Jocelyne ist eine glückliche Lottogewinnerin. Doch den millionenschweren Scheck konnte sie nie einlösen – ihr war klar, dass er ihr geliebtes, einfaches Leben im Norden Frankreichs gehörig auf den Kopf stellen würde. Mit einem Teil des Geldes ist ihr Mann durchgebrannt. Für die übrigen Millionen hat Jocelyne nur einen Traum: sie sinnvoll auszugeben. Aber wie? Bei den Anonymen Gewinnern trifft sie auf Menschen, die wie sie mit plötzlichem Reichtum ringen. Während sie hier neue Freundschaften knüpft und sich zum ersten Mal seit Langem verliebt, versteht sie langsam, was für sie am schönsten wäre: ihr Geld an andere zu verschenken. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach ...
Grégoire Delacourt est un publicitaire et écrivain français né le 26 juillet 1960 à Valenciennes.
Il publie son premier roman à l'âge de cinquante ans en 2011: "L’Écrivain de la famille" puis, en 2012, son deuxième roman est un bestseller "La Liste de mes envies" traduit dans 35 pays.
Son troisième roman, "La Première chose qu'on regarde", sort en avril 2013 et, outre un procès avec Scarlett Johansson qui se voit déboutée de toutes ses demandes mais obtient néanmoins 2500 euros de dommages et intérêts pour atteinte à la vie privée, s'écoule à plus de 150 000 exemplaires. David Baron, producteur des films Harry Potter, acquiert les droits pour le cinéma.
Suivent ensuite "On ne voyait que le bonheur" en 2014, "Les Quatre saisons de l’été" en 2015, "Danser au bord de l’abîme" en 2017 et "La Femme qui ne vieillissait pas" en 2018
Grégoire Delacourt remporte plusieurs prix en France et en Europe (en Allemagne plusieurs de ses livres se classent dans le Top 10 de la liste des bestsellers du Spiegel). "On ne voyait que le bonheur" figure sur la première liste du Prix Goncourt et entre sur la deuxième Liste du Prix des Libraires 2015. Il arrive deuxième au Goncourt des lycéens.
L'écrivain bénéficie également de l'adaptation de ses oeuvres au théâtre et au cinéma.
Das war ja völliger Quatsch. Der Autor möchte uns sagen „Geld macht nicht glücklich“, ach was. Das wird ab Seite 1 klar, aber wird nicht wirklich tiefer beleuchtet, wie der Klappentext verspricht. Während diese Prämisse weder neu noch umstritten ist, bringt dieses Buch auch keine neuen, interessanten oder kreativen Gedanken zu dieser Aussage. Also völlig langweilig. Obendrauf ist das Buch wahnsinnig deprimierend - ein so niederschmetternder Schreibstil, welcher überhaupt nicht zu der Geschichte eigentlich passt. Obendrauf sind die Charaktere einfach nur weird, unerträglich und abstoßend. Die Storyline der Zwillinge??? Was war das?! Und dass der Sohn einfach plötzlich zurückkehrt, als wäre nichts gewesen?? Außerdem gab es viel zu viele schwerwiegende kleine Sidestories - die Demenz des Vaters, die Tochter in England mit ihrem Film, der Selbstmord - die dadurch zu wenig Aufmerksamkeit bekommen haben, aber auch gleichzeitig dem Hauptplot Raum genommen haben sich richtig zu entfalten. Und auch der „Plottwist“ war so unglaublich vorhersehbar, das hat mich echt enttäuscht. Das Ende war ganz sweet, deshalb 2 Sterne, aber sonst völliger Quatsch.
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Einmal so viel Geld haben, dass man sich alles leisten kann, was man haben möchte – wer träumt da nicht von? Ich schon! Und in meinen Fantasien sieht es dann so aus, dass mich das Geld überhaupt nicht verändern würde, und ich maximal glücklicher und zufriedener im Leben wäre. Ob das wohl so ist?
