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Frei am Fels: Mein Leben zwischen Bouldern und Routen im neunten Grad

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Es wäre Alex Megos nicht recht, wenn man ihn als neuen Star der deutschen Kletterszene beschreibt. Dabei ist der bescheidene 31-Jährige aus Erlangen genau das. Seine Spezialdisziplin sind Routen am Fels, wobei die Herausforderung nicht hoch genug sein kann – Megos hat mehrere Strecken im 9. Schwierigkeitsgrad gemeistert, mehr geht beim Klettern nicht. Seine Leistungsstärke brachte ihn bis zu den Olympischen Spielen von Paris, wo er allerdings alles andere als gut abschnitt. Darüber spricht Alex Megos in diesem Buch genauso schonungslos offen wie über seine Magersucht und die ihm so wichtigen Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Ein Spitzensportler, der offen über Rückschläge bei Olympia, psychische Herausforderungen wie Magersucht und persönliche Schwächen sprichtPersönlich, intensiv, Einblicke in den Kopf eines AusnahmeathletenMegos gehört zu den wenigen weltweit, die mehrere Routen im 9. Schwierigkeitsgrad bezwungen haben 

289 pages, Kindle Edition

Published October 8, 2025

12 people want to read

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Community Reviews

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10 (55%)
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1 star
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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Kirsten.
3,158 reviews8 followers
November 1, 2025
Alexander Megos beginnt seine Geschichte mit dem Auftritt bei den olympischen Spielen in Paris, bei denen er viel schlechter abgeschnitten hat, als er selbst und viele andere das von ihm erwartet hätten. Denn Alexander Megos ist einer der besten Sportkletterer Deutschlands, bei dem sich Erfolg an Erfolg reiht. Aber das ist nicht das, was ihn ausmacht. Für ihn ist das Klettern am Fels das, was wirklich zählt. Nur am Fels fühlt er sich wirklich frei.

Der Weg an die Weltspitze des Kletterns ist lang. Für Alexander Megos beginnt er früh, denn schon als Kind merkt er, wie sehr ihm dieser Sport gefällt. Das harte Training macht ihm nichts aus und die Wettkämpfe stacheln den Ehrgeiz nur an. Die Erfolge geben ihm recht, aber reicht das, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten? Wie soll das weiter Leben aussehen? Das weiß er nicht noch nicht und so geht es nach dem Abitur erst in die USA um sich an den großen Wänden auszuprobieren. Er schafft schwierige Routen schneller als viele vor ihm und das fällt auf. Irgendwann merkt er, dass er so bekannt ist, um von seinem Sport zu leben.

Aber neben allen Erfolgen gibt es auch eine andere Seite. Alexander Megos erzählt auch davon, wie früh sein Gewicht sein Leben bestimmt. Je leichter er wird, desto leichter scheint ihm auch das Klettern zu fallen. Bald dreht sich ein großer Teil seines Denkens nicht nur ums Klettern, sondern auch darum, wie er noch ein paar Kilo verlieren kann, um noch besser zu werden. Das geht schleichend, aber irgendwann kann es die Familie nicht mehr ignorieren. Aber sie sind überfordert mit der Situation und es dauert lange, bis Alexander Hilfe bekommt. Dieser Teil hat mich gewundert, denn aus der Erzählung heraus war es offensichtlich, wie schlecht es ihm ging.

Ich finde gerade diesen Teil von Alexanders Geschichte wichtig. Nicht nur im Klettern werden die SportlerInnen auf Aussehen und Gewicht reduziert und nicht wenige haben Probleme damit, diese unsinnigen Erwartungen zu erfüllen. Bei vielen sind die Probleme offensichtlich, aber nur wenige reden darüber. Dass es jetzt ein so erfolgreicher Sportler und dazu noch ein Mann tut. finde ich sehr gut.

