Coralie ist Australierin und arbeitet in London als Werbetexterin. Als sie den charmanten Politikjournalisten Adam mit seiner vierjährigen Tochter Zora kennenlernt, scheint das ihre Rettung aus einem schlecht isolierten Loch von Wohnung Wand an Wand mit einem Pub zu sein. Adam, den Krach nicht stört, bietet ihr einen Wohnungstausch an. Mit seiner Wohnung hat er euphemistisch eine renovierungsbedürftige Zimmerflucht gemeint, in die Zora (aus geschiedener Ehe) nur zu Besuch kommt und Coralie sich problemlos ein Zimmer einrichten kann. Dass Adam als Journalist + Buchautor + Podcaster zuhause nur noch Gastspiele gibt, übersieht sie im ersten Überschwang der Gefühle zunächst. Da Zora ein unkompliziertes, hinreißendes Kind ist, hat Coralie mit Vater und Tochter offenbar das große Los gezogen. Wären nicht in Australien ihre unheilbar krebskranke Mutter Judith und Coralies schlechtes Gewissen gegenüber ihrem jüngeren Bruder Daniel, den sie allein gelassen hat.
Als Coralies und Adams erstes Kind Florence zur Welt kommt, sieht sich die junge Mutter unversehens in der Mutterschaftsfalle: sie lebt und arbeitet als Ausländerin mit Arbeitsvisum im bevorstehenden Brexit-Chaos, versorgt ein Kleinkind und die Tochter eines Mannes, mit dem sie nicht verheiratet ist, organisiert und finanziert seinen Hausumbau – und erlangt weder Renten- noch Unterhaltsansprüche. „Alles, was du beherrschst, wird gegen dich verwendet werden; denn von nun an musst es immer tun“, ist offenbar das unsichtbare Motto über Coras Leben. Stanleys Figuren schillern zwischen nervig und hinreißend – stellen Sie sich vor, Ihre Schwiegermutter lebte mit einer Frau zusammen und beide würden stets im Doppelpack auftauchen!
Auch wenn Adam, Coralie und ihre umfangreiche Patchworkfamilie mich mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrem Humor von Beginn des Romans an mitreißen konnten, habe ich mich bald gefragt, wie lange Coralie ihre Rollenüberwältigung als Mutter, Stiefmutter, Schwester, Tochter, Kollegin und Hobby-Therapeutin durchhalten würde. Leider fällt der charmante Adam als Figur wie eine Bäckertüte in sich zusammen, als deutlich wird, dass er ein Vater ist, der „hilft“ und die Verantwortung nicht teilt. „Aber ich habe sie diese Woche zwei Mal aus der Kita abgeholt.“
Wir verfolgen das Paar von 2013-2023 und geraten u. a. durch Adams Tätigkeit als Journalist und Zoras Stiefvater Tom im Wahlkampf für die Parlamentswahlen hautnah mit in den Brexit-Schlamassel. Die detailverliebten Politikpassagen über Europas ungekämmtesten Politiker empfinde ich dabei als zu ausufernde Längen. Bei anderen Themen beherrscht Jessica Stanley das Straffen der Ereignisse durch Schnitte ja durchaus. Letztlich dient Politik Adam nur als Vorwand, sich aus der Verantwortung zu stehlen und Coralie zur unbezahlten Familienmanagerin zu degradieren. Die Frage nach Coralies Aufenthaltsstatus, dem ihrer Kinder und dem gemeinsamen (?) Sorgerecht bleibt dagegen unbeantwortet.
Fazit „Wir in zehn Jahren“ ist ein warmherziger, humorvoller Roman mit hinreißenden Figuren über Elternschaft in der Rush-Hour des Lebens und die Allein-Verdiener-Falle, der durch den hohen Anteil von Brexit-Content circa ab der Mitte leider an Reiz verliert.
The times likened this book to One day and Normal People, gross over statement and made me often question if we were reading the same book.
This isn’t about a love story between 2 people, it’s about the FMC’s self love and acceptance. It’s reflecting on where life takes you and not being happy with where you are personally while trying to be grateful for what you have. As a 40y old parent, I understood this part of the book well, but mostly I’m sorry to say, I found her incredibly whiney and frustrating. The book was very ‘superficial’ about her mental health struggles and never truly delved into why she was like that or give her an opportunity to work through them and come out stronger.
Would not recommend if you are looking for a love story like the incredibly One Day.
Malgrado lo trovassi interessante non sono riuscita a finirlo, trascinando la lettura per diverse settimane. Alla fine ho deciso di interromperlo. Proverò a riprenderlo in mano in un altro momento.
Autrice: Jessica Stanley Coralie giunge a Londra dall' Australia dopo una brutta esperienza lavorativa. Inizialmente vive solo per il lavoro ma poi la sua vita viene sconvolta quando incontra Adam con la figlia Zora. In Adam troverà un rifugio, una sicurezza che ha sempre cercato anche se nel tempo si faranno vive tutte le sue paure, le delusioni subite, io faticoso rapporto con i genitori. Un interessante romanzo, per niente banale, che analizza le fatiche di una donna oggi che deve coniugare al meglio casa, famiglia, lavoro, coppia. Da leggere 😊
Con la politica inglese contemporanea a fare da cornice, la trasformazione di una donna, che diventa mamma e perde se stessa. Questo libro ci pone davanti alla cruda realtà. Dal momento in cui diventiamo madri qualcosa do nuovo dentro nasce dentro di noi,ma qualcos'altro si rompe. È difficile rimanere integre oppure no?