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First published February 2, 2026
S. 29...., die man aus jeder toxischen Beziehung kennt: Wenn ein Mensch normalerweise emotional kalt ist, wird jedes Anzeichen von Gefühl und Empathie als besonders wertvoll bewertet. Unsere Fantasie springt an und verzerrt die Realität, weil wir uns so gerne vorstellen, dass diese Person vielleicht doch nicht so schlimm ist.
S. 51: Natürlich ist es nicht schön, wenn Mann einsam ist. Zu erwarten, mit antiker Ideologie Gleichberechtigung zu negieren und trotzdem inPussy zu ertrinken, ist aber full blown 1960s "Mad Men" Don Draper Delusion.
Selbstverständlich sind das alles nur Ausschnitte der Realität, und es ergibt keinen Sinn, Geschmäcker zu verallgemeinern, und trotzdem: Ich schwöre, jede Frau, mit der ich gesprochen habe, fände es absolut o. k., wenn Superman ein kleines Wohlstandsbäuchlein hätte. Bro, deine Augen schießen Laser, du kannst Galaxien mit Muskelkraft verschieben und bist parallel noch Journalist beim »Daily Planet« – gönn dir mal ’n Vierer-Pack Backcamembert mit Preiselbeermarmelade, um uns andere vom Druck des Sixpacks zu befreien.
S.134 ... Ein Mann wie Gottschalk ist doch kaum jemals ein »normaler Mann« gewesen. Verehrt als Deutschlands größter Entertainer, konnte sich die Lichtgestalt des deutschen Fernsehens unter Applaus der Öffentlichkeit anscheinend herausnehmen, was sie wollte. Zur Wahrheit gehört auch, dass Frauen und Minderheiten damals nur selten die Stimme hatten, sich über gewisse Aussagen zu beschweren. Nun, wo der Hype um ihn voraussichtlich vorbei ist, finde ich es enttäuschend, wenn TV-Legenden nicht hinnehmen wollen, dass sich Gesellschaften verändern. Gerade ein Mann, der zu seinen Höchstzeiten so visionär war wie Deutschlands frechster Thommy, kann lernen, nach vorn zu schauen und sich weiterzuentwickeln.
Ich stolpere über einen ganz neuen Alpha-Coach. Er erklärt, ein Mann dürfe mein Trinken den Kopf niemals zum Glas neigen, sondern das Glas müsse sich immer zum Mann neigen. Ein Mann verbeugt sich von niemandem, nicht mal vorm Glas!
Genesis 1,27: »Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.«
Das klingt ja erst mal gleichberechtigt. Viel mehr noch, es klingt, als sei Gott selbst weder Mann noch Frau, sondern eine non-binäre Hybridgestalt. Slay!