Seit den Geschehnissen damals in Edmonton sind knapp vierzig Jahre vergangen. In dieser Zeit haben sich dort in Höhlen mit heißen Quellen Inuit angesiedelt, die genmanipulierte Izeekepire als Götter anbeten. Der telepathisch begabte Medizinmann kann sich sogar mit ihnen verständigen. Die mutierten Eisbären beschützen das Volk vor Feinden und werden im Gegenzug von ihm verehrt und gepflegt. Doch als die Izeekepire kaum noch Nahrung in der Region finden, werden die Inuit nervös - weil sie fürchten, sich den Tieren selbst opfern zu müssen. Dann aber erreicht eine siebzehnköpfige Gruppe Retrologen den neuen Nordpol...
Simon Borners Episode verweist auf eine Nordpolexpedition aus den Anfangstagen der Serie, die ich nicht kenne und auf die ich nun recht neugierig bin. Eine Höhlenzivilisation unter dem Eis, semiintelligente Izeekepire und Aruulas mentale Fähigkeiten, die nach ihrem Totalausfall im Amraka-Zyklus aufs Erstaunlichste zunehmen, gar prophetisch werden. Das könnte der künftigen Entwicklung der Reihe einen deutlichen Twist ins Paranormale geben, was ich gar nicht so schlecht fände, denn nach 25 Jahren tritt sie grad ziemlich auf der Stelle. Back to the roots ist vielleicht nicht immer die beste Idee, auch wenn sich die Fans das wünschen. Ansonsten ist der Roman flott erzählt, die Figuren zwar etwas blass in ihrer Funktionalität, aber die dramatische Schlusskurve macht Spaß.
Meine Aufholjagd ist beendet und ich bin endlich wieder aktuell. Dieser Roman ist den anderen in diesem Zxklus sehr ähnlich. Die Handlung ist grundsolide und trotz einiger Logikfehler durchaus vernünftig lesbar. Aruulas fähigkeiten scheinen sich aktuell auch nicht mehr weiter zu verstärken, was zunächst mal positiv ist. Bin gespannt ob nicht vllt sogar Aruula zum Zyklusendgegner mutiert wenn ihr Lauschsinn noch weiter wächst. Mich persönlich schmerz es sehr das die Charakterentwicklung von Matt und Aruula gar keine Rolle spielt. Wo in Amraaka, Aruula deutliche Worte dafür gefunden hatt, das Matt ohne die Lage zu kennen erstmal wild drauf los metzelt, scheint sie in diesem Roman einfach genau das gleich zu tun. Ich hoffe einfach Saalem steckt ihr noch zu sehr in den Knochen und Hirnwindungen...
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