Gefangen im eigenen Haus: Bei einem Unfall verliert die junge Innenarchitektin Viola Decker ein Bein – und plötzlich besteht ihre Welt nur noch aus Hindernissen. Zwar kümmert ihr Mann Adam sich rührend um sie; mit dem barrierefreien Umbau ihres abgelegenen alten Hauses scheint er es allerdings nicht eilig zu haben. Viola sitzt buchstäblich im Erdgeschoss fest, alleine mit einer wortkargen Pflegerin, von der sie sich ständig überwacht fühlt.
Und immer wieder verschwinden wichtige Dinge aus Violas Reichweite. Um nicht lange danach suchen zu müssen, stattet sie sie mit winzigen GPS-Trackern aus. Als Adams Verhalten sich zu verändern beginnt und er immer häufiger spät nach Hause kommt, beginnt sie heimlich, auch ihn zu tracken, und entdeckt schon bald beunruhigende Muster. Offensichtlich belügt er sie über seinen Tagesablauf – und nicht nur er. Warum? Mit jedem Tag und jeder Lüge wächst in Viola ein furchtbarer Verdacht …
Born on 30 October 1968 in Vienna, Ursula Poznanski (a.k.a. Ursula P. Archer), after finishing high school, she began studying Japanese studies, journalism, law and theater.
She has worked as a medical journalist since 1996.
She has been a published book author since 2003.
She lives with her family in the south of Vienna. ------------------------------------- Geboren am 30. Oktober 1968 in Wien. Nach Beendigung des Gymnasiums Studium der: Japanologie, Publizistik, Rechtswissenschaften, Theaterwissenschaften (in ungefähr dieser Reihenfolge, ohne Gewähr und ohne Abschluss). Seit 1996 Medizinjournalistin, seit 2003 veröffentlichte Buchautorin.
Wieder ein sehr spannender Thriller von Ursula Poznanski. Die Geschichte hätte etwas kürzer sein können, da sich vor allem der Mittelteil etwas gezogen hat. Und ja, es gab Plotholes und nicht alles hat 100% Sinn gemacht, aber ich hab’s trotzdem verschlungen.
Ein neues Buch von Ursula Poznanski - es war von Anfang an klar, dass ich meine Hände nicht vom Tech-Thriller lassen kann.
📖 Vio hat durch den schrecklichen Einsturz ihres Weinkellers ein Bein verloren und muss sich nun zurück ins Leben kämpfen. Ihr Mann ist überfürsorglich und hat ihr sogar eine Pflegerin verschafft, die sich um sie kümmert - oder sie ins Haus einsperrt - ganz wie man es sehen will. Außerdem gibt es Ungereimtheiten im Tagesablauf ihres Mannes und dem, was er ihr tatsächlich erzählt. Also bestellt Vio Tracker, die sie ihrem Mann heimlich unterjubelt. Zudem sind ihre Erinnerungen an den Unfall verschwommen - doch sie decken sich nicht mit den Erzählungen … wer spielt hier ein falsches Spiel?
🏡 Ursula Poznanski liefert wieder einen spannenden Thriller ab, den ich eigentlich überhaupt nicht aus der Hand legen mochte. Von dem Augenblick an, in dem Vio im Krankenhaus erwachte. Sie hat eine Art, subtile Spannung zu erzeugen und den Lesenden an die Seiten zu fesseln, die ich sehr liebe. Ich bin praktisch durch die Seiten geflogen. Ein bisschen hat mich das Buch an eine moderne Version von Stephen Kings „Carrie“ erinnert - was Poznanski im Buch auch scherzhaft erwähnt.
Viola ist ein spannender Charakter, und grauer als es zunächst den Anschein macht. Auch sie hat eine Vergangenheit, die erst im Laufe des Buches enthüllt wird. Durch den Verlust ihres Beines muss sie viele Einschränkungen hinnehmen. Sie zeigt sowohl Durchhaltevermögen als auch Verletzlichkeit und Trauer. In ihrer Situation ist alles angebracht, plus eine gehörige Portion Misstrauen ihrem Mann gegenüber. Sie ist eine Figur, der ich sehr gerne gefolgt bin und einige Male bitter Lachen musste.
Ihr Mann hingegen - Adam - war mir von Anfang an suspekt. Natürlich muss er einem suspekt sein, damit das Misstrauen, das Vio Adam entgegen bringt von dem Moment an, in dem sie die Augen geöffnet hat, gerechtfertigt ist. Zurecht. Natürlich. Trotzdem hätte ich mir für Adam mehr Unterfütterung gewünscht. So habe ich die sozialen Gründe, aus denen sich Vio in Adam verliebt hat, nie so ganz verstanden. Das ist auch mein Manko an dem Roman.
Otilia als Wächterin und nebenamtliche Eierbraterin fand ich ziemlich gut gelungen. Bei ihr wusste man nie so wirklich genau, woran man gerade ist - und dieses Prickeln hat Sie für mich zu einem wirklich spannenden Charakter erwachsen lassen. Auch die Nebencharaktere, allen voran Benno, waren richtig toll.
Eine tolle Atmosphäre mit einer tollen Protagonistin - der Antagonist hätte für meinen Geschmack einen graueren Anstrich vertragen können. 4 Sterne für „Das Signal“.
3,5 Sterne Seit meiner Jugend ist Ursula Poznanski eine auto-buy Autorin für mich. So hab ich auch diesmal ihr Buch wieder vorbestellt.
Die Geschichte startet direkt spannend, man will sofort wissen wie es weitergeht. Das Verhalten der Pflegerin und ihres Mannes wirft viele Fragen auf. Der Schreibtstil war angenehm und ich bin in gewohnter Poznanski-Natur nur so durch die Seiten geflogen.
