Medizin wirkt, oder eben nicht – doch so einfach ist es nicht! Denn die Erwartung und Einstellung der Patienten entscheidet ebenso maßgeblich darüber, ob eine Behandlung erfolgreich ist oder nicht. Auf Basis neuester Erkenntnisse aus der Forschung zeigt dieses Buch leicht verständlich, wie dieser Placebo-Effekt gezielt genutzt werden kann, und veranschaulicht anhand vieler Beispiele, welch ungenutztes Potenzial in der Kraft der Gedanken liegt.
Klare und einfach zu verstehende Zusammenfassung, was Placebo- und Noceboeffekte sind, wo diese in Gehirn und Körper wirken und was man selbst tun kann, um seine Erwartungen besser zu managen.
Untermauert durch viele wissenschaftliche Studien und praktische Beispiele, die zum Nachdenken über die eigene Situation anregen.
Zu empfehlen für alle die Patient:innen waren, sind oder es vielleicht in Zukunft werden.
Ulrike Bingel Sven Benson Dein Körper glaubt dir alles herbig 2025
Hilft mir nicht wirklich weiter …
In dem Buch werden verschiedene Studien angeführt und alles ausführlich erklärt, auch Nocebo- und Placebo-Effekt. Am Anfang fand ich das Buch sehr langweilig. Inzwischen habe ich 2 bis 3 Wochen benötigt, bis ich es endlich ausgelesen hatte. Ich hoffte, dass es mir weiterhilft.
… denn ich bin die, zu der man sagt: Globuli helfen nicht. Seltsam aber, dass mein Umfeld merkt, wenn ich Pulsatilla genommen habe! Es wirkt bei mir ganz anders als Nux Vomica, aber Ärzte und Co sagen, das kann nicht sein. Jeder Mensch ist anders, man kann nicht alle Menschen über einen Kamm scheren.
Ich stimme den Autoren in einem zu, wenn man den Patienten alles ausführlich erklärt und sich ein bisschen mehr Zeit nimmt, dann wirken die Medikamente wahrscheinlich besser und der Patient wird schneller gesund. Aber vor allem merkt man dann, dass der Patient individuell ist und dass nicht bei jedem Patienten dasselbe Mittel wirkt. Unser Gesundheitssystem ist weit davon entfernt, das auch so umzusetzen, vor allem, wenn ein Karl Lauterbach Impfungen fördert und hilfreiches streicht, weil es halt mehr um NATURheilmittel geht.
Blöderweise hat mir das Buch nicht wirklich weitergeholfen. Und hätte ich gewusst, dass die Autoren von der Uniklinik in Essen sind, mit denen ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe (erklären nicht warum und wenn man nachfragt ist man austherapiert und medikamentensüchtig! (Funktioniert wunderbar, solche Diagnosen, ich nehme nicht mehr auf Dauer Medikamente!! Triptane nehme ich seither nie wieder! Im Absetzen bin ich sehr schnell!! Sehr zum Verdruss meiner Ärzte. Es gibt ja welche, die wollen wirklich helfen!), hätte ich mir das Buch keineswegs besorgt.
Wenn man das, was in dem Buch steht kürzer gefasst hätte und auch in unserem Gesundheitssystem umsetzen würde, würde es um den Gesundheitszustand der Patienten besser gestellt sein und man würde nicht mehr so oft operiert und schneller gesund werden. Ich bin sicher, dass die Ansätze und auch dadurch, dass man das psychologische einbezieht, Patienten besser helfen könnte, wenn man denn wollte. Aber das ist wie die Uniklinik in Essen: Die Ansätze sind gut, die Umsetzung halt weniger. Also passen die Ärzte wunderbar dahin!
Jedenfalls wird im Buch erklärt, wie man seriöse Internetseiten für seine Krankheiten findet und wie es sein kann, dass die ersten Treffer - bei Suchmaschinen - nicht unbedingt seriös und meistens nicht gut sind. Hinten gibt es noch die Erklärungen der Fachbegriffe und zudem das Literaturverzeichnis, was ich in solchen Fachbüchern sehr schätze.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit: Ja, klar, nun erwartet man, dass ich das Buch niedermache und einen Stern gebe, aber das würde ich nie tun! Das Buch hat seine 3 Sterne verdient, denn die Ansätze sind gut und die Anstöße und würden viele Kliniken und Ärzte das umsetzen, wäre es um das Gesundheitssystem besser bestellt. Insgesamt finde ich den Ansatz super, aber das Buch hätte mit deutlich weniger Seiten auskommen können.
