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Lore-Ley

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Beim Tanz in den Mai verzaubert die Jungfer Lore jeden, der sie zu Gesicht den tapferen Schiffer Rufus, für den ihr eigenes Herz entflammt, die Bauersleute, die unter dem felsigen Lurley wohnen, und sogar den jungen Graf Wilhelm.

Doch als die Gräfinmutter von der unziemlichen Leidenschaft ihres Sohnes erfährt, hat dies tödliche Konsequenzen. Sie hetzt ihren Gefolgsmann auf die schöne Maid und Lore verschwindet spurlos.

Sieben Jahre spä Eine geheimnisvolle Adlige erscheint in der Stadt und bezirzt schon bald das Herz des Grafen. Doch wer ist die unbekannte Schöne – und was will sie wirklich von Wilhelm? Ist es Liebe, die sie sucht, oder Rache? Und woher stammt der übernatürliche Gesang, der seit einigen Wochen vom Lurley klingt und die Schiffer in den Untergang treibt?

476 pages, Kindle Edition

Published August 31, 2026

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About the author

Ann-Kathrin Wasle

10 books5 followers
Ann-Kathrin Wasle wurde 1987 geboren und wuchs in der Gegend um Heidelberg auf. Noch während ihres Mathematikstudiums begann sie, historische Romane zu schreiben – eine Aufgabe, der sie sich bald gänzlich widmete.
Nachdem sie ihre ersten Bücher bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht hat, publiziert sie ihre neue Reihe Nachtschattengewächse nun im Eigenverlag unter dem Label TintenSchwan. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und zwei Freundinnen in einer quirligen Hausgemeinschaft am Rand der Karlsruher Rheinauen.

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Tintenwelten.
885 reviews46 followers
September 20, 2026
Die schöne Lore verzaubert jeden, der ihr begegnet, darunter auch den Schiffer Rufus und den Grafen Wilhelm. Doch Wilhelms Mutter ist alles andere als angetan von der Leidenschaft ihres Sohnes. Kurz darauf verschwindet die junge Frau spurlos.

🫥

Jahre später erscheint eine geheimnisvolle Adlige in der Stadt und gewinnt Wilhelms Herz. Doch wer ist die Fremde wirklich? Und was hat es mit dem unheimlichen Gesang auf sich, der vom Loreley-Felsen erklingt und die Schiffer ins Verderben lockt?

🫣

Dieser Historienroman ist eine Neuinterpretation des sagenumwobenen Mythos um die verführerische Frau auf dem Loreley-Felsen. Besonders gefallen haben mir dabei die fantastischen und übernatürlichen Elemente, die dem Ganzen eine märchenhafte, magische und dennoch düstere Atmosphäre verleihen. Auch wenn die Handlung oft eher ruhig daher plätschert, wird es nie langweilig und zwischendurch gibt es immer wieder überraschende Wendungen oder spannende Highlights.

👍🏻

Es geht um Liebe, Verlust, Rache, Macht und den Zorn einer Frau, die sich gegen die Zwänge ihrer Zeit auflehnt. Lore ist eine beeindruckende und selbstbewusste Erscheinung, die sich weder von Konventionen noch vom Gerede ihrer Mitmenschen beirren lässt. Mit ihren Ansichten ist sie ihrer Zeit gedanklich weit voraus.

💪

Wir erleben die Ereignisse übrigens nicht nur aus ihrer Perspektive, sondern aus einer Vielzahl an Sichtweisen, was ich sehr gelungen finde. Ich mochte vor allem Schiffer Rufus und die siebenjährige Anna, welche die Tochter des Grafen ist.

😉
Profile Image for Rina.P.
373 reviews5 followers
September 9, 2026
Ich muss gestehen, dass ich bei „Lore-Ley“ zunächst gar nicht so genau wusste, was mich erwartet. Die Geschichte um die Loreley kennt man natürlich, aber Ann Kathrin Wasle erzählt hier ihre ganz eigene Vorstellung davon, wie aus Lore die Frau werden konnte, die später als Loreley in die Geschichte eingeht.

