Vorab: Dies ist ein dritter Teil, nicht unabhängig von "I kissed a boy" sowie "And I liked it" möglich.
(Und ich würde auch empfehlen, zunächst "Take me to the Darkside" zu lesen, sonst spoilert man sich. Aber ist ein klein wenig, weniger zwingend.Bin sicher, spätestens nach dieser Novelle, muss man den Roman aber lesen wollen^^)
Und jetzt gehts los mit meinen Gedanken und Gefühlen:
Es gibt da diese Figuren, die sich anfühlen, als ob sie deine besten Freunde wären. Als ob sie im Grunde um die Ecke in der gleichen Straße wohnen würden. Als ob ich Dacre und Cap jeden Moment anrufen werde. Denn sie fühlen sich so echt und wahrhaftig an. Es gibt da diese Fortsetzung, von der ich nie dachte, dass ich sie brauchen würde. Doch "We were never just a phase" ist genau das Buch, die Geschichte geworden, die die beiden dann verdient haben. Es fühlt sich nun runder an. Wirklich abgeschlossen, obwohl ich weiß, dass wir ihnen als Nebenfiguren noch begegnen werden. Ihre Geschichte macht nun Platz für Neue. Und das fühlt sich traurig und gut zu gleich an.
Da sind so viele Gefühle auf einmal. Einerseits schön, aber auch wehmütig. Noch einmal, wie ein Sommer der zu Ende ist, der jetzt in einen Herbst übergeht und einerseits ein Abschied von Cap und Dacre bedeutet. Aber auch ein Neubeginn... eine Erwartung und Vorfreude auf Camille, Maxi und Williams. Also im Grunde ein Glückstraurigermoment. Manchmal braucht man eben doch dieses Happy End, die Hoffnung darauf, dass wirklich auch mal alles gut werden kann. Auch dann, wenn so vieles Schlimme passiert ist. Und ja, dann kamen die Tränen. Aber das ist ok. Weil es eigentlich vor allem mit positiven Gefühlen verbunden ist.
Wir begegnen Cap und Dacre in einigen Momenten wieder die zeigen, wie stark sie sich weiter entwickelt haben. Aber auch immer noch die beiden jungen Männer sind, die sich damals im Sommer so sehr ineinander verliebt haben. Nicht alles ist immer nur eitel Sonnenschein. Gerade auch Cap hat seine dunklen Momente, aber es ist toll, dass er nun andere Wege gefunden hat mit ihnen um zu gehen. Und Dacre, wir begegnen einem selbstbewussten jungen Mann, der seinen Partner unterstützt. Sich aber gleichzeitig nicht in seiner Liebe verliert, sondern auch seinen Wert abseits der Beziehung kennt. Diese kleinen und großen Momente, die das Leben erst ausmachen. Die traurigen, glücklichen Momente, aber auch was so dazwischen liegt. Das alles erleben wir mit "We were never just a phase" noch einmal.
Lisa F. Olsen schafft es immer, durch ihre Bücher, meinen Gefühlen die Möglichkeit zu bieten, sich aus zu breiten. Mich fühlen zu lassen, auf eine Weise die mir eine positive Erfahrung damit ermöglicht. Wenn ich mich jetzt also von Cap und Dacre verabschiede ist es kein wirklicher Abschied. Denn eigentlich kann ich immer zu ihnen zurück kehren. So oft ich möchte und so oft ich das brauche.