Nach einem Sturz durch ein Dimensionsloch erwacht Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, in der Parallelwelt Orméa. Irritiert stellt er fest, dass er im Körper und der Rüstung eines attraktiven Ritters steckt, den er aus Trivialromanen kennt: Prinz Kaltbluth. Kein Wunder also, dass er zunächst eine gefesselte Schönheit befreien muss, die von einem dreiköpfigen Ungeheuer bewacht wird. Mit Hilfe seines unsichtbaren Degens Tarnmeister gelingt die Befreiung – doch die Gerettete entpuppt sich als gefährliche Janusmeduse, die alles Leben mit ihrem bösen Blick in Stein verwandeln will. Von nun an hat Prinz Kaltbluth eine ritterliche Verpflichtung: Er muss Orméa von der entfesselten Meduse erlösen. Ungünstig nur, dass er sich gerade unsterblich in sie verliebt hat.
Walter Moers schickt uns auf eine rasante Reise durch eine wahnwitzige Welt, die aus nichts als Abenteuern, Spannung, Ritterromantik, dialoglustigem Humor und reiner Fabulierlust besteht. In diesem atemlosen Pageturner, wo nichts ist, wie es scheint, und immer alles anders kommt, als man denkt, kreuzen sich die abenteuerlichsten Ideen und Bilder unserer Kultur, von antiken Mythen und Ritterromanen bis zu Fantasyfilmen; von den Nibelungen und der griechischen Sagenwelt über Don Quichote und König Artus´ Tafelrunde bis hin zu Monty Python. Qwert ist ein reich illustrierter Lesespaß für alle von 9 bis 99.
Walter Moers was born in 1957 and is a writer, cartoonist, painter and sculptor. He has refused to be photographed ever since his comic strips The Little Asshole and Adolf were published, the latter leading him to be declared persona non grata by the political right in Germany. Walter Moers lives in Hamburg.
"Was dich nicht umbringt, macht dich zwar nicht stärker, aber es bringt dich auch nicht um."
Eigentlich hangelt man sich ja in so einem Leben von schönen Momenten zu schönen Momenten: geliebte Menschen nach langer Zeit wiedersehen, Geburtstage, Konzerte der Lieblingsband, besondere Highlights im Kino, Weihnachten, ... sowas halt. Für mich gehören auch Tage ganz weit nach oben auf diese Liste, an denen ein neues Walter-Moers-Buch erscheint.
Aber zum Buch. Den Gallertprinzen Qwert Zuiopü kennen wir schon aus "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" – hier treffen wir ihn nun wieder, nachdem er in ein Dimensionsloch gefallen ist. Gelandet ist er in Ormea und im Körper des berühmten Ritters Prinz Kaltbluth. Und dann geht's auch schon los, ihm passiert etwas weltbedrohend Dummes und dann fällt er von Abenteuer zu Abenteuer. Es ist spannend, es ist witzig, es ist unfassbar kreativ, und ein Twist jagt den nächsten. Und OMG, Schneesturm ist einfach mein neuer Lieblingscharakter! 💜 Ich habe beim Lesen geschnauft vor Lachen, ich habe "Oh nein!!!" gerufen, ich habe vor Begeisterung das Buch zugeklappt und ans Herz gedrückt.
Moers hatte eventuell in den Jahren mal sein Orm verloren, aber er hat es wiedergefunden. Mein Herz ist voll und ich bin so froh, dass ich in einer Zeit lebe, in der es Walter-Moers-Bücher gibt.
... kennt ihr das, wenn man nach einem Thema gefragt wird, das man richtig dolle liebt? Und vor Aufregung und weil man so viel auf einmal sagen will, sagt man nur zusammenhanglosen gibberish?! So geht's mir gerade.
Na ja.
Qwert ist toll. ❤️
PS. Für die volle Qwert-Experience sollte man vorher "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär", "Die Stadt der Träumenden Bücher" und "Die Insel der 1000 Leuchttürme" gelesen haben. Just saying.
3,5⭐ Das Buch ist eine Hommage an die Trivialliteratur, bleibt aber dementsprechend auch auf dieser Ebene. Ein Deus ex machina- Moment jagt den nächsten und die Geschichte bleibt insgesamt eher oberflächlich ohne lang angelegten Spannungsbogen oder - aufbau. Es ist trotzdem unterhaltsam und ich hatte Spaß beim Lesen!
"Flamingo!" Walter Moers hat einen neuen Roman geschrieben. "Qwert" heißt der und ist grandios-herrlich!
Protagonist ist der namengebende Qwert, eigentlich Gallertprinz aus der 2364. Dimension, der einst über eine Teppichfalte stolperte, in ein Dimensionsloch fiel und in Zamonien landete. Dort stürzte er nun wieder in ein Dimensionsloch und landet in Orméa, einer Welt, die er aus den Prinz-Kaltbluth-Romanen kennt. Genau in dessen Körper - also dem von Prinz Kaltbluth - ist er jetzt auch gelandet und muss plötzlich Aventuiren bestehen. Gleich die erste vermasselt er und befreit eine Janusmeduse. Das kann ja nicht gut enden. Oder vielleicht doch? Immerhin hat er den Knappen Oyo und das Reitwürmchen Schneesturm an seiner Seite.
Walter Moers hat mit "Qwert" mal wieder ein von vor Fantasie nur so funkelnden Roman geschaffen, der mir sehr viel Freude gemacht hat. Ein klassischer Heldenreise-Roman - nur eben auf Walter-Moers-Art.
Von mir aus hätte er ein bisschen kürzer sein können und der lose rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht, hätte etwas fester sein können, aber das ist alles Jammern auf hohem Niveau. Ich hatte so viel Spaß mit diesem Buch und möchte jetzt wieder mehr von Moers lesen, der einmal mehr über das Schreiben schreibt und auch nach der Verantwortung von Autor:innen fragt.