Und diese Vorstellung hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen und fand vor allem das historische Umfeld spannend. Die Lebensweise der Menschen, der Umgang mit der Pest und die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse werden anschaulich vermittelt, ohne dass für mich der Eindruck entstand, einen trockenen Geschichtsunterricht zu lesen. Für mich fühlte sich „Lore-Ley“ tatsächlich eher wie ein historischer Roman an, in den die Autorin ihre eigene Interpretation der Loreley eingebettet hat.

Im Mittelpunkt stehen Lore und Rufus. Besonders Lore hat mich als Hauptfigur beeindruckt. Aus dem zunächst lebensfrohen jungen Mädchen wird eine Frau, die gelernt hat, dass das Leben nicht immer freundlich mit einem umgeht. Sie wirkt häufig erstaunlich gefühlskalt und betrachtet vieles fast so, als würde sie nur von der Seitenlinie zuschauen. Trotzdem ist sie keineswegs schwach. Sie hat ihre Momente, in denen alles zu viel wird, findet aber immer wieder die Kraft, weiterzumachen.

Ihre Entwicklung fand ich sehr gelungen.

Auch Rufus mochte ich ausgesprochen gerne. Er ist ein positiver, engagierter Mensch, der einen Traum hat und für diesen kämpft. Seine Liebe zu Lore macht es allerdings nicht unbedingt einfacher. Zwischen den beiden steht immer wieder das Leben selbst – und gerade deshalb habe ich, obwohl ich nun wirklich nicht die größte Romantikerin bin, irgendwann doch gehofft, dass die beiden ihren Weg zueinander finden.

Überhaupt ist „Lore-Ley“ für mich mehr eine dramatische Liebesgeschichte als eine klassische romantische Geschichte. Und genau das hat für mich gut funktioniert.

Eine weitere interessante Figur ist Adelheid. Sie ist garstig und verbittert und sorgt für einiges an Unheil. Trotzdem konnte ich sie nicht einfach als böse Frau abstempeln. Gerade durch die historischen Umstände konnte ich sogar ein Stück weit verstehen, wie sie zu der Frau geworden ist, die sie ist. Frauen hatten damals nun einmal nicht unbedingt die Möglichkeiten, ihr Leben selbst zu bestimmen, und das fand ich bei ihrer Figur einen interessanten Aspekt.

Auch der mystische Teil mit dem Berggeist hat mir gefallen. Hier hätte ich mir allerdings an der einen oder anderen Stelle noch etwas mehr Erklärung gewünscht. Seine Beweggründe blieben für mich teilweise etwas im Dunkeln. Andererseits gehört dieses Geheimnisvolle natürlich auch zum märchenhaften Charakter der Geschichte.

Was mir besonders gefallen hat: Die Autorin nimmt die bekannte Loreley nicht einfach als fertige Sage und erzählt sie nach, sondern gibt ihr ein eigenes Leben. Und so bekommt Loreley ein Leben, das tragisch, aber auch interessant ist. Es gibt ja keine wirkliche Sage zur Loreley. Dadurch bekommt Loreley nicht nur ein Lied, sondern auch ein Leben, das gefällt mir richtig gut.

Das Ende hat mich dann tatsächlich noch einmal ziemlich bewegt. Ich möchte hier natürlich nichts verraten, aber ein klassisches Happy End sollte man nicht unbedingt erwarten. Es ist eher bittersüß und hat bei mir noch eine Weile nachgewirkt.

Für mich war „Lore-Ley“ ein gelungener Ausflug in eine historische Geschichte, die bekannte Elemente mit der Fantasie der Autorin verbindet. Ich habe die Entwicklung der Figuren gerne verfolgt, fand das historische Umfeld interessant und besonders Lore ist mir als ungewöhnliche Hauptfigur im Gedächtnis geblieben.

Eine Geschichte, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann – besonders für Leser, die historische Romane, Sagenstoffe und dramatische Liebesgeschichten mögen.
Profile Image for feder_magie.
913 reviews16 followers
August 31, 2026
Lore, die Frau der Legende steht hier im Mittelpunkt. Lore ist hier nicht nur die schöne Verführerin, der Männer angeblich hilflos ausgeliefert sind. Sie ist eine vielschichtige Figur mit eigenen Wünschen, Verletzungen und Entscheidungen. Besonders spannend fand ich deshalb die Frage, wie aus einer Frau ein Mythos und aus ihrem Leid eine Warnung vor weiblicher Verführung werden kann.

