Er glaubt seinen mächtigsten Gegner besiegt, doch das Böse lässt sich nicht auslöschen
Der siebte Band der erfolgreichen Thriller-Serie! Für alle Fans von Skandinavien-Krimis und Leser*innen von Stieg Larsson, David Lagercantz und Jussi Adler-Olsen.
Oxen und Franck müssen sich einer schockierenden Wahrheit Dunkle Mächte treiben den Wiederaufbau des Danehof voran. Mossman bittet die beiden um einen letzten Showdown mit dem mächtigen Geheimbund. Doch als einer der neuen Anführer tot aufgefunden wird, erkennen sie viel zu spät, dass ihre Ermittlungen längst eine Kettenreaktion vernichtender Ereignisse in Gang gesetzt haben.
Alle Bände der
Band 1: OXEN. Das erste Opfer
Band 2: OXEN. Der dunkle Mann
Band 3: OXEN. Gefrorene Flammen
Band 4: OXEN. Lupus
Band 5: OXEN. Noctis
Band 6: OXEN. Pilgrim
Band 7: OXEN. Interregnum
Von Jens Henrik Jensen sind bei dtv außerdem die skandinavischen Thriller-Serien SØG und EAST erschienen.
Jens Henrik Jensen, forfatter og journalist, slog igennem med Kazanski-trilogien ”Kællingen i Kraków” (1997), ”Hofnarren i Murmansk” (1999) og ”Ulven i Banja Luka” (2002)- der netop er nyudgivet som paperback. Han udgav derefter bestsellerseriem om kriminalassistent Nina Portland, ”Økseskibet” (2004), ”Kulmanden” (2007) og ”Spøgelsesfangen” (2010). I 2012 udkom ”De hængte hunde”, der er første bog i serien om krigsveteranen Niels Oxen. Jens Henrik Jensens bøger er udgivet i en række europæiske lande.
Der alternde Alex Mossman soll als PET-Chef nur die Stellung halten, bis ein Nachfolger für diesen Posten gefunden ist. Für ihn ist das die letzte Chance, seine Machtposition dafür zu nutzen, um gegen den Danehof zu kämpfen. Dieser mächtige Geheimbund schien zerschlagen, aber heimlich wird an einem Wiederaufbau gearbeitet und sogar neue Wege eingeschlagen. Ohne die Hilfe von Oxen und Franck geht es aber nicht. Selbst mit Unterstützung dieser beiden fähigen Personen ist nicht klar, ob sie die Machenschaften des Danehof überhaupt stoppen können.
So fand ich’s:
Es sieht wie ein Unfall aus, doch Mossman hält es für einen Mord. Denn gerade als er den Generalstaatsanwalt genauer unter die Lupe nehmen will und herausfinden, welche Rolle er beim Wiederaufbau des Danehofs spielt, stirbt der Generalstaatsanwalt. Gleichzeitig geht die junge Polizistin Dajana Djukic dem angeblichen Selbstmord eines chinesischen Studenten nach, an dem einige Details nichts passen. Dajana ist pfiffig und hartnäckig und ich mochte diesen Neuzugang sehr. Sie passte gut dazu.
Und schon ist das Team Mossman, Oxen, Franck tief verstrickt in eine Ermittlung, die unter der Oberfläche stattfindet und sowohl spannend als auch lebensgefährlich wird. Ich liebe die drei Protagonisten dieser Serie. Allen voran natürlich Niels Oxen, den immer noch traumatisierten ehemaligen Elitesoldaten, der es inzwischen geschafft hat, ein tolles Vater-Sohn-Verhältnis mit Magnus aufzubauen. Der Teenager macht dem leidenschaftlichen Vater aber auch große Sorgen. Margarethe Franck macht sich ihre eigenen Gedanken über die Zukunft und beeindruckt wie immer durch einen messerscharfen Verstand und schnelle Reaktionen. Sie ist einfach eine sehr coole Socke. Und nicht zuletzt Axel Mossman, der im Rentenalter einen etwas anderen Blick aufs Leben bekommt und sich eingestehen muss, dass er als großer Taktiker und Stratege einen großen Fehler gemacht hat. Und nun gibt es die letzte Chance, das wiedergutzumachen.
Die drei Protagonisten werden unterstützt von bekannten und neuen Nebenfiguren, die selbst auch recht interessant sind, wie eben Dajana Djukic. Trotzdem ist das Zwischenmenschliche nur eine Facette dieses Buches. Der Versuch, das Wiedererstarken des Danehofs zu verhindern, muss im Geheimen passieren. Diese alte Organisation war sehr mächtig, hat einflussreiche Beschützer und für viele ist es nur eine Legende, dass der Danehof überhaupt existiert. Es zieht sich durch die ganze Serie, dessen Macht zu brechen und nun scheint die letzte Gelegenheit dafür zu sein.
Als Gegner ist der Danehof nicht zu unterschätzen. Intrigen, internationale Verflechtungen, Mord und Machtspielchen sind die Mittel der Führungsriege, während nach außen eine gutbürgerlich-konservative Fassade gewahrt wird.
Ich mag diese Reihe, weil man auch diesen 600 Seiten Wälzer quasi in einem Rutsch verschlingen will. Eine ausgefeilte Story, fesselnde Figuren, Action und Spannung – das volle Programm für unterhaltsame Lesestunden.
Åååhh...Jeg tror at det var vejs ende for Oxen og mig...
Sidste var Rambo på steroider og denne her var frigear og lige ud ad landevejen uden overraskelser, spænding eller noget der kunne løfte fra OK til god. Dialoger er lidt pjattede eller kiksede, særligt når det skal være "ungdoms-lingo" og man kan mærke at det er nogle dage siden at Jens Henrik Jensen selv har været barn - ingen taler på den måde i virkeligheden.
Danehof er udtømt tilstrækkeligt og man har hørt den gamle leder sige "Well" så mange gange at det bliver fjollet. Karakterne er nok udviklet så langt, som det kunne trække.
