Mit Benny bin ich nun in ein weiteres Buch von Oke Gaster eingetaucht (nach: Das Mietshaus). Benny ist ein Psychothriller (Psycho kann man großschreiben). Benny ist ein dicklicher Jugendlicher, der gemobbt wird und für eine Weile bei seinem Onkel Sven unterkommt. Sven ist ein Psychopath. Dinge geschehen, alles wird schlimm und düster.
Oke Gaster hat einen sehr interessanten Schreibstil. Er schreibt wie so leicht verdaulich, wie Trash-TV-Formate und die Orte der Handlung und alles drumherum erscheint sehr real. Die Gewaltbeschreibungen sind sehr exzessiv und nichts für schwache Gemüter. Das Buch ist zu lang. Für mich haben die inneren Stimmen der Protagonisten eher wenig beigetragen und dem Buch einfach repetitive Längen verliehen. Ich denke 30% des Buches könnte man wegkürzen und die Erzählweise so effektiver machen. Das Buch ist keine hohe literarische Kunst, aber gerade der Schreibstil, der so gerade-heraus und aus dem Leben heraus geschieht, hat mich in den Bann gezogen.
Absolut düster und grausam passieren die Taten im Norden Deutschlands und die Orte wirken glaubhaft, was nicht glaubhaft wirkt ist, ist der Schaden, die der menschliche Körper oft in der Handlung nimmt. Ich dachte schon bei der ersten Begegnung mit einem der Mobber, dass dieser die Tortur nicht überlebt.
Ich glaube ich lese mal wieder ein witziges Buch, aber lese bestimmt noch ein oder zwei weitere Bücher von Oke Gaster.