»Mein innerer Schweinehund hatte nach kürzester Zeit einen herrlichen Schwips und torkelte vergnügt. Heute Abend reißt du den Geiger auf, hicks!«
Natürlich hat Pauline geahnt, dass ein Kind ihr Leben verändern wird – aber mit dem Ausmaß der Katastrophe war wirklich nicht zu rechnen. Zehn Jahre hat sie an ihrer Karriere als Sängerin gearbeitet, nur um jetzt als treusorgendes Muttertier auf dem heimischen Sofa festgekettet zu werden? Niemals! Zum Glück hat Pauline keinen Klotz am Bein, sondern nur ein kleines Paulchen auf dem Arm. Die alleinerziehende Diva beginnt, ihren eigenen Weg zu gehen. Zugegeben, der ist ziemlich steinig und alles andere als geradlinig – aber immerhin führt er auch an dem ein oder anderen interessanten Mann vorbei …
Aufgrund des großen und sicher auch überraschenden Erfolges ihres Debütromans "Ein Mann für jede Tonart" schrieb Hera Lind kurz darauf auch eine Fortsetzung. Und weil man als Leserin natürlich auch wissen wollte, wie sich Pauline mit Baby und ob nun mit oder ohne Kindsvater dazu durchschlägt, liest man eben auch "Frau zu sein bedarf es wenig" (komischer Titel übrigens wie ich finde, bzw. komische Message). Das Buch war ebenfalls amüsant und unterhaltsam, aber von der Story her doch weniger frisch und frech als der Vorgänger.