Unglaublich, was für ein abscheuliches Gericht man Angus MacDonald in einem mexikanischen Restaurant in Edinburgh serviert. Der bedeutendste Gastro-Journalist Großbritanniens, gleichermaßen gefürchtet wegen spitzer Feder und feiner Zunge, kann zum ersten Mal eine Fleischsorte nicht erkennen. Damit nicht genug. Nachdem er eine gepfefferte Kritik verfasst hat, fordert ein anonymer Anrufer ihn auf, seine Weisheiten in Zukunft für sich zu behalten. Mac Donald lässt sich nicht einschüchtern und wird kurzerhand niedergeschlagen. Als dann auch noch das Curry in seinem liebsten indischen Restaurant grauenvoll missraten ist, reicht es dem Er forscht nach, um den Kriminellen das Handwerk zu legen, denn nichts weniger als die kulinarische Kultur seiner Heimatstadt steht auf dem Spiel. Unterstützt wird er von seinem italienischen Freund Alberto Vitiello, einem quirligen Guest House-Betreiber. Die beiden Detektive folgen dem Restaurant-Besitzer Francis Drake bis auf die Äußeren Hebriden. Hinter der kulinarischen Bühne betreibt Drake höchst kuriose Geschäfte. Und wer sich ihm in den Weg stellt, hat um sein Leben zu fürchten ... "Das Auge des Feinschmeckers" ist der erste Fall von Angus Thinnson MacDonald, dem unermüdlichen Kämpfer für authentisches Essen und Trinken.
Bei diesem Buch würde mich interessiern, wo der Lektor Urlaub gemacht hat, als dieses Manuskript durch den Verlag gewunken wurde. Wer Fürchterlichkeiten wie "Der Edinburgher Nachthimmel hatte es sich in der Zwischenzeit nicht nehmen lassen, eine Vielzahl von dunklen Blautönen zu gruppieren." an die Leser lässt, war abwesend oder hat die Arbeit verweigert. Die an und für sich schöne Idee (Schottischer Fressskritiker garniert Mordermittlungen mit Lokalkolorit und Rezepten) wird leider von einem ungebremst in die Gegend witzelnden Autor mit Karacho vor die Wand gefahren. Das Lokale hätte gründlicher recherchiert werden MÜSSEN, eine sauber strukturierte Krimi-Handlung wäre ebenfalls hilfreich gewesen, und das Stilblüten-Feuerwerk ist schlichtweg peinlich. Ich hab nach 40 Seiten aufgehört zu lesen, mir ging die Unprofessionalität zu sehr auf den Senkel.