Von Verlust und Liebe. Von Angst und Aufbruch. Von dem Mut, anders zu sein.
Rea Garvey – Musiker, Songwriter, Sohn, Suchender – erzählt die bewegende Geschichte seiner Irland. Ein Land, in dem Regen und Licht, Glaube und Zweifel, Freiheit und Tradition untrennbar verwoben sind. Vom wilden Lachen in einem überfüllten Bungalow voller Geschwister bis zu nächtlichen Techno-Ekstasen in Belfast, von heimlichen Rebellionen gegen den autoritären Vater bis zu Momenten reiner Ehrfurcht vor dem Leben – Rea öffnet die Türen zu Erinnerungen, die ihn geformt haben. Seine Geschichten sind eine nachzuspüren, woher wir kommen, was uns prägt – und warum Glaube manchmal der einzige Halt ist. Erzählungen voller Witz, Wehmut und unerschütterlicher Hoffnung. Für alle, die sich fragen, ob sie ihre Wurzeln wirklich kennen – und ob es je zu spät ist, sie zu umarmen.
Rea Garvey übernimmt mit seiner unverwechselbaren Stimme das englische Intro des Hörbuchs, das Simon Jäger einfühlsam im Hauptpart liest. Am Ende ist der Musiker noch einmal auf Deutsch zu hören.
Wäre ich Teilnehmer bei einer Quizshow und müsste 3 Songtitel von Rae Garvey nennen, würde ich kläglich scheitern. Andererseits bin ich mir ziemlich sicher, dass ich, wenn ich seine Lieder im Radio höre, sicher mitsingen könnte, allerdings wüsste ich nicht, dass dies Rae Garvey Songs sind. Was ich damit sagen möchte, ist, dass ich kein eingefleischter Rae Garvey Fan bin, seine Musik mir allerdings bekannt ist und ich auch ihn als Person des öffentlichen Lebens kenne. Ehrlich gesagt war der Hauptgrund, dass ich mich für dieses Hörbuch entschieden habe, dass ich schon lange keine Biografie mehr gelesen habe und neugierig war, ob Biografien für mich auch als Hörbuch funktionieren. Auf den letzten Punkt möchte ich gleich mal eingehen und überraschenderweise funktioniert dies sogar ausgesprochen gut. Wobei es natürlich stark auf die Biografie ankommt. In diesem Fall ist es so, dass Rae Garvey einfach seine Geschichte erzählt, daher hat das Ganze eher eine Roman Form und keine Aufzählung von Daten und Fakten. Letzteres stelle ich mir als Hörbuch äußerst mühsam vor. Eine Biografie zu bewerten ist für mich immer besonders schwierig, denn eigentlich steht es mir nicht zu, ein Urteil über die Geschehnisse zu treffen. Meiner Meinung ist es ziemlich anmaßend, wenn man sagt, dass einem die Handlung zu übertrieben oder zu langweilig war. Immerhin geht es hier nicht um eine ausgedachte Geschichte, sondern um das Leben eines Menschen. Wie der Titel bereits vermuten lässt, geht es in diesem Buch um die Zeit bevor der Künstler Berühmtheit erlangt hat. Er berichtet über seine Kindheit, gibt interessante Einblicke in seine Familie, schildert seine durchaus aufregende Jugend und zeigt seinen Werdegang zum Musiker. Meiner Meinung nach merkt man, dass Rae Garvey sich genau überlegt hat, was er mit der breiten Öffentlichkeit teilen möchte und was nicht. Und nein, damit meine ich nicht, dass er sich immer im besten Licht darstellt, ganz im Gegenteil, er steht zu den Dummheiten und der Leichtsinnigkeit seiner Jugend. Trotzdem spürt man an welchen Stellen eher Informationen weglässt, so wie er zum Beispiel relativ wenig über sein Liebesleben und seine Beziehungen spricht. Die Einleitung des Hörbuchs wird von Rae Garvey höchstpersönlich gelesen und das noch dazu auf English. Dies kam für mich sehr überraschend, da ich damit nicht gerechnet habe, hat mir aber sehr gut gefallen. Ich kann aber auch die Entscheidung nachvollziehen, dass der Hörbuch Hamburg Verlag für das restliche Hörbuch einen professionellen Sprecher, nämlich Simon Jäger, engagiert hat. Simon Jägers Stimme war für mich in Kombination mit dem Inhalt zu Beginn ein wenig seltsam, im Laufe des Buches habe ich mich aber an die Stimme gewöhnt und fand sie passend. Im Vergleich zu anderen Biografien muss ich sagen, dass mich diese nicht so begeistern und überzeugen konnte. Die Schilderungen des Künstlers sind interessant und es gibt sicherlich die eine oder andere Episode, die sich von der Masse abhebt, an anderen Stellen wirkt das ganze etwas langatmig. Das Hörbuch ist auf jeden Fall authentisch und glaubwürdig und meiner Meinung nicht nur für Fans des Künstlers zu empfehlen. Außerdem kann ich es vor allem uneingeschränkt als Hörbuch empfehlen und dies ist ein Satz, denn ich nicht leichtfertig ausspreche. Wer eine ehrliche, persönliche Geschichte sucht und Hörbücher mag, wird hier fündig – auch ohne Fan zu sein.
