Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitäns und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander – und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens »Deutschland AG« die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher und Magnaten zu einer temporeichen szenischen Erzählung. In meisterhaft arrangierten Episoden lässt er ihre Welt zu unserer werden. Ein einzigartiges Epos, das rund 150 Jahre von der Start-up-Nation Kaiserreich bis in die krisengebeutelte Gegenwart, vom Aufstieg der Deutschland AG bis zu ihrem Niedergang.
300 Männer: Die einzige Komödie, in der deutsches Pflichtbewusstsein triumphiert Dieses Buch ist die endgültige Antwort auf die Frage, warum Deutschland in Sachen Organisation und Performance unschlagbar ist – selbst dann, wenn es um den Untergang geht. In „300 Männer“ wird aus Macht, Wirtschaft und Geschichte kein klassisches Heldenepos, sondern ein Lehrstück über ein deutsches Pflichtbewusstsein, das selbst dann nicht aufhört, wenn es längst absurd geworden ist. Der Titel ist dabei alles andere als zufällig. Walther Rathenau schrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dreihundert deutschen Männern, die die wirtschaftlichen Geschicke Europas bestimmten: ein eng verflochtenes Netzwerk aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Konzernen wie Krupp, Siemens oder Allianz herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander – und man sprach sich ab. Dieses informelle Machtgefüge, später als „Deutschland AG“ bekannt, prägte Politik und Unternehmenskultur bis weit in die 1990er Jahre. Konstantin Richter montiert die Geschichten dieser Macher und Magnaten zu einer temporeichen, szenischen Erzählung. Was dabei entsteht, ist ein ungewöhnliches Epos über rund 150 Jahre deutscher Wirtschaftsgeschichte: von der Start-up-Nation Kaiserreich über den triumphalen Aufstieg der Deutschland AG bis zu ihrem langsamen, krisenhaften Niedergang in der Gegenwart. Die große Leistung des Buches liegt darin, dass es diese Geschichte nicht dozierend erzählt, sondern sie durch Episoden, Szenen und Dialoge lebendig werden lässt – oft komisch, gelegentlich bitter, immer präzise beobachtet. Der eigentliche Plot-Twist ist dabei die Effizienz. Die Männer dieses Buches handeln selten chaotisch, nie spontan und fast immer regelkonform. Selbst im Angesicht fundamentaler Krisen wird organisiert, protokolliert, abgestimmt. Der Ausnahmezustand bedeutet hier keine Revolution, sondern lediglich eine temporäre Verschiebung der Prioritäten – selbstverständlich ohne die Einhaltung der Vorschriften zu gefährden. Der wahre Feind ist nicht die Konkurrenz, sondern die mangelhafte Dokumentation. Gerade darin liegt der Witz – und die Tragik. Das Buch entlarvt eine universelle Wahrheit deutscher Geschichte: Die Tugenden, die dieses System so lange erfolgreich machten – Disziplin, Verlässlichkeit, Netzwerkpflege, Prozessgläubigkeit –, werden irgendwann zu seinen größten Schwächen. Die Komödie kippt leise in eine Tragödie der Ordnung, in der niemand wirklich schuld ist, aber auch niemand mehr weiß, wie man aus den Routinen ausbricht. „300 Männer“ ist ein Meisterwerk des intelligenten Schadenfreude-Humors und zugleich eine scharfe historische Diagnose. Es zeigt, dass der deutsche Geist selbst im Niedergang noch pünktlich, effizient und regelkonform funktioniert. Ein Buch über Macht, Netzwerke und das merkwürdige Talent dieses Landes, selbst den Untergang ordentlich zu organisieren.
always short sections about the 300 managers of Krupp, Bosch, Bmw, Basf, mercedes, ig farben, AEG, Bayer, Dt Bank, Dresdner, Allianz , Munich Rück etc between the 1920 and 1970, specifically between the wars. lots of good info but the book lacks a story or roter faden. It gets a bit boring after page 350
having all these overlapping CEO and advisors in many other companies is not helping to drive enough innovation like younger people from other nations could have given. of course it also had advantages but we knew this before reading the book