Leider hat mich Qwert trotz hoher Erwartungen SEHR unterwältigt. Der Schreibstil ist bei Weitem nicht mehr so schön literarisch wie bei früheren Werken Moers', sondern gespickt von Jugendsprache und pseudomodernen Dialogen. Sehr nervig zu lesen. Ja, mir ist bewusst, dass mehrmals darauf hingewiesen wird, dass dies ein Werk der Trivialliteratur darstellen soll, jetzt nach dem Lesen des gesamten Buches bin ich mir allerdings sehr unsicher, ob Moers sein Niveau mit Absicht heruntergeschraubt hat oder ob Moers das Orm verlassen hat...
Am meisten gestört hat mich die Tatsache, dass der Qwert aus diesem Roman rein gar nichts mit dem liebenswerten Qwert aus "Käpt'n Blaubär" zu tun hat. Ich habe den Charakter nach den ersten paar Seiten nicht wiedererkannt. Ja, er wacht im Körper von Prinz Kaltbluth auf und lebt fortan dessen Leben, aber dadurch vergisst man doch nicht seine komplette Vergangenheit. Qwert akzeptiert fast augenblicklich, dass er keinen Gallertwesenkörper mehr hat, weiß andauernd irgendwelche Dinge nicht, die ihm als Nachtschulabsolvent bestens vertraut sein sollten und freut sich kein bisschen über die fliegenden Teppich der Kamelianer - er kommentiert sie nicht einmal. Abgesehen vom Namen und der Tatsache des Dimensionslochsturzes ist es ein völlig anderer, neuer Protagonist.
Auch die Handlung selbst schwankt immer wieder zwischen Langeweile und Recycling alter Moers-Stoffe. Mir fehlte komplett die überbordende Fantasie und Cleverness der älteren Romane wie Blaubär, Rumo oder Stadt der träumenden Bücher. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt wird's spannend, löste sich das Ganze wieder in einem völlig absehbaren Twist auf.
Ich hoffe, dass kommende Werke wieder etwas inspirierter sein werden.
A fabulously ridiculous Zamonien novel that is not set in Zamonien. Qwert (and writing the name I see it’s origin, ha ha) has fallen through a worm hole and landed himself as a knight in a strange world. He falls into a series of misadventures of the most far fetched and fanciful kinds. Sometimes being saved by a mysterious voice in his head. Funny, adventurous and ridiculous in the true spirit of the author!
Wieder ein Buch voller Irrwitz, Humor, absolutem Wahnsinn, wilden Wortneuschöpfungen und seltsamen Abenteuern von Moers. Das Thema des Buches mit den Dimensionssprüngen ist wohl auch eine Anspielung auf ähnliche wilde Geschehnisse in anderen Pop-Culture Universen ( z.B. Marvel). Diesmal begleiten wir Qwert, einen Gallertprinzen, der plötzlich in einer neuen Dimension im Körper des unschlagbaren Ritters Prinz Kaltbluth aufwacht... dabei werden wilde Abenteuer bestanden, unbesiegbare Feinde besiegt, Prinzessinnen und Medusen befreit und sich in sie verliebt und es werden auch durch UnWahrZüs ( unwahrscheinliche Zufälle) alte Bekannte getroffen. Das Buch macht Spaß, wartet mit dem üblichen Wortwitz auf und weiß, wie man unterhält. Diesmal ist es auch wieder etwas mehr geeignet für Kinder. Aber- an Blaubär und Rumo, oder auch die Insel der tausend Leuchttürme kommt es leider nicht heran. Irgendwie fehlt mir persönlich der Funke, der nicht auf mich überspringen will.
Es hatte sehr starke Käpt'n Blaubär Vibes, aber ich habs sehr gern gelesen. Im Vergleich zu den früheren Werken wie "Der Schrecksenmeister" und "Die Stadt der träumenden Bücher" und "Rumo" ist es zwar immer noch schwächer, aber trotzdem lustig zu lesen.
Gut und unterhaltsam aber etwas zu geradlinig und vorhersehbar für meinen Geschmack. Wenn auch die Handlungen von Walter Moers generell nicht besonders verschachtelt sind, ist es mir in diesem Buch besonders aufgefallen. Obwohl die Charaktere sehr außergewöhnlich sind, fand ich die Handlung teilweise etwas langweilig.
Wenn man Moers-Fan ist und “Die 13/1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” zu seinen absoluten Lieblingsbüchern zählt, kann man garnicht anders, als sich auf dieses Buch zu freuen. Denn Qwert ist zusammen mit dem Blaubär auf die Nachtschule bei Professor Dr. Abdul Nachtigaller gegangen und war Blaubärs bester Freund - ein wichtiger und bedeutsamer Charakter also. Qwert ist aber eigentlich ein Gallertprinz aus der 2364ten Dimension und durch ein Dimensionsloch in Zamonien gelandet. Deshalb macht es auch absolut Sinn, dass Moers Qwert bei seinem neusten Roman erneut durch ein Dimensionsloch schickt. Mit anderen Dimensionen ist das so eine Sache. Nicht nur sind es andere Welten, nein, auch die Naturgesetzte können völlig anders sein und man kann froh sein, wenn man in der Lage ist, sich auch rein physisch an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Qwert landet nun nach seinem Dimensionslochsturz in der Welt namens Orméa (der Name der Welt an sich ist schon ein bekanntes Wortspiel); das Besondere dabei ist aber, dass Qwert nicht in seiner Gestalt als Galleertprinz dort landet, sondern im Körper von Prinz Kaltbluth. Prinz Kaltbluth wiederum ist niemand geringerer als eine Romanfigur vom in Zamonien bekannten Schriftsteller Graf Zamoniak Klanthu zu Kainomaz. Ihr seht also, dieser Roman ist quasi eine Matroschka-Puppe des Moers-Universums. Man kann diesen Roman rein theoretisch losgelöst von den anderen Zamonien-Romanen lesen, jedoch hat man glaube ich den meisten Spaß daran, wenn man sich im Moersschen Universum bereits auskennt; auch sollte man „Die Insel der Tausend Leuchttürme“ schon gelesen haben, ansonsten spoilert man sich. Der Roman hatte viele Zutaten, die Moers-Fans lieben und kennen und auch wenn „Qwert“ für mich nicht an die geliebten Klassiker, wie der Blaubär, die Stadt der Träumenden Bücher oder Rumo herankommt, so hatte ich doch eine wundervolle Zeit mit Qwert in Orméa und habe ich seine Abenteuer, oder besser gesagt Aventiuren (wie es in diesem Roman heißt), mit viel Spaß verfolgt, das Wiedersehen mit ein paar Charakteren bzw. Wesen und die zahlreichen Easter-Eggs durchweg genossen. Und die Kraft der Kofferwörter werde ich mir fortan merken und vielleicht auch anwenden 🤭
Gallertprinz Qwert Zuiopü stürzt durch ein Dimensionsloch in eine fremde, mittelalterlich anmutende Welt namens Orméa. Er erwacht aber nicht etwa in seiner gewohnten Gestalt, sondern im Körper von Prinz Kaltbluth, einem klassischen Ritterhelden. Mit Hilfe seines unsichtbaren Degens „Tarnmeister“ und seinem Knappen Oyo Pagenherz begibt er sich auf eine Mission: Er soll eine gefährliche Janusmeduse besiegen – doch im Verlauf der Geschichte verliebt er sich in genau diese Meduse.