Rea Garvey blickt in diesem Buch auf seine irische Herkunft zurück und erzählt von einer Kindheit voller Chaos, Herzlichkeit und Humor, von Jugendjahren zwischen Rebellion und Selbstfindung, von Verlust, Aufbruch und der Kraft der Musik. Seine Erinnerungen reichen von turbulenten Familienmomenten bis zu wilden Nächten in Belfast. Ehrlich, mal schmerzhaft, mal komisch, aber immer geprägt von irischem Herz und unverwechselbarem Charme. Gleichzeitig lädt er dazu ein, über die eigene Herkunft nachzudenken und darüber, was uns wirklich formt.
Before I Met Supergirl ist eine warmherzige, humorvolle und zugleich bewegende Biografie, die vor allem durch ihre Ehrlichkeit überzeugt. Rea Garvey nimmt einen mit zurück nach Irland, in ein Land voller Gegensätze, in dem Regen, Licht, Freiheit, Tradition, Nähe und Zweifel ständig miteinander verflochten sind. Dabei erzählt er nicht nur von prägenden Momenten, sondern lässt einen tief in sein Familienleben eintauchen.
Besonders die Anekdoten über seine Eltern und seine sieben Schwestern haben mir unglaublich gut gefallen. Diese Szenen sind lebendig, chaotisch und voller Wärme, oft so witzig geschildert, dass man automatisch schmunzeln muss. Aber auch seine Zeit als Student in Dublin und die frühen Begegnungen mit der Musik sorgen für spannende Einblicke. Irland ist dabei immer präsent, mit all seinen Eigenheiten, Traditionen und dem typischen Charme, den Garvey so liebevoll beschreibt.
Ein echtes Highlight sind die privaten Fotos im Mittelteil. Sie machen das Buch noch persönlicher und zeigen einen Rea Garvey, der weit über seine Bühnenpersona hinausgeht. Auch die Ogham-Zeichen fand ich besonders spannend. Sie spiegeln seine Verbundenheit zu Irland wider und verleihen dem Buch eine zusätzliche kulturelle Tiefe.
Sein Schreibstil ist flüssig, humorvoll und gleichzeitig ernst, wenn es darauf ankommt. Diese Mischung sorgt dafür, dass seine Geschichte authentisch wirkt. Besonders beeindruckt hat mich das Zitat auf Seite 208: „Niemand ist perfekt. Wir alle sind fehlerhaft. Und genau das macht uns zu Menschen.“ Ein Satz, der viel von Garveys Haltung und Offenheit widerspiegelt.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich: Der Titel lässt vermuten, dass die Begegnung mit seinem „Supergirl", also seiner Frau, ein zentrales Element des Endes sein würde. Dieser Moment bleibt jedoch aus, was mich ein wenig enttäuscht zurückgelassen hat. Zumindest die Beschriebung der ersten Begegnung hätte für mich die Geschichte noch runder gemacht.