Ich fand das Thema von Anfang an total spannend – wie groß der Einfluss unserer Gedanken auf Heilung sein kann, fasziniert mich schon lange. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut und auf wissenschaftlich fundierte, klar strukturierte Einblicke in den Placebo-Effekt gehofft.
Ein paar interessante neue Perspektiven waren tatsächlich dabei: etwa Placebo-Effekte unter Narkose, der Umgang mit Generika oder der Nocebo-Effekt. Auch der Einstieg ins Thema war vielversprechend und gut verständlich. Danach hat mich das Buch leider zunehmend verloren.
Der Aufbau wirkt sprunghaft, manchmal sogar ein bisschen konfus, es ging plötzlich nicht mehr wirklich um Placebo, sondern eher allgemein um die Arzt-Patienten-Beziehung, Kommunikation, Empathie, Erwartungshaltungen. Alles irgendwie verwandt mit dem Thema, aber nicht immer sinnvoll verbunden. Ich hätte mir da mehr roten Faden gewünscht.
Auch stilistisch war es schwierig: Teilweise klang es fast wie ein wissenschaftlicher Fachartikel, dann wieder sehr locker bis belehrend. Der Wechsel zwischen Ansprache an Ärzt:innen und Patient:innen ohne klare Trennung hat das Ganze zusätzlich unruhig gemacht. Ich hatte oft das Gefühl, das Buch wüsste selbst nicht, an wen es sich eigentlich richtet.
Dazu kamen viele Wiederholungen, viele Abscheifungen und oft nur oberflächliche Studiennennungen. Da hätte ich mir mehr Einordnung und Tiefe gewünscht. Vor allem: Was bedeutet ein signifikanter Unterschied konkret? Wie groß ist der Effekt? Ist das übertragbar?
Viel mitnehmen konnte ich leider nicht. Außer vielleicht den Appell, als Patientin mit einer positiven Haltung in den Arzttermin zu gehen. Das ist natürlich ein sinnvoller Impuls, aber für ein ganzes Buch über Placebo doch etwas wenig.
Gut aufgearbeitet, allerdings für mich solide und nicht neu.
Das Sachbuch von Prof. Dr. Ulrike Bingel und Prof. Dr. Sven Benson liefert viel Hintergrundwissen bezüglich des Placebo-Effekts.
Es wurde sehr fundiert gearbeitet und basierend auf Studien, wie man es von fachlicher Literatur erwarten würde. Besonders geeignet fand ich ich die vielen Beispiele und Erklärungen. Es wird sauber und vor allem gut verständlich erklärt und das Thema wirklich gut an den Leser gebracht. Es beinhaltet auch Ratschläge und Tipps, sowie Behandlungsmethoden. Persönlich konnte man vieles mitnehmen und einiges wurde noch einmal bestärkt. Anderseits war auch einiges für mich selbstverständlich und schon durchaus bekannt, wenn einen das Thema interessiert. Leider war es unter anderem auch ein wenig realitätsfern. Es wäre ein Wunschdenken, jedoch einfach momentan für die meisten Patienten ein Wunschtraum, welcher in der Praxis keinen Anklang findet.
Der Buchumschlag ist jetzt subjektiv betrachtet nicht ansprechend für mich, jedoch thematisch passend. Hier hätte man durchaus ein interessanteres Cover gestalten können. Der minimalistische Ansatz gefällt mir vor allem für ein Sachbuch, es spiegelt auch Professionalität für mich, jedoch ist es einfach nicht ansprechend für die Leser und in einer Buchhandlung hätte ich wohl nicht danach gegriffen.
Das Thema Placebo-Effekt interessiert mich schon seit langem. In "Dein Körper glaubt dir alles" geht es um diesen besonderen Effekt, seinen Gegenspieler den Nocebo-Effekt und das alles in verständlicher Sprache und klaren Beispielen. Alle Erkenntnisse sind mit Studien und Behandlungsmethoden hinterlegt, sodass man als Leser immer gut hinter die Kulissen schauen kann. Ich fand es wieder einmal sehr spannend, wie viel Einfluss der eigene Kopf und die eigene Psyche im Positiven wie im Negativen auf körperliche Effekte oder Krankheiten haben können. Dadurch bin ich jetzt deutlich motivierter, lieber mal vom Positiven auszugehen, als meist vom Negativen. Viele Symptome werden ja auch durch das Mentale verstärkt oder zumindest beeinflusst. Das wurde an vielen der genannten Beispiele klar. Ein wirklich tolles und informatives Buch, das ich definitiv behalten und immer wieder mal aufschlagen werde!