„Interregnum“, der siebte Thriller in der Oxen-Reihe von Jens Henrik Jensen, 2026 erschienen bei dtv, formt einen literarischen Höhepunkt der Reihe und dürfte an Komplexität kaum noch zu überbieten sein. Direkt am Jahresanfang ein absolutes Highlight im Thriller-Genre – da liegt die Messlatte ab jetzt hoch. Der Roman funktioniert wie alle Bücher der Reihe auch als Stand-Alone, da mensch aber viele Details nur in der Tiefe genießen kann, wenn Kenntnis der Vorgängerromane vorliegt, würde ich empfehlen, auch die anderen Bände unbedingt zu lesen – das lohnt sich sowieso.
Wir sind zurück in der Oxen-Welt, die wir verließen mit der Information, dass der Danehof vernichtet und aufgelöst ist – als Kenner:innen haben wir natürlich damals schon geahnt, dass sich diese Information als fragwürdig herausstellen wird. Und so ist es auch, der Danehof ist noch immer aktiv und stellt sich neu auf. Wir starten gewohnt dicht und atmosphärisch eiskalt mit einem Mord, ausgeübt von einem Profi, der den Auftakt gibt zu einer enormen Verstrickung auf internationalem Terrain zwischen China und Dänemark, der alles beinhaltet, Spionage, KI, modernste Cybertechnik, international komplexe Beziehungen (jetzt weiß ich, was Panda-Politik ist), ein irres Geflecht von Menschen und Strukturen, das dem Team von Mossmann, Oxen und Franck alles abverlangt. Der Spannungsbogen flirrt durchweg, das Hirn wird maximal gefordert und kontrastiert wird dieses kalt-mörderische Gefüge ohne Grenzen mit einer warmen privaten Welt von Oxen und seinem Sohn Magnus, die ebenfalls massiv und einschneidend bedroht wird. Mittendrin eben jener Oxen, der älter werdende Jägersoldat, der noch immer mit seinem Trauma kämpft und immer weniger an die Rettung seiner Welt glauben kann. Dabei durchaus problematisch Oxens Idolisierung eines Systems der Gewalt als einziges Mittel seinem Sohn gegenüber. Auch problematisch ein sehr unmotivierter Hot Take des Autors zum Thema „Wokeness“ direkt am Buchbeginn mit einer nicht wirklich sinnvoll begründeten Position, die für den Roman keinerlei Rolle spielt – musste das sein? Da musste wohl mal was raus, dafür gibt es aber Essays... Wäre es für den Roman relevant und würde durchkonstruiert, all fine, dem ist aber nicht so – das wirft für mich dann doch die Frage auf, ob ich den Autor politisch weiter lesen möchte. Schade und unnötig. Während ansonsten Aktualität wie der Ukrainekrieg sinnstiftend und neutral elegant eingebunden wird, der Autor weiß also durchaus, wie das geht.
Die Charaktere werden konsequent aus den Vorgängerromanen weiterentwickelt, die Beziehung zwischen Oxen und Franck gewinnt neue Facetten, Mossmann muss sich zunehmend mit der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen, auch andere alte Bekannte tauchen in gutem Rahmen auf, gepaart mit neuen Gesichtern, die wir sicher im nächsten Roman wiedersehen werden. Jensen arbeitet mit Perspektivwechseln in den Kapiteln, was dem Roman guttut und informativ bereichernd ist. Souverän arbeitet er heraus, welche Folgen der globalisierte Großkapitalismus für den Kampf von Wirtschaftsmächte hat – und wie schnell dadurch die Welt aus dem Gefüge gerät. Am Ende ist es wie so oft die Spur des Geldes, die der Schlüssel ist zu einem scheinbar befriedeten Zustand, der mit hohem Preis erkauft wird und einmal mehr Moral komplett in Frage stellt. Sind für Stabilität wirklich alle Mittel erlaubt?
Ein durchgängig packender Thriller, leider mit Abzügen in der politischen B-Note. Ein weiterer literarisch starker Teil der Oxen-Reihe auf einem extrem hohen Recherche-Niveau, den Jensen noch mit einem kurzen Nachwort zur Einordnung von facts and fiction abschließt. Leider ist mehr wahr und wirklich als erfunden. Das Real Life ist der wahre Thriller. Das Buch eine geniale Weiterentwicklung, bei der die knapp 600 Seiten in einem Rutsch verfliegen.
Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und dtv für das Rezensionsexemplar!
Für mich ist dieses Buch kein würdiger Abschluss der vorher so spannenden Reihe
Es ist tatsächlich schon wieder mehr als 2 Jahre her, dass ich mit dem 6. Teil der Reihe um den ehemaligen dänischen Elitesoldaten Niels Oxen in die Reihe einstieg. Seitdem habe ich mir die Vorgänger alle gekauft, jedoch noch nicht komplett gelesen. Dennoch konnte ich nicht widerstehen, anzufragen als vor einigen Wochen bei NetGalley dieser neuste 7. Teil in deutscher Übersetzung als Rezensionsexemplar angeboten wurde und ich freute mich sehr, dass ich das Ebook kurze Zeit später auch schon bestätigt bekam.
Axel Mossman, ist für kurze Zeit als kommissarischer Leiter des PET zurückgekehrt und bestellt seine engsten Mitarbeiter – Margarethe Franck und den Soldaten Niels Oxen – zu einer geheimen Besprechung in seinen Keller. Er hegt den Verdacht, dass der zerschlagen geglaubte Danehof wiederaufgebaut wird und bittet die beiden um Hilfe, um diese gefährliche und mächtige Geheimorganisation endgültig zu bekämpfen.