Fazit: Eine sehr persönliche, humorvolle und zugleich berührende Lebensreise, die Irland mit all seinen Facetten lebendig macht. Rea Garvey schreibt ehrlich, nahbar und mit viel Herz. Trotz meiner Kritik am Ende des Buches, ist Before I Met Supergirl eine wunderbare Lektüre für alle, die Biografien lieben, sich für Irland begeistern oder einfach neugierig sind, was den Musiker geprägt hat.
Autobiografien zu bewerten ist immer eine heikle Sache, schliesslich beurteilt man nicht nur ein Buch, sondern ein gelebtes Leben. Und genau so fühlt sich Before I Met Supergirl von Rea (Raymond) Garvey an: wie ein sehr persönlicher Einblick, den man als Leser respektvoll entgegennimmt, ohne Erwartungen an „mehr Spannung“ oder „mehr Drama“ zu stellen. Rae erzählt, was er erzählen möchte und genau das macht den Charme dieses Buches aus.
Der Musiker nimmt uns mit an den Anfang seines Lebens, zurück in seine Kindheit in einer grossen irischen Familie, in der er sich selbst gerne als Clown beschreibt. Die vielen Schwestern, die lebendige Atmosphäre und das Aufwachsen als Sohn eines Polizisten prägen die frühen Kapitel und vermitteln ein authentisches Gefühl für die irische Kultur, Familiendynamik und die kleinen Konflikte, die das Aufwachsen begleiten. Für alle, die sich für Irland interessieren, ist das Buch auch aus dieser Perspektive ein lohnender Blick.
Später begleitet man Garvey in seine Jugend- und Studienjahre, bevor man schliesslich seinen Weg in die Musikszene verfolgt: zuerst als Mitglied einer Band, dann als Solokünstler, der schliesslich zu der Persönlichkeit wird, die viele heute kennen. Seine Erzählweise bleibt dabei stets humorvoll, leicht und gut lesbar. Der Stil ist flüssig, zugänglich und bietet viele Momente zum Schmunzeln. Die Deutschland liebe wird definitiv hervorgehoben, vielleicht weniger die Liebe zu FKK Stränden.
Was überraschen mag: Der Titel lässt vermuten, dass auch die Begegnung mit seiner späteren Frau der „Supergirl“ eine zentrale Rolle spielt. Jeder kennt den Welthit und war auch mein absolutes Lieblingslied. Doch genau darauf verzichtet Garvey weitgehend. Auch über frühere Beziehungen erfährt man kaum etwas. Einerseits hätte das Buch dadurch vielleicht ein vollständigeres Bild seiner Biografie ergeben, andererseits liegt genau darin die Freiheit des Autors: In einer Autobiografie entscheidet der Erzähler, welche Kapitel seines Lebens er mit der Öffentlichkeit teilen möchte und welche nicht.
Before I Met Supergirl ist daher weniger ein lückenloser Lebensbericht als vielmehr ein gut erzählter Rückblick auf jene prägenden Momente, die Garvey selbst hervorheben möchte. Ein Buch, das man zwischendurch immer wieder zur Hand nehmen kann, ohne den Faden zu verlieren leicht zu lesen und unterhaltsam. Besonders schön ergänzt wird das Ganze durch die Playlist, die perfekt zur Stimmung des Buches passt und die Lektüre musikalisch begleitet.