Leider fand ich das Signal nicht ganz so spannend wie ihre anderen Bücher. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und freue mich auf weitere Geschichten von ihr.
Ich bin generell ein großer Poznanski Fan und habe, glaube ich, fast alles von ihr gelesen. Für mich sind ihre Bücher eigentlich immer mindestens gut, manche haben mich aber komplett begeistert. Das Signal gehört für mich klar zu diesen Highlights.
Das Buch hat mich sofort gepackt. Ich wollte wissen, wie alles ausgeht, aber genauso dringend, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Dieses Mysterium funktioniert in beide Richtungen und zieht einen komplett rein. Dazu kommt der Ton. Nicht dauerhaft sarkastisch oder pragmatisch, sondern genau dann, wenn Probleme gelöst werden müssen. Im Alltag ist sie warm, loyal und erstaunlich normal. Aber sobald es ums Überleben geht, schaltet sie um. Dann kommt dieser trockene, sarkastische, extrem pragmatische Blick auf die Welt zum Vorschein. Egal ob es um ein verlorenes Bein oder um deutlich gefährlichere Probleme geht.
Ja, manches ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt und stellenweise wirkt sie fast zu kompetent. Aber sie bleibt menschlich genug, dass es mich nie gestört hat. Im Gegenteil. Dieses Gefühl von: Du glaubst vielleicht, du hast die Kontrolle, aber du hast absolut keine Ahnung, mit wem du dich gerade anlegst, macht unglaublich Spaß beim Lesen.
Besonders stark fand ich den Umgang mit ihrer Behinderung nach dem Unfall. Die Genesung geht vielleicht etwas schnell, aber alles drum herum fühlt sich gut recherchiert und emotional glaubwürdig an. Es ist kein Gimmick, sondern beeinflusst ihr Leben, ihre Entscheidungen und ihren Alltag. Dazu kommt ihr Galgenhumor, diese kleinen trockenen Witze über die eigene Situation, die sich für mich extrem real angefühlt haben. Gerade in Krisen ist diese Art Humor oft das, was einem hilft, weiterzumachen. Natürlich nicht für jeden, aber für mich funktioniert das total. Und die Grundhaltung, dass man ein Bein verlieren kann, aber nicht automatisch sein Leben, hat für mich perfekt funktioniert.
Der größte Hook für mich war aber ihre Moral. Sie ist loyal, hilft Menschen, die sie mag, ohne zu zögern und ohne Gegenleistung zu erwarten. Aber sie hat eine sehr klare Grenze. Wenn jemand ihr schadet, kann sie auch moralisch graue Entscheidungen treffen. Und wenn sie wirklich bedroht wird, fallen alle Skrupel. Dann zählt nur noch: Problem lösen. Nicht aus Grausamkeit, sondern aus purem Überlebenswillen. Gefahr muss weg, egal auf welchem Weg. Diese Mischung aus Menschlichkeit und eiskalter Konsequenz hat sie für mich unglaublich spannend und gleichzeitig überraschend sympathisch gemacht.
Auch die Nebenfiguren tragen viel bei. Besonders gefallen hat mir, wie sie ihrem Nachbarn mit Down-Syndrom begegnet. Sie sieht ihn von Anfang an als Menschen, nicht als Problem oder Projekt. Sie mag ihn wirklich und seine Sicherheit ist ihr wichtig, auch wenn er ihr manchmal hilft. Diese Art von Inklusion fühlt sich angenehm selbstverständlich an.
Das Signal ist ein Thriller, der perfekt von seiner Hauptfigur getragen wird. Sie macht die Geschichte zum Pageturner, passt aber gleichzeitig komplett in diese Welt und diese Situation. Poznanski liefert hier Spannung, Graumoral und eine Hauptfigur, die gleichzeitig verletzlich, loyal und erschreckend effektiv ist, wenn es darauf ankommt. Das Signal ist die Geschichte einer Frau, die alles verlieren kann und trotzdem nicht aufgibt. Und wenn sie sich entscheiden muss, ob sie zerbricht oder zurückschlägt, ist die Antwort glasklar. Ein Thriller, den man nicht nur liest, sondern verschlingt und der lange im Kopf bleibt.
Ursula Poznanski entführt uns mit ihrem neuesten Psychothriller in ein Szenario, das den Puls schleichend in die Höhe treibt. Im Zentrum steht eine taffe Innenarchitektin, deren Leben nach einem schweren Unfall in Trümmern liegt – buchstäblich. Gezeichnet durch eine Amputation und geplagt von den Lücken in ihrem Gedächtnis, findet sie sich in einem abgelegenen Haus wieder, das für sie zur barrierefreien Falle wird.
Die Atmosphäre ist von Beginn an hochgradig klaustrophobisch. Während die Protagonistin im Erdgeschoss feststeckt, scheint die Welt um sie herum aus den Fugen zu geraten. Ihr Ehemann verstrickt sich in ein Netz aus Lügen, während eine wortkarge Pflegerin wie ein Schatten über ihr wacht. Poznanski nutzt hier geschickt das Domestic-Noir-Motiv: Das Misstrauen wächst nicht im Außen, sondern am eigenen Küchentisch.
Mit jedem Puzzlestück, das die Protagonistin Viola zusammensetzt, wird klarer, dass die Probleme nicht nur in der Ehe liegen. Ihre eigene Vergangenheit holt sie ein, wobei die Affäre ihres Mannes nur an der Oberfläche kratzt. Trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen bleibt sie stark und übernimmt Schutzmaßnahmen, während sie sich gegen die Kontrolle ihrer Pflegekraft wehrt und versucht, an ihre Erinnerungen zu gelangen.