Kurze Zeit später wird einer der vermeintlichen neuen Anführer in Schweden tot aufgefunden. Obwohl alles erst einmal nach einem Unfall aussieht, finden Margarethe und Oxen Hinweise darauf, dass es sich um einen gut vertuschten Mord handelt. Allerdings können sie der Person, die sie verdächtigen, diesen Mord in Auftrag gegeben zu haben, lange Zeit absolut nichts nachweisen. Erst als sie eine Verbindung zum ebenfalls als Selbstmord getarnten Mord an einem chinesischen Studenten herstellen können, erkennen sie ein Muster. Doch reicht das aus, um den Danehof endgültig zu vernichten?
Während ich den sechsten Teil damals nach einer kurzen Einlesephase kaum noch aus den Händen legen konnte, empfand ich diesmal etliche Längen und quälte mich auch ein wenig. Es war zwar nicht so, dass der Lesestoff für mich so uninteressant wurde, dass ich das Buch hätte abbrechen wollen, aber eben auch nicht so, dass ich – wie es beim Vorgänger und den anderen inzwischen gelesenen Teilen der Reihe war – Lesepausen nur ungern einlegte und während dieser dem Zeitpunkt entgegenfieberte, an dem ich wieder zum Buch zurückkehren konnte.
Obwohl mir der Schreibstil noch immer gefiel und mehrere Handlungsstränge, die parallel zueinander liefen, durchaus für Abwechslung sorgten, plätscherte es mir diesmal zu lange vor sich hin und das minderte bei mir die Spannung. Während ich die anderen Bücher der Reihe jeweils in zwei Tagen auslas und es mich nebenbei überhaupt nicht zu anderen Büchern zog, brauchte ich für dieses Buch hier insgesamt fast 3 Wochen und zog mir zwischendurch auch noch einige Graphic Novels mit rein.
Dass ich trotzdem immer wieder zu dem Buch zurückkehrte lag vor allem daran, dass ich das Ermittlertrio, ihre bekannten Helfer und auch Oxens Sohn Magnus in den Vorgängerbüchern, die ich bereits gelesen habe, liebgewonnen hatte, sie nach wie vor meine Sympathien haben und mir auch die neu dazugekommene Polizistin sehr sympathisch ist. Deshalb würde ich, auch wenn dieser Teil für mich der bislang schlechteste Teil der Reihe war, wieder zu einer weiteren Fortsetzung greifen.
Allerdings bin ich mir nach dem, was ich im Netz gelesen habe, nicht sicher, ob es eine Solche überhaupt geben wird. Denn da wurde geschrieben, dass es der letzte Teil der Oxen Reihe wäre und das wiederum fände ich sehr schade, weil ich das Gefühl habe, dass die Geschichte eben noch nicht auserzählt ist. Gerade in Bezug auf Oxen und Margarethe gibt es Einiges, was bislang ungesagt blieb und wenn das hier wirklich der letzte Teil sein sollte, empfinde ich ihn nicht als würdigen Abschluss der vorher so spannenden Reihe.
OXEN, INTERREGNUM: Am 15. Januar wurde der letzte Band der Niels-Oxen-Reihe/Band 7, auf dem deutschen Markt veröffentlicht. Der Autor Jens Henrik Jensen wird von vielen internationalen Lesern wertgeschätzt.
Gabriele Haefs und Christel Hildebrandt haben die deutsche Übersetzung erstellt.
Worum geht´s? Das aus den letzten Bänden schon bekannte Trio aus Oxen, Franck & Mossmann ist ein letztes Mal gefragt. Überraschend wird einer der wichtigsten politischen Führer ermordet. Die darauf anlaufenden Ermittlungen stellen klar: Der mächtige Geheimbund Danehof ist so stark und mächtig wie zuvor. Diese Erkenntnis ist schockierend und alarmiert jeden der Ermittler bis aufs Mark.
Mein Fazit: Die Story schließt übergangslos an die vorherige an. Der Lesende findet sich ohne Zeitverlust inmitten einer politisch brandgefährlichen Situation wieder. Da diese Erzählung sich aus den vorherigen entfaltet, ist es von Vorteil, diese vorab gelesen zu haben. Mit dieser Vorkenntnis ist es meiner Ansicht nach erst möglich, das volle Spektrum der neuen Folge und deren neue Ausrichtung zu genießen & anerkennen zu können. Entgegen seinen Vorgängern ist das Spotlight nicht ausschließlich auf den Ermittlungen, sondern auf den interpersonalen Strukturen und emotionalen Bindungen der Protagonisten untereinander. Mir hat das Buch sehr gefallen. Es war wie das Wiedersehen mit alten Bekannten. Gerne bin ich in das weitere Abenteuer eingetaucht. Der gesamte Erzählreigen wurde schlussendlich zu einem Ganzen zusammengefügt. Besonders war für mich: die Nähe des Erzählten an unserem alltäglichen, politischen, internationalen Spannungsfeld. Es hat mich überrascht, wie gut sich diese Fiktion in unser weltweites Geschehen einfügt. Der Schreibstil ist sehr flüssig lesbar. Den Neuleser hat der Schriftsteller mit vielen Einschüben zu den vorherigen Ereignissen versucht, einen einfachen Einstieg in die doch komplexen Zusammenhänge der Gesamtstory zu geben.
Ich vergebe 4 Lesesterne für einen gut gelungenen finalen Band.
Hier meine Analyse: Aufbau - Logik Wie in seinen anderen Werken nutzt der Autor Umgangssprache, um seine Geschichten zu erzählen. Insgesamt ist ein roter Faden durchweg erkennbar. Die Protagonisten werden gut vorgestellt, aber ohne den routinierten Oxen-Leser zu langweilen. Es wurde versucht, die neu hinzugestoßenen Lesenden in das Geschehen einzuweisen, ohne langatmig zu wirken. Die Story hat in sich eine klare Logik und folgt dieser teilweise auch bedingungslos. Spannung – Cliffhanger Die Spannungskurven sind sorgfältig gesetzt worden. Gerade am Beispiel des Einstiegskapitels lässt sich dieses Augenmerk besonders hervorheben. Schon nach wenigen Zeilen ist es mir nahezu unmöglich, das Buch wieder beiseitezulegen. Marketing Das farbenfrohe Cover hat sich mit seiner farbintensiven Bildwahl wunderbar an die Spitze der Reihe gearbeitet. Der rötliche Schein im unterirdisch anmutenden Gemäuer vermittelt einen geheimnisumwobenen Eindruck. Das passt prima zu der gesamten Geschichte und Reihe.