Musik schafft Erinnerungen Rea Garvey gibt hier in Erinnerungen sein Leben wieder, das untrennbar mit Irland verbunden ist. Er tut dies sehr ehrlich, humorvoll und manchmal ernst. So sind Geschichten entstanden von Verlust und Liebe, von Angst und Aufbruch, und natürlich auch vom unerschütterlichen Traum, Musik zum Kompass zu machen. Sie laden auch zum Nachdenken ein: woher kommen wir, was prägt uns – und warum Glaube manchmal der einzige Halt ist. Mit seinem neongrünen Buchrücken und Lesebändchen fällt das Cover direkt auf; Grün, Weiß und Rot finden sich als Farben Irlands auch sonst darauf wieder – neben der Zeichnung des halben Gesichts des Musikers und Autors. Der Verweis auf eine Playlist liefert auch den richtigen Soundtrack zur Lektüre. Vorwort und Danksagung sind in englischer Sprache verfasst; die Kapitelüberschriften sind oft Liedtitel. Zusätzlich lässt der Autor verschiedene Ogham-Schriftzeichen wie einen roten Faden durchs Buch ziehen. Als Ich-Erzähler gibt Rea Garvey auf sehr persönliche und bodenständige Art chronologisch die Geschehnisse seit seiner Kindheit wieder. Fast fühlt man sich beim Lesen als säße der Songwriter einem gegenüber. Wenn Garvey Musik als Sprache ohne Wörter bezeichnet, so gelingt es ihm als Autor doch großartig mit diesen Wörtern umzugehen. Er erzählt aus seiner Kindheit, von seiner Zeit an der Universität oder als Mitglied von Musikgruppen. Es blitzt sehr viel Humor auf, aber auch Zweifel, Misserfolg und oft Unsicherheit; neben Glück spielt vor allem auch Garveys Glaube eine sehr große Rolle in seinem Leben. Das Vertrauen in Gott, aber auch das unerschütterliche Vertrauen, das seine Eltern in ihn und seine Schwestern, und das andererseits die Kinder ebenso in Ihre Eltern setzen wird in vielen Abschnitten spürbar. Reas Eltern gaben Rat und Unterstützung ohne sich einzumischen; nicht zuletzt durch deren Halt konnte er zu dem Menschen werden, der er nun ist. Man muss Rea Garveys Musik weder kennen noch lieben, um in diesem Buch regelrecht versinken zu können. Eine lesenswerte Geschichte eines Menschen und Musikers.
~ Rea Garvey als Mensch kennenzulernen empfand ich sehr gelungen
Before I met Supergirl, von Rea Garvey, erschienen bei allegria ( Ullstein TB Verlag) am 30. Oktober 2025 Gebundenes Buch 336 Seiten
Klappentext - siehe Buchbeschreibung
Inhalt Rea Garveay berichtet von seinem Leben, mit Erinnerungen vom Kindesalter bis zur Erwachsenenzeit.
Meine Meinung Rea Garvey berichtet mit viel Humor von seinem Leben, bevor er Supergirl kennengelernt hat. Wir bekommen viele großartige, amüsante und auch gefühlvolle Einblicke in Reas Familienleben präsentiert. Es war nicht immer leicht für ihn, als einziger Sohn unter sieben Schwestern. Seine Eltern wirken hier sehr sympathisch. Mutter ist Lehrerin, Vater bei der Polizei - so what .... das hatte keinen großen Einfluss auf Rea. Er muss in der Schule darauf achten, nicht durchzufallen. Und ist danach ebenso ohne Ziel wie einige Jugendliche. Er fühlte sich jedoch immer mit der Musik verbunden. Dort begleiteten wir ihn ebenfalls auf einigen Etappen, die aber noch nicht die großen Bühnen waren.
Fazit Der Musiker präsentiert mir sein Leben auf eine lockere, humorvolle Weise. Der Mittelteil enthält einige Privatfotos. Natürlich fehlen auch die Songtitel und der Hinweis auf das gleichnamige Album nicht. Bemerkenswert ist zudem das großartige Cover und die Tatsache, dass das gebundene Buch ein Lesebändchen hat. Detailaspekte, die es jedoch zu etwas Besonderem machen. Fans von Rea Garvey und seiner Musik werden diese Biografie mit Freude lesen. Es ist etwas bedauerlich, dass Supergirl nicht erwähnt wurde. Können wir hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird? Ich gebe gerne 5 🐥🐥🐥🐥🐥 und eine Leseempfehlung.
In seinem Buch „Before I met Supergirl“ erzählt der irische Musiker, Songwriter und Autor Raymond Michael Garvey - bekannt unter Rea Garvey - über sein Leben.
Der Frontmann der Band Reamonn ist in Irland aufgewachsen und in Deutschland bekannt geworden. Seine Songs beinhalten alle eine Botschaft und wenn man seine Autobiografie liest, erfährt man, was ihn inspiriert hat.