Alexander Megos wirkt in seiner Autobiografie sympathisch. Er ist reflektiert und gibt Fehler zu. Seine oft erwähnte Ungeduld, die ihm gleichzeitig hilft und ihn in Schwierigkeiten bringt, erwähnt er mit einem Schmunzeln. Aber er ist sich auch dessen bewusst, dass auch etwas außerhalb des Kletterns gibt und dass er mit seinem Lebensstil Einfluss darauf hat und auch, wie er das ändern kann. Das tut er ohne den berühmten Zeigefinder, sondern nur damit, seinen Weg zu zeigen.

Ich habe das Buch hauptsächlich wegen des Sportlers gelesen. Aber auch was ich über den Menschen dahinter erfahren habe, hat mir sehr gut gefallen.
Profile Image for Daniela.
13 reviews
December 26, 2025
Ein ehrliches, mutiges und schonungsloses Gespräch über den Klettersport: "Frei am Fels" von Alex Megos ist eine faszinierende Autobiographie über Disziplin, das Leben mit einer Essstörung, Naturverbundenheit, Ernährung und natürlich die Liebe zum Kletter- und Bouldersport. Wer 2024 bei Olympia vorm Bildschirm mit Alex Megos gelitten hat oder wer seine Erfolge in den letzten Jahren begeistert verfolgt hat, wird dieses Buch, das sich wirklich wie ein Gespräch liest, sehr zu schätzen wissen.
An einigen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Daher reicht es nicht ganz für 5⭐️.

4,25/5⭐️
65 reviews
November 2, 2025
Am Limit

Alexander Megos ist zur Zeit sicherlich einer der besten, wenn nicht der Beste Kletterer Deutschlands. Routen, die für den Normalsterblichen sicherlich niemals möglich sein werden, stellen für ihn immer ein neues Projekt dar, welches er dann auch in aller Regelmäßigkeit erfolgreich abschließt. International auf sich aufmerksam gemacht hat er mit der "Onsight-Begehung" einer 9a-Route (Estado Critico), was bedeutet, dass er sie im ersten Versuch durchgestiegen ist. Im Wettkampf-Bereich ist ihm der große Erfolg noch vorenthalten geblieben, da ihm in den entscheidenden Momenten, beispielsweise bei seinen zwei Olympia-Starts, die Nerven versagten und er durch Flüchtigkeitsfehler deutlich hinter seinem Potential zurückblieb.

In "Frei am Fels" gibt uns Alex Megos nun Einblick in die Welt des Extremsports Klettern. Schnell wird klar, dass es einen langen Weg voller Enthaltsamkeit und starkem Willen braucht, um jemals in der Lage sein zu können, Routen dieses Schwierigkeitsgrades zu meistern, die Alex als sein Zuhause ansieht. Auch er musste schwere Phasen psychologischer Irritationen und schwereren Verletzungen überstehen, um an seine Erfolge anknüpfen zu können. Hier benötigt er natürlich einen starken Kopf und ein persönliches Umfeld, welches ihm die Kraft für seine Unternehmungen gibt. Oftmals erscheint eine Hürde in einem seiner Projekte als unüberwindbar, aber nur so lange, bis er sie durch unermüdliche Wiederholungen und einem festen Glauben an seine Fähigkeiten doch noch knackt. Es ist mehr als spannend ihn auf seinen vielen Abenteuern hautnah zu begleiten und die wertvollen Einblicke auch in die nach außen schillernde Olympia-Welt machen das Buch aus meiner Sicht zusätzlich lesenswert.

Insgesamt ist "Frei am Fels" eine für mich faszinierende Autobiografie eines außergewöhnlichen Athleten fernab der großen Medienpräsenz. Das Klettern ist mittlerweile eine Trendsportart, aber es benötigt weiterhin Pioniere wie Alex Megos, die sie weiter in den Fokus der Allgemeinheit stellen. Mich konnte das Buch mehr als begeistern, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und natürlich mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.
Profile Image for WildesKopfkino .
726 reviews7 followers
November 3, 2025
Gutes Buch macht mir beim Lesen die Knie weich — hier war es eher die Vorstellung, wie die Finger an rauem Fels nach Halt suchen. Frei am Fels packt einen nicht, es wirft einen kurz raus und zieht einen dann wieder hoch, mit diesem besonderen Alex-Mix aus Bescheidenheit, Biss und leichtem Größenwahn, der aber nie arrogant wird.