Ursula Poznanski entführt die Leser auf eine interessante Jagd nach Vertrauen, Sicherheit und Selbstständigkeit. Das Tempo steigert sich langsam, spiegelt damit den mühsamen Kampf der Protagonistin wider, und das Gefühl der Bedrängnis baut sich immer weiter auf. Man fiebert regelrecht mit ihr und gerät selbst in einen Strudel aus Rätseln und Herausforderungen.
Die erste Hälfte des Buches ist ein packendes Beinah-Kammerspiel. Die schleichende Bedrohung und die sympathische, beharrliche Heldin ziehen einen unweigerlich in den Bann. Doch die Handlung im Mittelteil gerät irgendwie ins Stocken. Violas fast schon masochistischer Langmut gegenüber ihrem heuchlerischen Ehemann und der übergriffigen Pflegerin strapazierte meine Geduld völlig unnötig. Die Auflösung folgt bekannten Strukturen und lässt den „frischen Wind“ vermissen, den man von früheren Werken der Bestseller-Autorin gewohnt ist.
Das Cover finde ich überaus passend. Die Treppe, die in ihr gemeinsames Schlafgemach führt, ist auf einmal eine unüberbrückbare Bürde. So manch Eigentümliches geht im oberen Stockwerk vonstatten, doch was es ist, dürft ihr selbst herausfinden.
Fazit: Trotz einiger Kritikpunkte bleibt DAS SIGNAL eine fesselnde Lektüre, die besonders durch die psychologische Tiefe der Hauptfigur punktet. Poznanski beweist erneut, dass sie das Spiel mit der Paranoia beherrscht, auch wenn dieser „leise Thriller“ am Ende nicht ganz die Wucht ihrer Jugendbuch-Erfolge erreicht.
Violas Leben scheint perfekt. Sie ist verheiratet, besitzt mit ihrem Mann Adam ein großes Anwesen und die Kinderplanung rückt in den Vordergrund. Just in dieser Phase ändert sich ihr Leben durch ein dramatisches Ereignis: beim Einsturz des hauseigenen Weinkellers verliert sie ein Bein. Das Buch beginnt genau hier: als Viola im Krankenhaus liegt. Und plötzlich ist nicht nur ihr Körper ein anderer, sondern scheinbar auch ihre gesamten Mitmenschen. Ihr Mann verhält sich komisch, so ist er stets bemüht um ihr Wohlbefinden, doch bald wird klar, dass er sie zu sehr behütet und nur ein Ziel hat: sie soll nicht zu schnell wieder mobil werden. Adam stellt eine Pflegerin ein, die wenig spricht und von Viola als die „Wärterin“ bezeichnet wird, denn schnell fühlt sie sich in den eigenen vier Wänden wie in einem Gefängnis. Die moderne Technik ermöglicht ihr, trotzdem einiges an Informationen zu gewinnen und die bieten zahlreiche Überraschungen.
Da ich bereits fast alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen habe und immer wieder überrascht vom nächsten Bestseller bin, sind meine Erwartungen an ihre Werke entsprechend hoch. Gleich mal vorweg: auch hier wird man nicht enttäuscht. Die Geschichte bietet zwar nicht so viel Action und nimmt nicht ganz so viel Fahrt auf, wie einige ihrer Vorwerke, ist aber in meinen Augen im aktuellen Setting durchaus erwünscht – denn mit nur einem Bein geht einfach vieles nicht mehr so schnell. Viola ist eine sympathische, junge Frau, die sich einfach nur ein stinknormales Leben wünscht. Bald wird aber klar, dass das kaum möglich ist, vor allem nicht mit den Ereignissen aus ihrer Vergangenheit, die aber lange im Verborgenen bleiben. Adam wird zunehmen unsympathisch. Und auch mit Violas Freundinnen scheint einiges nicht zu stimmen. Das Ende bietet spannende Szenen, einige überraschende Momente, jeder Beteiligte im Buch bekommt noch eine besondere Rolle. Mir hat das aktuelle Buch wieder äußerst gut gefallen, ich wollte es zu keinem Zeitpunkt weglegen und unbedingt wissen, wie sich alles aufklärt. Auch nach dem Zuschlagen hallte das Buch noch einige Zeit nach und wird mir sicher gut in Erinnerung bleiben.
Menschliche Abgründe spannend verpackt! Der Krimititel Das Signal spricht die kreative Verwendung von Mini-Trackern an, die im Thriller für genügend Spannung sorgen mit der Heraufbeschwörung von kreativen Geheimnissen und offensichtlichen Ungereimtheiten wichtiger Figuren. Das ansprechende Cover wirkt futuristisch gestaltet. Beklemmende Grundstimmung tritt besonders im abseits gelegenen Haus außerhalb Wiens mit baufälligem Weinkeller auf, verstärkt besonders durch die wortkarge, undurchsichtige Pflegerin Ottilie. Die starke Hauptfigur Viola Becker, Innenarchitektin, fühlt sich nach der Behandlung im Krankenhaus als Amputierte abgeschoben und gefangen im eigenen Haus, belogen und bedroht. Trotz der Bewegungseinschränkung durch den Verlust ihres linken Beins schafft sie es, durch geschickte Positionierung von etlichen Mini-Trackern gewissen Rätseln bei Ehemann, Freundin, Pflegerin und externem Schatten auf die Spur zu kommen. Kreative Ideen in Dialogen rund um Geheimnisse und Lügen führen auch zu gefährlichen Aktionen. Technisch relativ neue Ideen wie dieses GPS-Tracking und der Gebrauch von Bitcoins beleben die nicht alltägliche Szenerie. Während die Hauptfigur Viola als Ich-Erzählerin mit Durchhaltevermögen und cleverem, rationalem Verhalten punktet, wirkt ihr Ehemann Adam trotz anfänglicher Sorge schnell grau, schwach, durchtrieben und verlogen. Wenn auch schwer einzuschätzen, wirkt die rumänische Pflegerin und Haushälterin Ottilie in ihrem Charakter äußerst unfreundlich, kalt und schroff, sorgt so für gruselnde Spannung. Violas Freundinnen sorgen ebenfalls für negative Puzzlestücke, während der behinderte Benno in seiner Unschuld als liebenswerte, ehrliche und vertrauenswürdige Nebenfigur die bedrückende Stimmung hebt. Die Figurenzeichnung wirkt realistisch und authentisch, die Handlung ist logisch nachvollziehbar, der klare Schreibstil gefällt in seiner Wortwahl. Informativ ist auch der medizinische Behandlungsverlauf bei Amputationen mit Spiegeltherapie etc. Ein spannender Thriller!