In einem sehr angenehmen, lockeren Schreibstil gibt Rea sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Man erfährt viel über seine Familie, seine Kindheit, wie er aufgewachsen ist, was ihn geprägt hat, was ihm Irland bedeutet und seinen Weg zur Musik. Dabei wählt er sehr offene und ehrliche Worte, beschönigt wird nichts. Auch Rea hat Zweifel und stellt das Leben in Frage. Er bringt seine Leser zum Nachdenken, berührt mit seinen Worten, hat aber auch eine humorvolle Seite, mit der er mich zum Lachen gebracht hat.
Sehr schön fand ich die Fotos in der Mitte des Buches - die ihn und seine Familie in verschiedenen Lebensabschnitten zeigen - da diese die zuvor beschriebene Atmosphäre gut vermitteln.
Das Vorwort und seine Danksagung wurden nicht ins Deutsche übersetzt. Ehrlich gesagt habe ich es fast ein wenig bereut, dass ich nicht das gesamte Buch im Original gelesen habe, weil es einfach so schön ist seinen Worten nachzuspüren.
Mich hat diese Autobiografie berührt und beeindruckt, so dass ich mir gut vorstellen könnte, dass nicht nur seine Fans dieses Buch gerne lesen werden, da es ein sehr ehrliches Buch über das Leben ist.
Aufgewachsen in Irland, erfolgreich in Deutschland Irland – das verregnetes Land in seiner politischen Zerrissenheit und Härte, aber auch mit seinen religiösen Wurzeln wird lebendig porträtiert entlang den vielen Reflexionen des Autors Rea Garvey. Seine Rückbesinnung wandert entlang seiner Schulzeit, angefangen im beschaulichen Abbeyleix, weiter mit Templeton, dann Tralee mit seinen Schlägereien und Job im Pub bis nach Dublin zum Studium mit viel Partytime. Neben den vielen Veränderungen wie Familienzuwachs und Karriere des Vaters entpuppt sich Rea eher als Außenseiter, gefangen zwischen Stolz und Selbstzweifel inmitten einer hilfsbereiten, verständnisvollen Familie. Sein Weg zur Musik mit seiner Indie-Band über fünf Jahre und seiner anschließenden Solo-Karriere erscheint mühsam, teils frustrierend. Interessant ist die Auswahl an sechs verschiedenen Ogham-Überschriften als roter Faden durch Reas Leben, für besonders wichtige Werte wie Family, Pride, Trust, Faith, Friends, Love stehend. Prolog und Danksagung sind leider nicht mit übersetzt worden. Das Supergirl aus dem neugierig machenden Romantitel wird nicht tangiert. Mal zum Schmunzeln, mal toxisch und desillusionierend ehrlich – so kommt dieses Musikerleben Reas daher.
In diesem Buch geht es vor allem, um die Kindheit und Jugend von Rea Garvey. Er erzählt dabei vom Leben in seiner Familie mit sieben Schwestern und auch von seiner Uni-Zeit. Dabei stellt das Buch keine gesamte Biografie von Rea Garvey dar, da das Buch endet, bevor Rea richtig erfolgreich geworden ist beziehungsweise bevor er sein "Supergirl" kennengelernt hat.
Da es sich um eine Biografie handelt, sind die Figuren sehr authentisch und nahbar. Ebenso hat mir der lockere und humorvolle Schreibstil sehr gut gefallen. Leider waren dabei an manchen Stellen einige Rechtschreib- beziehungsweise Grammatikfehler, die mich etwas gestört haben. Das Cover gefällt mir gut, wobei es meiner Meinung nach nicht so gut zum Inhalt passt. Da es ja vor allem um die Kindheit und Jugend von Rea geht, hätte da ein Titelbild aus dieser Zeitepoche meiner Meinung nach besser gepasst.
Dieses Buch ist für alle Fans von Rea Garvey, die gerne mehr über ihn erfahren möchten. Es lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen und eignet sich bestimmt auch sehr gut in Form des Hörbuchs. Wen außerdem noch die musikalische Entwicklung interessiert, ist hier genau richtig, dabei ist das Buch allerdings kein Sachbuch in dieser Hinsicht.
Wenn ich Rea Garvey in einer TV-Show sehe, versprüht er meist gute Laune, hat einen Humor den ich mag und kommt generell sehr sympathisch rüber. Daher hat mich auch seine Biografie sehr interessiert, auch wenn ich jetzt kein besonders riesiger Fan von Rea bin. Aber ich sehe ihn gern in Shows und höre auch gern seine Musik wenn sie im Radio kommt, und habe ihn sogar auch schon 2x live gesehen beim Donauinselfestival in Wien.
