Wenn das Sterben beginnt – der neue rasante Thriller von SPIEGEL-Bestsellerautor Marc Elsberg
Frühjarhr: In der Karibik attackiert ein Riesenkalmar vor den Augen entsetzter Touristen einen Walhai. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Im Amazonas verdorrt der Boden. Lokale Einzelphänomene der Natur – so scheint es. Doch weltweit beginnt etwas zu kippen …Als das neue KI-Programm des IT-Experten Piero Manzano Alarm schlägt, ist die Prognose Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Gemeinsam mit dem reichweitenstarken Influencer Linus Strand und der jungen Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich – und sie alle damit zur Zielscheibe. Mächtige Gegenspieler tun alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während sich am Horizont ein Sturm zusammenbraut …Lesen Sie auch die anderen brisanten Thriller von Marc Elsberg wie BLACKOUT und CELSIUS.
Ich habe „Eden“ gelesen, bevor es offiziell erschienen ist – eher zufällig, weil es bereits im Lieferstapel meiner Buchhandlung lag. Und wie bei Marc Elsberg üblich, wurde aus „kurz reinlesen“ ein kompletter Lesemarathon: über 700 Seiten in weniger als 24 Stunden.
Mit Piero Manzano kehrt die Hauptfigur aus Blackout zurück. Diesmal geht es nicht um Stromnetze, sondern um etwas noch Grundsätzlicheres: die unüberschaubare Komplexität unserer modernen Welt.
Was „Eden“ so eindrucksvoll macht, ist die Erkenntnis, wie eng technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Systeme miteinander verwoben sind – und wie schnell dieses Gleichgewicht kippen kann, wenn ein scheinbar kleiner Teil gestört wird.
Elsberg zeigt keine unrealistische Zukunft, sondern macht sichtbar, wie fragil die Systeme sind, auf die wir uns jeden Tag verlassen. Gerade diese Plausibilität erzeugt eine konstante, unterschwellige Spannung.
Im Vergleich zu Blackout fühlt sich die Bedrohung nicht weniger real an, sondern weiter entfernt. Vielleicht gerade deshalb wirkt sie so beunruhigend. Denn es entsteht das Gefühl, dass wir uns in stabilen Systemen bewegen – bis man erkennt, wie empfindlich ihre Gleichgewichte tatsächlich sind.
Elsbergs größte Stärke ist nicht, Katastrophen zu erfinden, sondern sichtbar zu machen, wie nah wir ihnen bereits sind.
Fazit: „Eden“ ist ein typischer Elsberg: hochspannend, intelligent und beunruhigend plausibel. Vor allem aber ist es ein Buch, das bewusst macht, wie sehr unsere scheinbar stabile Welt von empfindlichen Gleichgewichten abhängt.
Die Umwelt "kippt". Verpackt in eine rasante Geschichte widmet sich Elsberg den Folgen von Klimawandel und der rücksichtslosen Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen.
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