Krisen sind gefühlt überall. Aber deshalb den Weltuntergang herbeireden? Kommt für den preisgekrönten Wissenschaftsjournalisten und hoffnungslosen Optimisten Dirk Steffens nicht infrage. Er ist überzeugt: Die Menschheit hat mehr Lösungen als Probleme. In seinem inspirierenden Streifzug durch das, was wir glauben, was wir wissen und was wir können, zeigt er: Gerade in schwierigen Zeiten gibt es zum Optimismus keine vernünftige Alternative. Und: Statt den Kopf in den Sand zu stecken, lieber Blumen in die Zukunft werfen!
1) One might think we just recently entered a post-factual world. However, societal change has always been based on strong narratives. The politic middle has just forgotten how to use them effectively. The largest challenges of our time, most importantly staying within planetary boundaries, need stronger, widely accepted narratives.
2) Many narratives do not start as big and polemic as they become over time but are rather a cumulation of small, daily decisions. One should therefore see ones own daily decisions in the context of the narratives they are supporting or fighting. Give your daily decisions more weight because they matter more than you think.
3) it’s not our brain size that has allowed us to become the superior species. It’s our ability to fantasize and thereby come up with new things. This is our central ability allowing us to work in larger groups than any other species. We need to strengthen narratives/„fantasies“ that support the feeling of being one humankind as large group as this is a prerequisite to solving any of the large problems we are urgently facing.
Ein großer heller und starker Stern für die Idee, Optimismus zu verbreiten, in einer Welt, in der pessimistische Schlagzeilen vorherrschen und Angst schüren ein Machtinstrument ist. Ein weiterer Stern für doch einige interessante Fakten und Zahlen, die ich nicht kannte. Vor allem wenn es um die Wahrnehmung von Problemen geht. Ein Stern für die kurzen knackigen Kapitel, die man auch mal schnell zwischendrin lesen kann. Ein Stern Abzug dafür dass die Meinung des Autors nicht immer meine ist, da manche Ängste sehr subjektiv sind, je nachdem ob man nun Journalist oder Student, Angestellter, Beamter, Bestverdiener oder ein kleiner Selbständiger ist. Die Prioritäten sind nunmal unterschiedlich. Noch ein Stern Abzug dafür, dass manche Kapitel für meinen Geschmack zu langatmig waren. Macht aber immerhin 3 Sterne.
Ein flüssig und sehr unterhaltsam geschriebener Text. Ein bunter Strauß von interessanten, auf die aktuellen Lebenswirklichkeiten und Krisen bezogenen Fakten, die zu den Möglichkeiten Zukunft zu denken, in Bezug gesetzt werden - Steffens plädiert mit diesem Buch für eine Haltung, die diese Zugänge zum (immer noch) Machbaren nicht versperrt, etwa durch Defätismus oder Resignation, sondern stattdessen den Glauben an Chancen und den menschlichen Erfindungsgeist durch Zuversicht, Hoffnung und Phantasie zulässt und bekräftigt.
„Recht haben ist in einer Welt der Narrative einfach zu wenig. […] Und wenn wir in die Zukunft blicken, sehen wir nicht das Unbekannte, sondern die Summe unserer Hoffnungen und Ängste - erzählt in den Worten von gestern“. Steffens erklärt die dringende Notwendigkeit, einerseits phantasievoll, visionär und hoffnungsvoll Zukunft anzugehen, und andererseits dabei die Fakten im höchsten Maße verantwortlich im Blick zu behalten.
Ich fand das Buch durchgängig sehr verständlich und interessant geschrieben. Die Abschnitte waren kurz, aber prägnant und dadurch wurden viele Themen abgedeckt – die Klimakrise zieht sich jedoch als wichtiges Thema als Leitfaden durch das Buch. Obwohl das Buch über Optimismus handelt, war es zeitweise doch auch sehr realistisch und etwas niederschmetternd. Es hat mich jedoch trotzdem mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Ich hätte mir etwas mehr Repräsentation von auch Frauen in der Geschichte oder Gegenwart gewünscht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sicher Beispiele gegeben hätte, abgesehen von Churchill, Kennedy oder Ghandi. Ich verstehe auch den Ansatz, dass das Buch den Einzelnen ansprechen und auch in die Verantwortung ziehen möchte. Vielleicht brauchen wir das als Gesellschaft und einige nehmen es hoffentlich als einen Denkanstoß etwas im Leben zu überdenken oder zu ändern. Trotzdem ist die Verantwortung der Politik und Wirtschaft (die wir ja als Kollektiv auch irgendwie alle sind) und der Zusammenhang zum Einzelnen mir persönlich etwas zu kurz gekommen. Trotzdem meiner Meinung nach eine sehr empfehlenswerte Lektüre.