Wenn er das Hörbuch selbst eingesprochen hätte, hätte ich auch gern dazu gegriffen. So aber habe ich mich für das Buch entschieden, und beim Lesen dennoch die ganze Zeit seine Stimme im Kopf gehabt, als ob er mir das alles erzählen würde. Insofern würde ich sagen, dass der Schreibstil auf jeden Fall authentisch wirkt (selbst wenn das ganze ja auch nochmal übersetzt wurde).
Ich persönlich fand den Teil über seine Kindheit und Jugend am interessantesten. Vielleicht auch, weil man darüber bisher wirklich am wenigsten wusste. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl, wir befinden uns in vor laaanger Zeit, vielleicht so wie "Die Asche meiner Mutter". Wenn man allerdings bedenkt dass Rea 1973 geboren wurde, müssen die Geschehnisse in den 80ern stattgefunden haben. Es ist auch nicht so, dass Rea Garvey aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Er, seine Eltern und seine Schwestern waren eine ganz normale bürgerliche und kinderreiche Familie, typisch irisch eben. Vielleicht ist es aber tatsächlich der "Irland-Faktor", der das ganze ein bisschen düsterer und "älter" erscheinen ließ als es tatsächlich war.
Über seine Anfänge in Deutschland hat er schon einmal in so einer Art 'Homestory' im Fernsehen erzählt, da kannte ich einiges schon. Aber auch dieser Teil war interessant und unterhaltsam zu lesen.
Rea Garvey ist mir als Musiker und Juror bei The Voice bekannt. Umso überraschender war es für mich, als seine selbstverfasste Biografie angekündigt wurde. In „How I Met Supergirl“ beschreibt der Musiker, wie er mit zahlreichen Geschwistern aufgewachsen ist. Er beschreibt die kindischen Schandtaten ebenso wie die Strafen. Seine Jugendsünden werden ebenso genannt wie die ersten Erfolge. Und ganz nebenbei erfahre ich immer mehr über Familie Garvey… Ich finde das Buch eine gelungene Abhandlung von Garveys bisherigen Leben. Unbeschönigt und ehrlich geht der Musiker mit allen Erinnerungen um. Trauer trifft Wehmut, Einsicht steht gegenüber Freude- und immer wieder Musik. Der Schreibstil ist unverfälscht und authentisch, teils fliest irischer Dialekt ein. Abgerundet wird alles durch kurze, unterhaltsame Kapitel, die keine Langeweile zulassen. So eine Autobiografie hätte ich mir von manch anderen Stars, die Wert auf Perfektionismus legen, gewünscht. Ich ziehe den Hut vor Rea Garvey und vergebe fünf Sterne.
Meine Meinung: Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, dann erscheint mir immer wieder ein Song als einer der prägendsten meiner Kindheit und vielleicht wie eine Art Soundtrack dieser und das war Supergirl von Rea Garvey. Durch seine einprägsame Stimme und diverse Auftritte im Fernsehen, hat er es über Jahre geschafft eine dauerhafte Person des öffentlichen Lebens zu sein. Umso gespannter war ich mehr über diesen Künstler zu erfahren, der zuvor nie mit seinem Privatleben versucht hat im Mittelpunkt zu stehen, umso überraschter war ich nun diese Autobiographie zu lesen.
Und dieses Buch ist wirklich eine interessante und unterhaltsame Lektüre, die von glücklichen schicksalsgeleiteten Momenten, welche den Lebensweg bestimmen können, von familiären Wurzel und die kleinen detailreichen Geschichten aus der Musikwelt erzählt und dabei nie langweilig wird , sondern stets interessant und anregend erscheint. Hinzu kommt ein angenehmer Erzählstil. Alles in allem eine kurzweilige, sehr schöne Lektüre für alle Fans eines einzigartigen Musikers.