„Vielleicht ist es unklug, die nächste Frage zu stellen – ich tue es trotzdem.“
Nachdem mich "Die Burg" nicht vollends überzeugen konnte, begegnete ich der Ankündigung von Droemer Knaur, Ursula Poznanskis neuen Roman "Das Signal" aktiv als „Psychothriller in der Nachfolge der Burg“ zu bewerben, zunächst mit einiger Zurückhaltung. Diese Skepsis erweist sich jedoch rasch als unbegründet.
Ein tragischer Unfall stellt das Leben von Viola Decker vollständig auf den Kopf. Körperlich stark eingeschränkt, ist sie zunehmend auf die Unterstützung anderer angewiesen. Als sie bemerkt, dass in ihrem Umfeld Gegenstände verschwinden und Abläufe gezielt manipuliert werden, beginnt sie, ihre Umgebung heimlich zu überwachen. Was als Versuch entsteht, Kontrolle und Sicherheit zurückzugewinnen, entwickelt sich immer mehr zu einem gefährlichen Spiel aus Misstrauen und Macht.
Die Handlung ist wohl durchdacht und sorgfältig konstruiert, technische Details sind fundiert recherchiert. Zahlreiche Storywendungen sorgen dafür, dass man als Leser immer wieder auf falsche Fährten geführt wird. Poznanski schreibt sehr packend und bildhaft, sie verbindet dabei geschickt Spannung und Emotionen. Die Figuren wirken durchweg glaubwürdig, allen voran die komplex gezeichnete Viola. Auch mehrere eher undurchsichtige Nebenfiguren können überzeugen. Ich mag Benno!
Zur Mitte des Romans erscheinen mir Violas Schlussfolgerungen allerdings stellenweise ungewöhnlich zögerlich und zunehmend träge. Als Leser denkt man da tatsächlich schon viel schneller viel weiter. Unverständlicherweise zieht sich hier die Geschichte etwas. Zudem auch wenig nachvollziehbar: die Handlung basiert wesentlich auf einem Gedächtnisverlust, der selbst von Viola aber kaum hinterfragt wird und auch erstaunlich wenig Gewicht erhält.
Trotz dieser Schwächen bleibt "Das Signal" eine klare Leseempfehlung: insgesamt ein gelungener Thriller.
Ursula Poznanski beweist mit „Das Signal“ erneut ihr Talent für packende und fesselnde Thriller. Nachdem ich bereits mehrere ihrer Bücher gelesen habe, bestätigt auch dieser Roman meinen durchweg positiven Eindruck – enttäuscht wurde ich noch nie.
Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht zugänglich und zieht mich von der ersten Seite an mitten ins Geschehen. Der Ausgangspunkt der Handlung wirkt zunächst vertraut, da ich bereits mehrere Bücher mit einer ähnlichen Ausgangssituation gelesen habe: Nach einem Unfall, bei dem Viola ein Bein verloren hat, ist sie in ihrem außerhalb von Wien gelegenen Haus isoliert. Ihr scheinbar fürsorglicher Ehemann engagiert für sie eine eher kühle Pflegerin und ist selbst meist beruflich abwesend. Schon früh kommen Viola Zweifel, ob ihr perfektionistischer Mann eine einbeinige Ehefrau dauerhaft an seiner Seite akzeptieren kann. Sie beginnt, ihn zu beobachten und ihm nachzuspionieren – doch auch sie selbst hütet einige Geheimnisse.
Der Thriller ist aus der Ich-Perspektive erzählt, was dazu führt, dass ich mich als Leserin ebenso gefangen fühle wie Viola und mich intensiv in sie hineinversetzen kann. Ihr Charakter wirkt auf mich durchweg glaubwürdig und authentisch. Von der hilflosen Patientin und bemitleidenswertem Opfer entwickelt sie sich zunehmend zu einer selbstbestimmt handelnden Person, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Gerade diese Entwicklung macht das Buch für mich zu einem echten Lesehighlight.
Einige der Plottwists lassen sich im Verlauf der Handlung erahnen, andere hingegen treffen einen gerade zum Ende hin völlig unerwartet.
Fazit: Der Roman bietet eine äußerst spannende und gelungene Variation eines bekannten Genres, die trotz vertrauter Elemente mit überraschenden Wendungen überzeugt. Ein fesselnder Thriller, der bis zum Schluss packend ist. Definitiv eine Leseempfehlung wert!
