Auf den Spuren ihrer Herkunft erzählt Renate Welsh von einer unglücklichen Kindheit mitten im Zweiten Weltkrieg. Der Blick zurück und die Perspektive der Heranwachsenden verbinden sich mit nachdenklichen Reflexionen der Gegenwart über die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, die Mühen der Erinnerung und die befreiende Kraft der Literatur.
Die Handlung verbindet Erinnerungen aus der Kindheit der Autorin in Bad Aussee während der Zeit des Zweiten Weltkriegs mit Gedanken und Reflexionen aus der Gegenwart. Besonders die Kindheitspassagen haben mich berührt – sie sind lebendig, eindrucksvoll und voller leiser Emotionen. Mit den Abschnitten aus der Gegenwart hingegen konnte ich weniger anfangen und nahmen der Geschichte etwas von ihrer Intensität. Rückblickend wäre „Dieda oder das fremde Kind“ von R. Welsh wahrscheinlich die passendere Lektüre für mich gewesen.
Immer wieder großartig, etwas von Renate Welsh zu lesen. Diesmal verknüpft sie ihre eigenen Erinnerungen mit Passagen aus „Dieda oder das fremde Kind“.