Die Männerpartei ist an der Macht. Frauenrechte werden über Nacht abgeschafft. Propagiert wird die »neue Familie«, bestehend aus einem Mann, einer Roboterfrau und einem künstlich produzierten (menschlichen) Sohn. Der Reality-Star Roman ist besessen von seiner Ex-Freundin Julia und erschafft sich eine Androidin nach Julias Vorbild – perfekt aussehend, gehorsam, dazu programmiert, Roman glücklich zu machen. Anfangs fasziniert, aber zunehmend genervt, erkennt Roman, dass auch die perfekte Julia nie die echte sein wird. Die Androidin versucht herauszufinden, was Roman unter Liebe versteht, und beginnt – in bester Absicht – Romans Verhalten zu spiegeln. Wird Roman jemals glücklich sein?
Mit »Hotel Love« hat Petra Piuk ein beklemmendes Zukunftsszenario erschaffen, in dem Männer und KI die Welt regieren. Ein schonungsloser, bitterböser und dabei höchst unterhaltsamer Roman.
Oidaaaa, was war das denn?!?! Also 10/10 in jedem Teil Die Storyline: spooky, viel zu real, hätt manchmal so gern reingeschrien wie akkurat da manches ist Die Charakternamen: Fand die Anspielung der Namen auf einen der bekanntesten Liebesromane echt witzig Die Aufteilung im Buch?? Wie sehr will man die jetzige Zeit in ein Buch packen, einfach mit Werbung und Lesevorschau. Die kurzen Kapitel genau angepasst an die 5 Sekunden Aufmerksamkeitsspanne, die jeder von uns leider nur mehr hat 😭 Und das Ende: hat mich bisschen glücklich gemacht, f you roman ehrlich Der Charakter is so gut gschrieben, ich habe schon lange nicht mehr einen main character so sehr verachtet.
Ich war mir echt nicht sicher ob das jetzt als Dystopie zählt, weil es einfach viel zu realistisch ist. Weiß auch grad nicht ob ichs als Empfehlung geben würde, weil es mich teils so aufgeregt hat.
Trotzdem als Tipp: Vorher die Zusammenfassung auf der Rückseite durchlesen, war bisschen verwirrt am Anfang.
wolle das buch eigentlich gerne mögen, war aber leider kurz vor einem DNF. nichts hat mich abgeholt: die sehr dystopische storyline, der teils ironische schreibstil, die charaktere, die wechselnden schriftarten und -größen, die extrem kurzen kapitel, die zusammenfassungen vor jedem kapitel.
Mal was ganz anderes, aber hat mir gut gefallen. Das Jahr ist 2031 und die Maennerpartei ist an der Macht- Frauen wurden weitestgehend durch Fembots ersetzt und ein Typ versucht, sich einen Fembot nach dem Abbild seiner Ex Freundin zu erschaffen, da diese als Widerstaendige festgehalten wird. Der Roman liest sich zuerst sehr verwirrend, weil er die lesende Person direkt involviert und anspricht, als sei man Teil dieses Universums und dieser Roman, ein “Happy KI-Roman” (Doppeldeutig, da der Hauptcharakter Roman heißt). In einer überzeichneten Version der nahen möglichen, schrecklichen Zukunft zeigt Petra Piuk auf, welche Absurditaet und Gefahr die Zunahme von Frauenhass & einer maennerdominierten Politik mit sich bringt und kritisiert scharf den Wegfall zwischenmenschlicher Bindungen durch KI. Es war eklig, hat sauer gemacht und war oft auch so absurd, dass man Lachen musste- dieses Lachen einem dann aber auch wieder vergangen ist. Vom Aufbau und Stil einfach sehr interessant & nicht vergleichbar mit anderen Büchern, die ich bisher gelesen habe. Große Empfehlung!
Ich weiß, dass ich das Buch sehr gern gelesen habe. Die Aufteilung des Buches ist mal komplett was anderes - mal abgesehen von der Story! Ich hab schon so viele Bücher mit so vielen verschiedenen Themen gelesen aber noch nie so etwas! (Positiv gemeint)
Es war so spannend und wirklich weglegen konnte ich es echt nicht. Es ist so gruselig aber auch (leider) so realistisch - manchmal ist mir auch echt schlecht geworden.
Aber trotzdem eine klare Empfehlung! Ich würde da echt nur mit dem Vorwissen, dass die „Männerpartei“ da an der Macht ist reingehen und es lesen.
Meiner Meinung nach hat das Buch viel zu wenig Aufmerksamkeit!
