Siena Lancaster lebt in einer Welt aus Glamour und Schein. Tochter einer einflussreichen Familie, Vorzeigestudentin, souverän vor jeder Kamera, der perfekte Fake-Freund an ihrer Seite. Doch hinter der makellosen Fassade regt sich in ihr die Frage nach ihrer wahren Identität – jenseits von Likes, Lob und Leistungsdruck. Als Ren in ihr Leben tritt, prallen zwei Welten aufeinander. Er entfacht ihre Liebe zur Musik neu, verstrickt sie aber auch in ein gefährliches Spiel aus Widerstand, Anziehung, Reibung und Misstrauen. Während zwischen Siena und Ren eine Verbindung entsteht, die sich nach mehr anfühlt, beginnt ein Unbekannter, Sienas Leben aus dem Schatten heraus zu manipulieren – und Ren weiß mehr, als er zugibt …
Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.
Der Roman startet mit einer grundsätzlich interessanten Ausgangslage. Die Idee, hinter einer perfekt inszenierten Fassade die Suche nach Identität und Selbstbestimmung zu thematisieren, weckte zunächst mein Interesse. Auch der Konflikt zwischen öffentlichem Schein und privater Unsicherheit besitzt erzählerisches Potenzial.
Leider konnte das Buch dieses Versprechen für mich nicht einlösen. Trotz eines soliden Einstiegs verlor die Handlung bereits nach wenigen Kapiteln an Spannung und Entwicklung. Bis Kapitel 9 – etwa zur Hälfte des Buches – gelang es mir nicht, eine nachhaltige Bindung zur Geschichte oder zu den Charakteren aufzubauen, weshalb ich die Lektüre an diesem Punkt abgebrochen habe.
Die Protagonistin Siena blieb für mich als Charakter austauschbar und zunehmend anstrengend. Ihre innere Zerrissenheit wurde zwar benannt, jedoch kaum vertieft, sodass ihre Entscheidungen häufig widersprüchlich und wenig nachvollziehbar wirkten. Eine glaubhafte Entwicklung blieb aus.
Auch Ren konnte mich in keiner Weise überzeugen. Seine Darstellung empfand ich als unangenehm und problematisch, ohne dass diese Aspekte kritisch reflektiert oder erzählerisch sinnvoll aufgearbeitet wurden. Entsprechend konnte sich zwischen den beiden keine Dynamik entwickeln, die für mich Spannung oder emotionale Tiefe erzeugt hätte.
Zusätzlich wirkten die Nebencharaktere, insbesondere Sienas Freundeskreis, oberflächlich und wenig unterstützend. Die Beziehungen erschienen eher belastend als bereichernd, was die emotionale Leere der Geschichte weiter verstärkte.
Insgesamt verlor das Buch trotz interessanter Grundidee schnell an Reiz. Da weder Handlung noch Charaktere für mich an Tiefe gewinnen konnten, habe ich die Lektüre zur Hälfte beendet. Das vorhandene Potenzial blieb für mich leider ungenutzt.
Das Buch hatte mich im Buchladen direkt angesprochen. Das Design ist sehr schön und direkt dort ist mir die Liebe zum Detail aufgefallen (das Daumenkino unten rechts hat mich begeistert). Auch der Klappentext hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht.
Leider konnte mich die Geschichte beim lesen aber nicht überzeugen.
Ich habe mich sehr schwer damit getan, Handlungen von bestimmten Charakteren nachvollziehen zu können. Meinungen haben sich innerhalb von wenigen Sätzen um 180 Grad gedreht. Das hat es für mich persönlich schwer gemacht, den Faden zu erkennen und auch eine Verbindung zu den Charakteren zu spüren.
Ich fand die Verhaltensweisen der Charaktere teilweise sehr problematisch.
Dennoch möchte ich anmerken, dass der Schreibstil schnell und leicht zu lesen war.
Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und ob ein 2.Teil Licht ins Dunkle bringen wird.
Was bedeuten 1,5 Sterne für mich? Es hat mir kaum gefallen.
Uptown Girl ist für mich ein Buch, dass sich einfach chaotisch anfühlt.
Der Schreibstil hat mir noch am besten gefallen. Das Buch ließ sich flüssig lesen und wenn ich nur darauf schaue, wie die Textpassagen klingen hat es mir gut gefallen. Doch wenn man alles zusammen nimmt war es das auch schon mit dem Lob.
