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Sauna

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Ein Hinterhof in Hier befindet sich der schwule Saunaclub "Adonis". Die Männer, die dorthin kommen, suchen erotische Zerstreuung, nackte Tatsachen und unkomplizierten Sex. Neu am Empfang ist Johan, der sich neben dem Studium etwas dazuverdient. Sein Job besteht in erster Linie darin, Schlüssel auszugeben, Pornovideos zu wechseln, Handtücher zu waschen und gelegentlich im Cruising-Labyrinth des Clubs nach dem Rechten zu sehen. Als eines Tages der schöne Transmann William vor ihm steht, spürt Johan sofort eine besondere Verbindung zu ihm. Die beiden stürzen sich in eine leidenschaftliche Beziehung, die jedoch bald schon von Williams Selbstzweifeln überschattet wird. Zwar verläuft seine Hormontherapie ohne größere Komplikationen, doch ihm fehlt das Geld für die Brust-OP. Als William beginnt, sich immer mehr aus der Beziehung zurückzuziehen, beschließt Johan, das fehlende Geld im Alleingang aufzutreiben – und sei es auf illegale Weise. So wird die Lovestory zum Underground-Krimi.
Mads Ananda Lodahl erzählt in seinem Buch von der Liebe zweier junger Männer, die ihre Beziehung nicht nur als privates Glück, sondern als revolutionären Akt verstehen. "Sauna" verhandelt bodenständig und zärtlich Themen wie Beziehung, Identität und die vielfältigen Formen, in denen sich erfüllte Sexualität ausdrückt. Dabei ist Lodahls Sprache fließend und widerständig wie die Körper seiner Figuren. "Sauna" ist ein roher und unerschrockener Roman, der die Liebe im Postgender-Zeitalter beschwört.

225 pages, Kindle Edition

Published September 4, 2025

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About the author

Mads Ananda Lodahl

13 books33 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Niklas Schader.
23 reviews
April 23, 2026
Ein Buch, das sich gut und schnell durchgelesen hat, viel sein will aber wenig davon richtig auf die Kette bekommt.

Die Einblicke in die schwule (bewusst nicht „queere“) Szene sind fein beobachtet, die Archetypen bleiben aber solche. Die Grabenkämpfe zwischen den schwulen Männern in der Sauna wirken eher konstruiert: die einen sehen die Homo-Ehe als das ultimative Feindbild und Anpassung an eine heteronormative Gesellschaft. Die anderen sind Schwule, die in der AIDS-Krise Partner verloren haben und sich gewünscht hätten, rechtlich abgesichert gewesen zu sein. Das alles verpufft jedoch im Nebel der Wut des Protagonisten auf jeden, der nicht komplett die heutige Gesellschaft ablehnt, es gibt keine Gewinner in dieser Diskussion und die Erkenntnis, die der Protagonist daraus zieht, wirkt zynisch.

Die revolutionären Ansichten des Protagonisten Johan kommen aus dem Nichts, es wirkt streckenweise dolle wie ein „Idiot plot“, der mit einem klärenden Gespräch obsolet wäre. Dazu gesellen sich Passagen, die die „suspension of disbelief“ ins Wanken bringen (z.B.: wieso findet der Protagonist Johan ständig ganz zufällig sehr für die Handlung günstig platzierte Ziegelsteine?). Generell ist der Protagonist Johan seeeehr unlikeable, er fühlt sich wie der Nabel der Welt und versteht es nicht, wenn er zu verstehen bekommt, dass er dies nicht ist.

Dem Roman wäre gut getan gewesen, den Plot wirklich um den trans love Interest zu zentrieren, denn hier spielen sich die deutlich spannenderen Gefühlswelten und Entwicklungen ab. Bedroht von Gesetzesänderungen und getrieben vom Wunsch, den eigenen Körper akzeptieren zu können bewegt sich William auf einer Reise zu sich selbst, die Johan mit seinen Handlungen leider – teils mit Absicht und teils ohne – zu sabotieren droht.

Immerhin steht am Ende die Erkenntnis, dass sich Johan verrannt hat und er bekommt die Quittung für seine Handlungen. Er ist nun wieder dort, wo er am Anfang stand und macht sich auf nach Berlin, wo er einen Neuanfang starten will. Ich bin mir unsicher, ob das das richtige für ihn sein wird.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Robe_Vk.
2 reviews
December 18, 2025
Hab etwas zu lange gebraucht, um das Buch zu lesen. Sehr tolles Buch über politische Subjekte und ihre Situiertheiten qua Körper in einer heteronormativ strukturierten Lebenswelt.
Profile Image for Carlo.
56 reviews6 followers
November 17, 2025
2 ⭐️

Das war wirklich ziemlich nervig.
Um nicht nur zu nörgeln – das Sauna Setting an sich und das Einweben der Diskurse zu queeren Räumen, Zugänglichkeit und Gesundheitswesen in den Plot waren konzeptuell spannend.
Gleichzeitig war dieser Roman wirklich ein Paradebeispiel dafür, wie das aussieht, wenn schwule weiße cis Männer nicht über die Ränder ihrer weißen cis Männlichkeit blicken (bzw. sich selbst null reflektieren).
Der Protagonist war unaushaltbar in seiner Egozentrik und Pathetik.
Ist ja nett, dass er sich in seiner Spontanpolitisierung so der Revolution verschreibt, aber die völlig übergriffige Aneignung Schwarzer Geschichte als Parallele zu seinem Leben sowie die gänzlich deplatzierten Vorstellungen, wie trans* Personen ihr trans* Sein zu leben haben, waren wirklich schwer auszuhalten.
Zwischendurch habe ich mich gefragt, ob das gewollt war, weil es gegen Ende einen overengineered Dialog gibt, in dem ein paar seiner Takes gekontert bzw. anders gerahmt werden, aber auch da war mir die Position des Romans zu schwammig und auch einfach zu gewollt.
Selbst wenn es die Intention des Autors war, die Unzulänglichkeiten nicht-intersektionaler Perspektiven herauszuarbeiten, ist es wirklich nicht nötig, dass ich mich durch 200 Seiten kämpfen muss, bevor es zu dieser Erkenntnis kommt.
Gelesen und mit einem Nachgeschmack der Irritation eigentlich auch schon wieder vergessen.
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