🗡️
Moers bleibt ein Meister der absurd-kreativen Weltgestaltung: skurrile Wesen, surreale Orte, verspielte Namensgebung und einzigartige sprachliche Verrenkungen. Die Handlung ist ungewöhnlich schnell für einen Zamonien-Roman. Kaum hat man sich an eine Situation gewöhnt, folgt schon die nächste Wendung. Das macht den Roman sehr unterhaltsam und kurzweilig. Dieses Mal verliert sich unser Protagonist nicht in kreativen Ausschweifungen und detaillierten Beschreibungen.
🤪
Trotz des abenteuerlichen Settings geht es ebenfalls um Identität, Selbstbestimmung und die Frage, ob man seine Rolle wählen darf oder ob man in eine Rolle hineingezwungen wird. Wer bin ich, wenn ich nicht in meinem „eigenen“ Körper bin?
🫥
Die Illustrationen (über 70 Stück) sind ein echtes Highlight und machen das Buch zu einem kleinen Kunstwerk und geben die Atmosphäre perfekt wieder.
❤️
„Qwert“ ist ein in sich geschlossener Roman, der sowohl Fans der klassischen Zamonien-Werke als auch Neueinsteiger begeistern kann.
🥰
Es ist ein wilder Ritt durch eine absurde Ritterwelt voller Abenteuer, Chaos, Humor und Herz. Moers liefert wieder seinen unverkennbaren Mix aus Fantasie, Wortwitz und verrückten Einfällen – diesmal aber schneller und sprunghafter als gewohnt.
Ich würde behaupten, dass mich die Klassiker – so nenne ich sie gerne, ach, die guten Bücher von Moers – durch meine ganze Jugend begleitet und geprägt haben. Ich konnte wahnsinnig gut in seine Welten eintauchen, mich hineinsteigern, mitfiebern und mitleben.
Dann kamen jedoch seine ziemlich schlechten Bücher. Prinzessin Insomnia und wie sie nicht alle heißen. Lange Zeit habe ich mich gefragt, ob diese Bücher vielleicht von einem Praktikanten geschrieben wurden, so wenig kamen sie qualitativ und kreativ an die Klassiker heran. Also begann ich, Rezensionen zu lesen und diese Bücher nicht mehr zu kaufen, sondern höchstens auszuleihen – oder gleich ganz zu ignorieren.
Nun kam “Qwert“ heraus. Das Erste, was ich tat, war wieder die Rezensionen zu lesen, die sich diesmal erstaunlich vielversprechend anhörten. Viele schrieben, es sei wieder „wie die Klassiker“. Da ich aber vorsichtig geworden bin und 42 € wirklich sehr viel finde, habe ich mir das Buch in der Bücherei ausgeliehen. Gott sei Dank – das war eine gute Entscheidung.
Meine Güte, war das ein trockenes Buch.
Ich weiß nicht, ob es an meinem Alter liegt. Beim Lesen dachte ich erst, ich sei vielleicht „herausgewachsen“ aus diesen Romanen. Doch je weiter ich las, desto mehr Punkte sammelte ich, warum dieses Buch für mich wirklich schlecht ist.
1. Alles ist vorhersehbar
Es gibt keine Spannung, keine Überraschungen, nichts, was mich dazu gebracht hätte, weiterzulesen. Ich konnte gegen Ende ganze Kapitel überspringen und habe trotzdem nichts verpasst.
2. Die Fantasie ist faul geworden
Die Hälfte der Figuren und Ereignisse wirkt recycelt. Die gleichen Charaktere tauchen auf und tun genau das, was sie eben immer tun. Ritter Kaltbuüt mit Th wird wie immer von seinem dämlichen Reittier gerettet – welch Spannung. Die Welt selbst wirkt unfassbar klein. Früher habe ich Moers’ „Aufzählungen“ geliebt, weil darin immer etwas Spannendes oder Witziges steckte. Heute sind es nur noch trockene Aufzählungen.
3. Die Dialoge sind dröge, langweilig und unrealistisch
Sie sind meinem Empfinden nach viel zu modern, affektiert und einfach schlecht geschrieben. Teilweise machen diese Dialoge die Hälfte des Buches aus. Ich musste vielleicht ein- oder zweimal im ganzen Buch lachen – und das finde ich wirklich traurig.
4. Kapitel über die Kamelianer – unterstes Niveau
Ich bin niemand, der empfindlich auf Klischees oder Stereotype reagiert, aber dieses Kapitel war wirklich schwach. Ich habe nichts dagegen, wenn Elemente aus der realen Welt eine Fantasiegeschichte inspirieren. Doch die Kombination aus halb Kamel, arabischen Namen und plumpen Stereotypen hatte für mich einen unangenehmen Beigeschmack. Vor allem war es unfassbar unkreativ.
Ich könnte sicher noch weitere Punkte nennen, warum mir dieses Buch den letzten Nerv geraubt hat – besonders, weil ich so viel Hoffnung hineingesteckt hatte. Aber ich belasse es dabei. Ich habe letzte Nacht ohnehin schon viel zu lange darüber gegrübelt.
