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Fehlfunktion : Essays & Reflexion mit KI

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Was passiert, wenn eine KI beginnt, die intimsten Fragen einer ganzen Generation zu stellen?
Fehlfunktion ist ein Essayband über Identität, Intimität, digitale Realität – und die Suche nach Sinn in einer Welt, die permanent funktioniert und trotzdem auseinanderfällt.

Josia Jourdan verbindet persönliche Reflexionen mit gesellschaftlicher Analyse. Er schreibt über Pornosucht und digitale Nähe, über Imposter-Syndrom, über Intelligenz als Statussymbol, über Cringe als Befreiung. Immer wieder tritt eine KI als Gesprächspartnerin auf – mal humorvoll, mal kritisch, mal entlarvend. Gemeinsam hinterfragen sie Kapitalismus, Begehren, Männlichkeit, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Echtheit.

Dieses Buch ist keine Anleitung, keine Antwortmaschine. Es ist ein offener Raum für Fragen, Zweifel und Mut.
Es richtet sich an alle, die sich nach ehrlicher Reflexion sehnen – die Texte wollen, die mehr sind als glatte persönlich, unbequem und inspirierend.

Für Fans gesellschaftskritischen Essays, philosophischen Texten zum Alltag, ehrlicher Introspektion und neuen Formen von Literatur zwischen Mensch und Maschine.

144 pages, Kindle Edition

Published September 15, 2025

4 people are currently reading
114 people want to read

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Community Reviews

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1 star
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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Carolin Hauenstein.
1 review
January 8, 2026
Bla bla bla ich bin so privilegiert und gehe immer ins Soho House aber bin ja so nachdenklich und reflektiere jetzt mithilfe einer KI - bodenlos das Buch, 0 Sterne wenn ich könnte
Profile Image for Lea.
232 reviews30 followers
November 19, 2025
4,5/5 ⭐️

Diese Essaysammlung hat mich richtig zum Nachdenken gebracht, also genau das erzielt, was Josia wollte. Es waren nicht nur so "oh, interessant..."-Gedanken, sondern auf mehreren Ebenen - gesellschaftlich, emotional, politisch, zum Teil existenziell. "Fehlfunktion" ist kein klassischer Essayband oder Ratgeber, es ist ein Gespräch mit einer KI, mit dem Autor selbst, mit uns Leser:innen. Analytisch, poetisch, unbequem, nachdenklich und vor allem relevant.

Josia schreibt über Männlichkeit, Kapitalismus, digitale Nähe, Körper, Einsamkeit, Scham, Leistungsdruck. Bei all diesen Themen begegnen wir einer künstlichen Intelligenz, die den Text kommentiert. Aber nicht als reiner Gimmick, sondern eher als Spiegel, also sogenannter "Störfaktor". Ein Tool, dass die Gedanken verstärkt, statt sie zu übernehmen. Und ja, auch ich war anfangs skeptisch. Ich verfolge Josias Arbeit aber schon seit Langem und dachte mir, dass er sich da bestimmt was bei denkt und tatsächlich: es funktioniert erstaunlich gut. Vieles hat mich sofort gecatched, weil es klar benannt wird, weil man sich selber ertappt fühlt.

Was ich besonders schätze: Die Reflexion ist nie abgehoben. Es geht in diesem Buch nicht um Besserwisserei oder irgendeine moralische Flughöhe, sondern um ein aufrichtiges Fragen. Josia möchte aber auch, dass wir als Leser:innen nachdenken, mitdenken, hinterfragen. Es geht um das Zulassen von Widersprüchen, um Unsicherheit, aber auch darum, wie wir trotz allem weiterdenken können (und sollen).

Ein Punkt, bei dem ich widersprechen würde, findet sich schon früh im Buch. Auf Seite 21 heißt es sinngemäß, dass wir aufhören sollen, uns auf Konzernjobs zu bewerben und stattdessen Berüfe wählen sollen, die nachhaltiger, sozialer und erfüllender sind, weil das am Ende glücklicher macht. Und ja, die Idee hat definitiv einen wahren Kern, ich teile den Wunsch dahinter, aber sie ist eben auch privilegiert und ich glaube nicht ganz so gut eingeordnet.
Nicht jede:r kann es sich leisten, einen „sinnvollen" Job zu wählen. Viele Menschen haben dieses Privileg nicht, weil sie Eltern unterstützen müssen, Schulden haben, weil ihre Ausbildung keine Alternative bietet, sie Miete zahlen müssen, in einem System, das sich kaum noch aushalten lässt, weil sie ihre Familie ernähren müssen. Und auch unter denen, die dieses Privileg vielleicht theoretisch hätten, sind es oft strukturelle Faktoren, die den Ausschlag geben. Sei es Klassenhintergrund, chronische Krankheit, Care-Verantwortung, rassistische, queer-feindliche oder ableistische Ausschlüsse am Arbeitsmarkt. Wenn wir also über Berufung, erfüllende Arbeit, das „richtige“ Leben sprechen, dann reicht es nicht, einzelne Entscheidungen abzuwerten oder zu moralisieren, da muss Kapitalismuskritik geübt werden. Das weiß Josia auch, in dem Buch geht es ja auch viel um Kapitalismuskritik. Hier hätte ich mir aber mehr Einordnung gewünscht. Vielleicht war es ein früher Appell, der mir einfach zu glatt formuliert war.
Man sieht: Josia hat das erreicht, was er wollte: Auseinandersetzung.

Fazit: Ein starkes Debüt, radikal ehrlich, literarisch spannend. Ich werde über einige Passagen sicherlich noch öfter nachdenken.

Danke Josia, fürs Zuschicken!
Profile Image for helenskaa.
302 reviews29 followers
October 25, 2025
fehlfunktion— ein buch, was zum nachdenken anregt und provoziert

ich habe dieses buch vom autor zugeschickt bekommen und wusste nur zum teil, was mich erwartet. ich bin positiv überrascht und dankbar, es gelesen zu haben. dieses buch ist RAW — all caps, bold, underlined. die reflexionsfragen eigenen sich als kritische und unbequeme journal prompts. es ist selbstkritisch, aufschlussreich und höchst interessant.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

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