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Umgeben von sanften Pyrenäenausläufern und berühmt für seine Gewürzpaprika, lädt das malerische Espelette alle zu einer Rast ein, die hier auf dem Jakobsweg vorüberwandern. Doch ein Schatten fällt auf das Idyll, als ein Schäfer aus dem Dorf brutal getötet wird. Dem von der baskischen Polizei zu Hilfe gerufenen Luc Verlain kommen die schweigsamen Dorfbewohner seltsam mitleidlos vor, und bald schon stößt er auf so einige schlüssige Mordmotive. Waren die vom Schäfer abgegebenen Luftschüsse, wenn Pilger seinen Weiden nahekamen, den Hoteliers ein zu großer Dorn im Auge? Hat sein Einsatz für den Wolf, der in der Gegend umgeht, seine Schäferkollegen zu sehr aufgebracht? Und weshalb war er ein so menschenscheuer Einzelgänger?

336 pages, Paperback

Published September 5, 2025

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About the author

Alexander Oetker

40 books24 followers
Er liebt den Süden, das gute Essen und das einfache Leben – darin ist sich Schriftsteller Alexander Oetker mit seinen Protagonisten einig.

So ist sein ganzes Schaffen auf diesen Süden ausgerichtet: Als Bestsellerautor mit den beliebten Aquitaine-Krimis um Commissaire Luc Verlain. Mit dem unvergleichlichen Frankreich-Kochbuch „Chez Luc“. Mit den Paris-Krimis um den verschrobenen Ermittler Commissaire Lacroix. Mit seiner Zypern-Krimireihe um Sofia Perikles. Und mit den wunderbaren Liebesromanen, die allesamt in den schönsten Regionen Europas spielen, wie etwa „Mittwochs am Meer“.

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2,365 reviews188 followers
September 5, 2025
Der kauzige Jacques lebte mit Schafen, Ziegen und seiner betagten baskischen Schäferhündin in den französischen Alpen in der Region von Espelette, berühmt für ihr Piment. Von seinen wenigen Nachbarn Abstand zu halten, fällt ihm hier nicht schwer, da die Gehöfte in großem Abstand voneinander liegen. Auch in diesem Jahr wird Jacques wieder mit der Herde auf die Sommerweide ziehen, wo er sich jedoch zunehmend über rücksichtsloser Wanderer und Pilger ärgern muss. Jacques Ruhebedürfnis steht in Konkurrenz zu den Interessen der Bewohner, die im Tal ihr Geld im Tourismus verdienen. Seit in den Bergen Wölfe gesichtet wurden und Jacques martialisch gegen Pilger in der Nähe seiner Weiden vorgeht, munkelt man, er würde Wölfe anlocken und dem Tourismus schaden. Als Jacques tot aufgefunden wird, scheint niemand um den alten Hagestolz zu trauern - und alle Konflikte wirken wie von Zauberhand gelöst.

Zuständiger Ermittler ist Luc Verlains baskischer Kollege Gilen Etxeberria. Ihm wird nicht nur Verlain zur Seite gestellt, sondern zugleich die für ihre cholerische Art berüchtigte Rose Schillinger, die nach ihrer Strafversetzung in die Bretagne Luc offenbar „spontan und ganz von oben“ vor die Nase gesetzt wurde. Etxeberria und Verlain arbeiten die übliche Routine ab: Motiv, Gelegenheit, Tatwaffe – und beißen sich an Jacques Außenseiterrolle fest. Das Einzelgängertum des Mannes wirkt einzigartig, Er spricht angeblich kein Baskisch, versteht sichtlich etwas von Schafen, Ziegen, Hütehunden und kennt die Berge. Niemand weiß jedoch, woher er vor langer Zeit kam oder kennt auch nur seinen Nachnamen. Dass die junge Ortspolizistin sich den Sitten des Dorfes enger verbunden fühlt als der Gerechtigkeit, bleibt nicht die einzige Hürde, die Verlain und „der Baske“ Etxeberria gemeinsam zu überwinden haben.

