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Modesta

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Zwölf Stunden im Leben eines Die beste Freundin bereitet gerade eine Party für ihn vor, um ihn von der Trennung seines Exfreunds abzulenken. Während sie all seine Freunde zusammentrommelt, schlendert er gedankenverloren durch die Stadt – und wird mit seinen Dämonen konfrontiert. Schon einmal haben sie ihn heimgesucht, in seinem alten Leben, vor dem er geflohen war, um hier an diesem neuen Ort wie ein Einsiedler zu leben. Doch dann lernte er R kennen. Seine Geister verschwanden, vor allem Modesta, die ihn seit seiner Kindheit regelmäßig besucht hatte. Nun, da er wieder mit sich alleine ist, tritt sie erneut auf den Plan.

Mit »Modesta« erzählt Enrico Ippolito facettenreich und elegant eine moderne und schaurige Variante von Virginia Woolfs »Mrs. Dalloway«. In einer aus vielen Straßen zusammengeschalteten Stadt verliert sich der Protagonist in einem immer bedrohlicher werdenden Bewusstseinsstrom.

160 pages, Kindle Edition

Published September 15, 2025

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About the author

Enrico Ippolito

10 books4 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Ileana (The Tiniest Book Club).
258 reviews46 followers
Read
November 9, 2025
„Ich kann nicht mehr“. Das ist die letzte Nachricht, die der Protagonist von seiner großen Liebe R erhalten hat, bevor dieser aus seinem Leben verschwunden ist. „Modesta“ beschreibt den inneren Monolog des Verlassenen in einem Zeitraum von zwölf Stunden. Am Abend ist eine Party geplant zu Ehren des Protagonisten, die seine beste Freundin C vorbereitet. Er selbst irrt durch die Stadt, verfolgt von seinen Dämonen, personifiziert in der geheimnisvollen Greisin Modesta, die ihn seit seiner Kindheit begleitet. Er verliert sich in einem Bewusstseinsstrom, der den Horror des Verlassenwerdens deutlich werden lässt, die Schuldgefühle wegen der zerbrochenen Beziehung zu R, die immer bedrohlicher erscheinenden Gedankenzwänge.

Die Inspiration zu „Modesta“ lieferte Virginia Woolfs experimenteller vierter Roman „Mrs. Dalloway“, in dem laut Woolf sowohl „die Weltsicht des Gesunden & des Geisteskranken Seite an Seite“ dargestellt als auch „Kritik am Gesellschaftssystem“ geübt werden sollte. Ippolito überträgt „Mrs. Dalloway“ in das moderne Leben eines gut situierten, hedonistischen, schwulen Mannes, der zwischen Third-Wave-Coffee und Blumenarrangements den verlorenen Seelen der Stadt begegnet und dabei selbst verloren geht.

Der schmale, im Korbinian Verlag erschienene Band ist ungeheuer ansprechend gestaltet und sieht sicher gut aus, um sich damit unterm Arm wie ein Geist durch ein urbanes Umfeld treiben zu lassen. Inhaltlich erscheint „Modesta“ wie eine Schreibübung, roh, unfertig. Die Ich-Fixierung des Protagonisten ist nur schwer erträglich und seine Dämonen waren für mich leider so unzugänglich wie der Gedankenfluss Augenrollen induzierend. Die Begegnungen des Protagonisten mit den Bewohner*innen der Stadt und das Spiel mit der Vergänglichkeit von Körpern und städtischen Räumen hingegen fand ich eindrücklich.

CN: suizidale Gedanken, Depression, Psychose
Profile Image for lese Lämmlein.
42 reviews1 follower
October 19, 2025
Wow! Dieses Buch ist so wirr und so klar, so warm
Und so kalt, spuckt einem ins Gesicht, wischt den noch triefenden Speichel anschließend vom Gesicht, nur um dann mit einem brennenden zündholz die Wimpern wegzubrennen, die noch nass von den Tränen waren.
Ein herrliches poetisches Stück Wahn.
Herausragend wie Wahrnehmung, Erleben, Trauer, Empfinden und Traum(a) miteinander verwoben sind.
Es war fun 2 read und habe bissi geweint! Kann jedenfalls empfehlen, ist aber auch bissi trödelig teilweise, was es wohl auch braucht um stellenweise Schrecken aufzubauen!
Fair mmn
Profile Image for Lukas.
20 reviews
February 2, 2026
Echt schwierig zu lesen. Hat sich alles wiederholt, nicht gute deutsche Übersetzung und Namen werden nicht genannt, nur die Anfangsbuchstaben.
Hat mich nicht so geschockt
Profile Image for Malte.
246 reviews4 followers
February 20, 2026
Ok, ich bin das Gefühl nicht losgeworden, dass dieses Buch nicht für mich war. Zuerst fand ich es mutig und kunstvoll, ellenlange verschnörkelte aneinander zu reihen, und ich hatte Mitgefühl mit dem Protagonisten. Über das weitere Lesen hinweg nervte alles aber mehr und mehr, ich fand den Protagonisten larmoyant und anstrengend, hätte ihm mehrmals zurufen wollen, er solle sich zusammenreißen, und die langen Sätze erschienen mir in ihrer Länge unnötig, quasi um ihrer selbst Willen so lang.

Am ersten Buch des Autors Was rot war schätzte ich am meisten die Stellen, in der die Handlung voranging, die aktuellen Szenen in Rom, das Dating, die Affäre im Jetzt. Hier geht es um eine Beziehung im Jetzt (quasi), aber vieles ist so schwer zu greifen, die Stadt hat keinen Namen, die Personen sind nur Buchstaben, und vielleicht hätte es tatsächlich banaler gewirkt, wenn es eine konkrete Stadt gewesen wäre und konkrete Personen, vielleicht hätte es aber auch lebensnaher gewirkt. Das war offenbar nicht das Ziel des Autors.

Und die titelgebende Modesta, einzige Person mit einem Namen, die wiederholt auftaucht, in traumartigen Sequenzen in wechselnden Identitäten... aber auch sie bleibt in ihrem gesamten Wesen nebulös. Das war bestimmt auch das Ziel hier, sie im Unklaren zu halten, wo sie doch schon als einzige Figur einen klaren Namen hat. Bei mir hat Modesta dennoch eher Fragezeichen zurückgelassen.

Einige Passagen haben mich aber doch berührt, daher schwanke ich zwischen drei und vier Sternen.
Profile Image for Resi .
30 reviews2 followers
February 10, 2026
Eine gedankliche Odyssee in einer beliebig tristen Großstadt. Der Protagonist wurde verlassen, aber hat heute Geburtstag und fühlt es gar nicht... und ich fühle ihn nicht so richtig. Er hat mich genervt in seinen ins Nichts führenden Gedankenspiralen zu seiner verlorenen Liebe. Dabei sieht man ihn nie selbst, sondern immer nur gespiegelt in der Person die er liebt und nicht mehr da ist oder vor der er Angst hat. Abgesehen davon fand ich es sprachlich wirklich schön und ja auch irgendwie bewundernswert wie doll mich die wirr aneinandergereihten Gedankengespinste mitgenommen haben.
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