Wir schreiben das Jahr 2031, die Männerpartei ist an der Macht (it’s giving Mojo Dojo Casa House ✨) und Frauen haben jegliche Rechte verloren und dienen höchstens noch zur Unterhaltung im Trash TV. Ehefrauen werden nur noch im Hotel Love erschaffen, frei nach den Wünschen der Männer. Als Roboter-Ehefrau wird ein Primärziel verfolgt: den Mann glücklich zu machen. Roman ist einer dieser Männer. Nachdem seine große Liebe Julia ihn verlassen hat, kreiert er Julia 2.0 — eine 1:1 Kopie seiner Ex, die ihn endlich so lieben soll, wie er seine Julia geliebt hat. Doch was, wenn sich die Technologie, die einem zu seinem Glück verhelfen soll, plötzlich gegen einen wendet? In zwei Erzählsträngen lernen wir nicht nur Roman und die Beziehung zu Julia 2.0 kennen, sondern auch Romans Vergangenheit mit der echten Julia, die sich aus dieser unfassbar toxischen Beziehung befreien konnte.
Petra Piuk hat zugleich eine erschreckende und satirisch-ironische Zukunftsversion erschaffen, die, wäre sie nicht so überspitzt dargestellt, einem wirklich Angst machen könnte. Als Leser:in ist man beinahe Teil des Geschehens, denn der Roman durchbricht auf sehr unterhaltsame Weise die 4. Wand, beispielsweise über Werbepausen oder Live-Fragen des Publikums, die die dystopische Welt und das Ausmaß des technischen Status quo erst so richtig greifbar machen.
Nicht weniger besonders als der Inhalt ist die Erzählweise. Dialoge sind teilweise nicht zu Ende gesprochen und verschwimmen mit Gedanken, die nicht immer zu Ende gedacht werden, mit alten Chatnachrichten und längst vergangenen Gedankenfetzen, die wieder an die Oberfläche kommen. Es erfordert etwas Konzentration, aber tut dem Leseerlebnis meiner Meinung nach gar keinen Abbruch. Eine wirklich wilde Storyline, die auch eine Black Mirror Folge hätte sein können!
Eins der Bücher, die unangenehm zu lesen und doch so wichtig sind. Es fällt mir schwer, das Buch dafür zu kritisieren, dass es so dystopisch war, weil duh 🙄 Aber irgendwie war es eben doch nicht für mich. Am Ende habe ich das Konzept mehr gemocht als die Umsetzung, beziehungsweise das Leseerlebnis. Ich verlasse das Setting und hoffe, nie wieder zu kommen. Einige clevere Momente gab es, die habe ich auch gerne markiert. Aber insgesamt bin ich einfach froh, es jetzt geschafft zu haben 🙃 Es war zwar beeindruckend, wieviele unterschiedliche Formen des Frauenhass untergebracht wurden, das Lesen hat sich aber wie Krankes Gaslighting angefühlt.
So schnell habe ich noch nie ein Buch zu Ende gelesen! Das Buch kann man wirklich easy weiter empfehlen an jeden. Einfach darauf einlassen und Spaß haben.
Der Roman (haha!) handelt in überspitzter Weise davon, was Frauen drohen könnte, wenn Menners an die Macht kommen und Frauenrechte beschneiden. Parallelen und Anspielungen gibt es hier einige, zum Beispiel die Parole „Love Kanzler“ oder auch die Aussage eines Männerpartei-Trotzwählers: „Hätte ich gewusst, dass sowas passiert, dann hätte ich sie doch gar nicht gewählt“. Woran erinnert uns das gleich?
Jedenfalls verwebt der Roman auf spannende und auch etwas abgespacte Art und Weise feministische Themen mit dem Themenkomplex KI in einem dystopischen Setting, das sich beunruhigenderweise an vielen Stellen nicht so fern anfühlte… Ich konnte es kaum weglegen!
1. chli nostalgie gha bim lese a "die schrecklichsten mütter der welt" aber i guess eif wills au um roboterfraue gaht... und optimierig/rolle vo fraue und damit verbundeni misogynie 2. isch wild gsi, und mer selber als leser*in wird als teil vo de gschicht und gsellschaft igbunde, bisch teil vo dem dystopische system, was erschreckender wiis gar nöd soo realitätsfern isch, oft au soso aktuell 3. bitterbös, viel aspielige, soso toxisch dass mer nümm schnuft 4. s endi eig guet und wichtig aber find zwenig guet iigleitet und z endigführt 5. nieder mit dem patriarchat.