Fazit
Auch wenn ich Lucs heimatliches Surfrevier an der Atlantikküste zunächst vermisst habe, konnte der geheimnisvolle Einstieg in die Pyrenäen als Schauplatz mich sofort fesseln. Alexander Oetker verbindet hier eine Version des Wolfskonflikts zwischen Bewohnern und Naturschützern mit einem geheimnisvollen Mordfall. Neben dem Einzelgänger Jacques konnten mich weitere Figuren überzeugen, wie auch die beruflichen Netze, die Verlains Lebensgefährtin und Chefin Anouk schließlich zur Aufklärung des Falls nutzt.
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570 reviews36 followers
September 26, 2025
Ich mag die Reihe ja vor allem als amüsanteren Reiseführer - entsprechend viel davon ist ja auch immer enthalten.

Dass es hier einen ETA-Bezug geben würde, wird von den Ermittlern mit einem "dass ich daran nicht gedacht habe" völlig überraschend angenommen... während man beim Lesen den Verdacht schon zu Beginn hat...
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1,397 reviews7 followers
September 19, 2025

Luc Verlain ermittelt im Baskenland

Klappentext:
Umgeben von sanften Pyrenäenausläufern und berühmt für seine Gewürzpaprika, lädt das malerische Espelette alle zu einer Rast ein, die hier auf dem Jakobsweg vorüberwandern. Doch ein Schatten fällt auf das Idyll, als ein Schäfer aus dem Dorf brutal getötet wird. Dem von der baskischen Polizei zu Hilfe gerufenen Luc Verlain kommen die schweigsamen Dorfbewohner seltsam mitleidlos vor, und bald schon stößt er auf so einige schlüssige Mordmotive. Waren die vom Schäfer abgegebenen Luftschüsse, wenn Pilger seinen Weiden nahekamen, den Hoteliers ein zu großer Dorn im Auge? Hat sein Einsatz für den Wolf, der in der Gegend umgeht, seine Schäferkollegen zu sehr aufgebracht? Und weshalb war er ein so menschenscheuer Einzelgänger?

„Wolfstal“ ist mittlerweile schon der 9. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker.
Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch.
Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.

In dem idyllischen baskischen Städtchen Espelette wird ein Schäfer erstochen aufgefunden. Commissaire Etxeberria, der den eifrigen Leser*innen bestimmt noch bekannt ist bittet um Hilfe. Luc Verlain wird von seiner Chefin und Partnerin Anouk freigestellt und ins Baskenland geschickt. Dort gesellt sich noch die Commissaire Rose Schillinger dazu. Zu dritt nehmen sie die Ermittlungen auf. Rose Schillinger fällt durch i9hr Verhalten und ihre Alleingänge auf und ist Luc und Etxeberria nicht sonderlich sympathisch.
Der Fall ist kompliziert. Das Opfer schien ein Eigenbrötler zu sein und im Dorf keine Freunde zu haben. Zumindest schweigen sich die Menschen aus.

Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. In diesem Land das Baskenland, mit seinen malerischen Orten. Espelette ist über seine Grenzen bekannt für seinen Piment d’Espelette, so sieht man auch die Schoten an den Häusern hängen, um zu trocknen.
Auch an Kulinarik gibt es wieder einiges in der Geschichte. Alexander Oetker vereint hier wieder einmal Spannung mit gutem Essen.

Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und einige ja schon aus den vorherigen Bänden bekannt. Rose Schillinger ist ein interessanter Charakter, wenn man sie erst einmal richtig kennenlernt.

Alexander Oetker erzeugt recht schnell Spannung, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter steigert. Dabei erfahren die Leser*innen auch noch einiges über die ETA, die vor Jahren das Baskenland in Frankreich und Spanien mit Terroranschlägen terrorisiert hatte.