Ich habe mich schon immer als hoffnungslosen Optimisten bezeichnet. Als ich dieses Buch sah, war ich mir daher natürlich sicher, dass es genau das Richtige für mich sein würde. Und ich hatte zu 100 % recht! Es war eine erfrischende Lektüre, die zum Nachdenken anregt. Das Buch handelt von der Zukunft, insbesondere in einer Zeit, in der alles von Krisen und Negativität beherrscht zu sein scheint. Anstatt die bestehenden Probleme zu leugnen, konzentriert es sich auf die Idee, dass Optimismus tatsächlich rational sein kann. Am besten hat mir gefallen, wie der Autor Fakten mit einem sehr persönlichen Ton in Einklang gebracht hat. Das ganze Buch wirkt wie ein Gespräch mit einem guten Freund, und die Kernaussage – dass wir tatsächlich mehr Lösungen als Probleme haben – empfand ich sowohl als tröstlich als auch als motivierend.
Meine Meinung:
Das Buch hat mir ein leichteres Gefühl gegeben und mich etwas hoffnungsvoller in Bezug auf die Zukunft gestimmt. Ich schätzte es, dass es die Realität nicht ignorierte, sondern sie so neu beleuchtete, dass Handeln möglich erscheint. Auch wenn ich eigentlich offen für Neues bin, hat das Buch dennoch meine alltägliche Denkweise herausgefordert. Wir neigen oft dazu, uns auf das Negative zu konzentrieren, ohne es überhaupt zu merken. Wie das Buch deutlich macht, müssen wir diese Gewohnheit hinterfragen und kritischer denken. Wir können optimistisch sein und eine Perspektive finden, die uns tatsächlich hilft, Probleme zu lösen.
Mir hat gefallen, dass das Buch in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben ist. Es enthält weder komplizierte Fachbegriffe noch ist es voller wissenschaftlicher Fachsprache. Die Kapitel sind kurz und leicht zu verstehen, sodass ich das Buch jederzeit zur Hand nehmen konnte und schon nach wenigen Seiten das Gefühl hatte, etwas gelernt zu haben. Das machte das Lesen zu einem wirklich angenehmen und motivierenden Erlebnis, besonders im Vergleich zu schwerfälligerer Sachliteratur.
Am meisten ist mir die allgemeine Botschaft im Gedächtnis geblieben, dass Veränderung immer noch möglich ist – und dass wir nicht so machtlos sind, wie es sich manchmal anfühlt. Das Buch versucht nicht, Angst zu schüren oder zu überwältigen, sondern ermutigt stattdessen zu kleinen Veränderungen im Denken, die zu größeren Auswirkungen führen können. Am Ende fühlte ich mich nicht nur informiert, sondern tatsächlich ermutigt, die Zukunft mit anderen Augen zu sehen – und das ist etwas, was nicht vielen Büchern gelingt.
Zusammenfassung:
Es handelt sich um eine kurze, aber eindringliche Lektüre, die negatives Denken hinterfragt und durch eine ausgewogenere, wissenschaftlich fundierte Sichtweise ersetzt. Sie verbindet leicht verständliche Fakten mit einer ermutigenden Botschaft für die Zukunft, ohne dabei die Probleme der realen Welt zu ignorieren. Für mich war das Buch sowohl zum Nachdenken anregend als auch aufbauend – eine Erinnerung daran, dass Optimismus, wenn er in der Realität verankert ist, tatsächlich eine kraftvolle und notwendige Art sein kann, die Welt zu betrachten.
Chaos, Krisen, Weltuntergang. Wir leben in einer schwierigen Zeit. Doch gerade in schwierigen Zeiten gibt es zum Optimismus keine vernünftige Alternative.
Dieses Buch von Dirk Steffens bietet einen kurzen, zusammenfassenden Einblick in das, was wir glauben, was wir wissen und was wir können. Welchen Wahrnehmungsfehlern unterliegen wir? Wo stehen wir? Wo wollen wir hin und wie ist das zu erreichen?
Ein lesenswertes Buch, wenn einem der Blick in die Gegenwart und die Zukunft mal wieder alle Hoffnung fahren lässt.
Auf hoffnungslos optimistische Art zeigt Dirk Steffens, dass der Weltuntergang noch keine ausgemachte Tatsache ist.
Meine Meinung zu Hoffnungslos optimistisch: Ein ziemlich wissenschaftlicher Blick in die Zukunft
Ich war super gespannt auf dieses Buch und habe es begeistert aufgeschlagen. Doch die ersten Kapitel waren alles andere als packend. Es wurde für meinen Geschmackt zu viel drumherum geschrieben. Ausserdem hatten die Kapitel für mich nicht wirklich einen Zusammenhang.
Und der Optimismus kam mir ehrlich gesagt auch etwas zu kurz.
Natürlich bauen die Kapitel auch aufeinander auf aber mir waren diese zu kompliziert geschrieben und es gab zu viele Abschnitte, in denen ausgewichen wurde.
Auch die vielen Hints zur Deutschen Bahn fand ich unpassend und irgendwie hat das Buch für mich die Wirkung verfehlt und den Klappentext nicht eingehalten. Schade.