Hausmeister Penzkofer lebt und arbeitet in einer Wohnanlage auf St. Pauli in Hamburg. Als er die Tür zur Wohnung von Herrn Schmadtke öffnet, da sich die Mieterin in der Wohnung unter ihm Frau Schreier über das Wasser beschwert hat, das von der Decke tropft, erblickt der Hausmeister den Mann tot, an einen Stuhl gefesselt. Schnell findet Penzkofer Gefallen daran, den Ermittlungen um die mysteriösen Ereignisse in der Anlage selbst nachzugehen. Er erfährt, dass der Tote Bienen gehalten hat, aber wo? Und wer weiß alles von dem versteckten Diebesgut von Herrn Schreier, der aktuell im Gefängnis sitzt? Begeistert von der Idee, selbst zu imkern, beginnt seine Suche. Es scheint, als würden einige Nachbarn mehr wissen, als sie zugeben wollen, wenn es um die Beuten der Bienen geht und um die Beute des Räubers …
Für seinen ersten Kriminalroman »Frau Helbing und der tote Fagottist« erhielt der Autor den GLAUSER für das beste Debüt.
**Inhaltsangabe Verlag:** Penzkofer, Hausmeister einer Wohnanlage auf St. Pauli, liebt Mettbrötchen, seine Skatrunde und vor allem Ruhe und Ordnung in seiner Anlage. Damit ist es jedoch vorbei, als er wegen eines Wasserschadens eine Wohnung öffnen muss – und den offensichtlich ermordeten Mieter Schmadtke findet. Neugierig beginnt Penzkofer selbst zu ermitteln und muss feststellen, dass die skurrilen Nachbarn in seinem Gebäudekomplex viele Geheimnisse hüten: Wer hat Schmadtke ermordet? Wo ist das Diebesgut von Frau Schreiers Mann versteckt, der im Gefängnis sitzt? Wo sind die Bienen von Imker Schmadtke? Und wie hängt das alles zusammen? Penzkofer geht den mysteriösen Ereignissen auf den Grund. Dabei wird er nicht nur selbst zum Imker, sondern auch zu einem gewieften Sherlock Holmes im Hausmeisterkittel …
**Meine Inhaltsangabe:** Paul Penzkofer, überzeugter Single und engagierter Hausmeister in einer großen Wohnanlage in St. Pauli, wird eines Tages zu einem Wasserschaden gerufen. Als er auf der Suche nach der Ursache die Wohnung drüber öffnet, entdeckt er nicht nur einen defekten Waschmaschinen-Wasserschlauch, sondern auch die übel zugerichtete Leiche des Mieters Schmadtke, eindeutig Opfer von Folter und Mord. Die Polizei ermittelt, aber auch Penzkofer hat Lunte gerochen und hört und sieht sich ein bisschen um. Dabei stößt er auf einige Geheimnisse, eine verschwundene Diebesbeute, eine komplette Imkerausrüstung, und den einen oder anderen Verdächtigen. Als dann eine zweite Leiche in einer der Wohnungen auftaucht ist klar: jetzt wird es gefährlich.
Erster Satz: »Penzkofer hatte gerade von einem halben Brötchen mit Zwiebelmett abgebissen, als sein Diensthandy klingelte.«
**Mein Eindruck:** Ich mag diese norddeutsche Gelassenheit und den trockenen Humor in diesem Buch total! Penzkofer sowie alle anderen Figuren sind herrlich beschrieben, ein bisschen schräg und ziemlich einprägsam. Fast alles spielt sich in der Wohnanlage in St. Pauli ab und der lebendige, schnörkellose Schreibstil hat es geschafft, dass ich das Gelesene wie einen Film in meinem Kopf gesehen habe. Dabei musste ich echt oft kichern und lachen und ertappte mich dabei, wie ich versucht habe, hinter das Rätsel der Morde zu kommen, was mir aber tatsächlich nicht gelungen ist. Ich hatte Ahnungen, lag mit denen auch nicht komplett falsch, aber auch nicht ganz richtig. Das hat mir gut gefallen. Ganz nebenbei habe ich auch noch einiges über Bienen gelernt. Die Auflösung war super gelungen und nicht an den Haaren herbeigezogen. Schön fand ich auch, dass die Polizei nicht als tumbe Vollpfosten hingestellt wurde, wie das bei humorvollen Krimis recht oft der Fall ist. Ich habe mich köstlich amüsiert, liebte die Hamburger Vibes und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. 5/5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die norddeutschen trockenen Humor mögen und zum Lachen nicht in den Keller gehen. Ein humorvoller Krimi, der Spaß macht!