This quirky, charming little thriller features as its protagonist a most unlikely sleuth for a pop novel--Gordon McKenzie, mathematical genius, diminutive and unattractive, with a especial penchant for London "rent boys" (i.e., male prostitutes). During one of his frequent forays into a sleazy SoHo gay bar, Gordon accidentally stumbles upon the murder of a brewery inspector in progress. He recognizes one of the assailants as a "rent boy" who often hits him up for cash. And the rent boy knows Gordon knows and proceeds to attempt to silence him for good. Gordon is on the run, aided by a handsome male prostitute with whom he has fallen in love. In the meantime Gordon is convinced the murder is part of a conspiracy involving drugs and that one of his social-climbing friends is the mastermind behind it. But just which one? And will Gordon live to find out?
No, not THAT Jeremy Beadle. This one was a writer on classical music and pop music who also wrote this and another gay thriller "Death Scene". He passed away in 1995 from AIDS-related complications, sadly. I quite enjoyed "Doing Business", set in a seedy Soho world of rent boys round about the time of the fall of Margaret Thatcher. The narrator Gordon is a gay man of 30-odd who enjoys their company socially, mostly on a platonic level. I can't say it's a world I've ever experienced, but Beadle paints the milieu convincingly enough. Gordon alternates his time between this world and that of a group of corporate executives and social climbers but remains something of a cipher himself. One thing is certain, he can put away an unfeasible amount of alcohol for a weedy nerd. The story jumps around a bit and the connections between Gordon and his posh, rich chums seem a bit unlikely at times; but overall I found the book an easy read and liked it.
Auf Deutsch erschienen als „Unterm Strich“, Pink Plot bei Ariadne, Hamburg, 1999. London, Ende der Thatcher-Ära. Genre: Whodunit-Krimi um eine Mördersuche unter Strichern und ihren Kunden in einer Spelunke in Soho.
Wenn ein Autor mit 39 an Aids starb, zuvor bei BBC 3 Radiosendungen gestaltete, den Universitätsabschluss über griechische und römische Literatur machte, auch einen „Virgin Guide to Classical Music“ schrieb und noch ein Werk über Pop, aber insgesamt überhaupt bloß zwei Kriminal- bzw. schwule Romane, dann mag man sich vornehmen, dieses hinterlassene Buch jetzt gut zu finden. Nur geht es leider nicht. Es ist ganz furchtbar zu und voll geschwatzt.
Protagonist und Erzähler dieser Geschichte ist Gordon McKenzie, Inbegriff des Antihelden. Unser Mann ist Mathematik-Genie, Spezialgebiet: Chaos-Theorie, klein von Gestalt, Mitte dreißig, Schnittlauchhaar, gleich mehrere Hautkrankheiten auf einmal. Er hat seine Familie verloren. Er hasst seine Arbeitsstelle. Er ist ein ängstlicher Typ. Leider ist er halt auch süchtig nach echt gefährlich, neurotisch und auf gar keinen Fall tuntig erscheinenden Strichern. Insofern lässt er sich dann oft und bereitwillig nach Strich und Faden in den Bars ausnehmen, vor der arg banalen Bett- und Muskelgymnastik schreckt er eher zurück. Es sollte, bitte, so ein Raubautz, aber die echte, wahre Liebe sein. Jetzt sieht Gordon den offenbar fest in sich ruhenden Aidan aus Manchester und fühlt: Der ist es!
Leider wird genau an diesem Abend in den Kellerräumen von Gordons liebster Stricherbar der Sendbote einer Brauerei abgestochen. Das geht auf Grays Konto, bzw. Gray und ein Schotte, der mit ihm unterwegs ist. Beim Klogang hat Gordon was mitbekommen, und Gray, der erst einmal verschwindet, hat mitbekommen, dass es diesen Zeugen gibt. Gordon hat allerdings immer schon gut aufgepasst, dass niemand seinen echten Familiennamen, seine Arbeit und seine Wohnadresse kennt. Er muss nur einen Bogen um diese Kneipe machen. Was nur leider auch ein Bogen um Aidan aus Manchester wäre. Er bleibt eine Weile weg, erzählt allen seinen Freunden, vor allem den Heteros, um das Risiko zu streuen, was er von Gray und dem Schotten weiß. Leider leckt doch was durch bis in die Stricherbar. Und die Polizei hat sich abspeisen lassen mit einem Märchen von einem depressiven Brauereimenschen, der sich draußen unter einen Zug geworfen habe.
Als Gordon wegen Aidan doch wieder in die Bar geht, sieht er Gray wieder, der aber scheißfreundlich ist und ihm Geld schenkt, damit er bei der Luxusware Aidan endlich zum Schuss kommt. Ab da fühlt sich Gordon beschattet. Und dann gibt es auch noch den millionenschweren Finanzhai und angehenden Konservativen Michael Hamilton, der denkt, Gordon als Mathematiker könnte ihm seine Investments absichern. Wagnis ohne Crash.
Der ursprünglich vom linken politischen Flügel kommende, über Lesbenkrimis schließlich auch zu ein paar schwulen Büchern gelangte Hamburger Ariadne Verlag hat das damals, in den 1990-er Jahren, gern aufgegriffen und sich angestrengt, uns dieses Buch als zynische Satire über den Finanzmarkt zu verkaufen. Beadle mag den Doppelsinn von „Doing Business“ so ähnlich auch geplant gehabt haben, weiß aber über Wirtschaft und Investment nicht wirklich was. Sowieso bekam ich bei diesem Buch immer wieder den Eindruck, der Erzähler komme sich entschieden witziger, kaltschnäuziger, brutaler vor als mir. Für mich kam es mit der Zeit doch vor allem auf ermüdendes Kneipen- bzw. Partypalaver hinaus. Ständig werden Schauplätze und Tage gewechselt, aber jedes Mal geht es wieder genauso weiter.
So dermaßen nonstop geredet und gesoffen wurde in kaum einem Krimi, den ich in den letzten zehn Jahren mal las. Henry Rios schmust immerhin auch mal ein bisschen und Jules Maigret sieht den Schiffen hinterher.
Obacht für Leute, die Google benutzen: Dieses Werkzeug will einem bei Jeremy Beadle pausenlos den überaus populären britischen Quizshowmaster, der ebenfalls viel zu früh verstarb und ebenfalls Bücher verantwortet hat, verlinken. Das hier allerdings ist Jeremy John Beadle (1956-1995). Der andere Krimi von ihm, der nicht ins Deutsche übersetzt wurde, hieß „Death Scene“. Ihn habe ich auch mal gekauft, aber ungelesen immer noch liegen.
An odd and engaging stand alone mystery about sex workers in London in the late late 80s.
A truly chaotic first person narrator tells the tale in a fever dream.
The word “AIDS” is never uttered but it’s ever present.
Despite all of that it was a light and somewhat bubbly story. Picture “Maurice” and “Amelia Bedlia” mashed together, with a little Ab Fab, Brideshead and Are You Being Served added for flavor.