Nachdem er den Ruhm des Kolosseums gekostet hat, muss der junge Thrax Cleio eine erste Niederlage hinnehmen. Geschlagen von Maximus schwebt Cleio zwischen Leben und Tod, während der Kaiser beschließt, die Gladiatorenschule zu schließen. Adriana wurde derweil zum Exil verurteilt und muss sich entscheiden, ob sie Rom wirklich verlässt oder zuvor einen letzten Versuch macht, ihrem Geliebten die Freiheit zu verschaffen. Doch ganz Rom scheint gegen ihre Liebe verschworen zu die intrigante Giulia, der sadistische Senator Primus, der machtbesessene Quintus und sogar der Kaiser selbst...
In »Thrax« vermischen sich Historien- und Erotik-Comic völlig mühelos zu einer spannenden Lektüre, die authentische Darstellungen der antiken Gesellschaft ebenso gut auf die Buchseiten bannt wie dramatische Wendungen und sinnliches Liebesspiel.
Dieses Buch ist »splitternackt« – ein erotischer Comic. Abschlussband der Serie
Ob es Cleio und Adriana vergönnt bleibt, ein glückliches Ende zu genießen? Das Ende bleibt ungewiss, denn diese Geschichte ist kein typisches Hollywood-Allerlei, das so vorhersehbar ist, dass es wenig Spaß macht, ihr zu folgen. Nein, es handelt sich um ein französisches Werk mit ungewissem Ende.
Die Intrigen Roms werden auch in diesem Band eine große Rolle spielen, so wie z.B. die Verbannung von Adriana und die Unterjochung Julias durch den damaligen Kaiser Domitian. Und wie damals üblich, ziehen die Intrigen so ihre weiten Kreise. Und da spielt es auch manchmal keine Rolle, wenn es zu größeren Bauernopfern kommt.
Auch wenn Gewalt in diesem Abschlussband der Thrax-Trilogie eine Rolle spielt, so bleiben die Gewaltdarstellungen moderat. Anders sieht es mit den Szenen aus, die der Fleischlust frönen. Hier wird wieder viel gezeigt, weshalb dieser Band zurecht „splitternackt“ ist.
Ohne mehr vom Ausgang der Geschichte erzählen zu wollen, so gibt es ein solches, mit dem die Trilogie abgeschlossen wird. Am Ende ist Thrax eine lesenswerte Trilogie, die von den Machenschaften und Intrigen Roms erzählt und dabei sehr freizügig den Leser an den Vergnügungen des damaligen Lebens teilhaben lässt.
»Thrax: Omnia vincit Amor« ist der letzte Teil der dreibändigen Reihe - und schließt diese auf würdige, fast schon hervorragende Weise ab. Klar ... es handelt sich um eine Erotica-Reihe und weil es ein Comic ist, sehen wir nicht immer nur an notwendigen Stellen gezeichnete nackte Haut.
Aber was die Reihe so ausmacht ist, dass die Geschichte selbst, der Plot, nicht unter dieser unnötigen Nacktheit leidet. Sexualität wird in »Thrax« als die Triebfeder hinter dem Handeln dargestellt, wo sonst nur kühle Überlegungen zu Politik und Macht gezeigt werden. Dabei ist sie zweifelsfrei ein Teil dieser. Manchmal mehr und manchmal weniger.
Dass es dabei nicht immer nur um Sexualität in ihrer schönen Form geht, sondern auch um Gewalt, die durch sie ausgeübt wird (und besonders im alten Rom: recht offen wurde), macht einige Szenen sehr unangenehm zu lesen. Und das ist gut so.
Ich mochte die Reihe jedenfalls. Und das Ende ist ausgesprochen geschmackvoll, geradezu realistisch gestaltet.