Die Handlungsstränge fühlten sich für mich nicht ausbalanciert an. Dadurch entstand auf mich der Eindruck, dass sie untereinander um den Platz auf dem Papier kämpfen mussten. Es fällt mir so auch schwer zu sagen, was der Haupthandlungsstrang gewesen sein soll. War es die Sache mit Anonym? War es die Sache mit Ren? Vielleicht war es auch die Identitätskrise von Siena. Ich kann es beim besten Willen nicht genau sagen.
Die Figuren stammten Größtenteils aus der High Society, weswegen ich auch nicht die größten Sympathieträger erwartet habe. Das muss eine Figur meiner Meinung auch nicht sein. Solange sie interessant sind können sie meinetwegen sein wie sie wollen. Das ist mein Problem mit Siena. Ich fand sie weder sympathisch noch interessant. Für die Öffentlichkeit ist sie nur die verwöhnte Prinzessin, für ihren Vater ist sie nur eine weitere Schachfigur und beides möchte sie einfach nicht sein. Genau hier lag das Potential, was in meinen Augen nicht genutzt wurde. Ich habe vollstes Mitgefühl für ihre Familiengeschichte und ich hoffe, dass sie es noch daraus schafft. Aber da dreht sich in meinen Augen alles einfach nur im Kreis. Das zweite war ja, dass Siena beweisen wollte, dass sie mehr als nur ein verzogenes reiches Mädchen ist. Auch wenn sie mir deutlich sympathischer als ihr Freundeskreis war, war sie in vielerlei Hinsicht immer noch das Klischee des Mädchens das reich aufgewachsen ist. Natürlich kann diese von mir wahrgenommene Diskrepanz gewollt sein und im zweiten Teil weitergesponnen werden. Aber ein eventuell kann ich natürlich nicht bewerten.
Dann haben wir noch Ren als den love interest. Von allen Figuren mag ich ihn am wenigsten. Weder finde ich ihn sympathisch noch sonderlich interessant. Zwischendurch wird der Leser mit einigen Brotkrumen gefüttert, die den Detektiv in mir miträtseln ließ. Aber es hat mir nicht gereicht. Seine Figur blieb mir zu oberflächlich.
Zu der Romanze kann ich leider nur eins sagen: Wo kam das denn jetzt her? Wirklich ich verstehe es von vorne bis hinten nicht.
Leider hat sich herausgestellt, dass das Buch nichts für mich war und ich werde die Reihe dementsprechend nicht weiterverfolgen.
Die High Society birgt viele Vorteile, aber auch viele Vorurteile. Besonders wenn es um junge Frauen geht. Besonders hier ist es Sienna, die als hohe Persönlichkeit eingestuft wird, doch egal wie weit sie geht, ihr Ruf verändert sich nicht. Sie wird als Prinzessin gesehen, Partyqueen und Frau an der Seite ihres Vaters oder Freundes.
Nie richtig wahrgenommen, genießt sie die Verbindung zu ihrer Großmutter, die sie wertschätzt und wahrnimmt.
Wo dann auch noch Ren in ihr Leben tritt, der Pianist und Künstler, versucht sie auszubrechen. Wird ihr das gelingen ?
Lest selbst, verliert euch in einem emotionalen, aufwühlenden und rasanten Werk, das einen berührt, von den Persönlichkeiten ab und an verschreckt und doch hofft, dass Siene endlich sie selbst sein kann. Ohne Einschränkungen und mit ihrer Leidenschaft voran.
Ergründet daher gemeinsam, wer genau für ihre Qualen verantwortlich ist, spürt ihre Verletzlichkeit, aber auch die Annäherung an Ren. Wo dieser zu gefährlich scheint. Sie stößt bei jeder Möglichkeit von sich und verletzt.
Die Faszination wird Sienna bedauerlicherweise ein wenig zu viel, für mich, zu naiv, wankelmütig und unbedacht verhalten haben. Jedes Klischee der Highsociety-Prinzessin erfüllt. Ren dagegen bleibt geheimnisvoll, doch auch gefährlich.
Ich war daher hoffnungsvoll an vorderster Stelle, dass Sienna sich noch besinnt, eine Wandlung vollführt oder ein Entkommen fordert. Meine Erwartungen wurden daher nicht ganz erfüllt,. Ich bleibe daher etwas enttäuscht zurück. Wobei meine Neugierde nach dem schockierenden Cliffhanger schon gestiegen ist.
Ihr spürt meinen Zwiespalt von Faszination zur Abneigung?
Empfehlenswert als Einstieg, um sich selber sein Bild zu machen.
Ich bleibe daher recht gut unterhalten, verstrickt und neugierig auf mehr zurück.
Übrigens bekommt man als wundervolle Steigerung des Werkes die Leidenschaft zur Musik.