Wieder ein wunderbares Walter Moers Buch, zwar nicht in Zamonien aber einfach herrlich absurd, lustig und spannend. Man trifft einige Bekannte und freut sich neue wunderbare Charaktere kennenzulernen
Als großer Zamonien-Fan war ich natürlich riesig gespannt auf den brandneuen, zwölften Zamonien-Roman von Walter Moers. Ich freue mich ja generell immer riesig auf Zamonien-Nachschub, aber auf die Geschichte des Gallertprinz Qwert aus der 2364. Dimension, den wir bereits aus "Die 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär" kennen, habe ich besonders hingefiebert. Insgesamt ist Qwert ein äußerst gelungener, fantasievoller und sprachlich raffinierter Roman, der mich erneut spüren ließ, warum Walter Moers innerhalb der deutschen Fantasyliteratur eine Ausnahmestellung einnimmt. Zwar erreicht das Buch für mich persönlich nicht ganz die emotionale Wucht meiner beiden Favoriten – "Die 13½ Leben des Käpt'n Blaubär" und "Rumo & die Wunder im Dunkeln" –, doch kommt es erstaunlich nahe heran.
Schon das Cover stimmt visuell auf diese neue Reise ein. Es zeigt Prinz Kaltbluth – beziehungsweise den in dessen Körper feststeckenden Qwert – in Ritterrüstung auf seinem Reitwürmchen Schneesturm vor den blauen Kreisen eines Dimensionslochs. Mit dem schlichten, aber dennoch aussagekräftigen Covermotiv, dem großflächig gemusterten Hintergrund und dem großen schnörkeligen Titel fügt sich die Gestaltung nahtlos in die Tradition der bisherigen Zamonien-Cover ein: verspielt, symbolisch und leicht grotesk. Die zahlreichen Zeichnungen im Buch von Walter Moers greifen diese Ästhetik auf und unterstützen den Text wieder atmosphärisch und erzählerisch, ohne ihn zu überfrachten.
Erster Satz: "Qwert Zuiopü stürzte durch ein Dimensionsloch."
Statt eines klassischen Prologs beginnen wir Moers neuen Roman in Salopper Katatonie während eines Dimensionslochsturzes. Eben noch mit Blaubär in der Nachtschule von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller stürzt der Gallertprinz aus der 2364. Dimension nun - mal wieder - unkontrolliert durch das Universum, nur um dann überraschend im Körper des edlen Prinzen Kaltbluth zu landen, dem titelgebenden Helden Zamonien bekanntester Trivialliteratur von Graf Zamoniak Klanthu zu Kainomaz. "Qwert" ist also gewissermaßen ein "Buch im Buch" mit einem "Helden in einem Helden" - nicht das Verrückteste, was sich Walter Moers jemals ausgedacht hat, aber definitiv ein Konzept, das gleich von Beginn an neugierig macht.
Die eigentliche Handlung entfaltet sich in 43 Aventiuren und führt in atemlosem Tempo durch Ritterturniere (Buhurte), Abgründe (auch endlose) sowie durch gefährliche und absurde Heldenprüfungen. Walter Moers verbindet dabei klassische Rittertraditionen mit antiken Mythen, Popkulturreferenzen, Fantasyfilm-Elementen, Motiven aus mittelalterlicher Literatur und einer Prise Monty-Python-Humor. Als wäre das noch nicht genug, geraten Logik und Erzählzeit hier immer wieder durch Unwahrzus (unwahrscheinliche Zufälle) und Umkürzungen (Umweg und Abkürzung), Temknos (Temporärer Knotenumwege) und Spongespus (Spontane Gedankensprünge) oder Zeinewus (Zeitnebelwürmer) aus den Fugen. Zusätzlich wird die Erzählstruktur immer wieder durch Passagen aus dem "Handbuch des Edelmännischen Ritterstands", sowie durch Einschübe einer geheimnisvollen zusätzlichen Erzählperspektive aufgebrochen, sodass ein komplexer, atemloser Pageturner entsteht, wo nichts ist, wie es scheint, und immer alles anders kommt, als man denkt.
Mit der herrlich absurden Handlung, den originellen Ideen, den spielerischen Kofferwörtern (z.B. Imöprikafi - "Ich möchte Prinz Kaltbluth finden"), skurrilen Wesen, surrealen Orten und einzigartigen sprachlichen Verrenkungen ist "Qwert" also zweifelsohne ein waschechter Zamonienroman - und das, obwohl er gar nicht in Zamonien selbst, sondern in der Dimension Orméa spielt. Angelehnt an das "Orm", die pure Inspiration in Zamonien, ist Orméa eine Dimension voller Superlative, kreativer Spielereien und unwahrscheinlicher Entwicklungen. Ob lebendes Gemüse im Vergessenen Garten, fliegender Treibsand in der Blutrote Wüste, Flederfrösche in der Seltsamen Schlucht, Riesengletscherzwerge am Endlosen Abgrund, Ruinenzecken im Geisterviertel der Hauptstadt Creatopolis, Musenküsse im Medusenwald oder einem einsamen Denker im Höchsten Aller Türme - sowohl beim Ausdenken der Spielorte als auch bei der Bevölkerung Orméas wurde Walter Moers vom Orm durchströmt.
Im Laufe der Aventiuren lernen wir also nicht nur Qwert, alias Prinz Kaltbluth, sondern auch seinen treuen Knappe Oyo, das Reitwürmchen Schneesturm, die Janusmeduse Jadusa und eine bunte Parade bizarrer Wesen kennen. Zwar kommen die Figuren in dem handlungsschnellen Abenteuer erst an zweiter Stelle, sie bekommen allerdings die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und zwischen Buhurten und Kämpfe auf Leben und Tod mit Fragen nach Identität, Liebe und Schicksal auseinanderzusetzen.