Rea Garvey ist heute sehr bekannt in Deutschland, in dieser Biografie erfahren wir aber vor allem etwas über seine irischen Wurzeln. Rea wächst mit sieben Schwestern auf, darüber wird im Buch allerdings wenig berichtet. Weder in der Kindheit noch später, denn es gibt sogar ein Kapitel „Letter to my sister“. Spätestens dort hätte ich erwartet, dass das gleichnamige Lied ein wenig erklärt wird: Hat er seiner Schwester wirklich einen Brief geschrieben? Oder sie ihm? Um welche Schwester geht es überhaupt und wie eng war ihr Verhältnis? Der Liedtext wird zitiert, aber ansonsten geht es eigentlich nur um Rea. Aber das ist es, was das Buch ausmacht, es zeichnet das Bild eines Mannes, der schon als Kind gern im Mittelpunkt stand. In der Jugend hat er sich dann voll und ganz ausgelebt, nicht alles wirkt sympathisch. Besonders unter Alkoholeinfluss hat der junge Ire einige Fehltritte begangen.
Das erste Kapitel wird von Garvey selbst auf Englisch gelesen, das letzte auf Deutsch. Dazwischen liest Simon Jäger, der seinen Job hervorragend macht.
Zum Inhalt: Im Grunde braucht man dazu nicht so viel schreiben, denn es ist eine Art Biografie des Künstlers. Meine Meinung: Ich mag Rea Garvey als Künstler sehr gerne und das nicht nur was seine Musik angeht, sondern auch sein Auftreten z. B. in Fernsehsendungen. Er wirkt dort so authentisch und sympathisch. Aber wie er zu dem wurde, der er jetzt ist, weiß man im Grunde nicht wirklich viel, aber ich finde es immer spannend mehr über Menschen zu erfahren. Und genau das macht der Autor hier. Er berichtet über sein doch recht bewegtes Leben, seine Schwierigkeiten, den Ärger, den er seinen Eltern gemacht hat und wie seine künstlerische Entwicklung war. Ich hatte die Hörbuchversion, bei der der Autor das Vor- und Nachwort gesprochen hat und der geniale Simon Jäger den Hauptteil. Mir hat die Version sehr gut fallen und würde das Hörbuch uneingeschränkt empfehlen. Fazit: Wirkt sehr authentisch und sympathisch
In "Before I met my Supergirl" schreibt der durch das Lied "Supergirl" bekannt gewordene Sänger Rea Garvey über sich selbst. Einleitung und Ende des Buches sind komplett in Englisch gehalten, was mich nicht gestört hat, aber für den ein oder anderen Leser vielleicht abschreckend wirkt und einfach nicht zu verstehen ist.
Rea erzählt schonungslos ehrlich, humorvoll und sehr reflektiert von seinem Aufwachsen in einer irischen Großfamilie und seinen ersten Ausbrüchen in die Welt der Musik und raus aus Irland nach Deutschland, dem er immer noch sehr verbunden ist. Der Schreibstil ist gut lesbar und mehr als einmal hatte ich auch Reas Stimme im Kopf, wie er eine der Geschichten bei einem Glas Bier zum besten gibt.
Ich hätte mir allerdings, auch aufgrund des Titels noch mehr in die Richtung erwartet, wie Reamon gegründet wurde oder er eben seine Frau kennen gelernt hat (wobei der Titel ja heißt "before"...).
Auf jeden Fall eine tolle Lektüre für Fans von Rea.
Not my supergirl Das Buch 'Before I met Supergirl' von Rea Garvey hat mich nicht wirklich abgeholt. Ich war gespannt auf eine kritische Auseinandersetzung mit einem jungen Erwachsenen, der in kritische Zeit in Irland aufwächst. Stattdessen wurden problematische gesellschaftliche Ansichten und Werte, mit einem Augenzwinkern erzählt. Auch wurden diese kaum für den Lesenden eingeordnet. Etwas unterhaltsam waren einige Jugendgeschichten von Rae Garvey. Daher denke ich, dass für Fans das Buch ganz interessant sein kann. Auch wurde die Musikbranche von damals gut dargestellt. Im Hörbuch wird das Vorwort auch von Autor selbst eingesprochen, sodass man zumindest ein Mindestmaß an Englischkenntnissen mitbringt. Trotzdem springt die Geschichte immer mal wieder in der Zeit hin und her. Es fehlt an Spannung und obwohl ich die Biografie von Rae Garvey nicht kenne, hat mein Interesse an dem Buch dann doch schnell abgenommen.
