Der zweite Band der Eine Republik wird geboren, und ein junges Mädchen wird früh erwachsen
Berlin, November 1918: Die alte Ordnung zerfällt, die Stadt versinkt im Chaos der letzten Kriegstage.
Die zwölfjährige Anne hat ihre Mutter Dorit verloren. Der Vater Julius kämpft irgendwo an der zusammenbrechenden Front – seine Briefe erreichen sie nicht mehr. Zusammen mit ihrer Ziehmutter Lena kämpft Anne um das Überleben in einer Stadt, in der Hunger und Gesetzlosigkeit herrschen. Während verzweifelte Menschen die Villen der Reichen plündern, strömen die ersten desertierten Soldaten nach Berlin. Der Kaiser flieht, die Revolution bricht aus – und mit ihr kommt der Krieg in die Hauptstadt.
Julius kehrt aus dem Schützengraben zurück. Er wird Staatsanwalt der jungen Republik und steht zwischen Spartakisten und Freikorps, als alte Kameraden seine Loyalität einfordern, um das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Inmitten dieser Kämpfe muss Anne nicht nur den Verlust ihrer Mutter verkraften, sondern auch verstehen lernen, was es bedeutet, Tochter einer jüdischen Mutter und eines protestantischen Vaters zu sein.
Kaum jemand bemerkt die nächste Katastrophe, die sich Das Geld verliert an Wert. Was heute ein Vermögen wert ist, reicht morgen nicht mehr für ein Brot ...