Als Klettergeschichte funktioniert das Buch prima: Touren, Routen im 9er-Bereich, dieses permanente Tasten nach dem nächsten Griff — das kommt echt rüber. Technische Exkurse sind sparsam, dafür gibt’s mehr Kopfkino: Tage mit Adrenalin, Nächte mit Grübeleien, das leise Rattern im Kopf, wenn ein Zug nicht sitzt. Ich habe gelacht, ich habe gegrübelt, und an einer Stelle sogar kurz die Luft angehalten, als er von seinem Scheitern bei Olympia erzählt. Das sitzt.

Was richtig gut tut: die Ehrlichkeit. Megos redet Klartext über Essstörung, über die Scham, über das Versagen. Keine Selbsterhöhung, kein heroisches Pathos — das macht ihn nahbar. Und wenn er über Klimaschutz und Nachhaltigkeit spricht, merkt man: Da tickt einer, der nicht nur an den nächsten Gipfel denkt, sondern an die Welt, die er dabei hinterlässt. Respekt dafür.

Kritisch gesagt: Wer einen knallharten Trainingsplan oder detaillierte Technikmeisterklasse will, sucht hier vergebens. An manchen Stellen wünschte ich mir mehr Tiefe in der psychologischen Aufarbeitung — das Thema hat mehr Ecken, die nur gestreift werden. Trotzdem wirkt das Buch nie unfertig, eher wie ein ehrliches Gespräch nach dem letzten Seilwurf.

Locker genug zum Durchlesen, ernst genug, um hängen zu bleiben. Vier Sterne, weil’s packt, weil’s ehrlich ist, und weil ein bisschen mehr innere Arbeit dem Buch noch gutgetan hätte. Aber hey — wer will schon ein komplett durchgekautes Leben? Ein paar schroffe Kanten gehören dazu.
189 reviews1 follower
October 6, 2025
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Rezension zu "Frei am Fels". (Buchkletterwelt).
von Alex Megos und Andreas Thamm

Sehr mutig, was er macht ❤️❤️❤️❤️❤️

Ihr kennt sicherlich Alex Megos. Er ist ein Spezialist in der Kletterszene. Keine Herausforderung ist unmöglich bei ihm. Er geht dabei auch über sehr hohe Routen am Fels. Hier schreibt er über Erlebnis am Fels und es werden auch Videos auf Youtube gezeigt, wo der liebe Alex in voller Aktion ist. Ich finde es auf jeden Fall äußerst beeindruckend, was er im Laufe der Zeit an Erfahrung hinzu gewonnen hat.

Da das Klettern ja auch nicht unbedingt eine einfache Sportart ist. Alleine schon, wenn man selber sieht, in welcher Höhe sich ein Kletterer bewegt und es dabei auch nicht so ganz ungefährlich ist. Das sah ich jetzt wirklich auch in Videos und ich bin sehr tief beeindruckt davon.

Ich finde es auch wirklich sehr beachtlich, welches Talent er da in sich hat und auch bereits im Leben einiges miterlebt hat . Da habe ich wirklich noch mehr gestaunt. Hut ab, mich hat es auf jeden Fall tief beeindruckt.

Ich werde mir weiterhin seinen Sport ansehen und ich kann es jedem von euch dabei auch wirklich sehr weiterempfehlen. Wenn ihr individuell Zeit habt, dann erkundet es bitte. Seid alle bitte so mutig und kommt mit in die VIRTUELLE Kletterwand.

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6 reviews1 follower
December 30, 2025
Spannende Geschichten über das "traditionelle" Leben von Kletternden. Die Reflexionen über die eigene Magersucht können hoffentlich jungen SportlerInnen helfen und zeigen, dass sie damit nicht allein sein müssen. Danke für die Offenheit.
89 reviews
November 7, 2025
Es fehlt die Relevanz des Themas, die den mangelnden Spannungsbogen rechtfertigen könnte.
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