Die dystopische Buchidee ist auf jeden Fall vielversprechend, was mir grundsätzlich gut gefallen hat. Auch der Aufbau/Schreibstil macht das Ganze sehr kurzweilig, und das Lesen hat echt Spass gemacht. Deshalb wollte ich es eigentlich wirklich mögen aber die Storyline sowie die Erzählweise rund um Julias und Romans Geschichte waren mir allerdings etwas zu schwach und stellenweise zu simpel. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Zukunftsvision nicht Realität wird.
Ich finde es bemerkenswert, wie viele Facetten der Misogynie / des Patriarchats Petra Piuk in diesem Roman untergebracht hat. Die Form ist sehr postmodern und speziell, auf jeden Fall mal etwas anderes. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß mit dem Buch (also nicht immer, ich war kurz davor es anzuschreien), und habe es in nur zwei Tagen gelesen. Empfehlung an alle, die sich für Feminismus interessieren.
In dem Roman trifft das personifizierte "I am not like other Men" auf die Frage, ob Männer Frauen überhaupt um ihrer selbst mögen oder als notwendiges Übel betrachten, ohne das ihre Bedürfnisse nicht befriedigt werden könnten.
Beim Lesen wollte ich das Buch an die Wand schmeißen, weil die Überspitzungen sehr nah an der Realität ansetzen und alleine die Ahnung, dass dieses Szenario vielen in den Kram passen würde, mich rasend gemacht hat.
Sehr spannende, feministische Dystopie mit starkem Lesesog. Die ungewöhnliche, dystopisch wirkende Erzählform hat überraschend gut funktioniert. Besonders stark fand ich die Darstellung von Misogynie, Gaslighting und toxischen Beziehungsstrukturen. Die Mitte war für mich am stärksten. Zum Ende wurde zu viel Handlung auf einmal hineingepackt und die satirische Überzeichnung wurde mir für das eigentlich wichtige Thema stellenweise zu albern. Trotzdem etwas völlig anderes und sehr schnell gelesen.
Dieses Buch ist wirklich einmal etwas Anderes. Es ist weird, manchmal ist der Aufbau der Geschichte etwas verwirrend und man weiß anfangs wirklich nicht, in was für eine Welt man da gerade eintaucht. Es wird nicht viel dazu erklärt, wie es dazu kam, dass die Männerpartei die Macht ergreifen konnte oder wer der große Kanzler ist. Der lesenden Person wird hier zugetraut, sich die die Dinge selbst zu erschließen.
Es ist im Grunde die Geschichte einer sehr toxischen, missbräuchlichen Beziehung, deren Klischee mittlerweile die meisten kennen. Roman, der Mann, ist besitzergreifend, obsessiv und manipulativ. Julia, die Frau, ist eher unsicher und in eine psychische Abhängigkeit geraten. Die beiden sind jahrelang in einer romantischen Beziehung miteinander. Irgendwann trennt sich Julia doch von Roman, aber er meldet sie daraufhin der Männerpartei als Flüchtige und sie wird gefangen genommen.
Roman ist ein durch und durch unsympathischer Charakter mit vielen Unsicherheiten, der nie zufrieden ist. Er hat dafür gesorgt, dass Julia in die Fänge von Menschenhändlern gerät, weil sie nicht nach seiner Pfeife getanzt hat und dreht es sich trotzdem so zurecht, dass sie selbst schuld daran ist. Er will sich eine neue, bessere Julia erschaffen und entscheidet sich deswegen dafür, an einem Programm teilzunehmen. Bei diesem Programm können sich Männer ihre perfekten Roboterfrauen bauen. Sie können die Charaktere der Androidinnen anpassen, ihr Aussehen, sogar der Geschmack der Zunge lässt sich wählen - von Schoko-Minze bis zu Airwaves cassis. Roman baut sich Julia 2.0. Er gibt ihr ausgewählte Informationen über die alte Julia. Er löscht für ihn unliebsame Erinnerungen und Eigenschaften der alten Julia, verbessert Makel wie ihre Vorliebe für lässige Kleidung und glaubt so die perfekte Julia 2.0 erschaffen zu haben. Julia 2.0 ist immer feminin und figurbetont gekleidet, trägt gerne hohe Schuhe und kann nicht zunehmen. Und trotzdem macht sie Roman nicht glücklich.
Diese Geschichte zeigt sehr eindrucksvoll eine dystopische Zukunft, die von KI, angeblicher Perfektion und einem alles zerfressenden Kapitalismus geprägt ist. Sie zeigt, dass selbst eine perfekt rechnende KI keine menschliche Nähe ersetzen kann. KI rechnet und simuliert bloß. Die Geschichte zeigt auch, dass Frauen nie allen Ansprüchen gerecht werden können und dass kleine Männeregos viel zu viel Platz einnehmen.