Eigentlich dachten Margarethe Franck und Niels Oxen das Thema Danehof sei endlich abgeschlossen, doch dann schockiert sie Axel Mossman, Interregnums-Chef des PET, des polizeilichen Nachrichtendienstes Dänemarks, damit, dass sich der Danehof offenbar neu aufstellt. Man beschließt, das im Auge zu behalten. Dann gibt es einen Todesfall, der damit in Zusammenhang stehen könnte.
Doch der Fall ist noch viel komplexer als zunächst erwartet. Aber nur die Leser:innen können das zunächst ahnen, sie sind den Protagonist:innen an Wissen voraus. Erzählt wird nämlich wieder aus verschiedenen Perspektiven, dazu zählen natürlich die drei bereits erwähnten Charaktere, die man bereits aus den Vorgängerbänden kennt, und die schon gut aufeinander eingespielt sind. Hier tritt nun ein neuer Charakter neben sie, die Polizistin Dajana Djukić, die in einem anderen Todesfall ermittelt, der Bezug zu den Ermittlungen haben könnte, die Franck, Oxen und Mossman anstellen.
Weitere Perspektiven betreffen die Antagnost:innen, die zum Teil natürlich zunächst nicht namentlich genannt werden. Diese sind zwar rarer gesät, machen die Geschichte aber noch ein Stück spannender.
Ich habe bisher erst einen der Bände aus der Oxen-Reihe gelesen, nämlich den direkten Vorgänger zu Interregnum. Schon dort sind mir die drei Protagonist:innen ans Herz gewachsen, was sich hier nicht geändert hat. Wir treffen auch auf weitere schon bekannte Charaktere, wie Sally Finnsen und Mossmans Neffe Christian Sonne, die aber hier untergeordnetere Rollen haben. Auch Djukić mochte ich schnell, sie ist klug und eine echte Bereicherung. Mal sehen, ob das nun der letzte Band der Reihe war, falls nicht, hoffe ich, Djukić wiederzutreffen.
Neben den Ermittlungen gibt es auch private Einblicke, vor allem bei Oxen, der mittlerweile ein entspanntes und enges Verhältnis zu seinem Sohn Magnus hat. Magnus spielt in diesem Roman eine besondere Rolle. Auch über Franck erfährt man ein bisschen mehr.
Die Ermittlungen sind komplex, immer wieder gibt es neue Entwicklungen, aber auch hin und wieder Rückschläge. Die Zeit ist knapp, denn es wird undercover ermittelt, und das ist nur problemlos möglich, solange Mossman kommissarischer Leiter des PET ist.
Der siebte Band der Oxen-Reihe ist wieder sehr spannend. Man kann die Bände durchaus unabhängig voneinander lesen, auch ich kenne bisher erst einen weiteren. Man erfährt immer genug, um verstehen zu können, worum es geht, wird aber natürlich auch neugierig auf die Vorgänger. Wer gerne politische Thriller mit viel Spannung und interessanten Charakteren liest, sollte zugreifen.
Generalstaatsanwalt Eilertsen wird an einem See in Schweden tot aufgefunden. Das ruft den dänischen Verfassungsschutz PET auf den Plan. Der vorläufige Vorsitzende Mossmann und seine Mitarbeiter Frankh und Oxen sollen den Tod aufklären. Sie haben gerade eine Verschwörung aufgedeckt und sind daon ausgegangen, das dieses endgülig war, doch der Danehof lässt sich nicht einfach ausradieren. So dringt der PET tief in die dänische Politik ein und die beiden Agenten müssen sich vielen Gefahren im dienstlichen und auch im privaten Bereich aussetzen, um am Ende erfolgreich zu sein. Der Thriller "Oxen-Interregnum" von Jens Henrik Jensen ist der siebte Teil dieser Reihe um den Jägersoldaten Oxen, Margarethe Frankh und Mossmann ihren Chef. Es ist ein sehr politischer Thriller und die Beziehungen tief in der dänischen Gesellschaft verwurzelt. Margarethe und Oxen sind ein Team das im privaten Bereich, wie im dienstlichen Bereich gut zusammenarbeiten. Das ist bei Oxen auch manchmal notwendig, da er noch psychlogische Probleme hat. Außerdem hat er einen 15-jährige Sohn den er abgöttisch liebt und ihn immer beschützen möchte. Da er eine neue Freundin hat und deshalb mit einem jungen Drogendealer Probleme hat, muss er sich neben dem Fall auch darum kümmern. Die Story um den Danehof und seine Verwicklung mit Politikern ist schon nachvollziehbar und auch plausibel. Die Nachforschungen und die freie Hand, die Margarethe und Oxen in den Fällen, die sie bearbeiten, lingt schon manchmal nach James Bond. Die Story ist sehr gut geschrieben und auch spannend, denn es gibt viele Beziehungen zu klären und das macht der Autor auf fast 600 Seiten sehr ausführlich beschrieben. Allerdings versteht Jensen es die Spannung immer wieder anzukurbeln. Gerade wenn er das Studentenpaar und die Dinge, die sie ermitteln beschreibt. Hier ist auch der chinesische Geheimdienst involviert und so ist es eine spannende Spionagestory kombiniert mit natinalen Tendenzen in Dänemark und eine Randgeschichte, in denen es um Drogen geht. Das ist auch mit der Grund für die Ausführliche Erzählung. Der Spannungbogen ist sehr gut entwickelt und die Spannung bewegt sich in Wellen zu seinem überraschenden Finale. Ich habe schon andere Thriller aus dieser Reihe gelesen und ich mag die Schreibweise dieses Buches. Auch das Thema finde ich spannend und die Rolle des Vaters Oxen hebt das Buch nochmal auf eine romantische Ebene. Ich kann dieses Buch empfehlen und auch die Ausführlichkeit ist für mich in Ordnung.