Auch der geschichtliche Hintergrund ist faszinierend. Der Loreleyfelsen war bereits im Mittelalter wegen seiner starken Strömungen, Untiefen und seines markanten Echos gefürchtet. Die bekannte Frauengestalt gehört allerdings nicht zu einer uralten Volkssage. Erst Clemens Brentano verband den Felsen 1801 mit der Figur der Lore Lay. Heinrich Heine prägte 1824 schließlich unser heutiges Bild der singenden Frau, die Schiffer ins Verderben zieht. Genau dieses Zusammenspiel aus realem gefährlichem Ort, mittelalterlicher Lebenswelt und später entstandener Legende macht den Roman interessant.

Ann-Kathrins Sprache ist atmosphärisch, bildhaft und besitzt einen leicht historischen Klang. Das Übernatürliche wird behutsam in die Handlung eingeflochten. Gleichzeitig geht es um gesellschaftliche Grenzen, Macht, Standesunterschiede und darum, wie wenig Kontrolle Frauen über ihr eigenes Leben und über die Erzählungen besaßen, die andere aus ihrem Schicksal machten.

Eine große Empfehlung für alle, die historische Romane mit mystischer Atmosphäre, tragischen Gefühlen und starken Frauenfiguren lieben.
2,013 reviews11 followers
October 11, 2026
Ich habe die Autorin durch ihr Buch "Runholt" kennengelernt, das ich einfach nur verschlungen habe. Als sie jetzt ihr neues Buch "Lore-Ley" vorgestellt hat, brauchte ich also nicht lange zu überlegen, ob ich es lesen möchte. Das stand sofort fest, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Klar, hatte ich schon einmal von der Sage der "Loreley" gehört, aber worum es dabei genau geht, habe ich tatsächlich erst mit diesem Buch erfahren.

Ich muss jetzt aber ehrlich sagen, dieses Mal hatte ich ein paar Probleme, in das Buch hineinzukommen. Aber als ich dann im Buch angekommen war, konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. Dieses Buch ist nicht nur eine einfache Liebesgeschichte, es ist eine große, wunderschöne Liebesgeschichte. Es gibt Einblicke in die damalige Zeit mit einem politischen Hintergrund. Zudem gehören aber auch ernstere Themen, wie z. B. die Pest, dazu. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Lore, deren Leben sich durch tragische Ereignisse für immer verändert. Mit hat diese Verbindung aus einem historischen Roman mit mystischen Elementen und der teilweise düsteren Atmosphäre sehr gut gefallen. Ich kann euch das Buch auf jeden Fall ans Herz legen.

Der Schreibstil ist einfach wieder der Wahnsinn. Er passt wunderbar in diese Zeit, ist bildhaft und mitreißend. Ich freue mich schon auf alles, was da noch kommen wird.
64 reviews
October 15, 2026
Lore - Ley ist eine moderne Neuinterpretation der altbekannten Sage. In diesem Buch bekommt Lore ihre ganz eigene Geschichte. Sie wird zu einer Person mit vielschichtigen Gefühlen, Zweifeln und menschlichen Eigenschaften - sie wird nachvollziehbar, man kann sich teilweise in sie hineinversetzen (was sie aber nicht automatisch sympathisch macht). Ann-Kathrin Wasle lässt Lore über das Bild der singenden Sirene, die die Männer reihenweise in den Tod führt, hinauswachsen. Besonders gut gefallen hat mir, wie Lore sich den Konventionen der damaligen Zeit widersetzt. Insbesondere ihre Rebellion gegen das vorherrschende Männer-Erbrecht mochte ich sehr. Die Geschichte handelt jedoch nicht nur aus Lores Perspektive oder ihrer Anwesenheit, es gibt viele verschiedene Perspektiven, auch aus verschiedenen Stände. In Kombination mit dem Aufgriff damaliger Ereignis, wie der Pest, bekommt man ganz nebenbei auch eine historische Darstellung der damaligen Lebens- und Denkweise ohne dass es sich schulbuchmäßig anfühlt. Abgerundet wurde die Geschichte durch ein Ende, das ich sehr gelungen fand.
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