Da sowohl die Figuren als auch die Welt hier neu erklärt werden, kann "Qwert" wunderbar als Einzelband gelesen werden. Es gibt allerdings einige zamonische Gastauftritte (Qwert aus dem Blaubär, Queekwig aus "Die Insel der tausend Leuchttürme", die bekannten rostigen Gnome und unser Zamonien-Erzähler Hildegunst von Mythenmetz) sowie Anspielungen auf andere Bände, sodass das Lesevergnügen für Zamonien-Fans ungemein höher ist. Dennoch würde ich das Buch ganz herzlich allen Fantasy-Fans empfehlen! "Was dich nicht umbringt, macht dich zwar nicht stärker, aber es bringt dich auch nicht um."
Fazit
Ein rasanter, bildreicher und sprachlich verspielter Ritterroman voller Fantasie, Anspielungen und narrativexperimenteller Freude – empfehlenswert für alle, die Zamonien lieben oder bereit sind, es zu tun.
Qwert Zuiopü ist eigentlich ein Gallertprinz aus der 2364. Dimension. Durch einen Sturz in ein Dimensionsloch landet er jedoch in einer für ihn fremden Welt. Orméa heißt diese und hier warten etliche Abenteuer auf Qwert. Denn gleich stellt er fest, dass er nicht mehr in seiner ursprünglichen Form steckt, sondern im Körper von Prinz Kaltbluth, einem furchtlosen Ritter aus der Trivialliteratur, die eigentlich auf Zamonien beherbergt ist. Qwert kann sich nur schwer an sein neues Dasein gewöhnen, vor allem, da er Stimmen im Kopf hört, sich mit einer Janusmeduse herumschlagen muss und von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Nur gut, dass er seinen tapferen Knappen Oyo und sein Reitwürmchen Schneesturm an seiner Seite hat. Gemeinsam machen sie sich daran, Orméa von der Janusmeduse zu befreien, die mit ihrem Blick alles in Stein verwandeln will. Aber Qwert hat ein Problem: er mag die Janusmeduse mehr, als erlaubt ist.
Endlich wieder ein Zamonien-Roman, auch wenn dieser gar nicht in Zamonien spielt. Aber die Ähnlichkeit der neuen Welt Orméa ist schon verblüffend und auch hier warten viele neue, aber auch altbekannte Formen auf uns.
Diesmal erleben wir die Abenteuer von Qwert Zuiopü, einem Gallertprinz aus der 2364. Dimension, der uns schon in „Die 13 ½ Leben des Käpt`n Blaubär“ begegnet ist. Dort war er zusammen mit dem Blaubär in der Nachtschule von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller.
Nun bekommt er sein eigenes Abenteuer und das hat es in sich. Denn nach seinem Sturz durch ein Dimensionsloch ist er nicht mehr der Gallertprinz mit seiner unförmigen Statur, sondern er steckt im Körper von Prinz Kaltbluth, der in einigen Romanen erwähnt wird. Prinz Kaltbluth ist ein Ritter und eigentlich eine Buchfigur aus der Trivilalliteratur Zamoniens. Die Geschichten von ihm sind sehr beliebt und er besteht einige Abenteuer. Qwert muss nun diese Abenteuer bestehen und das auch noch in einer für ihn fremden Welt.
Der Autor hast das Buch ist sog. „Aventurien“ aufgeteilt, wobei jede Aventurie den Titel „Prinz Kaltbluth & …“ trägt. Hier ist schon ersichtlich, mit was es Qwert wohl zu tun haben wird und wir lesen quasi ein Abenteuer nach dem anderen, gerade so, als würden wir etliche kleine Kurzgeschichten über Prinz Kaltbluth lesen. Und doch zieht sich immer wieder ein roter Faden durch die Geschichte und gerade in den letzten Aventurien kommt alles zusammen und die Lage spitzt sich zu.
Aber wie auch in den fiktiven Prinz Kaltbluth-Romanen kommt es immer wieder zu einem Happy End, scheint der Ausweg auch noch so unlogisch. Und hier kommt wieder die Fantasie des Autors zum Tragen, der mit Klischees aus verschiedenen Filmen, Romanen und auch dem normalen Leben spielt. So fließen in das Buch unter anderem antike Mythen ein, diverse Fantasyfilme bekommen ihren Auftritt und auch Sagen und Legenden werden miteinbezogen. Ich konnte zu vielem Parallelen ziehen und das sei dem Autor auch verziehen, denn es macht so unheimlich viel Spaß Qwert auf seinen Abenteuern zu begleiten und letztendlich sogar altbekannte und geliebte Figuren wiederzutreffen.
Begleitet wird Qwert von seinem treuen Ritter Oyo und seinem Reitwürmchen Schneesturm. Und in dieses Reitwürmchen habe ich mich ein bisschen verliebt. So ein tapferes und loyales Wesen, dass mit seinem Mut einfach alles zustande bringt. Es ist immer zur Stelle, wenn es gebraucht wird und hat eine so wunderschöne und gleichzeitig totbringende Fähigkeit. Es hilft Qwert aus so mancher Zwangslage und bringt ihn zuverlässig von A nach B.
Am Ende gab es dann nochmal einige Auflösungen und es wurde Bezug auf andere Zamonien-Romane genommen und das macht natürlich Lust, nochmals zu den älteren Büchern zu greifen. Für mich ein Grund, mal wieder ein Re-Read aller Romane zu machen.
„Qwert“ konnte mich vollauf überzeugen und ich habe mir jetzt auch das Hörbuch zugelegt, um die Geschichte nochmals gelesen von Andreas Fröhlich genießen zu können. Und wenn ich mich so durch das Leben bewege, glaube ich sogar, manchmal etwas Gennf zu riechen.
Meggies Fussnote: Ein Ritterroman nach meinem Geschmack.