Puh! . Mit DAS SIGNAL ist gerade wieder ein neuer Stand Alone-Thriller von Ursula Poznanski erschienen. Nach DIE BURG dachte ich eigentlich, es könnte nur aufwärts gehen. Aber Pustekuchen. DAS SIGNAL war für mich … tja, leider überraschend langweilig. . Darum geht’s: Viola verliert bei einem Unfall ein Bein. Sie ist daraufhin erstmal gefangen im eigenen Haus und hat mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Sie misstraut ihrer Pflegerin und zunehmend auch ihrem Mann. Viola beginnt Adam zu tracken… . Ursula Poznanski setzt in ihren Thrillern auf Themen, die am Nabel der Zeit sind. Vergleichbar mit Strobel. Der hat mich in den letzten Jahren allerdings immer mehr verloren. Und dieses Schicksal erleidet jetzt wohl leider auch Ursula Poznanski. Auch ihr will es bisher einfach nicht gelingen mich mit der Herangehensweise an Themen wie KI und GPS-Tracking zu begeistern. . Was ich Ursula Poznanski nicht absprechen kann und will, ist ihr guter und flüssig zu lesender Schreibstil. Aber darüber hinaus hat mich DAS SIGNAL einfach Null erreicht. Das digitale Katz-und-Maus-Spiel hat auf mich wenig prickelnd gewirkt. Die einbeinige Protagonistin Viola fand ich zu Beginn noch recht interessant, weil einfach mal anders. Aber irgendwie hat sie mich dann mit ihrem insgesamt sehr unterkühlt wirkenden Denken und Handeln überhaupt nicht mitgenommen. . Für mich war DAS SIGNAL nicht das, was versprochen wurde - weder ein Domestic Noir-Psychothriller vom Feinsten noch ein Technologie-Thriller, der mir vor Spannung den Atem raubt. Auf beiden Ebenen ist nicht viel bei mir angekommen. Ursula Poznanski kann es wirklich besser. Ihre sich stetig steigernde Krimi-Trilogie um die Wiener Mordkommission (STILLE BLUTET, BÖSES LICHT & TEUFELSTANZ) mochte ich zum Beispiel gerne. Die Hoffnung, dass mich also auch ein Stand Alone von ihr begeistern kann, stirbt zuletzt…
Misstrauen im eigenen Zuhause Ein neues Buch von Ursula Poznanski, für mich jedes Mal ein absoluter Pflichtkauf. Ich habe wirklich alle ihre Bücher gelesen. Und ich muss gestehen, dieses hier ist für mich bisher das schwächste.
Der Einstieg hat mich sofort gepackt. Viola wacht im Krankenhaus auf und erfährt, dass sie bei einem Unfall ihr Bein verloren hat. Ab da kippt ihr ganzes Leben. Zurück im Haus außerhalb von Wien fühlt sie sich nicht wie in Sicherheit, sondern wie unter Beobachtung. Ihr Mann wirkt überfürsorglich, engagiert eine Pflegerin, die mehr kontrolliert als hilft. Also beginnt Viola, selbst zu kontrollieren. Mit kleinen Trackern und viel Misstrauen.
Die Atmosphäre ist dicht, dieses unterschwellige Gefühl, dass etwas nicht stimmt, mochte ich sehr. Ich bin schnell durch die Seiten gekommen, wie so oft bei Poznanski. Trotzdem hat sich vor allem der Mittelteil gezogen. Einige Wendungen waren vorhersehbar, manches wirkte konstruiert. Was mich aber diesmal wirklich gestört hat, war die Glaubwürdigkeit. In der Situation, in der sich Viola befindet, hätte man andere Unterstützung. Nach einer Amputation gibt es medizinische Begleitung, Reha, Therapeutinnen und Therapeuten, soziale Anlaufstellen. Vieles davon spielt kaum eine Rolle. Auch ihr Verhalten erschien mir stellenweise nicht nachvollziehbar. Ich hätte anders gehandelt.
Viola selbst ist eine interessante Figur, mit Ecken und einer eigenen Vergangenheit. Adam blieb für mich dagegen etwas blass. Da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, um ihre Beziehung besser zu verstehen.
Trotz meiner Kritik habe ich das Buch gern gelesen. Es hat Spannung, eine beklemmende Stimmung und starke Momente. Aber im Vergleich zu ihren anderen Romanen fehlte mir hier das gewisse Etwas. Deshalb solide "nur" Sterne.
Viola wacht im Krankenhaus auf und erfährt, dass sie bei einem Unfall ihr linkes Bein verloren hat. Sie und ihr Mann Adam, ein semiberühmter Statistiker, der gelegentlich im Fernsehen auftritt, haben sich ein Haus abseits von Wien gekauft und der baufällige Weinkeller ist über ihr zusammengestürzt. Als sie aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist sie abhängig von der Haushälterin, die Adam für sie eingestellt hat. Adam selbst benimmt sich auch immer merkwürdiger und Vio kommt auf die Idee, seine Bewegungen mit Trackern zu verfolgen. Immer mehr wird ihr bewusst, dass er sie belügt, ständig. Und je mehr ihre Erinnerungen an den Tag des Unfalls zurückkehren, desto mehr wird ihr bewusst, dass ihr von allen Seiten Gefahr droht.
Ich gebe zu, ich habe ein Problem mit Poznanski. Ich liebe ihre Ideen, die Klappentexte machen mich immer total neugierig auf ihre Bücher. Und sie hat auch einen echt guten, schnell zu lesenden Schreibstil. Allerdings nutzt sie Letzteres eher nicht zum Spannungsaufbau. Wir beobachten zwar Vio bei ihren Aktivitäten und ihrem Struggle, sich auf ihr einbeiniges Leben einzulassen, aber das plätschert über Seiten und Seiten einfach so dahin. Das Problem ist auch, dass ich einfach nichts fühle, da kommen keine Emotionen rüber. Mir werden die Dinge eben mitgeteilt, aber mal ein bisschen echtes Innenleben von Vio wäre hilfreich gewesen. Außerdem glaube ich, dass beim Buchsatz oder wo auch immer Mist gebaut wurde, weil zwei oder dreimal völlig zusammenhanglos "amp." mitten im Satz stand. Glaub nicht, dass das irgendwie zum Buch gehört. Alles in allem hat mich das Buch nicht wirklich gelangweilt, aber auch nicht vom Hocker gerissen. Schade.
