Wieso fährt ein Mensch mit der eigenen Muskelkraft Berge hinauf – auch mit mäßigen Erfolgsaussichten und unter allergrößten Qualen? Und wieso setzt er sich am nächsten Tag aufs Rad und beginnt von vorn? Was ist das Geheimnis dieses Sports, der das größte Opfer und das größte Glück vereint? Rick Zabel kennt die Antwort.
Als Sohn eines erfolgreichen Sprinters wurde er selbst Profi, fuhr alle großen Rennen – mit deutlich weniger Siegen, aber mit derselben Hingabe und Leidenschaft. Das Gefühl, sich für den Teamerfolg zu schinden, hat ihn in den letzten Jahren ebenso begleitet wie das tiefe Glück, fürs Radfahren bezahlt zu werden. Rick Zabel hat die Schattenseiten des Rennradfahrens kennengelernt – Druck, Konkurrenzkampf und körperliche Grenzerfahrungen –, und die Sonnenseiten: ›On the road‹ hat er einige der schönsten Orte der Welt gesehen, hat ganz allein die höchsten Pässe Europas bezwungen, auf der Abfahrt den kühlen Wind und die spektakuläre Aussicht genossen.
Davon schreibt er klug, eindringlich und lustvoll – und so, dass man selbst sofort in die Pedale treten möchte.
Rick Zabel, Sohn der deutschen Radsportlegende erzählt aus seinem Leben. 14 kurze Kapitel, chronologisch mit kurzen Begriffserklärungen aus der Welt des Profiradsports. Das Ganze geht nicht sehr tief, ist aber gut zu lesen. Der Wandel vom Jungen der gerne Rad fährt, dann im Sportverein mit 13 in ein Sportinternat nach Erfurt wechselt und von dort aus in den Profiradsport, bis zum frühen Karriereende mit 30. Die Ergebnisse waren okay, keine Riesensiege, okay Platzierungen, eher in der zweiten Reihe. Giro und Tour gefahren. Jetzt "Content Creator" und Podcaster mit Jan Ullrich und Familienvater. Auch ein Buch über große väterliche Fußstapfen und Erwartungshaltungen. 4 Sterne
viel über den rennradsport gelernt, über das management im hintergrund & das team, welches hinter dem kapitän steckt - mir waren es jedoch zu viele passagen über rick zabels ego, wobei ich die ehrlichkeit schätze, mit der er sein früheres ich beschrieben hat, das mit dem Leistungssport aufgewachsen ist
Ich kenne Rick Zabel von Social Media und finde ihn echt sympathisch. Von diesem Buch habe ich mir allerdings mehr erwartet. Leider wiederholt der Autor sich inhaltlich oft und das Lektorat hätte bessere Arbeit leisteno müssen. Ich habe Rechtschreib- und Grammatikfehler gefunden sowie einige Stilblüten. Beispiel: S. 182 f. „[…] André schaffte bei sieben Etappen immerhin dreimal die Plätze sechs, acht und zwölf.“ Was der Autor aus dem Kontext meint: Er erreichte drei gute Platzierungen. Was es streng genommen bedeutet: er wurde 3x Sechster, 3x Achter und 3x Zwölfter. Unmöglich bei nur sieben Etappen. Diese Art der falschen Ausdruckweise ist mir öfter aufgefallen und scheint mir einfach eine Eigenart des Autors zu sein, aber ein gutes Lektorat muss so etwas abfangen und korrigieren.
Vom Radprofi zum Influencer - die ersten 32 Jahre von Rick Zabel‘s Leben in ein Buch. Die ersten Kapitel haben sich etwas holprig gelesen und manche Informationen waren mehrmals neu erklärt worden. Danach, vor allem ab der Zeit im Sportinternat in Erfurt ließt sich das Buch deutlich flüssiger. Die vielen Trainings mit seinem Vater, das oftmals schwierige Verhältnis zu genau diesem und auch interne Team- und Vertragsdetails, wenn es dann Richtung Profikarriere geht, sind eindrucksvoll beschrieben. Wer sich für Radsport / Rick Zabel als Influencer interessiert, hat hier definitiv Spaß beim Lesen.
