentlich nur das Wohl aller im Sinn haben und als links-grün versifft desavouiert werden.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ist spannend.
Es ist aber vielleicht mehr ein Aufklärungsbuch denn ein Thriller. Denn Marc Elsberg versteht es verständlich darzustellen, wie all die Dinge, die unser Leben erhalten mit anderen weltweit zusammenhängen. Das Buch ist in den Details realistisch.

Deswegen Vorsicht, es taugt nicht für gute Laune.
Aber es zeigt auch, dass man was tun kann, dank Social Media....
2 reviews
March 25, 2026
Kurz und knapp: die Kapitel sind im Schnitt 1,5 Seiten lang, es macht den Eindruck man liest Instagram Reels oder TikTok videos. Die Charaktere sind maximal flach und überzogen gezeichnet. Denglisch sprechende influencer die vermeintlich "coole" junge Leute Sprüche von sich geben (zumindest was der Autor anscheinend dafür hält), hyperaggressive völlig unrealistische Investoren... Boah ich bin richtig genervt.

Dieses Buch kann trotzdem Spaß machen, wenn man denn auf das Genre steht.
Ich vergleiche es mal mit dem Weltuntergangsfilm Greenland: Wenn man den anschauen möchte, erwartet man auch kein oscarreifes Stück Filmgeschichte
31 reviews1 follower
March 2, 2026
Unterhaltsam und schnell zu lesen.
Ein bisschen viel KI-Schreibstil.
Trotzdem spannde Cli-Fi oder Mulit-Krisen-Fi.
Erstaunlich nah an akteullen Diskursen und Entwicklungen.
Überraschend oder fast erschreckend realistisch ohne
in unglaubwürdige Dystopien oder Utopien zu verfallen.
Hauptcharakter ist die Krise während die Protagonist*innen
eher rasch skizzierte Schatten bleiben.
Profile Image for Herbert Sikovc.
107 reviews1 follower
April 2, 2026
Ja ein recht schwacher Versuch an Schätzungs „Schwarm“ ranzukommen. Oder ein anderer Weg es so ähnlich zu machen. Wie auch immer. Buch nimmt sich dem Klimawandel an und strickt halt ein kleines Weltuntergangsszenario.
Kann mir nicht helfen. Blackout fand ich „realistisch“. Das hier ist für mich pure Fiktion.
Naja. Kann man schon lesen. Unterhaltenswert
Profile Image for Lena Lovegood.
99 reviews
March 5, 2026
Ein sehr gelungenes Buch, das einen mit Bauchschmerzen und vielen Gedanken zurück lässt.
Erzählerisch hat es hier und da ein paar Schwächen, aber der Inhalt ist hier definitiv wichtiger und überzeugender.
3 reviews
April 9, 2026
Started good, but then it startet going in spirals with nothing really happening. The ending is also an absolute letdown. Plus its too attention grabbing - no chill, just action, but without any meaning.
Profile Image for Ogar003.
78 reviews
Review of advance copy received from Verlag
February 11, 2026
Die Umwelt "kippt". Verpackt in eine rasante Geschichte widmet sich Elsberg den Folgen von Klimawandel und der rücksichtslosen Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen.
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Profile Image for Anna Popanna.
79 reviews4 followers
March 8, 2026
Absolut zu empfehlen. Habe hier schon passende 5 Sterne-Rezensionen gefunden, denen habe ich nichts hinzuzufügen.
Lesen!
Profile Image for Petra Fuchs.
18 reviews
March 10, 2026
Erschreckend nah an der Wirklichkeit. Spannend von Anfang bis Ende!
Profile Image for Milena.
89 reviews5 followers
March 16, 2026
Sehr spannend, schnell gelesen. Black Out ist immer noch mein Lieblingsbuch, aber dieses ist auch super!
Profile Image for Babs.
688 reviews4 followers
March 17, 2026
Sehr spannend und fesselnd geschrieben. Durch die kurzen Kapitel will man immer weiter lesen. Nur das Ende wirkt unvollendet.
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