Mit Oxen. Interregnum legt Jens Henrik Jensen den siebten Band seiner gefeierten Thriller‑Reihe um den ehemaligen Jægersoldaten Niels Oxen und die kluge Agentin Margrethe Franck vor. Wer die Vorgänger kennt, weiß, dass die Serie skandinavische Spannung mit politischer Brisanz verbindet – und genau daran knüpft dieser Band an.
Im Mittelpunkt steht der PET‑Chef Axel Mossman, der Oxen und Franck zu sich ruft – und eine schockierende Erkenntnis präsentiert: Das geheime Machtnetzwerk Danehof, das sie einst zu Fall brachten, existiert weiterhin und wird von neuen mächtigen Figuren aus Justiz und Politik gesteuert. Innerhalb eines gefährlichen Interregnums – einer Zeit zwischen dem Rücktritt eines PET‑Chefs und der Ernennung eines neuen – sollen Oxen und Franck ein letztes entscheidendes Gefecht führen. Schon bald katapultiert sich die Ermittlung in eine Kettenreaktion rätselhafter Ereignisse: Eine führende Figur wird tot in einem schwedischen See gefunden, eine junge Studentin hängt tot von einem Altan, während ihre Freundin mit ihrem Partner um Leben und Tod flieht. Es entsteht ein undurchsichtiges Netz aus Verschwörung, Machtspielen und tödlichen Dingen, in dessen Mitte Oxen und Franck stehen – und das sie zunehmend in Lebensgefahr bringt.
Jens Henrik Jensens Stärke liegt erneut in seiner detailreichen Handlung, die politische und gesellschaftliche Themen geschickt mit klassischer Krimispannung verbindet. Die bekannte nordisch‑düstere Atmosphäre bleibt erhalten, und Fans der Reihe bekommen genau das, was sie erwartet: ein vielschichtiges Katz‑und‑Maus‑Spiel mit internationalem Einschlag.
Allerdings hat der Band auch Schwächen. Für Leser*innen, die ohne Kenntnisse der vorherigen Bücher einsteigen, wirkt die Fülle an Figuren, Verstrickungen und historischen Anspielungen teilweise überwältigend – und die Spannungskurve fühlt sich streckenweise etwas langgezogen an. Die vielen Handlungsebenen verlangen Aufmerksamkeit, ohne immer sofort zu belohnen. Insgesamt ist Oxen. Interregnum ein solider und tief recherchierter Thriller, der das Serienuniversum weiterführt und besonders Kenner*innen der Oxen‑Reihe begeistern dürfte. Die Mischung aus politischer Intrige, düsterer Stimmung und actiongeladenen Ermittlungen macht ihn zu einem starken Beitrag im modernen Skandi‑Thriller‑Genre, auch wenn der Showdown ein bisschen mehr Tempo vertragen könnte.
Sie hatten angenommen, es sei geschafft. Doch der alte und nun kommissarische Chef der PET Axel Mossman war misstrauisch und das war gut so. Aber der richtige Plan, Schlimmeres zu verhindern, fehlt. Da wird der Generalstaatsanwalt Eilertsen bei seinem Ferienhaus in Schweden tot aufgefunden. Das bringt alle Mutmaßungen durcheinander. Mossman ruft seine geheimen Mitstreiter zusammen. Der ehemalige Jägersoldat Niels Oxen und Margarethe Franck stoßen zum Team. Fast gleichzeitig scheint es so als hätte ein chinesischer Student sich selbst getötet. Die örtliche Ermittlerin wird allerdings misstrauisch und beginnt genauer nachzuforschen. Derweil versuchen Oxen und seine Kollegen herauszufinden, was hinter dem vermeintlichen Unfalltod von Eilertsen steckt.
Dies ist der siebte Band der Reihe um den ehemaligen Jägersoldaten Niels Oxen. Dieser leidet in manchen Momenten immer noch unter seiner posttraumatischen Belastungsstörung. Meist sind seine Fähigkeiten jedoch unverzichtbar. Allerdings sorgt er sich um seinen Sohn Magnus, mit dem er endlich eine Beziehung aufgebaut hat. Margarethe Franck hat mitunter die besten Ideen und trotz ihrer körperlichen Einschränkung hält sie den Kollegen den Rücken frei. Mossman ist wie immer einer, der nicht in jeder Sekunde alles teilt. Doch mit seinen Schlussfolgerungen hat er ein gutes Gespür.
Die Gestaltung des Covers passt gut zu den anderen Bänden der Reihe. Das hat einen schönen Wiedererkennungseffekt. In diesem Band stellt man fest, die alten besiegt geglaubten Feinde sind noch da. Und diesmal muss es wirklich gelingen. Die Handlung wird auf mehrere Handlungsstränge verteilt, die unterschiedlich schnell vorangetrieben werden. Da möchte man an einer Stelle wissen wie es weitergeht und muss doch eine Weile warten, weil andere spannende Entwicklungen dazwischen kommen. Das liest sich ausgesprochen fesselnd. Auch die eigentliche Handlung ist interessant und die einzelnen Fäden sind intelligent verknüpft. Die kleinen Anleihen bei der Wirklichkeit können einem schon einen Schauer über den Rücken jagen. Man kann nur hoffen, dass es im Leben auch einen Mossman geben möchte, der die Chance auf eine bessere Welt erhöht. Ein spannender Thriller, der in Teilen sehr realistisch wirkt und einen manchmal staunen lässt, was alles möglich ist.
Prinzipiell eine gute Geschichte, aber nur schwache Spannung
Ich liebe skandinavische Krimis. Wirklich. Düster, politisch, kantig, mit Figuren, die mehr Narben als Antworten haben. Genau deshalb habe ich zu diesem Buch gegriffen. Und genau deshalb war die Enttäuschung am Ende spürbar.