Ich habe seit langem mal wieder einen neuen Poznanski gelesen und wurde absolut von den Socken gehauen. Am ehesten einordenbar ist diese Domestic-Noir-Geschichte in die Popcorn-Thriller-Ecke. Dies ist aber keinesfalls despektierlich gemeint, sondern voller Bewunderung, wie man mit einem relativ einfachen Schreibstil so beklemmend schreiben kann. Ich wollte und konnte tatsächlich das Buch teilweise nicht aus der Hand legen. Bereits im ersten Kapitel wird Violas Mann Adam so akkurat bösartig charakterisiert, dass man bei jeder Interaktion nach einem doppelten Boden sucht. Besonders der Vergleich von Vios kaputtem Körper mit einem Apfel ohne Stiel, hat mir sehr gut gefallen. Das ständige Hinterfragen von Vio, erst von Adams Taten und dann ihrer eigenen Gedanken, ist so nachvollziehbar, dass es manchmal schmerzt. Z.B wenn Vio sich fragt, ob Adam nur lügt, um sie nicht traurig zu machen. An ihren Rollstuhl gebunden, bleiben ihr nicht viele Möglichkeiten, um dem seltsamen Verhalten von Adam auf den Grund zu gehen. Da ist es gut, dass dank Insta-Werbung einige Mini-GPS-Geräte den Weg zu Vio und von dort an Adam und ihrer Haushaltshilfe finden. Das Thema des Buches ist brandaktuell und sehr spannend umgesetzt. Das Ende wurde mir ein bisschen zu schnell aufgelöst, der Plot Twist war vorhersehbar, aber dennoch hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen. Zudem hätte ich mir noch eine Aussprache einiger Charaktere am Ende gewünscht, um einen bisschen runderen Abschluss für die Protagonistin zu bekommen. Trotz kleiner Abzüge in der B-Note hat mich „Das Signal“ so gut unterhalten, dass es einfach 5 Sterne von mir bekommen muss.
"Das Signal" ist der neueste Thriller von Ursula Poznanski, der mich direkt von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Das Buch wird aus der Perspektive von Viola erzählt und beginnt damit, dass sie im Krankenhaus aufwacht und erstmal direkt feststellt das ihr ein Bein fehlt. Warum, weshalb, wieso? Keine Ahnung, sie kann sich an nichts erinnern. Also direkt ein sehr interessanter Einstieg in die Geschichte. Nach und nach lernen wir auch die anderen Protagonisten kennen, wie zum Beispiel ihren Ehemann, die neu eingestellte Pflegerin und Violas Freundinnen. Alle Personen, einschließlich Viola, scheinen ihre größeren und kleineren Geheimnisse zu haben. Ich war beim Lesen jedenfalls die ganze Zeit am rätseln warum die Person jetzt ausgerechnet so handelt, oder was dieser Satz bedeutet... Und wie um Himmels Willen ist es zu Violas Unfall gekommen? Das beschäftigt sie selbst sehr, weil sie eben auch keine Ahnung mehr hat was sie am Unfallort überhaupt wollte... Und langsam aber sicher wird sie jedem gegenüber misstrauisch. Der Thriller ist kontinuierlich spannend, was vor allem auch daran liegt das Viola in ihrem Bewegungsradius sehr eingeschränkt ist und nicht alles so mitbekommt wie sie es gerne hätte... aber auch dafür findet sie eine Lösung. Das Buch hat mich jedenfalls so sehr gefesselt, dass ich es komplett an einem Tag gelesen habe und es sehr gerne weiter empfehle.
Ich habe schon einiges Gutes von Ursula Poznanski gehört, also musste ich etwas von ihr lesen. "Das Signal" ist somit mein erstes Buch der Autorin. Habt ihr schon mal etwas von ihr gelesen? Habt ihr Empfehlungen?
Erstmal kurz zur Geschichte: Viola hat einen Unfall, bei dem sie ihr Bein verliert. Je länger sie zu Hause ist, fallen ihr Veränderungen bei ihrem Mann auf.
Ein Psychothriller, der unter die Haut geht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, wenn einem ein Körperteil amputiert wird. Aber so wie sich die Protagonistin Viola teilweise verhält, finde ich es sehr glaubwürdig.🤔
Also von den Protagonisten her finde ich es authentisch dargestellt. Die Story an sich ist auch cool, aber manchmal glaube ich, sie ist doch etwas seltsam. Manche Sachen sind in der Realität, glaube ich, nicht ganz so nachvollziehbar.🤔
Der Schreibstil ist aber super und flüssig. Die Kapitel sind relativ kurz, und die Spannung kommt immer wieder mal auf. Leider hat es ein paar Längen, weshalb die Spannung teilweise etwas untergeht. Ich habe am Ende bei der Aufklärung auf einen richtigen Spannungsschub gehofft, aber der ist nicht ganz so doll, wie gedacht.
Ein guter Psychothriller, dem ich eine Leseempfehlung geben kann.😁
In diesem Thriller geht es um Viola, die nach einem Unfall ein Bein verloren hat. Sie ist für mich eine äusserst starke Frau mit einer Willenskraft, die mich schwer beeindruckt hat.
Der Schreibstil ist äusserst flüssig und fesselnd.
Alle Charaktere sind äusserst bildhaft beschrieben. Die einen mag man, die anderen nicht. Wobei ich bei einer Person meine Meinung am Ende vollkommen geändert habe.