Der Schreibstil von Alexander Oetker ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd.
Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiterzulesen.

„Wolfstal“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi.
Ich freue mich jetzt schon auf den 10. Band, „Strandgut“ erscheint im März 2026.

565 reviews3 followers
September 30, 2025
Luc Verlain ermittelt im Baskenland

Buchmeinung zu Alexander Oetker – »Wolfstal«

»Wolfstal« ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2025 bei Hoffmann & Campe erschienen ist. Dies ist der neunte Fall für Commissaire Luc Verlain, der seine Fälle in der Aquitaine löst.

Zum Autor:
Alexander Oetker, geboren 1982, ist Bestsellerautor und TV-Journalist, als Frankreich-Experte von RTL und n-tv berichtet er seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Er lebt mit der Familie zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.

Zum Inhalt:
Ein menschenscheuer Schäfer wird in Espelette am Rand des Jacobweges auf brutale Art umgebracht. Luc Verlain wird von seinem baskischen Kollegen Etxeberria um Hilfe gebeten. Zusammen mit einer neuen Kollegin nehmen sie die Ermittlungen auf, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens.

Meine Meinung:
Bei den Kriminalromanen von Alexander Oetker freue ich mich immer auf die Informationen um den Fall herum. Diesmal geht es um das französische Baskenland, den Jacobsweg samt zugehörigem Tourismus und den Piment d’Espette. Der zu Tode gekommene Schäfer hat das ganze Dorf gegen sich aufgebracht, weil er einen Wolf angelockt und geschützt hat und weil er den Touristen gegenüber unfreundlich aufgetreten ist. Auch die Nach- und Auswirkungen der ETA werden thematisiert.
Mit Rose Schillinger begleitet eine neue Ermittlerin Luc Verlain bei seinen Ermittlungen. Sie wirkt unsympathisch, sondert sich ab und macht ihr eigenes Ding. Verlain und Etxeberria müssen ohne sie auskommen, glauben aber an einen persönlichen Hintergrund für ihr Verhalten. Die Figuren sind mit etlichen Grautönen gezeichnet und bieten Raum für Überraschungen. Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran und so stehen atmosphärische Landschaftsbeschreibungen, geschichtliche Einschübe, touristische Sehenswürdigkeiten und leckere Mahlzeiten an. Das eiserne Schweigen der Dorfbewohner scheint undurchdringlich, bis neue Hinweise den Fall voranbringen. Tempo und Spannung nehmen zu und es kommt zu einem Showdown in der Grenzregion.
Die Auflösung ist überraschend, vollständig und nachvollziehbar, hat mich aber nur bedingt überzeugt. Mich hat der Titel sehr gut unterhalten und wie eigentlich immer Lust auf einen Urlaub in der Region gemacht. Grenzwertig war für mich die Entwicklung der Figur Rose Schillinger und der Umgang Verlains damit.