Rea Garvey ist wohl einer der bekanntesten, ihre stämmigen Künstler in Deutschland. In diesem autobiografischen Buch beschreibt er, wie er vom einzigen Sohn einer irischen Familie, der Vater Polizist, die Mutter Lehrerin, die sich aber ganz den Kindern widmet, zum Star der Musikwelt wurde. Er berichtet von Alkoholexzessen, die im damaligen Irland normal zu sein schien, von Gewalt und toxischer Männlichkeit. Aber auch von seiner Liebe zur Musik, seinen verschiedenen Versuchen mit verschiedenen Bands, den Traum, Musik zu machen Wirklichkeit werden und den vielen Rückschlägen, die er zu Beginn, seiner Musiker Karriere anstecken musste. Die ersten Konzerte sowie die ersten Touren durch Deutschland mit seiner ersten Band werden beschrieben. Leicht humorvoll, aber doch sehr ernst und angenehm geschrieben, lohnt sich dieses Buch nicht nur für Rea Garvey Fans.
Das Cover gefällt mir sehr gut, obwohl ich das Grün an der Seite etwas zu grell finde. Man kann Rea dennoch gut erkennen und das Graffitiartige passt gut zu ihm. Ich mag auch dass die Biografie so nahbar und interessant geschrieben ist. Man erfährt wirklich viele Details aus Reas schwieriger Kindheit. Er hat so viele Geschwister, dass ich mir sein Leben nie vorstellen könnte. Auch das harte Leben als angehender Musiker wird nachvollziehbar beschrieben und man kann sich gut in den jungen Rea einfühlen. Ich hätte mir die Story anders vorgestellt, war aber dann auch überrascht und mitgenommen. Rae ist einfach super sympathisch und genau so kommt er hier auch rüber. Zu empfehlen, ob man ein großer Fan ist oder auch nicht. Auf jeden Fall ein tolles Buch. Nur zum Ende hin hätte ich mir noch ein bisschen über den jetzigen Musiker gewünscht.
Tatsächlich habe ich dieses Buch geschenkt bekommen und fragte mich zunächst warum ich ausgerechnet dieses Buch von einem Sänger lesen sollte, den ich zwar durchaus gerne im Radio höre, zu dem ich aber weder ein Fantum, noch nähere Bezugspunkte besitze. Doch vorab muss ich sagen, diese Autobiographie kann von jedem gelesen werden, unabhängig davon, ob man ein Fan des Sängers ist oder nicht, lediglich ein gewisses musikalisches Interesse sollte vorhanden sein. Denn Rea Garvey schafft es ein Buch über ein Leben in einer großen Familie in Irland zu schreiben, über Erfolg und Misserfolg und natürlich die Liebe zur Musik. Dabei bietet dieses Buch durchweg spannende und interessante Momente, die sehr klug und einprägsam, aber auch mit der nötigen Sogwirkung geschrieben sind und aus denen jeder Leser etwas ziehen kann, welches diesen bereichert.
In “Before I met Supergirl” lässt der Musiker Rea Garvey das Publikum an seiner Kindheit und Jugend in Irland teilhaben und wir begleiten ihn auf seinem ersten Weg als Musiker, bis er den ersten Song für seine spätere Band Reamonn schreibt. Garvey beweist hier, dass er nicht nur Songs schreiben und spielen, sondern auch erzählen kann, wenn auch mir das Buch oft zu sehr ins Inszenierte und Episodenhafte abgeleitet. Man hat nicht nur einmal das Gefühl, neben Garvey im Pub zu sitzen und bei einem Pint seinen Geschichten zu lauschen. Nichtsdestotrotz eine sehr interessante, zuweilen auch komische Biografie, die ich gern gehört habe. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass er das gesamte Hörbuch selbst eingelesen hätte, kann mir aber vorstellen, dass das als Fremdsprachler für ihn schwierig und fürs Publikum anstrengend geworden wäre, sodass Sprecher Simon Jäger hier eine gute Wahl war.
*Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.