Also… das Buch war nicht schlecht – wirklich nicht. Aber es war mir persönlich einfach zu leise. Ich bin ja jemand, der beim Lesen gern mitfühlt, mitleidet, mitstirbt – und hier war’s eher so ein „Okay, schön, aber berührt hat’s mich nicht wirklich.“
Die Grundidee fand ich stark: Zwei Schwestern – die eine laut, präsent, perfekt. Die andere still, fühlt sich immer wie das Anhängsel. Dann kommt ein Typ ins Spiel, bei dem du sofort merkst: Das wird kompliziert. Und ich war bereit für Herzschmerz – aber er kam einfach nicht so richtig.
Zoe als Hauptfigur war okay, aber ich kam nicht richtig an sie ran. Sie war mir manchmal zu passiv, zu sehr im Kopf, zu wenig im Herz. Und Moritz? Nett, aber nicht der Typ, der mich emotional zerreißt oder den ich in meiner Book-Boyfriend-Liste speichern würde.
Der Schreibstil war schön – poetisch, ruhig, tiefgründig. Aber vielleicht war’s genau das: Zu ruhig. Ich hab die ganze Zeit auf diesen einen Moment gewartet, der mich umhaut – aber er kam einfach nicht. Kein Plot-Twist, kein richtiges Drama, keine Szene, die mir Tränen oder Gänsehaut verpasst hat.