In Beloved entfaltet Francis Chan in sechs kurzen Kapiteln eine zentrale, oft vergessene Wahrheit des christlichen Glaubens: Wir sind als Christen Geliebte. Das Buch ist wohltuend, herzerwärmend und tröstlich. Es legt den Fokus nicht auf Leistung, Aktivismus oder fromme Pflichterfüllung, sondern auf die tiefe, unverlierbare Liebe Gottes zu uns Menschen.
Chan gelingt es, den Blick neu auf Gott selbst zu lenken. Beim Lesen wird der Erlöser größer, ehrfürchtiger und zugleich näher. Das Buch lädt dazu ein, diese Liebe nicht nur verstandesmäßig zu erfassen, sondern sie zu erwidern – Gott zu suchen, ihm zu vertrauen und darum zu kämpfen, dass diese Liebesbeziehung nicht von Gleichgültigkeit, Angst oder religiöser Routine überlagert wird.
Theologisch oder akademisch ist das Buch nicht angelegt, und das will es auch nicht sein. Es ist vielmehr geistlich belebend, pastoral und persönlich geschrieben. Gerade diese Schlichtheit macht seine Stärke aus. Die Gedanken sind klar, direkt und treffen das Herz mehr als den Intellekt.
Hinzu kommt, dass Beloved bewusst kurz gehalten ist. Es überfordert nicht, sondern lädt dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und sich neu an der Liebe Gottes auszurichten.
Fazit:
Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich neu daran erinnern lassen wollen, wer sie in Christus sind: Geliebte. Einfach, ehrlich und geistlich stärkend.