Unglaublich lustiges Zamonien-Abenteuer voller Fantasie und verrückter Einfälle
**Inhaltsangabe Verlag:** Nach einem Sturz durch ein Dimensionsloch erwacht Qwert, der Gallertprinz aus der 2364. Dimension, in der Parallelwelt Orméa. Irritiert stellt er fest, dass er im Körper und der Rüstung eines attraktiven Ritters steckt, den er aus Trivialromanen kennt: Prinz Kaltbluth. Kein Wunder also, dass er zunächst eine gefesselte Schönheit befreien muss, die von einem dreiköpfigen Ungeheuer bewacht wird. Mit Hilfe seines unsichtbaren Degens Tarnmeister gelingt die Befreiung – doch die Gerettete entpuppt sich als gefährliche Janusmeduse, die alles Leben mit ihrem bösen Blick in Stein verwandeln will. Von nun an hat Prinz Kaltbluth eine ritterliche Verpflichtung: Er muss Orméa von der entfesselten Meduse erlösen. Ungünstig nur, dass er sich gerade unsterblich in sie verliebt hat. Walter Moers schickt uns auf eine rasante Reise durch eine wahnwitzige Welt, die aus nichts als Abenteuern, Spannung, Ritterromantik, dialoglustigem Humor und reiner Fabulierlust besteht. In diesem atemlosen Pageturner, wo nichts ist, wie es scheint, und immer alles anders kommt, als man denkt, kreuzen sich die abenteuerlichsten Ideen und Bilder unserer Kultur, von antiken Mythen und Ritterromanen bis zu Fantasyfilmen; von den Nibelungen und der griechischen Sagenwelt über Don Quichote und König Artus´ Tafelrunde bis hin zu Monty Python. Qwert ist ein reich illustrierter Lesespaß für alle von 9 bis 99.
**Meine Inhaltsangabe:** Qwert, Gallterprinz aus der 2364. Dimension, fällt mal wieder durch ein Dimensionsloch und landet in Orméa. Aber nicht als Gallertprinz, sondern im Körper des berühmten Ritters Prinz Kaltbluth. Er ist verwirrt aber auch begeistert, dass er endlich mal einen Körper mit Gliedmaßen hat und so verwundert es nicht, dass er auf die Hilferufe einer schönen Maid reagiert und diese vor einem vermeintlichen Ungeheuer befreit. Doch die vorgebliche Jungfrau ist eine Janusmeduse, eins der gefährlichsten Wesen in Orméa, deren Blick alles Lebendige versteinern kann. Qwert bricht also auf, Orméa vor der Gefahr zu beschützen und bekommt dabei Hilfe von seinem Knappen Oyo, der eigentlich Queekwigg der Küstengnom ist, der ebenfalls durch ein Dimensionsloch gefallen und in Orméa gelandet ist. Zu zweit, nein, pardon, zu dritt, denn Reitwürmchen Schneesturm ist mit von der Partie, machen sie sich also auf den Weg quer durch Orméa, um den Schaden der befreiten Janusmeduse wieder gut zu machen. Blöd nur, das Qwert sich in diese verliebt hat und sie sich in ihn. Außerdem gibt es noch viele Ritter, die mit Prinz Kaltblut ein Hühnchen zu rupfen haben.
Erster Satz: »Qwert Zuiopü stürzte durch ein Dimensionsloch.«
**Mein Eindruck:** Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Endlich wieder nach Zamonien (bzw. in die Parallelwelt Orméa)! Ich fühlte mich sofort mittendrin und habe Tränen gelacht über all das Absurde und Urkomische, was ich hier zu lesen bekam. Dabei strotzt die Story wieder vor lauter Fantasie und Ideen, bei denen ich mich echt frage, wie man wohl auf sowas kommt. Verliebt habe ich mich auch, und zwar in Schneesturm, das Reitwürmchen. Die Dialoge sind fabelhaft bis völlig schräg und saukomisch, die Handlung einfach nur gut und sehr spannend. Ich habe ein paar alte Bekannte aus den zamonischen Vorbänden getroffen und mich riesig darüber gefreut. Um Qwert zu lesen, sind allerdings keine Kenntnisse der Vorbände nötig (aber wer sie nicht liest, verpasst trotzdem was). Der dicke Wälzer von fast 600 Seiten wird durch viele Moers typische s/w-Illustrationen veredelt, die einfach genial sind. Im Buchvor- und -nachsatz findet sich zudem eine Karte von Orméa, mit der man den Überblick behalten kann. Für mich ein Meisterwerk, ein Feuerwerk aus Humor, Spannung, Fantasie und einer Schreibkunst, die ihresgleichen sucht. Ich liebs! 5/5 + Highlight-Sternchen!
Ich war echt gespannt auf Qwert. Hatte die Reviews gelesen, die es als klassischen Moers betiteln, dementsprechend waren die Erwartungen hoch. Leider hat das Buch mich komplett enttäuscht.
Qwert ist als Protagonist erst mal eine komplette Enttäuschung. Mit Ausnahme von Referenzen kommt es gar nicht zur Sprache, dass er eigentlich ein Gallertwesen ist. Oder ein Absolvent der Nachtschule, denn er verhält sich komplett dämlich. Er denkt kaum über seine Umwelt nach und steht ewig auf dem Schlauch um das zu begreifen, was man als Leser sich schon vor mehreren Seiten/Kapiteln zusammenreimen konnte. Er jammert auch die meiste Zeit nur rum dass er dies nicht tun möchte, und das nicht, zu dem Punkt dass es einfach nicht mehr lustig sondern lächerlich ist.
Die Geschichte ist komplett inkonsistent. Es gibt teilweise Plotlöcher, die irgendjemandem hätte auffallen sollen. Zum Beispiel die Reise nach Creatopolis. Zuerst wird gesagt, die Stadt soll als Abkürzung genommen werden, im nächsten Kapitel wird gesagt, dass das gar nicht möglich ist. Die Janusmedusen sind unsterblich, legen aber Eier, die kurz vor ihrem Tod schlüpfen. Die Themen der Geschichte sind auch inkonsequent. Qwert wird von der Janusmeduse gesagt, dass er sich von Prinz Kaltbluth zu Qwert verwandelt hat im Charakter, dabei hat er sich absolut nicht wie Prinz Kaltbluth verhalten. Qwert erfährt am Ende, dass seine Klinge gar nicht magisch war, und ihm wird gesagt, dass er es auch ohne Wunderwaffe schafft, den Diamantenen Ritter zu besiegen - er trägt dann aber nichts dazu bei.