Jocelyne ist genau das widerfahren. Sie hat über 18 Millionen € bei „Euro Millions“ gewonnen. Aber glücklich hat sie das nicht gemacht. Ihr Mann, der kurioserweise ebenfalls Jocelyne heißt hat sie mit dem Geld verlassen, ist irgendwann reumütig mit dem Rest von 15 Millionen zurückgekehrt und wollte sein altes Leben mit seiner Frau wiederhaben. Doch sie Pfiff auf ihn, nahm das Geld und versucht es seitdem loszuwerden. Dass das nicht so einfach ist, erfahren wir in dem Buch mehrfach. Derweil trifft sie sich in der Gruppe der anonymen Gewinner (AG), die uns nach und nach vorgestellt werden. alle haben irgendwie Probleme mit ihrem Reichtum glücklich zu werden. Zwischen den einzelnen Treffen überlegt sich Jocelyne diverse Projekte, in die sie ihr Geld reinstecken möchte. Wir erfahren auch etwas über ihre Sehnsüchte, ihre Träume, das Leben, das sie hatte, und ihre Familienmitglieder.
Ein kurioses Sammelsurium an Figuren und Szenen hat Grégoire Delacourt in diesen Roman versammelt. Der Main Charakter wirkt ziemlich naiv, weiß zum Beispiel nicht, dass man Steuern zahlen muss, wenn man Geld verschenkt und der Fiskus sein Tortenstück abhaben möchte. Die Freundinnen von Jocelyne, Zwillinge, die mit dem selben Mann zusammen leben, haben mich mit den Augen zwinkern lassen. Dann gibt es eine Liebesgeschichte zwischen einem sehr jungen Mann und einer älteren Frau, die die Protagonistin erst schockt, sie aber schnell versöhnt. Brigitte, eine Millionärin, die dem Traum einer Tasche nachjagt, hat mich genauso amüsiert wie der Vater unserer Hauptfigur, für den sie sich immer wieder tolle Biografien ausdenkt, wenn er in seiner Demenz verschwindet. Der Wortkarge Hubert und die schüchterne Fanny begleiten sie ebenso intensiv wie Thierry, der schon immer reich war und nie um seiner selbst gemocht wurde.
Es geht um die wirklich wichtigen Fragen im Leben. Was macht mich glücklich? Ist es Geld oder sind es Dinge, die man sich nicht kaufen kann. Die Fragen werden vermeintlich simpel beantwortet. Erarbeiten muss man sich die Lösungen hier nicht. Es wird einem sehr schnell wie auf dem Silbertablett serviert. Es sind mehr die einzelnen kleinen Wendungen, die hier richtig Spaß machen. Manches Mal musste ich wirklich lachen.
Was mich am Lesen gehalten hat, sind die einzelnen Ereignisse, die Machart des Romans, der unglaublich detailreich und atmosphärisch gezeichnet ist, die Figuren, die man sich wirklich vorstellen kann und die kleinen Verrücktheiten, die der Autor ihnen an den Hals hängt. Das ist die Substanz, die den Plot zusammenhält. Die Handlung ist ohne großen Spannungsbogen. Es passiert sehr viel und gleichzeitig fehlt das große Ganze.
Der Roman soll große Gefühle transportieren – allein ich hab es nicht gefühlt. Die Emotionen wurden beschrieben, es wurde geweint, gelitten, gelacht, aber alles sehr plakativ. In meinem Herzen ist da nichts angekommen. Vieles hatte ich wiederholt, und manches war dann doch sehr unglaubwürdig. Oder hättet ihr keine Fragen gestellt, wenn euch eure Freundin einfach mal einen Mini Cooper schenkt? Hättet ihr die Polizei nicht eingeschaltet wenn euch jemand um eine große Summe Geld bringt? Hat euch schon mal ein Finanzbeamter eingeladen, um euch in einem umständlichen Gespräch bei einer Tasse Kaffee davor zu warnen, das Geld zu verschenken, weil er dann seinen Teil einfordern würde? Wohl kaum, oder? Manche lustige Szene konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass hier vieles sehr konstruiert wirkte.
Was mich weniger gestört hat, war der Kitsch, der besonders zum Ende hin aus jeder Zeile triefte. Es war ein bisschen wie im Märchen, und eigentlich hätte man gerne in so einer Gemeinschaft gelebt.
Ein Feel-Good Buch, so würde ich es bezeichnen, dem leider die Seele fehlt, dass aber prima unterhalten hat und für Lesezeiten gedacht ist, an die man keinen hohen Anspruch hat.
Das Buch ist übrigens der Nachfolger des Romans „Alle meine Wünsche“– ich hab aber erst beim Schreiben dieser Rezension gemerkt, dass es sich eigentlich um eine Fortsetzung handelt. Man kann es also sehr gut auch losgelöst davon lesen.