Ich liebe einfach Biografien von Radrennfahrer. Rick Zabel nimmt uns mit durch seine Karriere als Rennrad Profi und seine Karriere danach. Neue spannende und überraschende Einblicke, leicht zu lesen und gutgeschrieben.
Ich denke, man muss sich für Radsport interessieren, um mit dem Buch etwas anfangen zu können. Ich verfolge seitdem ich denken kann die Tour de France intensiv und seit ein paar Jahren auch die Vuelta, den Giro und noch einige andere Rundfahrten. Allerdings in erster Linie Rundfahrten und selten Eintagesrennen.
Rick Zabel ist der Sohn vom berühmten erfolgreichen Sprintstar Eric Zabel. In diese Fußstapfen konnte Rick nie wirklich treten. Er war auch Radprofi und hat auch 3 oder 4mal an der Tour de France teilgenommen, aber er erreichte nur wenige Siege in seine Profilaufbahn. Klar habe ich ihn in den Jahren seine aktiven Karriere wahrgenommen, aber so wirklich aufmerksam bin ich erst auf ihn geworden, als er als Experte für die ARD bei verschiedenen Radereignissen arbeitete.
Er schreibt in diesem Buch von seiner Profikarriere, den Weg dorthin, von seiner frühen Kindheit, bis in sein letztes Jahr. Von seinen Hochs und Tiefs, seiner Motivation. Wie hart das Leben eines Radsportlers ist, insbesondere für die Mehrzahl der Profis, die nicht Pogacar, Vingegaard und Evenepoel sind.
Rick Zabel ist mir in seinem Job als Experte, zum einen mit seiner Fachkenntnis aber in erster Linie für seine sympathische und humorige Art aufgefallen.
Mir hat das Buch gut gefallen, da ich mich für den Radsport interessiere und Rick Zabel mag, das Buch lässt sich gut lesen und durch seinen Humor sehr unterhaltsam, ob man als durch aus interessierter Mensch für den Radsport, hier besondere oder unbekannte Erkenntnisse rauszieht, wage ich aber zu bezweifeln.
Radfahren als Lebensgefühl – das ist wohl die Essenz von Rick Zabels Buch. Wer glaubt, hier eine reine Heldengeschichte eines Profis präsentiert zu bekommen, liegt daneben. Stattdessen gibt es ehrliche Einblicke in ein Leben, das von Qualen, Schweiss und manchmal auch vom totalen Frust geprägt ist – und gerade dadurch richtig spannend wird. Es fühlt sich an, als würde man mit Zabel im Sattel sitzen: hochkeuchen, fluchen, lachen und trotzdem immer wieder aufs Rad steigen.
Zabel schreibt direkt, locker und mit einem Humor, der einem das Lächeln mitten ins Gesicht tackert. Klar, er ist nicht der große Seriensieger à la Tour-de-France-Legende, aber genau das macht ihn sympathisch. Hier erzählt einer, der das Durchhalten, das Teamwork und die Liebe zum Sport feiert, auch wenn die ganz großen Trophäen nicht im Regal stehen. Seine Selbstironie tut dabei richtig gut – denn Hand aufs Herz: Wer will schon das hundertste Heldengedöns lesen, wenn man auch mal die harten und absurden Seiten des Radfahrerlebens serviert bekommt?
Natürlich gibt’s auch mal Stellen, die sich etwas ziehen – wie eine gefühlt endlose Bergetappe. Da denkt man kurz: Jetzt bitte einen Energieriegel und Abfahrt! Aber dann kommt gleich wieder eine Anekdote oder ein Gedanke, der so treffend ist, dass man das Buch nicht zur Seite legen mag.
Am Ende bleibt ein Gefühl wie nach einer langen Radtour: kaputt, zufrieden und irgendwie glücklich. Man spürt die Leidenschaft, die Hingabe und das kleine Quäntchen Wahnsinn, das diesen Sport so faszinierend macht. Vier Sterne, weil es mich wirklich gepackt hat – und ein Sternchen Abzug für die ein, zwei Passagen, die wie ein Platten im Lesefluss wirken. Trotzdem: Eine Fahrt, die sich lohnt.