Viola gibt nicht auf, nachdem sie ein Bein verloren hat und lüftet durch ihre Hartnäckigkeit einige Geheimnisse, die ich auch nicht so kommen gesehen habe.
Bei „Das Signal“ handelt es sich um keinen actionreichen Thriller. Hier überwiegt für mich die düstere Atmosphäre und die unterschwellig bestehende Spannung. Ziemlich von Beginn an ist klar, auch Viola hat ein Geheimnis und möchte nicht, dass dieses entdeckt wird. Um was es sich dreht, erfahren wir zu einem späteren Zeitpunkt. Und dieses Geheimnis ist der Grund, warum alles geschieht.
Mich hat diese Geschichte total gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Auch das Ende hat mich total zufrieden gestellt.
Für mich ein toller Thriller, der mir spannende Lesestunden beschert hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Viola erwacht nach einem Unfall im Krankenhaus – mit einer Amputation und Erinnerungslücken. Zurück in ihrem abgelegenen Haus verändert sich nicht nur ihr Körper, sondern auch ihr Verhältnis zu den Menschen um sie herum. Ihr Mann kümmert sich intensiv, organisiert, entscheidet. Die Pflegerin ist ständig präsent, wortkarg, kontrollierend. Vertrauen wird zur offenen Frage.
Ursula Poznanski erzählt diese Geschichte ruhig und konzentriert. Die Spannung entsteht nicht aus Tempo, sondern aus Enge, Beobachtung und wachsendem Zweifel. Violas eingeschränkte Perspektive prägt jede Szene und macht ihre Unsicherheit nachvollziehbar. Was als Fürsorge beginnt, verschiebt sich zunehmend in Richtung Kontrolle – und zwingt Viola dazu, sich ihren eigenen Handlungsspielraum zurückzuerobern.
Viola ist eine präzise gezeichnete Protagonistin: verletzlich, klug, misstrauisch, mit einer Vergangenheit, die sich erst allmählich öffnet. Auch die Nebenfiguren bleiben bewusst schwer zu fassen und tragen entscheidend zur beklemmenden Atmosphäre bei.
Ein psychologisch dichter Thriller ohne Effekthascherei, der ohne Lautstärke arbeitet und gerade dadurch fesselt. Ein Roman über Abhängigkeit, Macht und das fragile Gleichgewicht zwischen Schutz und Manipulation.
Wer spannende Lektüre sucht ist bei Autorin Ursula Poznanski genau richtig und auch ihr neustes Werk „Das Signal“ sorgt für jede Menge Spannung. Thematisch soll es ja was die digitale Technik betrifft an "Die Burg" anschließen, aber ehrlich gesagt empfand ich die technischen Details diesmal eher als klein. Und vielleicht ist hier schon der erste Knackpunkt. Ein wenig fehlt dem Thriller nämlich die besondere Note. Keine Frage,Ursula Poznanski versteht es zu fesseln und ihre Leser:innen in Atem zu halten. Bei genauerer Betrachtung ist der Plot aber fast schon gewöhnlich fürs Genre und dies bin ich von der Autorin definitiv nicht gewohnt. Klaren Sternabzug gibt es dann aber spätestens für den sehr vorhersehbaren "großen" Plottwist, welchen ich wirklich schon sehr früh genau erraten habe. Kleinere Details konnten mich zum Glück dennoch überraschen, die innere Logik ist durchgehend perfekt und auch der Schreibstil liest sich wie immer mühelos. Insgesamt bekommt „Das Signal“ von mir solide 4 Sterne. Für das nächste Werk würde ich mir dennoch wieder etwas mehr Einzigartigkeit wünschen.
Wow, was für ein spannender und clever geschriebener Thriller 🤓 Die Prämisse hat mich seit Ankündigung neugierig gemacht und die Umsetzung ist der Autorin wirklich toll und überzeugend gelungen 🥰 Viola war mir mit ihrem Galgenhumor und ihrer Stärke sehr sympathisch und ich habe stets mit ihr mitgefiebert 😊 es war erschreckend , wie auffällig sich sämtliche Personen in ihrem Umfeld verhalten haben und wie ihr kaum etwas anderes übrig blieb, als über GPS Tracker die Wahrheit herauszufinden 🤓 doch ich bin ehrlich...oftmals kam mir Viola selbst auch ein wenig verdächtig vor und ich habe geahnt, dass da noch etwas anderes dahinter steckt 🤔 Die Synchronsprecherin hat die düstere und fast schon klaustrophobische Atmosphäre und den schmalen Grat zwischen Mutmaßen und Paranoia sehr gut eingefangen 🥰 Mit dem Verlauf, den letztlich alles genommen hat, habe ich so nicht gerechnet und fand ich sehr überraschend 😊 Die Auflösung empfand ich ein wenig zu gewollt und konstruiert 🤓 Ansonsten ist es wirklich eine absolute Empfehlung und für mich bisher das beste Poznanski Buch seit Erebos 🤓
Bei Thrillern bin ich ehrlich gesagt immer ein bisschen vorsichtig. 😬 das ist einfach nicht mein Hauptgenre. Zu oft verliere ich mich in überzogenen Klischees. Das Signal hat mich aber genau deshalb positiv überrascht und reiht sich für mich nahtlos in die Bücher von Ursula Poznanski wie zB ,,die Burg" ein, die mich vor allem wegen ihres digitalen Aspekts immer wieder abholen.