„Oxen. Interregnum“ ist der siebte Teil der Reihe rund um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen. Man befindet sich mitten in einem politischen Machtspiel rund um den sogenannten Danehof und eine Figur namens Mossman, der mit seinem Interregnum eine Art Schattenordnung etablieren will. Es geht um geheime Strukturen, fanatische Strippenzieher, illegale Machenschaften und den Versuch, ein System von innen heraus zu entlarven.
Das Problem: Als Leserin wird man dabei erstaunlich allein gelassen.
Was oder wer der Danehof eigentlich ist, wird nicht klar erklärt. Nicht einmal angerissen. Wenn man die Reihe kennt, mag man sich das zusammenreimen können. Ohne Vorwissen wird es zäh. Und selbst mit Vorwissen bleibt vieles unnötig verkopft und langatmig. Die Geschichte zieht sich, verliert sich in Wiederholungen und wirkt stellenweise so, als müsse auf Teufel komm raus eine bestimmte Seitenzahl erreicht werden.
Der Schreibstil an sich ist gut. Flüssig, sauber, routiniert. Daran liegt es nicht. Aber Stil allein trägt keinen Thriller, wenn die Spannung fehlt. Und genau die kam bei mir nie richtig auf. Zu viele Brüche, zu viele Wiederholungen, zu wenig Zug.
Was das Buch für mich tatsächlich gerettet hat, war der Nebenstrang rund um Oxen selbst. Seine persönliche Geschichte, seine inneren Konflikte, seine Rolle als Vater. Dieser Teil hatte Tiefe. Der hatte Emotion. Da war plötzlich das, was ich mir vom ganzen Buch gewünscht hätte.
Trotzdem habe ich nach etwa der Hälfte abgebrochen. Nicht aus Trotz, sondern aus Ehrlichkeit. Ich wollte weiterlesen wollen. Ich habe es aber nicht.
Unterm Strich: ein solides Buch mit angenehmem Schreibstil, interessanten Figuren und einer grundsätzlich spannenden Idee. Für mich persönlich aber zu langatmig, zu erklärungsarm und zu wenig packend. Ich werde vermutlich kein glühender Oxen-Fan mehr werden. Dafür gibt es im skandinavischen Thrillerregal einfach zu viele Reihen, die mich stärker am Kragen packen.
Für eingefleischte Oxen-Leserinnen und -Leser mag dieser Band funktionieren. Für mich war es diesmal leider nicht das Richtige.
Das muss man sich mal vorstellen! Eigentlich war Oxen nach drei Teilen abgeschlossen. Jensen hatte die Geschichte um den dänischen Jägersoldaten mit PTBS als Trilogie geplant. Und jetzt hab ich den siebten Band gelesen!
Dieser Teil geht noch einmal auf Anfang und beschäftigt sich erneut mit dem Danehof, der doch eigentlich am Ende der Ursprungsgeschichte zerschlagen worden ist. Das Resultat ist ein klassischer Pageturner.
Was die Bücher um Oxen eigentlich so besonders macht, sind die Charaktere die dort spielen. Da haben wir zum einen den Chef des Geheimdienstes Axel Mossmann, dessen größte Waffe sein Verstand ist, der nicht nur ein doppeltes, sondern gefühlt vierfache Spiel führt und bei dem man nie wirklich weiß wo man ist. Dann gibt es noch Margarete Franck, die sich nach dem Verlust ihres Beines bei einem Einsatz für den PET wieder zurückgekämpft hat, für Ermittlungen lebt und nicht locker lässt bis Sie die Lösung eines Falles gefunden hat.
Und natürlich Oxen selber, dessen Ambivalenter Charakter mir immer besonders gut gefallen hat. Auf der einen Seite ist er durch seine Ausbildung als Jägersoldat, seiner Erfahrung ein extrem starker Kerl. Immerhin hat er als einziger Soldat das eiserner Tapferkeitskreuz erhalten. Seine Stärke ist aber auch seine Schwäche. Eine postraumatische Belastungsstörung macht ihm sehr zu schaffen und schwächt ihn erheblich.
Der Rest ist, meiner bescheidenen Meinung nach, nichts besonderes. Ein Skandinavienthriller, mit ein Wendungen, Cliffhangern nach jedem zweiten Kapitel und einem spektakulären Finale. Kein sprachliches Wunderwerk, teilweise auch ein wenig platt, aber nicht schlecht. Ich kann die Oxenreihe generell empfehlen, gerade die ersten drei Bücher machen richtig Spaß! Den vierten Teil fand ich erst ein bisschen unnötig, dann wurden die weiteren Teile wieder immer besser.
Nur eine Sache hat mich ein wenig gestört. Am Anfang gab es eine völlig unnötige Konversation über wokeness und über Dinge die man heute nicht mehr sagen darf. Ein Thema was in dem Buch nicht mehr aufgegriffen wird und für die Geschichte als solches auch keinen Mehrwert hat. Ehrlicherweise glaube ich auch, dass da nicht Oxen gesprochen sondern Jensen ein wenig Dampf abgelassen hat. Warum auch immer. Na ja, wie dem auch sei:
Kauft das Buch nicht bei Amazon, sondern in einer richtigen Buchhandlung. Denn zweiteres ist einfach besser.
Mit „Interregnum“ legt Jens Henrik Jensen den mittlerweile siebten Band seiner Erfolgsreihe um den dänischen Ex-Soldaten Niels Oxen vor. Dem Autor gehen hierbei die Ideen für fesselnde und erschreckend realistische Politthriller noch lange nicht aus.
Niels Oxen und die Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck finden sich erneut in einem Netz aus Intrigen wieder, das weit über die Grenzen Dänemarks hinausreicht. Der Roman greift brandaktuelle politische Entwicklungen auf – von chinesischen Spionageaktivitäten bis hin zu den Auswirkungen des Ukraine-Krieges – und verwebt diese zu einem Szenario, das durch seine Realitätsnähe beunruhigt. Während die nationale Sicherheit auf dem Spiel steht, muss Oxen sich gleichzeitig den Herausforderungen in der Beziehung zu seinem Sohn Magnus stellen, was der harten Thriller-Handlung eine emotionale Ebene verleiht.
