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Wer wir geworden sind: Roman

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebt Juli gemeinsam mit ihrem Mann August auf dem Berg am Unterhof. Dass auch nach mehreren Ehejahren noch immer kein Nachwuchs da ist, betrübt sie zutiefst. Voller Neid blickt sie auf die Nachbarn am Oberhof, wo bereits drei Kinder herumtoben. Erst nach dem Krieg, den August wie durch ein Wunder überlebt, bringt Juli im November 1919 eine gesunde Tochter zur Anna wächst zu einem fröhlichen Mädchen heran und verliebt sich später in Karl, den Erben vom Oberhof. Bald heiraten die beiden, denn Anna ist schwanger und Karl hat seinen Einberufungsbefehl erhalten – drei Tage nach der Hochzeit muss er an die Front. Ob sie sich je wiedersehen werden?
Kurz vor der Jahrtausendwende entdeckt Joanna, Annas Tochter, im Haus ihrer Mutter außerhalb von New York das Foto eines kleinen Jungen. Sie ist gleichzeitig fasziniert und beunruhigt, steckt es ein und nimmt es mit nach Hause. Über Wochen hinweg beschäftigt Joanna dieses Bild, bis sie schließlich ihre Mutter zur Rede stellt. Und ihre Mutter beginnt endlich zu erzählen …

318 pages, Kindle Edition

Published August 27, 2025

4 people want to read

About the author

Gabi Kreslehner

17 books19 followers
Award-winning writer Gabi Kreslehner lives and works in her hometown of Ottensheim, Austria, located on the shores of the Danube. As a young girl, she became interested in writing and theater. Later she received a teaching degree. She now works as a teacher and is involved in student theater.

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670 reviews
September 8, 2025
Eine Familiengeschichte, die tief ins Herz geht
„Wer wir geworden sind“ von Gabi Kreslehner ist eine Familiengeschichte, die sich langsam, aber eindringlich entfaltet. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, ganz nah bei den Figuren zu sein. Ihr Leben, geprägt von Hoffnungen, Verlusten und Neubeginnen, hat mich berührt, ohne dass die Autorin jemals ins Pathetische verfällt.
Die Handlung beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts, als Juli und August auf dem Berg leben und sich nach einem Kind sehnen. Später wird ihre Tochter Anna geboren, die wiederum ihren Weg gehen muss – mit all den Hoffnungen, Verlusten und Entscheidungen, die ein Leben prägen. Über drei Generationen hinweg zieht sich dieser Roman weiter, bis hin zu Annas Tochter Joanna, die kurz vor der Jahrtausendwende in Amerika ein Foto entdeckt, das alte Fragen neu aufwirft.
Gerade dieses Weiterspinnen von Schicksalen über Jahrzehnte hinweg hat mich tief beeindruckt. Es macht deutlich, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verflochten sind und wie Erinnerungen und Geheimnisse nicht nur eine Familie, sondern auch einzelne Lebenswege prägen.
Ich habe beim Lesen gespürt, wie stark die Themen Familie, Zusammenhalt und das Ringen um ein gutes Leben im Mittelpunkt stehen. Es geht nicht darum, große Dramen laut auszuspielen, sondern um die leisen Töne, die sich ins Herz schleichen. Manche Szenen sind so still, dass sie gerade deshalb nachhallen.
Besonders eindrucksvoll fand ich, wie die Autorin das Weitergeben von Erinnerungen einfängt – das Suchen nach Antworten, das Schweigen über Vergangenes und den Mut, irgendwann doch zu erzählen. Das Foto des kleinen Jungen, das Joanna findet, wirkt wie ein Schlüssel: Es öffnet Türen zu Geschichten, die lange verborgen waren.
Für mich war dieses Buch eine bewegende und tief ins Herz gehende Lektüre. Es hat mich nachdenklich zurückgelassen und mich noch lange beschäftigt. 5 klare Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
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