Die Geschichte rund um Viola wirkt extrem nahbar eben auch wegen dem digitalen Aspekt, mit welchem wir ja ständig konfrontiert sind. Und ein altes Haus, körperliche Einschränkungen, Abhängigkeit von anderen.. Besonders spannend fand ich den Einsatz der GPS-Tracker. Das ist kein futuristisches Hightech-Gedöns, sondern etwas, das es genau so schon gibt und das die Handlung umso beklemmender macht. Gerade diese digitale Komponente sorgt dafür, dass der Thriller sehr aktuell wirkt und lange unter die Haut geht.👍🏼
Obwohl der Name der Autorin mir ein Begriff war, hatte ich noch nie ein Buch von ihr gelesen. Aber dieser Klappentext schrie so hundertprozentig nach mir, dass ich es einfach lesen musste. Der Schreibstil ist durchgehend flüssig und einfach zu lesen.
Viola habe ich von Anfang an total gut verstehen können und ich konnte mich auch sehr gut in sie hineinversetzen. Ihre Verzweiflung über die plötzlichen Veränderungen in ihrem Leben war sehr gut beschrieben. Generell fand ich die medizinischen Aspekte nach dem Unfall sehr authentisch, und sie wirkten auf mich als medizinischen Laien gut recherchiert.
Einige andere Charaktere hätten für mich besser ausgearbeitet sein können, und gerade Adam blieb etwas zu blass für meinen Geschmack. Dasselbe gilt für ihre Ehe: Von Anfang an erschien sie mir etwas substanzlos.
Ganz besonders gerne mochte ich die Thematik mit den Trackern: Ich bin dem Wolf, der Spinne und so weiter wahnsinnig gerne gefolgt und fand das Tracken wirklich spannend!
Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte im Kreis drehte und etwas mehr Handlung vertragen könnte. Aber selbst an diesen Stellen habe ich noch gerne weitergelesen. Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn es für mich recht früh vorhersehbar war. Insgesamt hatte ich trotz ruhigerer Passagen durchgehend Lesefreude und kann das Buch wirklich empfehlen!
Viola wacht im Krankenhaus auf. Ihre Erinnerungen sind verschüttet, so wie auch sie verschüttet war. Im alten Weinkeller auf ihrem Grundstück. Ihr linkes Bein konnte nicht gerettet werden. Doch warum war sie überhaupt in diesem Weinkeller? Ist er doch das Domizil ihres Mannes und noch dazu einsturzgefährdet.
Ihr Ehemann Adam gibt sich besorgt und organisiert eine Ganztagespflege für Violas Heimkehr. Doch statt ihr beim Erlernen einer neuen Selbstständigkeit zu helfen wird Viola sowohl von Adam, als auch Ottilia ausgebremst. Warum?
Als Viola ihrem Mann via Tracker nachspioniert wird schnell klar, er lügt und Viola begibt sich auf der Suche nach der Wahrheit.
Ich möchte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter an Liebhaber psychologischer und vor allem unblutiger Thriller.
Ursula Poznanski meldet sich mit einem Psychothriller zurück. Und der hat es in sich.
Unsere Protagonistin verliert nach einem Unfall ein Bein. Kann sich an nichts erinnern. Wird zunehmend paranoid (war es ihr Mann? Hat er versucht sie umzbringen?), und in einer Abwärtsspirale der Meisterklasse deren Spannungsaufbau gut und gerne mit Hitchcock mithalten kann (*hust* Rear Window), kommt nach und nach ALLES heraus.
An sich hat das Buch nicht übermäßig viel Handlung (daher auch nicht volle 5 Sterne), aber die bedrückende Stimmung und zunehmende Paranoia lassen das Buch zu einem unfassbar gruseligem Leserrlebnis werden. Besonders wenn man es eingeschneit alleine zu Hause liest...
Ich liebe den Schreibstil von Ursula Poznanski! Wieder ein toll geschriebener, spannender Thriller, mit thematisch sehr aktuellem Bezug, Da ich andere Bücher von ihr NOCH viel besser fand, muss ich einen (halben) Stern abziehen. Am Ende ging mir die Auflösung zu schnell, in sich war aber alles schlüssig!
Was soll ich sagen? Ursula Poznanski enttäuscht einfach nie. Ich habe das Buch verschlungen und kann überhaupt nichts kritisieren. Ein sehr starkes Ding. Die Charaktertiefen, die originelle Idee und die Wendungen - alles in allem einfach mal wieder ein 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ für mich :)
Poznanskis Stil kriegt mich immer wieder. Besonders das Ende mochte ich sehr. Es gab aber keine überraschenden Plottwists, was ich für 5 Sterne erwarten würde.
Ui, das war leider schon von Anfang an arg konstruiert und vorhersehbar - und der erhoffte krasse plot twist, durch den ich alles verzeihen würde, kam auch nicht. Das kann Ursula Poznanski eigentlich besser :(
Ursula Poznanski gehört zu einer meiner Lieblingsautoren. Deshalb stand es für mich sowieso außer Frage das Buch zu lesen. Das Cover sprach mich auf jeden Fall sehr an. Es ist schon fast ein bisschen typisch für ein Poznanski Buch. Der Klappentext verspricht an sich spannende Lesestunden aber leider konnte das die Story nicht so recht halten. Durch den einfachen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Ich mochte auch die kürze der Kapitel, da liest man schnell mal noch eines. Aber leider fand ich, dass es bei der Geschichte nicht wirklich etwas neues gab. Die Spannung ließ sehr zu wünschen übrig. Vielleicht im letzten Drittel kam ein bisschen davon auf. Aber selbst da hatte man es als Leser durchschaut. Die Idee mit den Trackern an sich fand ich schon gut. Die Umsetzung war dann aber irgendwie nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe. Das Familiendrama an sich war für mich zu durchschaubar. Leider keine super besondere Geschichte. Durch die Kurzweiligkeit kann mans lesen, muss man aber nicht.