The Powerful Story of a Professional Soldier Fighting a Savage War... and His Ill-Starred Love Affair with a Beautiful Israeli.
"Mitla Pass - Sinai - In a modern version of Little David slaying the mighty Goliath, the spectacular victory of Israel over the Arab forces stirred the wonderment of the whole world. Locked in that desperate fight to control the Sinai, Ross Ferrar, a volunteer in the Israeli paratroop corps, struggles not only against the harsh reality of desert warfare but also his own inner torment over a star-crossed love affair. This is a vibrant portrait of a new nation in an old land, and a saga of battle, new in its techniques, but ancient in its test of men and its cruel consorting with chance. "
Alfredo Jose de Arana-Marini Coppel was an American author. He served as a fighter pilot in the United States Army Air Forces during World War II. After his discharge, he started his career as a writer. He became one of the most prolific pulp authors of the 1950s and 1960s, adopting the pseudonyms Robert Cham Gilman and A.C. Marin and writing for a variety of pulp magazines and later "slick" publishers. Though writing in a variety of genres, including action thrillers, he is known for his science fiction stories which comprise both short stories and novels.
»Tor zur Hölle« war Alfred Coppels zweite Chance in diesem Jahr. Nachdem er sich beim Generationenroman »Um jeden Preis« etwas verhoben hatte, dessen gute Momente nach einem Monat Abstand die Defizite längst überstrahlen, wollte ich ihm mit dem im überschaubaren Rahmen spielenden Vorgänger »Tor zur Hölle« die Gelegenheit geben, sein Image etwas aufzupolieren. Denn auf den ersten Blick war das Buch eine klassische Dreiecksgeschichte vor dem Hintergrund des drei Tage dauernden Sinai-Konfilkits. Ein historischer Rahmen in dem Leon Uris sein bestes Buch gelungen war und wie in »Mitla-Pass« sollten sich in dem älteren Roman aktuelle Gefahr, ungellöste persönliche Konflikte und Familiengeschichten miteinander kreuzen. Die ersten gut 100 Seiten erfüllten so weit die Erwartungen, die von Flucht und Vertreibung geprägte Vorgeschichte der Zweckverbindung Sarai und Karl war gut in die Gegenwartshandlung eingebettet, der Coup de foudre mit dem amerikanischen Offizier Ross einigermaßen glaubwürdig. Auch die Motivation des Ex-Offiziers, der inzwischen aus Überdruss der Army den Rücken gekehrt hat, sich als Freiwilliger in Israel zu engagieren, blieb einigermaßen nachvollziehbar. Denn der linke Schriftsteller-Vater, der kein allzu großes Interesse an seinen Söhnen genommen hatte, gehörte zu den Finanziers der gewalttätigen Vorgeschichte der Gründung des Staates Israel und hat seinen Söhnen so gut wie nichts als ein ideelles Erbe hinterlassen. Die Aufbruchsstimmung beim Himmelfahrtskommando der Fallschirmspringer und die Stimmungen der Teilnehmer der Truppe, mit der Ross abspringt, ist auch gut eingefangen, das Verhältnis Gegenwart-Vorgeschichte stimmt sogar besser als bei Leon Uris. Doch mit der Ausgestaltung der Liebesgeschichte wider jede Vernunft verliert Coppel den erzählerischen Faden, die Reminiszenzen an gemeinsame Zeiten von Ross und Sarai gewinnen keineswegs an Intensität, so richtig nachvollziehbar wird die Einzigartigkeit dieser Liebe auf keiner Seite oder Zeile. Auch die wahllos dazwischen gestreuten Blicke in Köpfe von Ross' israelischen Regimentskameraden werden immer belangloser, ehe der Autor die Tragödie in Angriff nimmt: Auf einer nächtlichen Dreieraktion patzt einer von Ross' Mitstreitern, da er den gestellten Ägypter nicht im Nahkampf erwürgen kann. Der Entlaufene schießt den Ami-Anführer im Morgengrauen in den Arm. Ross, der sich schon dem Tod nahe fühlt, kann, bereits am Boden liegend, mittels einer Handgranate noch das Laufwerk eines T34 außer Gefecht setzen, ehe ihm der wütende Kommandant, der zuvor mit der Panzerkanone auf Ross' flüchtenden Kameraden schießen ließ dem Amerikaner mit einer Pistole den Gnadenschuss gibt. Sarai muss also bei dem emotional gehemmten Karl bleiben, der, während Ross Beerdigung auf einem israelischen Heldenfriedhof auf eine zweite Chance hofft. Fazit: Fiese SS-Männer, die jüdische Frauen auf dem Bahnsteig nackt ausziehen, reihenweise dumme Ägypter, die alle dran glauben müssen. Dieses Buch bietet reichlich Gelegenheit die Gegner zu hassen oder zu verachten, doch die Liebesgeschichte kommt nie so richtig in Schwung, auch die Kampfszenen bleiben frei von Herzschlag oder Spannungsmomenten. »Tor zur Hölle« holpert in der zweiten Hälfte einem ruhmlosen Ende entgegen, weil dem Verfasser im Krieg wie in der Liebe jeder Sinn für den Aufbau einer Spannungsdynamik fehlt. Eigentlich wollte ich mir ja irgend wann noch mal Coppels Fiktion über die Eroberung Japans im Landkrieg vornehmen, irgend wann … vielleicht, aber nicht in den nächsten Wochen.