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Untergang der Welten: Ende eines Zeitalters

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An einem anderen Ende des Universums lebt auf dem Planeten Valderan eine fortschrittliche Zivilisation, die behutsam mit ihren Ressourcen umgeht. Der Lehrmeister Galduran feiert mit seinen Schützlingen Kalgira und Brandan während der Großen Vereinigung der beiden Sonnen Alderan und Aldera das Ende ihrer Ausbildung. Während Kalgira danach als Wissenschaftlerin die Sterne erkundet, zieht es Brandan auf den Meeren in unbekannte Gebiete. Die Wege der drei kreuzen sich wieder, als der Frieden auf Valderan durch einen Aufstand in Gefahr gerät und eine furchtbare Bedrohung aus den finsteren Weiten des Weltalls auf sie zukommt.

Ferne Welten
Im Universum gibt es unzählige Welten. Einige bieten ideale Voraussetzungen für die Entstehung und Entwicklung von Leben. So ist es auch auf Valderan, dem zweitinnersten Planeten des Alder-Systems, einem Doppelsternsystem. Die Eiskappen über den Polen bedecken einen großen Teil der Oberfläche. Wegen des Rohstoffmangels beschreiten die Valderaner den Weg der Erleuchteten. Sie ordnen ihr Leben der Gemeinschaft unter und streben nach der Erfüllung ihrer Lebensaufgabe. Der Höchste Rat reguliert und kontrolliert die Verteilung aller Ressourcen.
Valderan liegt in einer Region, wo die Abstände zwischen den Sonnensystemen gering sind. Das eröffnet die faszinierende Möglichkeit der interstellaren Kontaktaufnahme mit anderen Zivilisationen, was der Menschheit vermutlich vorenthalten bleiben wird.

Blick ins Buch
Es war immer wieder ein besonderes Erlebnis, einen Sonnenaufgang auf Valderan kurz vor dem Tag der Großen Vereinigung zu erleben. Dafür eignete sich der Blick über die Hochebene von Telur Richtung Westen. Zuerst umstrahlte eine leichte Morgenröte den Horizont, dann erhob sich langsam Aldera über das Meer. Funkelnd glänzten die ersten Sonnenstrahlen in den dunklen Fluten und die schneebedeckten Felder wurden in einen sanften orangefarbenen Schimmer getaucht. Als Aldera eine Hand breit über dem Horizont stand, erhob sich auch Alderan und ein neuer Tag erwachte.
Galduran konnte sich nicht mehr daran erinnern, wie viele Feste der Großen Vereinigung er schon erlebt hatte. Er freute sich jedoch jedes Mal auf dieses Ereignis, denn es lag ein besonderer Zauber in ihm. Unzählige Lebenslinien wurden miteinander verwoben, um ihr Schicksal erfüllen zu können. Es waren aber nicht nur das Fest und das Zusammensein mit Freunden, worauf er sich freute, sondern seine beiden Zöglinge machten sich bereit für ihren nächsten Lebensabschnitt. Er hatte sie viele Jahre gründlich darauf vorbereitet.
Auf Valderan begleiteten Mentoren die Jungbewohner von frühester Kindheit an bis zu ihrem Erwachsenenalter. Sie waren verantwortlich für die Erziehung und die Ausbildung. Nachdem die Eleven ihre Lehrzeit abgeschlossen hatten, verließen sie ihre Mentoren und widmeten sich ihren Lebensaufgaben. Diese bedeutenden Übergänge fanden immer zur Zeit der Großen Vereinigung statt.
Galduran blickte zu seinen beiden Schülern und es erfüllte ihn mit großem Stolz, was aus ihnen geworden Kalgira war eine atemberaubende Erscheinung. Mit ihrem langen weißen Haar, ihren türkisfarbenen Augen und ihrem strahlenden Lächeln nahm sie sofort jeden für sich ein. Viele waren schon bei der ersten Begegnung von ihr verzaubert und gewannen den unauslöschlichen Eindruck, jemand Außergewöhnlichen mit einem besonderen Schicksal getroffen zu haben. Auch ihre sanfte Stimme und ihr freundliches Wesen verstärkten diese Wahrnehmung.

521 pages, Kindle Edition

Published October 10, 2025

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Profile Image for Benndii.
30 reviews1 follower
October 25, 2025
Ein episches, zugleich zutiefst menschliches Science-Fantasy-Epos, das Physik in Poesie verwandelt. "Untergang der Welten" ist ein Buch für alle, die glauben, dass Wissen und Staunen keine Gegensätze sind – und dass man in der Logik des Universums Schönheit finden kann.