Durch die bewährte Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven und die gewohnt kurzen Kapitel kommt von der ersten Seite an hohe Spannung auf. Zahlreiche Überraschungsmomente sorgen dafür, dass man nur schwer mit dem Lesen aufhören kann.
Der private Handlungsstrang rund um Oxen und seinen Sohn Magnus kann auch überzeugen und sorgt für emotionale Nähe zu Oxen.
Ein kleiner Wermutstropfen ist das Tempo im Mittelteil. Nach dem starken Anfang wird hier spürbar Fahrt herausgenommen, wodurch der Erzählfluss zeitweise etwas ins Stocken gerät. Zudem wirken manche Bemerkungen zu gesellschaftlichen Entwicklungen sowie Margrethe Francks „Liebesleben“ im Vergleich zu den hochrealistischen politischen Verwicklungen etwas gezwungen und weniger authentisch.
Trotz der kleinen Längen im Mittelteil tut dies dem Lesegenuss und der generellen Spannung keinen Abbruch. „Oxen. Interregnum“ ist ein gewohnt packender Politthriller, der durch seine Aktualität besticht. Für Fans der Reihe ist dieser Band ein absolutes Muss und ein Beweis dafür, dass die Serie auch nach sieben Bänden nichts von ihrer Relevanz verloren hat.
„Oxen – Interregnum“ von Henrik Jensen“ mittlerweile der siebente Band dieser Thrillerreihe und nach wie vor unglaublich spannend, aber auch sehr komplex und aktuell. Wenn man die vorherigen sechs Teile kennt, ist es unter anderem hinsichtlich der Lebensgeschichten der Hauptprotagonisten von Vorteil, falls nicht, spielt es auch nicht wirklich eine Rolle, da die Handlung der Fälle (meistens) in sich eigentlich abgeschlossen und auserzählt ist. Der Chef des dänischen Geheimdienstes, Axel Mossmann, steht am Ende seiner beruflichen Laufbahn und bekommt plötzlich nochmals einen brisanten Fall auf den Tisch, der ihm leider von früher her bereits bekannt ist; diesen überträgt er seinen besten Mitarbeitern: Jägersoldat Niels Oxen und der Agentin Margrethe Franck. Diese Protagonisten sind ja altbekannt, starke, mittlerweile sehr gut ausgearbeitete Charaktere, behaftet mit menschlichen und privaten Problemen und von daher sympathisiert man auch sofort mit ihnen. Das Cover ist von der Gestaltung her den Vorgängern ähnlich und wie immer passend zu dieser Reihe. Der Schreibstil und die Erzählweise des Autors sind eindrucksvoll, flüssig und extrem spannend, beim Leser entsteht sofort Kopf Kino, ohne das allzu oft übliche blutige und extrem grausame Gemetzel. Es gibt in diesem cirka 600 Seiten umfassenden Werk zwei Erzählstränge, welche parallel zueinander laufen und sich erst im Laufe der Zeit herausstellt, dass und wie sie miteinander verwoben sind und am Ende ineinander spielen. Von mir definitiv 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung für Freunde dieses Genres bzw dieser Reihe.
Dieser dänische Thriller um den Jägersoldaten Niels Oxen handelt in diesem Band von einem Spionagefall mit mehrfachem Mord und kompliziertem Betrug auf internationalem Niveau. Zusammen mit dem legendären Axel Mossman, einem umgänglichen, höflichen und empathischen Menschen im Interregnum quasi kurz vor seiner Verrentung, agiert auch wieder Margrethe Franck, dieses Mal gegen reale dunkle Mächte aus China und gegen eine alte Verschwörung rund um den Danehof. Die schlüssige, nachvollziehbare Aufklärung dieses komplizierten Plots mit mehreren Nebenschauplätzen nur teilweise auf dänischem Boden mit mächtigen Gegnern auf oberster Ebene lässt ein spannendes, gewaltbereites, intelligent verwobenes Ambiente aufkommen. Die Welt der Spionage wird als beinhart und gnadenlos dargestellt. Thematisiert werden auch die kriminelle Vermittlung nicht-europäischer Studenten an europäischen Hochschulen, die Überwachung durch Satelliten und der Einsatz der Malware Pegasus, einem Überwachungsprogramm, das von der israelischen Cyberintelligence-Firma NSO Group Technologies entwickelt wurde. Aber auch grenzüberschreitender Drogenhandel, betrügerische Manipulationen in der IT im Darknet unter Hackern und politische Ränkespiele erzeugen spannende, kreative Momente zwischen Chaos, Geheimnissen, Verrat um diese drei Hauptfiguren. Appelliert wird auch an Moral, Ethik und Gerechtigkeit.
Jens Henrik Jensen hat mit "Oxen - Interregnum" einen groß aufgezogenen Thriller geschrieben. Das Buchcover ist düster und zeigt unterirdische Gänge, was die Stimmung des Buches gut transportiert. Ich muss vorab erwähnen, dass dies mein erster Teil dieser Reihe war und ich im Nachhinein denke es wäre an einigen Stellen praktischer gewesen Niels Oxen und Margarethe Franck bereits vorab begegnet zu sein. Die Stimmung ist durch die Erzählkunst des Autors von Beginn an fesselnd und düster, man hat immer das Gefühl einer Sache auf der Spur zu sein, vielleicht ist hier auch Vorwissen aus den vorhergehenden sechs Bänden nützlich, und man gerät in ein vielschichtig konstruiertes Gesamtkomplott. Die Charaktere überzeugen durch ihre Intensität und so entsteht eine unglaublich fesselnde Gesamtatmosphäre. Ich mag es wie Jensen erzählt und durch seine Sprachkunst Spannung generiert. Anfangs habe ich etwas gebraucht reinzukommen da ich keinen der Vorbände gelesen habe. Das wäre auch definitiv meine Empfehlung, die ich jetzt nachhole, die Reihe chronologisch zu lesen um die gesamte Story rund um den Geheimbund und den Danehof richtig einordnen zu können. Doch da mir das Gelesene gut gefallen hat ist das ein richtig guter Ausblick auf mehr.
