Dreißig Jahre ungelöste Fragen. Ein Dorf unter Nebelschleiern. Ein See voller Geheimnisse.
Nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter vor drei Jahrzehnten kehrt Zoe in das abgeschiedene schottische Highland-Dorf zurück, aus dem ihr Vater stammt. An den Ufern eines dunklen, von Nebel umhüllten Sees hofft sie, endlich Antworten zu finden.
Aber das eisige Wasser birgt mehr als nur Erinnerungen. Ein gespenstischer kleiner Junge taucht aus den schwarzen Tiefen auf. Tropfnass und blass, ruft er immer wieder nach ihr.
Unsicher, ob ihr Verstand ihr einen Streich spielt oder ob es in diesem unheimlichen Dorf tatsächlich spukt, taucht Zoe in die Vergangenheit ihrer Eltern ein.
Doch was als Suche nach der Wahrheit beginnt, entfesselt eine Kette tödlicher Ereignisse. Denn kaum ist Zoe angekommen, bricht eine unerklärliche Mordserie aus, deren Opfer eines gemein Sie besuchten dieselbe Schulklasse wie Zoes Vater.
Mit jeder Frage, die sie stellt, mit jeder Schicht der Vergangenheit, die sie freilegt, wächst die Feindseligkeit der Dorfbewohner, und bald richtet sich ihr argwöhnischer Blick auf Zoe selbst. Während die Grenzen zwischen Realität und Wahn verschwimmen, enthüllt sich ein dunkles Familiengeheimnis. Starb ihre Mutter, weil sie dasselbe Grauen aufzudecken drohte? Und welche finsteren Wahrheiten verbergen sich in den Tiefen des Sees?
Zoe wird das Gefühl nicht los, dass der geisterhafte Junge, der sie in kalten, stürmischen Nächten besucht, den Schlüssel zu diesem Geheimnis in der Hand hält.
Ein atmosphärisch dichter Mystery-Thriller über generationsübergreifende Schuld, verborgene Abgründe und die verzweifelte Suche nach Wahrheit – selbst wenn sie alles zerstören könnte, was man zu wissen glaubte.
Anfänglich war ich sehr beeindruckt von der Geschichte: Das Setting, ein kleines Dorf am Loch Dorcha in den schottischen Highlands, erschafft direkt eine mystische und düstere Atmosphäre, sodass ich mich auch einige Male ordentlich gegruselt habe. Je mehr Handlung und Charaktere ins Spiel gekommen sind, desto unglaubwürdiger wurde es aber leider für mich. Bei mir wurde der Anschein erweckt, dass möglichst viele Aspekte in die Geschichte aufgenommen wurden, um möglichst viel Entsetzen, Grusel und Trauer hervorzurufen. Das hatte für mich leider einen gegenteiligen Effekt - die Handlung wirkte konstruiert. Zudem haben die Charaktere zum Teil völlig klischeehaft eine ganze Bandbreite an Stereotypen erfüllt und einige der Dialoge oder inneren Monologe waren mir richtiggehend unangenehm. Nun muss ich leider noch einen Spoiler hinzufügen: Wenn man eine Geisterbesessenheit nicht anders beschreiben kann, als sich an den Symptomen einer psychischen Erkrankung zu bedienen, sollte man es vielleicht lieber lassen, anstatt so noch weiter Stigmata zu befeuern.
Wirklich was besonderes! Ich fand es wahnsinnig spannend und auch gruselig, aber vor allem hat es mich sehr tief berührt und sowas hat man selten. Wenn man die Rezensionen auf Audible liest, scheint es ein wenig zu polarisieren, aber meiner Meinung nach hat dieses Buch eine viel höhere Bewertung verdient. Es ist ein Mystery Thriller, der teilweise sogar Richtung Horror geht, aber irgendwie auch so viel mehr als das, vor allem eine wirklich bewegende Geschichte. Es gibt insgesamt sehr viele spannende Wendungen und das Ende hab ich überhaupt nicht kommen sehen und hat mich fertig gemacht (im positivem Sinen!) Die Figuren sind allesamt sehr vielschichtig und interessant. Ich glaube insgesamt ist es so ein Fall von mag man oder mag man nicht, aber ich fand es großartig. Ich habe es direkt zweimal hintereinander gehört.
Man merkt, dass der Autor die Kulturen, geisterhaften Mythologien und vor allem Menschen in der beschriebenen Region versteht. Das macht es sehr glaubwürdig - und vor allem echt creepy! Sehr zu empfehlen!!