Ein Sonnenaufgang über der Hochebene von Telur. Zwei Sonnen, Aldera und Alderan, steigen über dem Meer empor und tauchen den Himmel in orangefarbenes Licht. Ein Mentor steht zwischen seinen beiden Schülern – und man spürt sofort, dass hier etwas Größeres erzählt wird als nur eine Geschichte. Es ist ein Moment der Einkehr, der Andacht, des Staunens. Genau so liest sich Karl H. Sodeks *Untergang der Welten*: als Chronik einer Zivilisation, die versteht, dass Erkenntnis und Ehrfurcht ein und dasselbe sind.

Sodek ist promovierter Physiker, und das merkt man auf jeder Seite – nicht, weil er belehrt, sondern weil er begreift. Sein Blick auf das Universum ist kein kalter, messender, sondern ein suchender. In diesem Buch verschmelzen Wissenschaft und Mythos zu einer neuen Form der Poesie: präzise wie eine Gleichung, erhaben wie eine Legende.

Zwischen epischen Bildern und leisen Momenten entfaltet sich eine Geschichte von Krieg, Frieden und Verantwortung. Was mich besonders fasziniert hat, ist die Verbindung von Erzählung und Erklärung. Über vierzig Fußnoten erläutern reale physikalische Phänomene. Wenn Sodek etwa die Rotverschiebung des Lichts erklärt, klingt das nicht nach Unterricht, sondern nach Meditation über Entfernung, Zeit und Erinnerung. Die Wissenschaft wird zum poetischen Subtext, sie veredelt das Staunen.

Sodek erschafft Figuren, die uns vertraut sind und doch fremd wirken. Galduran, der Lehrer, erinnert an Gandalf; Kalgira verkörpert den Drang nach Wissen; Brandan, der Krieger, trägt den Zweifel in sich. Sie sind Archetypen, aber keine Abziehbilder. Ihre Dialoge handeln von Sinn, Schicksal und Verantwortung. Und ihre Heldenreise findet ein erstaunliches Ende. Ich habe mich in dieser Welt tatsächlich geborgen gefühlt – als würde sie mich dazu einladen, die eigene Neugier wieder ernster zu nehmen.

Das Worldbuilding ist außergewöhnlich: Valderan besitzt eine glaubhafte Geografie, eigene Gesellschaftsformen und kulturelle Praktiken, die selbst in den intimsten Bereichen – etwa der Fortpflanzung – eigene Wege gehen. Religion ist kein Beiwerk, sondern prägt Denken, Politik und Rituale. Das alles wird so ruhig und präzise erzählt, dass man die Welt nicht nur versteht, sondern an sie glaubt. Auf der Website des Autors gibt es hochauflösende Karten, die diese Welt sichtbar machen – in der Sorgfalt erinnern sie an Tolkien, in der Weite an Cixin Lius "Die drei Sonnen". Beide Vergleiche passen, und doch schreibt Sodek etwas Eigenes: eine Science-Fantasy, in der Logik und Staunen denselben Ursprung haben.

Ein kleiner Stolperstein, über den ich zu Beginn gestolpert bin: Der Autor vermeidet konsequent das Wort "Mensch". Seine Figuren sind stets "Wesen" – Frauen werden zu "weiblichen Wesen", Mannschaften zu "Wesenschaften". Das wirkt anfangs befremdlich, fast unnatürlich, aber nach einiger Zeit fügt es sich in die Logik dieser Welt. Vielleicht will Sodek genau das: Distanz schaffen, um das Menschliche in uns aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Was diese Geschichte so besonders macht, ist ihre Ernsthaftigkeit. Sie flieht nicht in Ironie, nicht in Effekte. Sie fragt: Was hält eine Welt zusammen? Wie lange trägt Vernunft, bevor sie wieder zerbricht? Und kann Wissen uns retten – oder nur erklären, warum wir scheitern? In dieser Spannung liegt ihre Größe.

"Untergang der Welten" ist episch in seiner Reichweite und intim in seiner Wirkung. Es erzählt von Verantwortung, vom Schicksal, von Zivilisationen und von der Schönheit des Begreifens. Ich habe dieses Buch nicht nur gelesen, sondern darin verweilt. Es hat mich daran erinnert, dass gute Science Fiction mehr ist als Vision: Sie ist die Kunst, das Universum mit den Augen eines Menschen zu betrachten, der sich weigert, aufzuhören zu staunen.

