»Die Schattenseiten des Söldnerdaseins sind die verfluchten Kriege.« – Lombar
Inmitten einer Belagerung durch die Orks will der junge Söldner Lombar nur überleben. Doch der Feind greift mit einer ungeahnten taktischen Finesse und unnatürlicher Hartnäckigkeit an und scheint nicht gewillt, nachzugeben. Im zähen Ringen um den Sieg zwischen den Grünhäuten und den Menschen bietet sich ihm die Möglichkeit, seine Bestimmung zu finden ...
»Der Söldner – Die Orkkriege« ist der zweite Band der Vorgeschichte von Lombar, dem Helden der epischen Mirandor-Saga.
Olaf Raack, Jahrgang 1977, ist in Hamburg geboren, lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Hansestadt und hat es nie über das Herz gebracht, der Stadt an der Elbe lange den Rücken zu kehren. Nach seinem Abitur hat er jahrelang in der freien Wirtschaft und im internationalen Großhandel gearbeitet. Mittlerweile arbeitet er lieber mit echten und ehrlicheren Menschen und kümmert sich als Erzieher um die Kleinsten der Gesellschaft. Seine Faszination für den Umgang mit Sprache und Worten hat er lange Zeit als Rapper auf der Bühne ausleben können, bevor er sich aufgrund seiner Leidenschaft für Bücher selber ans Schreiben wagte.
Um den Kopf in freizubekommen, quält er sein Gravel-Bike über Landstraßen und Feldwege oder durch die Wälder im Umland von Hamburg.
Auch in der Fortsetzung zu Lombars Vorgeschichte wird der arme Knabe gequält, watet durch Dreck, Blut und Scheiße, verliert weitere treue Gefährten. Und doch hat er immer einen lockeren Spruch auf Lager, lässt sich seine Kampfeslust und Kraft nicht nehmen. Wider aller Ungerechtigkeiten und Schmerzen, kneift Lombar seine Arschbacken zusammen und pflügt einer Maschine gleich durch die Orkmassen, welche das Königreich Ischklat bedrohen.
Und trotz all der schlagfertigen Sprüche, des Humors, der Tiefgründigkeit und so unfassbar klugen Gesellschaftskritik, muss ich leider gestehen, dass mir dieses Buch weniger zugesagt hat, als der erste Band. Es wird sehr brutal, blutig, düster. Der Tod folgt uns auf jeder Seite. Alkohol und Hurerei bieten unserem Antihelden Trost und Schutz davor, seinen Verstand nicht endgültig einbüßen zu müssen. Dem Roman haftet eine omnipräsente Melancholie und Hoffnungslosigkeit an, die mich runtergezogen hat. Aber das mag an meiner eigenen angeknacksten Psyche gelegen haben.
DIE ORKKRIEGE ist keine leichte Kost für den Frühling, sondern ein wahres Massaker, ein Berzerker an kriegerischer Fantasy. Und beweist einmal mehr, dass Lombar trotz all der Strapazen das Herz am rechten Fleck hat.