sirka elspaß nutzt lyrik als ausdrucksform, wie ich es lang nirgends mehr gelesen habe. jeden vers lass ich mir auf der zunge zergehen, wenn da steht: „die dunkelheit zahlt/die miete nicht“. das lyrische ich begibt sich auf die suche nach dem metaphysisch großen im kleinen: in zweigen, flügeln, robben. dem gedichtband, programmatisch unterteilt in die vier titelgebenden verben, ist ein zitat von john ashbery vorangestellt: „perhaps an angel looks like everything.“ vielleicht sehen für mich engel aus, wie die worte, die elspaß findet und sich auf ihre eigene art in die tradition der confessional poets wie sylvia plath einreiht, wenn sie schreibt: „iss was schwimm schnell I hope this finds you well/ es gibt orte die haben viele rettungsschwimmer/und es gibt orte da gibt es noch keine.“ content note: essstörungen