Ich habe dieses Buch als Leseexemplar vom Autor via Netgalley erhalten. Dafür meinen aufrichtigen Dank.
Profile Image for rebecca_booklover.
201 reviews2 followers
Read
October 29, 2025
Detailreicher und wissenschaftlich fundierter Science-Fiction-Roman

Wer auf der Suche nach einem glaubwürdig wissenschaftlichen und spannend erzählten Science-Fiction-Roman ist, der wird mit "Untergang der Welten: Ende eines Zeitalters" von Karl H. Sodek auf seine Kosten kommen!

Erzählt wird die Geschichte rund um den Planeten Valderan und seine Bewohner aus verschiedenen Perspektiven, hauptsächlich aus der Sicht von Kalgira und Brandan. Kalgira ist eher wissenschaftlich orientiert und erforscht die Sterne, wohingegen Brandan das Abenteuer liebt und sich dem Meer widmet. Beide sind Schützlinge des Lehrmeisters Galduran und müssen sich Unruhen auf Valderan sowie einer Bedrohung aus dem All stellen.

Man merkt "Untergang der Welten: Ende eines Zeitalters" an, dass der Autor viel Herzblut und Fachwissen in seinen Roman gesteckt hat. Es handelt sich um gut durchdachte und wissenschaftlich fundierte Science Fiction, die zum Nachdenken anregt. Zudem ist sie bis auf ein paar Abstriche packend erzählt und macht neugierig auf die Fortsetzung.
Ein literarisches, sprachliches Feuerwerk sollte man jedoch nicht erwarten.
Denn manchmal wird etwas zu viel Zeit darauf verwendet, die Welt(en), die Gesellschaft und ihre Entstehung bzw. Entwicklung darzustellen. Der Schreibstil ist sehr detailliert und beschreibend. So entsteht zwar ein umfassendes und vielschichtiges Bild der handelnden Personen und des Planeten Valderan, der Erzählfluss leidet jedoch etwas darunter.

Inhaltlich kann der Science-Fiction-Roman dagegen überzeugen.
Es geht zwar um fremde und ferne Welten, aber die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Probleme sind einem nur bestens vertraut, wie z. B. der Kampf um Ressourcen, Konflikte zwischen verschiedenen Völkern und Spannungen innerhalb der Gesellschaft. Ebenso wird die Frage, wie Zivilisationen enden und wie die Zeit danach bzw. die Zukunft aussieht, eine Rolle spielen.
Hintergrundwissen zu physikalischen und astrologischen Erkenntnissen und Phänomenen rundet den Roman ab.
Profile Image for Elke Sonne.
525 reviews
October 7, 2025
Einblicke in eine unbekannte Welt – ein philosophischer Science-Fiktion

„Untergang der Welten: Ende eines Zeitalters“ ist ein Science-Fiktion-Roman des in Kärnten lebenden Physikers Karl H. Sodek.

Die Handlung findet auf dem Planeten Valderan statt. Dieser ist am anderen Ende des Universums und weist viele Parallelen zu unserer Erde auf. Es gibt Kriege, Krankheiten, Seuchen und Ressourcen, die zur Neige gehen, so dass die Lage bedrohlich wird und ausweglos erscheint. Aber es scheint, als ob die Valderaner einen Ausweg gefunden hätten.

Im Mittelpunkt stehen der Lehrmeister Galduran mit seinen beiden Eleven Kalgira und Brandan. Diese werden ausführlich eingeführt und nehmen sehr unterschiedliche Rollen ein. Anhand von ihnen habe ich schnell eine gute Vorstellung über das Leben auf Valderan bekommen. Die gesamte Welt wird mit ihren gesellschaftlichen Strukturen und Ritualen sehr anschaulich und bildhaft beschrieben. Die Handlung ist abwechslungsreich und spannend. Es gibt Verschwörungen, interessante Entdeckungen, bedrohliche Momente und solche, die nachdenklich stimmen.

Dieser Science-Fiction ist spannend, aber er enthält auch philosophische Elemente. Einige Passagen waren mir ein wenig zu ausführlich. Dennoch hat mir diese ungewöhnliche Kombination sehr gut gefallen und ich habe das Buch gerne gelesen.
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