Fazit:
Mich hat auch dieses Buch des Autor sehr gut unterhalten und die Zusatzinformationen um den Fall herum sind ein deutlicher Mehrwert. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Empfehlen kann ich das Werk als atmosphärischen Urlaubskrimi.
444 reviews1 follower
September 17, 2025
Die Gemeinde Espelette im französischen Teil des Baskenlandes ist Ziel von vielen Touristen, die den Jakobsweg gehen wollen. Deshalb stört es auch, dass es einen Schäfer gibt, der mit Gewehrschüssen die Wanderer erschreckt. Außerdem har er ein besonderes Verhältnis zu einem wolf, der die Schafe von anderen Schäfern reißt. Alle in Espelette hassen ihn und deshalb ist es verwunderlich das die Tochter des Schäfers mit ihm ausgeht, da er ihr Leben gerettet hat. Es war ein schöner Abend auch für den Einsiedler, doch am nächsten Morgen wird er tot aufgefunden. Das ruft die Polizisten Luc Verlain und seinen baskischen Kollegen Etxebarria auf den Plan. Zusätzlich wird ihnen noch die Polizistin Schellinger zur Seite gestellt. Sie tappen lange in Dunkeln doch durch Zufall kommen sie dem Mörder auf die Spur.
„Wolfstal“ von Alexander Oettker ist ein Aquitaine-Krimi mit dem Ermittler Luc Verlain. Es ist ein spannender und gut inszenierter regionaler Krimi, mit interessanten Ermittlern in einer sehr speziellen Region, dem Baskenland. Die Personen dieses Ermittlerteams sind allesamt sehr speziell, allen voran Luc, einem erfahrenen und hochdekorierten Polizisten aus Bordeaux, der dort mit seinen Chefin liiert ist und ein Kind hat. Dieses wird auch immer wieder thematisiert und gibt dem Krimi eine Menschlichkeit, die Spaß macht. Ebenso sein baskischer Kollege und Freund ist sehr interessant beschrieben, nur die neue Kollegin ist still, griesgrämig und zurückgezogen und passt eigentlich nicht ins Team. Es ist so, als wenn sie ein Geheimnis mit sich tragen würde. Die Story um den Mord an dem Schäfer ist sehr gut entwickelt und aufgebaut. Das Cover zeigt schon den Weg, denn es ist ein Blick aus den Bergen auf das Meer. Der Autor erzählt diese Geschichte sehr leicht und bildhaft, so dass jedenfalls mein Kopfkino gleich angesprungen ist und ich mich gut in die Region hineinversetzen konnte. Die Spannung ist sehr gut auf den Punkt gebracht und lässt den Leser miträtseln und auch die Hilflosigkeit spüren, und zum Ende nimmt die Spannung rapide zu.
Ich mag diese Art von regionalen Krimis, weil ich mich gut in die Szenen hineinversetzen kann und auch die Beschreibung dieser Region und deren Menschen macht mich sehr neugierig. Für mich ist dieser Krimi sehr lesens- und empfehlenswert.
Profile Image for WildesKopfkino .
713 reviews7 followers
November 12, 2025
Zugegeben, in diesem kleinen Dorf irgendwo in den Pyrenäen würde ich keinen Urlaub machen wollen. Zu still, zu viele Blicke, die sich lieber abwenden. Und dann liegt da dieser tote Schäfer im Gras – und plötzlich wird’s richtig ungemütlich. Alexander Oetker hat’s einfach drauf, Spannung mit Atmosphäre zu vermischen, bis man selbst glaubt, im Baskenland durch den Nebel zu laufen.

Luc Verlain ist so ein Ermittler, der nicht mit der Tür ins Haus fällt. Er beobachtet, grübelt, trinkt vermutlich zu viel Kaffee und kriegt trotzdem mehr raus als jeder forensische Computer. Ich mag das. Kein Superheld, sondern einer, der sich in den Leuten festliest – und denen ist in Wolfstal nicht so recht zu trauen.

Das Setting ist wieder großartig: Paprikafelder, die im Wind flirren, alte Häuser, aus denen Geschichten tropfen, und dazwischen ein Wolf, der mehr Symbol ist als Tier. Oetker schafft’s, dass man sich fragt, wer hier wirklich das Raubtier ist – Mensch oder Natur.

Klar, in der Mitte hängt’s ein bisschen durch. Da wäre etwas mehr Biss gut gewesen. Aber sobald die Fäden zusammenlaufen, sitzt man wieder gerade, weil alles plötzlich Sinn ergibt. Das Ende? Nicht laut, aber clever. So ein Moment, in dem man kurz still bleibt, weil’s einfach passt.

Für Krimifans mit Herz fürs Detail, Lust auf Atmosphäre und einem Faible für leise Spannung statt Dauerfeuer – Wolfstal liefert genau das. Ein Krimi, der riecht, schmeckt und knistert.
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