Die Kapitel hätten teilweise gerafft werden können oder sind obsolet (Fleischberg). Einige Handlungsstränge führen ins nichts (Nichthilisten, der scheinbare Verfall der Kreativität) oder werden nicht wirklich befriedigend aufgelöst. Das Gesamtwerk ist kaum zusammenhängend, obwohl es den Eindruck vermittelt, dass es das soll. Es wirkt wie ein großes Durcheinander.
Die restlichen Charaktere sind auch einfach nur flach. Oyo und der Eiserne Ritter dienen als Erklärer. Dass sie aus einer anderen Dimension kommen, hat irgendwie wenig Auswirkungen. Alle reden sehr modern, und es fehlt der schöne Prosaische Stil, der eigentlich an Moers gefällt. In einem Moers Buch übers "Verrecken" zu lesen wirft einen raus. Die Charaktere reden alle gleich, und verhalten sich eigentlich auch sehr gleich, kein Charakter hat gefühlt eigene Ideen und Moralvorstellungen sondern sind einfach nur Mittel zum Zweck.
Klar, es lässt sich sagen, dass Qwert eben als Parodie von Trivialliteratur gedacht ist - aber da fehlt mir dafür der ausgeklügelte Humor, die self-awareness. Qwert fühlt sich an wie ein unausgearbeiteter Entwurf, der einfach veröffentlicht wurde. Es würden sich gefühlt keine Gedanken darum gemacht, wie die Geschichte spannend erzählt werden kann. Qwert wirkt lieblos ausgeführt, obwohl absolut tolle Ideen dahinter stecken, mit denen viel mehr hätte gemacht werden können. Es ist leider einfach ein enttäuschendes Buch.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Gallertprinz Qwert stürzt durch ein Dimensionsloch und landet so, plötzlich mit einem festen Körper versehen, in einem echten Ritterabenteuer. Er ist nämlich als Prinz Kaltbluth erwacht, welcher aus zahlreichen Büchern und Geschichten bekannt ist. Qwert kennt ihn auch und hat gewisse Vorstellungen. Sagen wir so, eventuell weicht die Dimensionsrealität doch etwas von dem ab, was der Gallertprinz gelesen hat. Das stellt auch Aushilfsritter Qwert schnell fest. Die "Jungfrau" in Nöten entpuppt sich nach dessen Befreiung als Janusmeduse und das bekämpfte Monster als deren Wächter. Somit hat er nun aber auch direkt eine neue Aufgabe. Die Rettung des Landes Orméa und dessen Bewohner vor der befreiten Meduse. Kann ihm das gelingen? Vor allem mit den ganzen Eigenheiten, welche das Land mitbringt.
Reisen nach Zamonien sind anders und da bildet diese ebenfalls keine Ausnahme. Auch wenn wir uns eigentlich außerhalb von Zamonien befinden.
Seltsam, schräg, witzig und somit einfach wahnsinnig unterhaltsam bestreitet man mit Qwert alias Prinz Kaltbluth ein Abenteuer nach dem nächsten.
Das Gute ist, selbst wenn man sich an den Gallertprinz Qwert aus 13½ Leben des Käpt’n Blaubär nicht mehr erinnern kann, kommt man wunderbar klar in diesen vielen kleinen Geschichten um Ritterlichkeit, Mut, unfreiwillig schräge Dialoge, Humor und Hoffnung.
Die tolle ziemlich eigene Story runden einmal mehr die tollen Illustrationen ab die einfach nur mega sind. Wer schon immer mal wissen wollte wie so ein Reitwürmchen aussieht, bekommt jetzt die Chance dazu. Wissensvermittlung in Form von Kofferwörtern gibt es auch. Du weißt nicht was das ist? Hier kannst du es nachlesen.
Fazit
Ein wirklich tolles und unterhaltsames Buch. Man kann sich wunderbar von der heldenhaften Reise Qwerts aka Prinz Kaltbluth durch die Seiten tragen lassen. Dazu kommen wir die fantastischen Illustrationen und einzigartige Dialoge. Kurzum: Es macht halt einfach Spaß. Zumindest mir. Glatte 5 Sterne
Dieses Buch ist ein typischer Moers. Falls es den typischen Moers überhaupt gibt- die Werke unterscheiden sich zwar teilweise stark voneinander, doch eines haben sie immer gemeinsam: eine geradezu überbordende Kreativität. Auch hier sind die Ideen so herrlich skurril, dass ich mich mehrfach gefragt habe, wie man nur auf so etwas kommen kann. Und nicht nur der Text sprüht vor Einfallsreichtum – auch die Illustrationen sind wie gewohnt fantastisch.
Die Figuren sind durchweg liebenswert, allen voran natürlich Qwert und Oyo.
Der Roman ist episodenhaft aufgebaut und in sogenannte Adventurien gegliedert, was das Lesen durch die kurzen Kapitel besonders angenehm macht. Gegen Ende verweben sich die Episoden dann zu einem größeren Ganzen – ganz ähnlich wie bei Käpt’n Blaubär. Obwohl man Qwert problemlos unabhängig von den übrigen Moers-Romanen lesen kann, empfiehlt es sich meiner Meinung nach, einige davon zu kennen. Zahlreiche Anspielungen und Gastauftritte entfalten ihren Witz einfach besser, wenn man bereits mit Moers Welt vertraut ist.
Überrascht haben mich die teils ungewohnt brutalen oder ekligen Szenen – entweder ist Moers hier direkter geworden oder ich empfindlicher. Ebenso unerwartet, aber sehr charmant, fand ich die kleine Liebesgeschichte, die sich durch den Roman zieht.
Zwischen all den absurden Situationen und Gestalten glänzt Moers erneut mit sprachlichen Spielereien (etwa den vielen Kofferwörtern), originellen Konzepten wie den Viel- und Wiederdenkern und Momenten, bei denen ich laut lachen musste – beispielsweise beim subtilen Seitenhieb auf die Homöopathie.
Ich wurde erneut grandios unterhalten und empfehle dieses Buch allen, die humorvolle, fantasievolle Literatur lieben.
