Mimi und ihre Rentnerfreunde wohnen in der Villa ihres Freundes, als dieser plötzlich stirbt, bevor er sein Testament ändern konnte. Und schon fangen die Probleme an: Denn woher das Geld nehmen, um den Erben auszuzahlen?
An sich ist die Geschichte ganz witzig: Ein Haufen Rentner, versucht ihren Alterssitz zu retten und gerät dabei in diverse Situationen, die alles nur verkomplizieren oder gehörig schief gehen - oft ohne, dass sie wirklich etwas dafür können.
Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen. Auf der einen Seite ist der Schreibstil sehr flüssig und das Buch schnell zu lesen, auf der anderen Seite wurde hier aber viel zu viel in eine Geschichte gepackt. Es geht wirklich alles schief und immer in letzter Minute wendet sich dann doch wieder alles zum Guten. Allerdings ist keiner der Situationen dann wirklich ausführlich beschrieben, sondern bleibt relativ oberflächlich. Was auch daran liegen könnte, dass sehr viel in wenige Seite gepackt wurde.
Die Charaktere sind alle schrullig und haben ihre Macken: Der ehemalige Regisseur, der den Verrückten mimt, ein alter Boxer, der nach zu vielen Schlägen auf den Kopf nicht mehr ganz auf der Höhe ist, eine ehemalige Schützenkönigin, die auf alles und jeden schießen möchte und natürlich die Operettensängerin Mimi, die ohne ihre künstlichen Wimpern nicht aus dem Haus geht. Auch hier war es mir ein bisschen zu viel und vor allem auch zu viel Klischee. Ich wurde deswegen mit keinem der Rentner so richtig warm.
Das Ende kommt dann viel zu schnell, so dass gefühlte 10 Seite nach der riesigen Katastrophe schon alles aufgeklärt und sich zum Guten gewendet hat. Richtig tief ging die Story auch hier nicht - was das Ende sehr unglaubwürdig macht.
Insgesamt ist es ein nettes Büchlein für zwischendurch, konnte mich aber nicht wirklich überzeugen. Deswegen 3 Sterne.