Oxen - Die Rückkehr des Danehof Das Cover ordnet sich in die bisherige Reihe an, sodass ein hoher Wiedererkennungswert vorhanden ist. Der Geheimbund Danehof wurde seinerzeit wohl doch nicht vollständig zerstört. Mossmann, der sich in den letzten Wochen seiner Zeit als Interimschef des Geheimdienstes befindet, reaktiviert Oxen und Franck. Es ist der siebte Band der Reihe und kann sicherlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Für das Gesamtverständnis ist es aber auf jeden Fall sinnvoll, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Der Autor baut sofort Spannung auf und startet mehrere Handlungsstränge, deren Fäden im Laufe des Buches langsam zusammengeführt werden. Das Buch ist geprägt von Todesfällen, die sich schnell als Mord herausstellen und einer düsteren Atmosphäre. Die akribische Ermittlungsarbeit und die politischen Hintergründe sind stellenweise herausfordernd für den Leser, damit man nicht den Überblick verliert. Die Charaktere sind authentisch beschrieben, der private Hintergrund wird in die Handlung mit einbezogen, ohne sie zu überlagern. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch eine Straffung der Handlung gewünscht. Insgesamt ein spannender, politischer Thriller, der für die Fans der Reihe definitiv ein Muss ist. Wieder denkt man am Ende, das war's jetzt, aber wer weiß das schon.
Oxen - Interregnum ist der 7. Band der Oxen-Reihe. Das Buch hat sich sehr gut gelesen. Es war schön, die bekannten Charaktere und Orte wieder in einer Geschichte verpackt zu haben und mit ihnen ein neues Abenteuer zu erleben. Der Schreibstil ist wie auch in den anderen Bänden sehr gut und flüssig zu lesen, mit kleinen Situationen, die einem den Charakter der Personen näherbringen. Die Geschichte ist gut aufgebaut und es gibt einige unvorhergesehene Wendungen. Insgesamt ist das Buch schwächer als Teil 1 bis 3 und 6 der Reihe (Teil 4 und 5 waren nicht ganz so gut), welche einfach grandios waren. Hier, im 7. Teil, fehlte mir irgendwie etwas Neues, Überraschendes; etwas, das aus einem guten Krimi/Thriller ein sehr gutes Buch macht. Für Leser und Freunde der Oxen-Reihe ist es dennoch ein Muss, das Buch zu lesen. Für Neueinsteiger eignet sich das Buch auch gut, da es viele (zu viele?) Rückblicke und Erklärungen gibt, jedoch würde ich eher einen der oben genannten Teile empfehlen.
Oxen. Interregnum ist der siebte Band der Reihe um den ehemaligen Elitesoldaten Niels Oxen. In diesem Teil müssen Franck, Oxen, Sonne und Finnsen mit Mossman zusammenarbeiten, um den Wiederaufbau des Danehof zu verhindern, der erneut großen Einfluss und Macht gewinnen will. Die Handlung ist von Anfang an spannend und entwickelt sich stetig weiter. Besonders gelungen ist, dass viele Wendungen nicht vorhersehbar sind und den Leser immer wieder überraschen. Jens Henrik Jensen versteht es, politische Intrigen, persönliche Konflikte und Spannung geschickt miteinander zu verbinden. Die Figuren wirken glaubwürdig, vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere trägt zur Spannung bei. Insgesamt ist Oxen - Interregnum ein gutes Buch mit einer fesselnden Handlung. Über eine Fortsetzung der Reihe würde ich mich freuen.
Der Danehof hat überlebt und Axel Mossmann wusste es. Er hat lange beobachtet bevor er es Oxen und Franck mitteilte, beinahe zu spät so scheint es. Der bereits siebte Band ist gewohnt spannend geschrieben, die Charaktere haben sich plausibel ein wenig weiterentwickelt und natürlich gibt es immer wieder überraschende Wendungen. Mir hat gefallen, dass Oxen und Franck diesmal persönlicher, näher und dadurch verletzlicher erschienen. Warum ihr Verhältnis zueinander und wiederum beider Verhältnis zu Mossmann so ist wie es beschrieben wird - für mich ist es nachvollziehbar weil ich die Reihe kenne. Meiner Meinung nach muss man unbedingt die vorherigen Bände gelesen haben um wirklich alles zu verstehen. Denn ohne das entsprechende Vorwissen ist es sicherlich schwieriger der Story zu folgen. Es ist vielleicht nicht der spannendste Band, hat mich jedoch wieder gut unterhalten.
Åh, hvor er det bare dejligt at kunne læse endnu en Oxen bog. Fantastisk plot, godt skrevet og med eftertænksomhed, der er mange strenge til den situation samfundet skal forholde sig til.
Og så er jeg vild med de skønne bemærkninger om ordsprog.
Du gør det igen, Jens Henrik Jensen, en stor fornøjelse at læse.
Stadig en god bog, men her virker forfatteren træt. Han starter flere ting op, som aldrig bliver afsluttet, og det efterlader mig med en lidt ærgerlig følelse. Jeg krydser fingre for, at det er bedre med den næste bog.
En ok fortsættelse af Oxen-serien, måske lidt på frigear efterhånden, men karaktererne er stadig gode - jeg kan især godt lide forholdet mellem Oxen og hans søn.
Oxen fortsætter og heldigvis for det. Her er storpolitik og de små men nære dramaer. Man skal have tungen lige i munden, men det er en helstøbt krimi og jeg glæder mig til mere Oxen