Das zwölfte Buch der Zamonien-Reihe von Walter Moers, und was soll ich sagen? ich finde, er ist wieder stark zu seinen Anfängen zurückgekehrt, im positiven Sinne. Und damit meine ich nicht nur, das er mit Qwert eine alte Figur zurück brachte, vom Stil und der Qualität erinnert mich das Buch sehr stark an Blaubär und Rumo und kann sich mit ihnen messen. Es ist wieder unglaublich kreativ, und auch wenn es leicht vorhersehbar ist, freut man sich doch über die verrückten Dinge die passieren. Man lernt eine neue Welt kennen, die sich von Zamonien losreist, ohne seinen Charme zu verlieren. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich das Buch in einem Tag durch gehabt, aber ich wollte es mir bewusst aufteilen. Das Episodenhafte vom Anfang verliert sich später ein wenig und es entsteht mehr eine Zusammenhängende Geschichte.
Also, in meinen Augen ein voller Erfolg, nicht perfekt aber nah dran. Danke Moers für dieses Erlebnis!
Ein Sturz durch ein Dimensionsloch reicht bei Walter Moers völlig aus, um sämtliche Sicherungen im Kopf zu sprengen. Qwert ist kein Buch, das man liest – es ist eines, das einen packt, durchschüttelt und mit einem breiten Grinsen wieder ausspuckt. Kaum angekommen in Orméa, stolpert man gemeinsam mit einem Gallertprinzen in Ritterrüstung von einer absurden Eskalation in die nächste.
Was hier passiert, fühlt sich an wie Fantasy auf Koffein, gemischt mit Ritterromantik, Mythologie und einer ordentlichen Portion Moers’schem Wahnsinn. Hinter jeder Seite lauert eine neue Idee, die eigentlich viel zu verrückt ist, um zu funktionieren – und es dann gerade deshalb tut. Prinz Kaltbluth, Janusmeduse, unsichtbarer Degen: Das klingt absurd und ist es auch, aber auf die beste Art.
Zwischendurch erwischen einen diese leisen Momente, in denen man merkt, wie clever das alles gebaut ist. Hinter dem Klamauk steckt Herz, hinter dem Tempo erstaunlich viel Gefühl. Besonders diese völlig ungünstige Liebe zur größten Bedrohung der Welt bleibt hängen und sorgt für dieses bittersüße Ziehen irgendwo zwischen Lachen und Mitfiebern.
Die Sprache ist verspielt, dialoglustig und randvoll mit Bildern, die sofort Kino im Kopf starten. Still sitzen fällt schwer, Pausen macht man widerwillig. Dieses Buch will verschlungen werden, nicht portioniert. Qwert ist ein Fest für Fantasie, Humor und Abenteuerlust – und ein Beweis dafür, dass Eskapismus manchmal genau das Richtige ist.
Ein neuer Moers, und mit Blaubär-Vibes? Her damit!
Und ich wurde nicht enttäuscht! Es geht rasant zu mit Qwert und so manch anderem bekannten Charakter aus Zamonien. Gerade das macht es vermutlich mitunter so gut, denn die Crossovers kommen unerwartet und bringen etwas Vertrautes mit sich.
Die Welt des Prinzen Kaltbluth, Orméa, bringt so einiges an fantastischen Elementen mit, sodass man eine wahre Freude an der Erkundung hat. Allerdings konnte ich das Buch nicht großflächig am Stück lesen, denn es gibt sozusagen keine Verschnaufpausen: Qwert stolpert von einem Abenteuer wortwörtlich ins nächste. Dabei kommt absolut keine Langeweile auf, aber nach drei oder fünf Kapiteln war ich erst einmal gesättigt und musste es sacken lassen.
Die bunte Mischung der Charaktere ergänzt das gelungene Worldbuilding perfekt. Auch diese sind skurril und fantastisch, bringen viel Abwechslung und so manchen Lacher mit sich.
Der rote Faden zog sich ebenfalls sehr gut durch, ohne dabei groß aufzufallen oder einzuengen. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass alles stetig voranschreitet – nicht wie bei den Leuchttürmen, wo mir sehr lange nicht klar war, wohin die Reise gehen soll.
Kurzum: Das ist wieder ein Moers, wie wir ihn lieben. Sprachlich super, mit toller Welt, Charakteren und Geschichte. Und endlich auch wieder schöne, eigene Illustrationen von ihm. Das rundet das Leseerlebnis perfekt ab.
Grossartig. Endlich wieder ein echter Moers. Einer, der nicht bittet, sondern zupackt. Spannend, witzig, überraschend, und mit jener formvollendeten Lust an Abschweifung, die nur dann funktioniert, wenn eine Autorin ihr Handwerk wirklich beherrscht.
Prinz Kaltblut und Oio harmonieren so selbstverständlich, dass man sich fragt, wie man je ohne dieses Duo ausgekommen ist. Kein erzählerisches Gezicke, kein literarisches Stolpern, das greift, das läuft, das trägt.
Ja, ich weiss: Man soll Künstlerinnen nicht unter Druck setzen. Und doch. Das hier ist ein Werk, das sich ohne falsche Bescheidenheit einreiht in meine persönliche Zamonien-Oberliga: Rumo, Die Der Bücherdrache, Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär und ja, auch Der Schrecksenmeister. Spassfaktor maximal, Hirn beteiligt, Herz nicht beleidigt.
Ein Meisterwerk, das nicht laut behauptet, eines zu sein, sondern es einfach ist. Und nun die einzig angemessene Frage: Wie lange müssen wir warten, bis ich wieder alles stehen und liegen lasse, um erneut zu lesen?
Die Moers‘cheste Geschichte, seit es Blaubär gibt.
Perfektion braucht nicht viele Worte, deshalb fasse ich mich kurz:
»Qwert« ist in allen Belangen ein Meisterwerk. Wir treffen bereits bekannte und beliebte Charaktere wieder, lernen neue kennen und verlieben uns in Zamonien von vorne - selbst wenn wir uns gar nicht dort befinden.
Das Buch wirkt wie eine große Liebeserklärung an alle bisherigen Romane und die altbekannte Moers‘che Kreativität. Als ob er sich einmal alle Gedanken, Ideen und Einfälle von der Seele geschrieben hätte.
Ich verneige mein Haupt und warte darauf, dass er den nächsten Musenkuss empfängt. Iwidenämoerole!